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Kategorie: 2007 Praktikum - Singapore

Praktikum in Singapur – MLP Stipendienprogramm

Es ist 08:00 a.m., am 2. April 2007, mein erster Arbeitstag in der Heidelberg Asia Pte in Singapur beginnt. Empfangen werde ich von der Assistentin der Abteilung, die sich auch von Anfang an um alle kleineren und größeren Probleme kümmert. Eine Vorstellungsrunde durch das Büro, Einrichten des Arbeitsplatzes und erste Meetings beginnen. Als der neue Praktikant (Intern) werde ich von allen Managern und Mitarbeitern des Büros sehr freundlich empfangen. Es ist ein gut organisierter Start in einer neuen Branche und fremden Kultur.

Auslandspraktikum in Singapur – Stipendienprogramm von MLP

Auslandspraktikum in Singapur – Stipendienprogramm von MLP

Die ersten beiden Wochen werde ich Zeit haben, mich in die Drucktechnik tiefer einzuarbeiten, einen gesamt Überblick über die Region und Aufgaben des regionalen Managements sowie die interne Ablaufe des Unternehmens zu bekommen. Das ist auch dringend nötig, da ich mit der Welt des Druckens und Verpackens noch nie etwas zu tun hatte. Also habe ich mich
2 Wochen hinter dem Firmen bekannten Buch von Dr. Kipphan (Handbook of Print Media) gemacht. Das eben beschriebene Buch hat ungefähr 1209 Seiten und ist somit auch die „Bibel der Drucker“. Nach diesen
2 Wochen stand einem erfolgreichen Start, theoretisch, nichts mehr im Wege.

Meine Aufgaben sind: Projekt zur Einführung einer neu entwickelten Druckmaschine, zur Portfolio Erweiterung, auf dem asiatischen Markt. Des Weiteren wurden noch interne Aufgaben addiert und so habe ich eine sehr abwechslungsreiche und interessante Aufgabenstellung erhalten. Von diesem Zeitpunkt an kann ich selbständig arbeiten und werde in regelmäßigen Abständen an meine Vorgesetzten reporten.

August 2006: Bewerbung für das Stipendiatenprogramm Join the Best

Dezember 2006: Vorauswahl Assessment Center in der lokalen MLP Niederlassung in Stuttgart

Januar: Finales AC bei dem sich 250 Studenten um 15 Stipendien im Ausland bemühten. Das AC in der MLP Zentrale in Wiesloch war für alle Beteiligten ein einmaliges Erlebnis, das es erst einmal nächstes Jahr zu toppen gilt.

Mit einem Stipendium in der Tasche habe ich mich dann aber schnell wieder in den Alltag mit lernen und Klausuren schreiben einfinden müssen. Die Zeit der Vorfreude musste noch etwas warten. Dennoch war es nun fix, ein Praktikum in Singapur wartet auf mich!

MLP Programm für Auslandspraktika

MLP Programm für Auslandspraktika

Ab Februar: Es begann die Vorbereitung für das Praktikum mit einer Werksführung am Produktionsstandort von Heidelberger Druckmaschinen in Wiesloch und anschließender Projektbesprechung in Heidelberg. Mein zuständiger Mentor aus Singapur war an diesem Tag ebenfalls in Heidelberg und somit ergab sich die Gelegenheit des Kennen lernen und besprechen der Projektinhalte, Vorstellungen und Erwartungen. MLP regelte alle Sachen wie zum Beispiel: Versicherungen, Unterkunft, Flüge und viel andere Fragen, die man als Student so hat. Es sind jede Menge Fragen, schließlich geht es auf die andere Seite der Welt. Die Situation war eine ungewohnte und außergewöhnliche für einen Student – alles wurde organisiert. Sehr entspannt kann ich nur sagen.

März: Ein Einführungskurs in Heidelberg bei dem ich den technischen Background des Druckens erlernen sollte und zusätzlich einen Überblick über das Produktportfolio bekam. Informationsaustausch mit der zentralen Marketing- und Produktmanagementabteilung, dies stellte sich später in Singapur als super nützliches Bindeglied für jegliche Fragen heraus.

Anschließend (2 Tage vor Abflug) war noch ein Trip nach Ipswich/ UK geplant und dort durfte ich dann die Maschine, die wir in Asien einführen werden, im Test sehen. Dabei begleitete ich den Produktmanager und lernte sowohl Außendienst Mitarbeiter als auch Techniker und den Manager der Druckerei kennen. Sales Manager aus der gesamten Region waren zu Tests eingeladen und ich bekam einen Überblick über die „Launch Strategie“ in UK. Gleichzeitig begann ich ein kleines Netzwerk aufzubauen, welches mir in Asien sehr nützlich war.

Dann war es soweit, 28.3.2007, alles gepackt und ich stand mit „etwas Übergepäck“ am Stuttgarter Bahnhof und nun war es Zeit von meiner Freundin Abschied zu nehmen. Das war der schwerste Moment während der ganzen Zeit.

Praktikum in Singapur – MLP Programm für Auslandspraktikumsplätze

Praktikum in Singapur – MLP Programm für Auslandspraktikumsplätze

Ab Frankfurt ging es dann gemeinsam mit Benjamin Dietz (BASF Stipendium) nach Singapur. Nach 11h Flug, wenig Platz und wenig Schlaf bin ich dann in Singapur angekommen. Die ersten Tage war ich noch in einem Hotel mitten in Singapur untergebracht. Direkt an der Orchard Road habe ich ein „anderes“ Bild von dieser Stadt bekommen (das kann ich heute nach 3 Monaten sagen). Es hatte viele Vorteile, ich sparte die ersten Tage dadurch Zeit und konnte die Stadt erkunden, etwas einkaufen und schon mal den Weg zur Arbeit zu suchen. Damit ich am ersten Arbeitstag auch pünktlich bin.

Am Sonntag, 1. April, bin ich dann an den westlichen Stadtrand, nach Jurong West, umgezogen. Es sind nur 5 Minuten zur MRT (S-Bahn) Station, Boon Lay, und etwa 30 Minuten mit der MRT und einem Bus zur Firma nach Clementi. Also sehr praktisch unter der Woche, aber am Wochenende war ich dagegen sehr weit ab vom Schuss und musste nach dem feiern entweder mit einem Taxi Heim oder mit dem „Night Rider“ (Nacht Bus). Es war immer wieder die Entscheidung 30 S$ ungefähr 15 € oder 70 min. Busfahrt in einem auf Kühlschranktemperatur gekühlten Bus (wie übrigens jeder geschlossene Raum in S’pore, ist anfangs für Hals und Stimmbänder sehr anstrengend).

Dort lebe ich nun also in einem Appartement mit einer Malaiin, Liu, und einem Singapurschen Ehepaar, Janet und Charles, zusammen in einem „HDB Flat“ (Housing & Development Board der Singapurer Regierung). Diese Art von Wohnungen ist für die meisten Singapurer die Heimat, da das Preis – Leistungsverhältnis hier noch ok ist im Vergleich zu den privaten Appartements in der Innenstadt, die momentan völlig übertriebene Mieten haben. Zusätzlich erlebe ich am westlichen Rand der Stadt noch ab und zu kleine Überraschungen: Kinder schauen häufig verdutzt, wenn ein Europäer, der einzige im ganzen Viertel, kommt. Aber so konnte ich wenigstens einen Teil zur Weiterentwicklung dieser Kinder beitragen! „Langnasen“ sind nicht aus dem Weltall, sondern leben auch auf der Erde. Wenn wir schon das Thema Miete und Grundstückspreise haben, man erkennt eine reiche Familie daran, dass sie ein Haus besitzt und eine super reiche daran, dass sie ein Haus mit Garage besitzt.

Am Sonntag, 1. April, bin ich dann an den westlichen Stadtrand, nach Jurong West, umgezogen. Es sind nur 5 Minuten zur MRT (S-Bahn) Station, Boon Lay, und etwa 30 Minuten mit der MRT und einem Bus zur Firma nach Clementi. Also sehr praktisch unter der Woche, aber am Wochenende war ich dagegen sehr weit ab vom Schuss und musste nach dem feiern entweder mit einem Taxi Heim oder mit dem „Night Rider“ (Nacht Bus). Es war immer wieder die Entscheidung 30 S$ ungefähr 15 € oder 70 min. Busfahrt in einem auf Kühlschranktemperatur gekühlten Bus (wie übrigens jeder geschlossene Raum in S’pore, ist anfangs für Hals und Stimmbänder sehr anstrengend).

Dort lebe ich nun also in einem Appartement mit einer Malaiin, Liu, und einem Singapurschen Ehepaar, Janet und Charles, zusammen in einem „HDB Flat“ (Housing & Development Board der Singapurer Regierung). Diese Art von Wohnungen ist für die meisten Singapurer die Heimat, da das Preis – Leistungsverhältnis hier noch ok ist im Vergleich zu den privaten Appartements in der Innenstadt, die momentan völlig übertriebene Mieten haben. Zusätzlich erlebe ich am westlichen Rand der Stadt noch ab und zu kleine Überraschungen: Kinder schauen häufig verdutzt, wenn ein Europäer, der einzige im ganzen Viertel, kommt. Aber so konnte ich wenigstens einen Teil zur Weiterentwicklung dieser Kinder beitragen! „Langnasen“ sind nicht aus dem Weltall, sondern leben auch auf der Erde. Wenn wir schon das Thema Miete und Grundstückspreise haben, man erkennt eine reiche Familie daran, dass sie ein Haus besitzt und eine super reiche daran, dass sie ein Haus mit Garage besitzt.

Am Montag, 2.April, bin ich dann mit Janet, die auch bei Heidelberg Asia arbeitet in die Firma gefahren und dort, wie einleitend beschrieben, empfangen worden.

Stipendium für Singapur – MLP AG

Stipendium für Singapur – MLP AG

Am Wochenende stand dann der erste Trip auf die Ferieninsel Sentosa, direkt vor Singapur an. Dort sind vor allem junge Singapurer, die bei Beach Volleyball oder chilligen Klängen am Cafe del Mar entspannen. Die Insel ist zwar künstlich angelegt und der Ausblick auf die Einfahrt der gigantischen Tanker ist auch nicht der schönste, aber zum entspannen und einmal entfliehen aus der Masse genau richtig! Wie fast überall in S’pore kann man auch hier „Member“ werden und in diesem Fall habe ich das auch gemacht, da mir die Insel gefällt und wenn man öfter als 6 mal hinfährt, hat sich die Member Karte schon gelohnt (Schwabische Gedankengänge). Somit war ich jetzt „Sentosa Islander“, hört sich nicht schlecht an, oder?

Hier fand auch im Mai die Swatsch Beach Volleyball World Tour statt und es spielten die besten Frauen der Welt. Ich hatte Tickets für Samstag und konnte die Viertel – und Halbfinals sehen. Sehr beeindruckend waren insbesondere die chinesischen Teams, ja die spielen neuerdings auch Beach Volleyball, denn die Frauen waren über 2 Meter groß und entsprachen auch von der Statur nicht dem asiatischen Bild. Leider waren die deutschen Teams zu diesem Zeitpunkt schon ausgeschieden. Gewonnen hat jedoch ein Team aus Brasilien und so war meine Weltordnung in Sachen Beach Volleyball wieder hergestellt. Abends gab es dann noch eine Beach Party mit Live Band, die aber etwas ins Wasser gefallen ist.

Auf jedes Wochenende folgte aber auch wieder ein Montag: Der Projektplan war ausgearbeitet und ich startete mit der Marktrecherche. Der Großteil meiner Zeit war ich im Internet, habe interne Datenbanken durchwühlt und bestehenden Szenarios/Trends gelesen. Der erste Meilenstein stand bereits nach 5 Wochen an und somit war ich mitten drin in der Projektarbeit.

Die Vorbereitung eines Manager Meetings in Kuala Lumpur wurde während dieser Zeit von unserer Abteilung begleitet und so ergab sich die Gelegenheit andere Maschinentypen, Formate und Zubehörteile besser kennen zu lernen und zu verstehen. Ebenfalls wurde dort die Gelegenheit genutzt „mein“ Projekt allen Managern der Region vorzustellen und einen Fragenkatalog auszugeben. Dieser ist die Grundlage der Marktrecherche und somit konnte ich gleich 2 Fliegen mit einer Klappe schlagen – Projektarbeit und kennen lernen der restliche Produkte.

Auslandsstipendium Singapur – Stipendienprogramm von MLP

Auslandsstipendium Singapur – Stipendienprogramm von MLP

Zu der Veranstaltung durfte ich dann auch für 3 Tage nach Kuala Lumpur reisen und habe dort sehr viel Spaß mit meinen Kollegen gehabt. Tagsüber hatten wir einen straffen Terminplan mit Präsentationen, Maschinen Demonstrationen und Fallstudien, doch abends war genug Zeit um die Stadt zu erkunden. Da ich noch nie in KL war, habe ich mir das auch nicht nehmen lassen und bin mit einem Kollegen in die City gefahren. Zuerst sind wir auf den „Chinese market“ und haben zwischen Levis, Gucci und Mont Blanc zu fast Originalpreisen eingekauft. Anschließend bin ich alleine weiter Richtung Petronas Twin Towers gefahren und habe die hell beleuchteten Dinger bestaunt. Sehr beeindruckend! Das war sie also, meine erste Geschäftsreise!

MLP Stipendienprogramm

MLP Stipendienprogramm

Außer Arbeiten gibt es in Singapur auch noch 1000 andere Dinge zu machen. So habe ich in meiner Freizeit, meist war das nur an den Wochenenden der Fall, mit 2 Kommilitonen aus Esslingen viel Zeit verbracht. In der Anfangszeit waren wir mit den „Hotspots“ beschäftigt: Diese waren Chinatown, Chinese Garden, Little India und Arab Street mit ihren Tempeln und Moscheen, der Zoo, in dem alles sehr natürlich und exotisch angelegt ist, an die East Coast, welches der beste Platz zum Seafood essen ist, Parks, von denen es jede Menge hier gibt, die City rund um das berühmte Swissotel, the Stamford, Raffles Landing, den Merlion, das Symbol von S’pore, die Esplanade, das Opernhaus, usw. Es gibt echt richtig viel zu Unternehmen in diesem Stadtstaat.

Join the best Stipendienprogramm eine Initiative von MLP

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Wenn die Sonne untergeht, geht es in S’pore erst richtig los! Man kann zwischen gemütlichen outdoor Bars an Clarke Quay, Orchard oder Holland Village wählen oder einen richtig geilen Sonnenuntergang aus dem Cafe del Mar auf Sentosa genießen. Danach bietet die Stadt viele Möglichkeiten zum feiern, aber besonders möchte ich 2 Plätze hervorheben. Zum einen die New Asia Bar im 71. und 72. Stock des Swissotel mit einem Wahnsinns Blick über das Lichtermeer und die Skyline von S’pore. Ein MUSS für jeden der einmal hier ist! Zum anderen war ich sehr gerne in der St. James Power Station direkt neben der VIVO City Mall am Hafen. Hier wird in mehreren Floors live Musik vom Feinsten geboten und es ist für jeden Geschmack etwas dabei – Mandarin/Chinese, Latino, Jazz oder ein House und Hip Hop Club. Diese Location ist gerade neu und daher auch sehr angesagt, denn in dieser Stadt dreht sich alles um sehen und gesehen werden. Des Weiteren ist es auch üblich schön prollig ne Flasche Schnaps zu bestellen, denn man hat es ja und das soll auch jeder sehen! Darf ruhig mal die 3 Liter Flasche Schnaps oder ein feines Blubber-Wasser aus Frankreich sein. Anschließend lässt man die Flache in der Bar, bekommt eine Nummer und trinkt an ihr beim nächsten Mal weiter. Hauptsache sie steht auf dem Tisch, wobei man sagen muss, dass Alkohol in S’pore teurer ist als in Deutschland (eine Flasche Bier kostet gut 7 – 10 €). Was wohl dann erst eine 3 Liter Flasche kostet?

V

Praktikum Singapur – MLP Programm Join the best

Ende Mai war es dann an der Zeit für die erste private Reise. Es ging mit Robbie und Flo (Kommilitonen aus Esslingen) für 4 Tage nach Bangkok. Wir sind in einem Backpacker Hotel in der Altstadt abgestiegen – sehr rustikal aber direkt an der Khao San Road und somit mitten am Puls der Stadt, die einfach unbeschreiblich ist. Unbeschreiblich vor allem für uns verwöhnten Neu-Singapurer, die Sauberkeit und geregelten Straßenverkehr für normal halten. In Bangkok ist alles anders! Nach einem Tag haben sich die Augen aber auch daran gewöhnt und man sieht außer dem Dreck, der Kloake und Armut die schönen Seiten. Wir haben uns die Zeit mit Tempelbesichtigungen, und da gibt es echt viele davon, Stadttouren und etwas einkaufen vertrieben.

Praktikum Singapur – MLP Programm Join the best

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Zu unseren Fortbewegungsmitteln gehörten entweder die öffentlichen Boote auf dem Chao Praya Fluss quer durch Bangkok oder die Tuck-Tuck. Die Tuck-Tuck sind mit ihren lärmenden 2 Taktmotoren die perfekten Fortbewegungsmittel in dem täglichen Verkehrschaos. Man sagt auch eines der letzten echten Abenteuer und nichts für schwache Nerven, da man in die Ecken und Seitenstrassen kommt, die nicht tourifreundlich aussehen. Der Fahrer überholt mit geschätzten 80 Km/h auf der entgegenkommenden Spur, während man den Gegenverkehr auf sich zukommen sieht.

Die Menschen sind sehr freundlich, jedoch will jeder etwas verkaufen und wittert ein gutes Geschäft mit Ausländern. Besonders die Tuck-Tuck Fahrer, Taxi Fahrer oder Schneider, welche es an jeder Ecke gibt.

Hier ein nachgestelltes Gespräch oder besser Monolog: Hello Mister, how are you? Where are you from maybee Germany? Wie geht es Dir, geht es gut? Ich habe billige Anzüge und Hemden für Dich… ist echt die ersten Male witzig, aber nach 4 Tagen hat man genug, denn es gibt sie an jeder Ecke in Bangkok! Den Text kann man für die anderen Dienstleister anpassen und der Monolog sieht gleich aus, Hello Mister,…

Am letzten Tag waren wir noch im Lumpini Park und haben dort ein anderes Gesicht, ein grünes und gepflegtes Gesicht, dieses Moloch gesehen.

Als wir von Bangkok zurück kamen, waren die ersten 2 Monate schon vorbei und in der Arbeit habe ich den Titel des neuen Interns langsam abgelegt. Mit meinen einheimischen Kollegen gehe ich regelmäßig in der Mittagspause zum essen. Sie fahren dann meist in Ecken der Stadt, die noch kein Touri gesehen hat und zeigen mir die besten Plätze, wo man noch traditionelle Speisen bekommen kann. Sehr erkundungsfreudig probiere und esse ich auch alles, was sie bestellen und habe fast immer Glück gehabt.

Stipendium für Singapur – MLP AG

Stipendium für Singapur – MLP AG

Ist immer ein Spaß, da beim ersten Bissen alle auf mich schauen und die Reaktion abwarten. Einmal musste ich aber doch passen, denn Schweine-Organe und -Füße in der Suppe haben mich nicht angemacht. Ansonsten muss ich sagen, dass ich die Malaiische Küche sehr lieben gelernt habe und mein absolutes Lieblingsgericht heißt: Biryani Reis mit Mutton. Übersetzt hört es sich nur noch halb so gut an, vegetarisch gebratener Basmatireis mit Gemüse und Hammelfleisch und dazu eine traumhaft gute Soße (mmmh ist ein Gedicht).

In meiner Projektarbeit standen die ersten Meilensteine an und so wurde der Arbeitsumfang größer. Kundenbesuche von Druckereien in Singapur und Malaysia durfte ich begleiten und sowohl die Fertigung als auch die internen Ablaufe kennen lernen. Dort führte ich mit Geschäftsinhabern oder Managern Interviews, um ihre Ideen und Anforderungen in mein Projekt einzubeziehen. Vor allem die Fertigung war das Highlight eines jeden Besuchs. Viele Arbeitskräfte, andere Strukturen & Schichtmodelle und die Produkte waren sehr bekannt – Kinderbücher in deutsch, französisch oder englisch, Schulbücher oder auch der Adventskalender für Weihnachten 2007 wird bereits in Malaysia gedruckt.

Juli: Ende Juli durfte ich mich über einige Tage Urlaub freuen, Grund hierfür ist der Besuch meiner Freundin und unsere geplante Reise nach Indonesien. Ebenfalls werden wir noch eine Tour mit einem Mietwagen durch Malaysia machen und in Kuala Lumpur übernachten. Diese Tour war aber nicht offiziell, da Inga während der Zeit in Singapur Geburtstag hatte und dies ihr Geschenk war.

Mit der MLP Finanzdienstleistungen AG in Singapur

Mit der MLP Finanzdienstleistungen AG in Singapur

Die ersten gemeinsamen Tage haben wir Singapur ausgiebig erkundet. Dabei konnte ich bereits den Reiseführer ersetzen und Inga sicher durch die Stadt, entlang der East Coast, Sentosa Island und bis in oder besser vor sämtliche Shopping Malls führen. Leider muss man sagen, dass es hier sehr, sehr, sehr viele Möglichkeiten zum einkaufen gibt und es war seit Anfang Juli noch Schlussverkauf. Der „great Singapore Sale“ findet jedes Jahr für 4 Wochen statt und fast alle Artikel sind zwischen 30 – 50% reduziert. Aber auch teilweise nur die Ladenhüter und um die besseren Teile muss man sich fast prügeln, denn bei einem Einheimischen und vor allem einer Einheimischen kann beim einkaufen auch mal das gute Benehmen vergessen werden.

So stand ich dann mit einem Lippenstift, einem ganz besonderen den es sonst auf der Welt nicht oder selten gibt aber auf keinen Fall in Stuttgart und einem Umkreis von tausenden von Km, in einer Reihe mit ca. 20 Personen. Realistisch denkend überlegt der Mann in diesem Moment….lohnt sich die Zeit des Wartens überhaupt…. Habe es aber nur Gedacht und nicht gesagt.

Nach 38 Minuten waren wir an der Kasse und durften bezahlen. Die Wartezeit hatte sich verdoppelt, da jede Kundin eine Payback-Karte hatte, 3-10 Produkte kaufte (hatte man nicht gesehen, da die Produkte bereits an der Kasse waren) und natürlich zu guter Letzt mit der Kreditkarte bezahlten, Pin falsch eingeben, unterschreiben, usw …

Nachdem mein Hals wieder etwas abgeschwollen war ging es weiter Richtung New Asia Bar im 72. Stock des Swissotel.

In der Zeit stand auch der Bird Park auf dem Programm. Hört sich zuerst nicht besonders spannend an, ist er aber und echt ein MUSS. Wir haben im Park einen halben Tag verbracht und von Pelikan über Seeadler und Eulen alles gesehen. Inga hatte noch Vögel gefüttert.

Besonderes Highlight sind die Shows mit den Vögeln – die Vögel zeigten ihr Bestes und bekamen dafür eine Belohnung, immer wieder wurde nach Freiwilligen gefragt und es gibt hier eine große Resonanz auf den Begriff: Freiwillig und umsonst etwas machen dürfen. Also jeder will egal ob Kind oder Oma ob Singapurer oder Inder und selbst dann wenn es dem Vorgänger als Freiwilliger nicht so gut ergangen ist. Vorteil hierbei für den Rest der Zuschauer, man hat immer einiges zum lachen.

Night Safari findet jeden Tag nach Sonnenuntergang neben dem Zoo statt. Es herrscht eine sehr schöne Atmosphäre, die Fackeln, die Tiere und natürlich angelegten Pfade lassen einen den Trubel und die Menschen der Stadt vergessen. Wenn man nicht einen der Züge zur Fortbewegung nutzt, erlebt man auch etwas Natur und die heimische Tierwelt. Eine Show der „creature of the night“ haben wir besucht, ein voller Reinfall. Außer einer sehr sprachbegabten Moderatorin sind nur ein paar Eulen, Krabbeltiere und ein junger Gepard aufgetaucht.

Auslandsstipendium Singapur – Stipendienprogramm von MLP

Auslandsstipendium Singapur – Stipendienprogramm von MLP

Bintan ist der perfekte Urlaubsort von Singapur aus. 1h mit einem Schnellboot, 10 US Dollar für ein Einreise-Visa und weitere 10 Minuten mit dem Hotelbus und wir waren im Paradies. Das Wetter war hier anders – heißer und etwas trockener, die Menschen sehr relaxed und gelassen und Alkohol zu normalen Preisen (nicht wie in S’pore!). Eines war doch gleich, die Währung in allen Preislisten des Hotels waren in Singapore Dollar, obwohl wir in Indonesien waren. Dabei hatte ich extra Indonesische Rupiah gewechselt und war seit 24h stolzer Millionär, egal.

Auf Bintan haben wir es uns vier Tage gut gehen lassen und außer faulenzen und essen nicht viel gemacht. Aber das musste nach den Tagen in Singapore mal sein – einfach mal nichts machen. Während den Tagen hatte Inga Geburtstag und das Geschenk war jetzt offiziell – ein Wochenende in Kuala Lumpur mit Übernachtung im Hilton (alles zu unseren Firmen Konditionen, danke!)

Die Tour mit dem Mietwagen, einem schnittigen Toyota mit Automatik und natürlich dem Lenkrad auf der falschen Seite, ging morgens los und wir fuhren ca. 400 Km bei Linksverkehr bis Kuala Lumpur. Dort das Auto schnell gegen ein Taxi getauscht und ab in die Stadt. Die great Mosque, Petronas Twin Towers, KL Tower und alles was 2 Touris sonst noch sehen wollen, stand auf dem Programm.

Praktikum in Singapur - MLP Programm für internationale Praktika Join the best

Praktikum in Singapur - MLP Programm für internationale Praktika Join the best

Das Lebensgefühl ist relaxter als in Singapur, leckeres Essen (Nasi Bryani) und günstig einkaufen auf dem Chinese Market runden den Trip nach KL ab. Vor allem die Twin Towers sind einzigartig und sehen durch ihre Architektur sehr futuristisch aus. Bei Nacht werden sie dazu noch stark beleuchtet und bilden den Idealen Bilderhintergrund für jedes Foto. Wir haben einige Bilder aus allen Perspektiven geschossen und sind danach mit einem Taxi nach Hause gefahren. Warum hier das Taxi extra erwähnt wird, es ist jedes Mal ein Gefühl der Neugeburt, wenn man sein Ziel erreicht hat und noch am Leben ist. In ihren Proton (malaiische Automarke, die eine kleine Ähnlichkeit mit BMW hat, Zufall?) überholen sie alles und jeden, der ebenfalls die Strasse teilt. Tod müde sind wir danach in unser King Size Bett gefallen.

Praktikumsbericht Singapur

Praktikumsbericht Singapur

Am Sonntag ging es mit einem Zwischenstopp an der West Küste, in Melaka, bereits wieder zurück nach Singapur. Zwischen riesigen Palmenplantagen und Durian Feldern haben wir einen Eindruck von Malaysia bekommen. Unversehrt sind wir am Abend wieder in Singapur angekommen und haben den schwer bewachten Checkpoint Tuas erreicht. Einmal noch voll tanken in Malaysia und rüber über die Grenze. Ein lustiges Gesetz der Regierung ist, man muss beim verlassen von Singapur mindestens einen zu ¾ gefüllten Treibstofftank haben. Grund hierfür ist der Benzintourismus in das 50% günstigere Nachbarland und diese Regel wird wie alle streng kontrolliert.

Nach den schönen und erlebnisreichen Urlaubstagen ging es dann wieder zurück ins Büro. Hier wartete bereits jede Mengte Arbeit auf mich. Die Evaluation des vor 4 Wochen versendeten Fragebogens mit vielen Eindrücken über Bedürfnisse und Anforderungen der einzelnen Niederlassungen in Asien. Diese Vielfalt machte aber auch den Reiz des Projektes aus und so präsentierte ich 3 Wochen später die Auswertung meinen Vorgesetzten. Hierbei haben wir objektiv auf Grundlage des individuellen Wissens und der Evaluation eine Entscheidung für die Einführung in den ersten Ländern ab Oktober 2007 geplant. Trainings, der Roll out und die weiteren Teilprozesse des Launchplans (Abschlussdokument) wurden besprochen.

Gleichzeitig war ich Mitglied des Gremiums zur Planung des regionalen Open House in Kuala Lumpur, die Printscape 2007. Die Mitarbeit war super spannend, da hierfür verschiedene Länder, das regionale Management und alle Bereiche von Heidelberg einbezogen wurden. So wurden z.B. Marketing Aktivitäten geplant, Designerbesuche und viel Ideen geteilt bis das endgültige Konzept entstanden ist. Ein Teil der Veranstaltung wird die erst Präsentation mit Kundendemonstration der Anicolor in der Region sein. Also hatte die Mitwirkung zwei Ziele – Promotion der Maschine um einen bestmöglichen Launch zu garantieren sowie unterstützen der Kollegen bei allen Vorbereitungen. Zusätzlich konnte ich auch meinen Horizont erweitern und etwas über den Tellerrand hinaus schauen…

August: 3 Tage KL mit meinen Kollegen stand auf dem Programm. Ein Workshop zur Workflow Integration zwischen Druckmaschinen und Vorstufe (Prepress) war am Montag und Dienstag geplant. Hierfür kamen Kollegen aus verschiedenen Abteilungen von ganz Süd Ost Asien nach KL und es war nicht nur technisch ein sehr interessanter Workshop, sondern durch die heterogene Mischung der Teilnehmer.

Abschließend hatten wir noch ein Meeting zur Vorbereitung für die Printscape 07. Bevor es wieder zurück ging, durfte ich noch ein Highlight erleben. Mittwochvormittag war ein Kundenbesuch im Norden von KL vereinbart worden und ich durfte mein Projekt und die Neueinführung dem Management vorstellen. Hierbei saß ich 5 chinesischen Managern gegenüber und wurde ganz schön in die Mangel genommen. Dies war eine hervorragende Chance, die ich von meinen Vorgesetzten erhalten habe um eigenständigen Kundenkontakt aufzubauen und die Wünsche und Bedürfnisse besser zu verstehen.

Abends waren wir mit dem leitenden Niederlassungsleiter von Malaysia beim essen und er erzählte seine Erfahrungen und Erlebnisse der über 15 jährigen Zeit in Asien. Vor allem der schnelle Wandel und Aufschwung sowie abenteuerliche Geschichten aus Indien haben einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Asien ist so verschieden und jedes Land ist einzigartig und voll von kulturellen Eindrücken. Na ja, Singapur muss man vielleicht bei den kulturellen Eindrücken etwas rausnehmen, aber sonst passt es.

Mit neuen Eindrücken bin ich am Mittwochabend nach 4 Tagen Geschäftsreise wieder in Singapur gelandet.

Praktikum in Singapur – MLP Programm für Auslandspraktikumsplätze

Praktikum in Singapur – MLP Programm für Auslandspraktikumsplätze

Am 9. August war es dann soweit, der National Day Nummer 42 wurde gefeiert. Als Ausländer schaut man sich dieses Spektakel natürlich live an. Austragungsort sollte auf dem Wasser vor der Esplanade im Bereich von Marina Bay sowie in der Luft sein. Gekrönt wurde eine aus Kultur, Militär und Gesang gemischte Parade durch ein sehr, sehr geiles Feuerwerk mit der Skyline im Hintergrund. Da haben sich die Singapuris, wie immer, etwas kosten lassen – ein Spektakel gezeigt und mit stolz Ihre Unabhängigkeit gefeiert.

Nun sind es nur noch sechs Wochen bis zur Fertigstellung aller Dokumente und ich musste mich ran halten damit ich alle persönlichen und geschäftlichen Ziele erreiche. So wurde im August also oft länger gearbeitet als geplant und die Freizeit etwas nach hinten gestellt. Oft habe ich wie man in Asien sagt, einen halben Tag gemacht, was hier für 12 Stunden Arbeit steht und keine Ausnahme ist. Viele meiner Kollegen waren ebenso und länger im Büro… Aber der Ausdruck – halber Tag – gefällt mir!

Zur selben Zeit hat sich auch das Wetter verschlechtert, hört sich jetzt komisch an, aber es war häufig bewölkt, kühler als noch in den Vormonaten und regnete teilweise Tage lang.

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