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Kategorie: 2007 Praktikum - Shanghai

Die Ankunft

MLP Programm für Auslandspraktika

MLP Programm für Auslandspraktika

Am Sonntag den 22.07.2007 hieß es für mich Abschied nehmen. Die Zeit bis dahin verging rasend schnell. Kurz zuvor war ich noch im Klausurstress und hatte gar nicht die Gelegenheit zu realisieren, dass ich mich bald verabschieden muss. Erst bei meiner Abschiedsfeier wurde mir bewusst, dass ich für die nächste Zeit auf meine Liebsten verzichten muss, aber auch die einmalige Chance habe, viel zu erleben und zu lernen. Dann ging alles rasend schnell und ich war in Chinas 17 Mio. Metropole Shanghai. Als erstes erlitt ich einen Klimaschock! Zum Glück hat mich Shaoming Yang am Flughafen direkt gefunden. Er ist der Chief Operating Officer von Mu Ying Zhi Jia, der chinesischen Versandhandelsfirma, in welcher ich die ersten vier Wochen im Auftrag von JILIN Investment eingesetzt war. Mehr dazu später.

Meine erste Nacht habe ich dann bei Shaoming und seiner Familie verbracht, da wir uns darauf geeinigt hatten, meine Wohnung für die nächsten drei Monate gemeinsam zu suchen. Nach dem original chinesischen Abendessen habe ich in seinem westlich ausgestatteten Appartement erstmal seine Internetverbindung nach Deutschland strapaziert. Bei Shaoming fühlte ich mich stets sehr wohl, nicht nur weil sein Englisch im Gegensatz zu dem der meisten anderen Chinesen sehr gut ist.

Am zweiten Tag haben wir sehr schnell ein sehr schönes, westlich ausgestattetes Appartement mit circa 40 qm gefunden. Es lag in einem sehr schönen Wohnpark, der allerdings von Zäunen umgeben war, womit man allerdings hier in Shanghai leben muss. Die Mieten und Wohnungspreise stehen den westlichen Großstadtpreisen allerdings in nichts nach. Das Appartement lag im Nordwesten der Innenstadt und somit sehr nah am Büro von Mu Ying Zhi Jia, aber auch zu meiner Hauptfirma JILIN Investment war es nicht sehr weit. Als ich in der zweiten Woche dann endlich den Mietvertrag unterschreiben konnte, und soweit alle Formalitäten geklärt waren, ist mir ein großer Stein vom Herzen gefallen.

Wie gesagt ist Mu Ying Zhi Jia eine Versandhandelsfirma für Babyartikel. Dort war ich in den ersten vier Wochen meines Praktikums im Auftrag von JILIN Investment, einer Investmentfirma mit Sitz in Luxemburg, eingesetzt, um die strategische Geschäftsentwicklung für die nächsten Jahre voranzutreiben. JILIN Investment unter Leitung von Ekkehard Rathgeber (zuvor Vorstand von Bertelsmann und CEO von der TOM-Group) war meine Hauptfirma, in deren Auftrag ich Mu Ying Zhi Jia analysierte und versuchte weiterzuentwickeln, da JILIN Investment einer der Hauptinvestoren von Mu Ying Zhi Jia ist.

An den ersten Tagen bei Mu Ying Zhi Jia wurde mir von Shaoming und Peter, dem Unternehmensgründer (im Business geben sich die meisten Chinesen englische Namen), die ganze Firma mit ihren 198 Angestellten gezeigt. Die nächsten Wochen hatte ich zusammen mit COO Shaoming Yang so viele interessante und aufregende Projekte, dass ich euch hier nur einen kurzen Einblick geben kann. Zu meinen Hauptaufgaben gehörte dabei unter anderem, einen kompletten Business Plan für die Geschäftsentwicklung der nächsten 18 Monate zu erstellen. Hierfür waren natürlich allerlei Daten nötig, wobei das Beschaffen der Daten aufgrund der so unterschiedlichen Systeme eine besondere Herausforderung darstellte. Des Weiteren haben wir an einigen Outsourcingprojekten bezüglich Lieferung und Marketing gearbeitet. Wir haben speziell auf einer Messe viele Gespräche mit Zulieferern (auch aus Deutschland) geführt. Außerdem haben wir ein neues ERP und KPI System im Unternehmen eingeführt. Empfehlungen zur Unternehmensorganisation oder Kataloggestaltung wurden ebenfalls von mir mit erarbeitet. Bei all diesen Aufgaben wurde mir auch immer klarer, wie erheblich sich meine Vorstellungen von China vor der Reise und die chinesische Realität unterschieden haben und warum es für viele Unternehmen so schwer ist, ohne einen starken chinesischen Partner auf diesem potenzialreichen und boomenden Markt Fuß zu fassen.

Als ich dann nach vier sehr interessanten Wochen bei Mu Ying Zhi Jia in die Büros von JILIN Investment wechselte, bestand meine Hauptaufgabe erst einmal darin, Auswertungen und Berichte über Mu Ying Zhi Jia für JILIN Investment und andere Investoren anzufertigen. JILIN Investment ist eine relativ kleine Investmentfirma, welche Anfang 2007 gegründet wurde und besteht aus Ekkehard Rathgeber, einem chinesischen Mitarbeiter und einem deutschen Rechtsanwalt. JILIN investiert vorrangig in Bürogebäude in Shanghai und Peking und in Start-up-Unternehmen in ganz China. Deshalb war ich auch neben den vielen Gesprächen, Sitzungen und Auswertungen über Mu Ying Zhi Jia oft mit Ekkehard auf Besichtigungstour quer durch Shanghai, wobei sich ein interessanter Termin an den nächsten reihte. Ich bekam viel rund um Investmentfonds mit und hatte daneben auch einige Präsentationen oder Kalkulationen für Investments zu erstellen. Ich konnte bei diesen zwei Firmen und speziell von Shaoming und Ekkehard sehr viele interessante Dinge lernen. Zum Beispiel bei Mu Ying Zhi Jia die Arbeitsweise und Charakteristika chinesischer Unternehmen und bei JILIN Investment das Arbeiten mit Investmentfonds, was mich so sehr begeistert hat, dass ich mich in diesem Bereich definitiv weiter entwickeln möchte. Aber auch neben der Arbeit konnte ich vom großen Erfahrungsschatz der Beiden profitieren. Besonders gefreut hat mich allerdings bei diesem Praktikum, dass ich mich auch selbst entfalten und meine eigenen Ideen einfließen lassen konnte und dass sogar ein Großteil davon umgesetzt wurde.

Mit MLP in China

Mit MLP in China

Neben den vielen interessanten Tätigkeiten an der Arbeit hatte ich aber natürlich auch genügend Freizeit, um Shanghai zu erkunden. Dank Shaoming und meines Marco Polo Reiseführers hatte ich die Möglichkeit, alle Seiten der Stadt zu entdecken. Hier gibt es unendlich viele Wolkenkratzer, wie zum Beispiel den Oriental Pearl Tower (468m) oder den Jin Mao Tower (420m), von welchen ich mir die beeindruckende Stadt angeschaut habe. Es ist eine sehr moderne Stadt, in der Tag und Nacht gebaut wird. Witzig ist zu sehen, wie teilweise an den hochmodernen Glaspalästen alte Bambusgerüste angebracht sind, auf welchen sich die unzähligen Arbeiter waghalsig bewegen. Neben diesen hochmodernen Häusern, speziell im Stadtteil Pudong, gab es aber auch einen kleinen, verbliebenen Teil des alten Chinas zu bestaunen, wie zum Beispiel im und um den Yu Garden, welcher ein beliebtes Ausflugsziel ist. In den insgesamt drei arbeitsfreien Wochen im Jahr (in der Regel gibt es keinen eigenen verfügbaren Urlaub) strömen unvorstellbar viele der 1,3 Milliarden Chinesen, soweit sie es sich leisten können, in die Metropole, um einen Blick auf die rasante Entwicklung oder auf den Huangpu River am Bund (für mich einer der schönsten Plätze Shanghais, speziell bei Nacht) zu erhaschen. Man kann hier also hautnah erleben, wie ein Wolkenkratzer neben einem zerfallenen Haus, an

Mit der MLP Finanzdienstleistungen AG in Shanghai

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welchem Wäsche aufgehängt wird, oder ein Ferrari neben einem alten Transportfahrrad an der Ampel steht. Die Gegensätze sind enorm. Genauso wie die Gegensätze sind die Einkaufsmöglichkeiten unbegrenzt, denn hier gibt es von riesigen „fake markets“ über H&M, Esprit und IKEA bis hin zu Gucci und Armani mehr, als man (oder Frau) sich vorstellen kann. In den unzähligen Einkaufsstraßen und riesigen Einkaufszentren habe ich dann auch zusammen mit meiner Freundin, die mich zum Glück drei Wochen besuchen konnte, die Kreditkarten zum Glühen gebracht, bis die Koffer voll waren.

Freizeitbeschäftigungen Auslandsstipendium in China  - MLP Finanzdienstleistungen AG

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Nach den ganzen Sightseeing- und Einkaufstouren zwischen hoch und flach und neu und alt hab ich mich oft in Parks in der Sonne (für die Chinesen total unverständlich, weil nur eine helle Haut schön ist) ausgeruht und den Menschen beim beliebten, weil Glück bringenden, Drachensteigen zugesehen. Während der Touren durch die von Touristen bevorzugten Gebiete war mein ständiger Begleiter der Ausdruck „bu jau“, was soviel heißt wie „ich will das nicht“. Dies war meine Antwort auf nahezu alle Kaufavancen bezüglich gefälschter Uhren, Sonnenbrillen oder DVDs, denn in China kann man alles gefälscht kaufen und man bekommt alles angeboten. Sollte man sich doch einmal verleiten lassen, muss man sein gesamtes Verhandlungsgeschick in die Wagschale werfen, denn „Freundschaftsrabatte“ von 80% sind nicht unnormal.

Reisen - Praktikum in Shanghai - MLP Programm für internationale Praktika Join the best

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Auch in Sachen Events hatte Shanghai einiges zu bieten, so zum Beispiel ein Konzert des Shanghaier Orchesters, dirigiert vom ungarischen Stardirigenten Koszic, die Fußballweltmeisterschaft der Frauen, wobei ich alle drei Spiele der deutschen Mädels in Shanghai inklusive Endspiel mit anschließender Weltmeisterschaftsfeier sehen konnte, oder dem Großen Preis von China, dem Formel 1 Rennen, bei dem Lewis Hamilton seine vorzeitige WM Chance vergab. Viele andere kleine Events haben hier nahezu täglich stattgefunden, wie zum Beispiel das Tourismusfestival oder das traditionelle Mondfest, so dass mir nie langweilig werden konnte. Wenn ich dennoch mal im Appartement geblieben bin, gab es dann draußen auch zweimal einen Taifun zu bestaunen.

Praktikumsbericht Shanghai

Praktikumsbericht Shanghai

Chinesen sind grundsätzlich sehr hilfsbereit und freundlich, so hatte ich gerade zu Beginn meines Aufenthalts immer jemanden dabei, der mir bei diversen Wegen als ortskundiger Übersetzer zur Seite stand. Oft war der Grund dafür aber auch aus der eigenen Motivation bestimmt, denn die meisten Chinesen haben erkannt, dass Englisch heutzutage unersetzlich ist und ihnen im Geschäftsleben Tür und Tor öffnen kann. Deshalb sind sie ständig bemüht, ihr Englisch zu verbessern und das versuchten sie auch oft durch Sprechen mit mir. So kam es auch auf der Straße des Öfteren vor, dass ich von fremden Chinesen angesprochen wurde, die einfach mal ein bisschen Englisch sprechen wollten. Grundsätzlich muss man allerdings sagen, dass noch sehr wenig Menschen hier einigermaßen Englisch sprechen. So kann man zum Beispiel auch auf öffentlichen Tafeln oder Hinweisschildern teilweise sehr lustige Fehler finden, was oft als Chinglish bezeichnet wird. Weil so viele ausländische Geschäftsleute in der Stadt sind, kann man auch schnell das Doppelte verdienen, wenn man sich einigermaßen in Englisch verständigen kann. Mit dem Verdienst ist das so eine Sache hier. Es gibt viele Menschen, die hier allein wegen des Wirtschaftsaufschwungs zu Millionären werden. Aber es gibt noch viel mehr, die nicht wissen, was sie morgen essen sollen. Dennoch ist die Stadt sehr sicher und es gibt wenig

Stipendienbericht China  – Programm der MLP Finanzdienstleistungen AG für Auslandspraktika

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Kriminalität. Das Geld ist letztendlich der Grund für die hohe Zuwanderung hier, den viele Arbeiter kommen nach Shanghai, um das Geld zu verdienen, von dem ihre Familien auf dem Land leben. Deshalb gibt es auch allerlei skurrile Jobs hier, wie zum Beispiel die Fahrstuhldame, die den ganzen Tag hoch und runter fährt und die Knöpfe drückt oder die unzähligen Parkplatzeinweiser und viele andere in Europa so unvorstellbare Berufe.

Dennoch haben die Chinesen auch einige Uneigenarten, mit denen man erst einmal klar kommen muss. So hängen in der U-Bahn und in anderen öffentlichen Gebäuden nicht ohne Grund Schilder mit der Aufschrift: „No Spitting“. Auch ihren Müll werfen die Chinesen noch häufig auf Straßen und Grünflächen, frei nach dem Motto: „Das räumt schon irgendwer wieder weg!“.

Stipendium für China  – MLP Praktikumsprogramm

Stipendium für China – MLP Praktikumsprogramm

Ja das Essen hier ist schon manchmal so eine Sache für sich. Obwohl es natürlich alle westlichen Ketten wie Pizza Hut, KFC oder McDonalds in Massen gibt, wollte ich ja bei meiner Reise nach China auch möglichst viele einheimische Spezialitäten kennen lernen. Dennoch bin ich des Öfteren auch nicht drum herum gekommen, bei den westlichen Ketten (teilweise wesentlich günstiger als in Europa) zu essen. Sehr praktisch für mich war natürlich, dass ich sehr oft mit meinen chinesischen Freunden von Mu Ying Zhi Jia essen war und ich so in Genuss vieler Köstlichkeiten gekommen bin. Für mich allein wäre es ziemlich schwierig geworden, in einem chinesischen Restaurant zu essen, da die meisten keine englische Karte haben, dort kein Englisch gesprochen wird und viele auch nicht sehr hygienisch und einladend aussehen. Aber es gibt natürlich auch die Luxusrestaurants am Bund, die sehr westlich und ähnlich teuer sind. Das Essen mit den Kollegen von Mu Ying Zhi Jia hat auf jeden Fall immer riesig Spaß gemacht, weil wir die Zeit auch oft zu lustigen Sprachkursen nutzten. Was dann allerdings aufgetischt wurde, sah zwar meist sehr appetitlich aus, aber wenn ich dann gehört habe, was es ist, habe ich doch lieber die Finger davon gelassen, wie zum Beispiel bei den sehr beliebten Hühnerfüßen oder Fröschen. Der Vorteil in China ist, dass jedes Gericht auf dem Tisch kreist und man sich so immer etwas aussuchen kann, was man ohne schlechtes Gewissen essen kann. Allerdings darf man sich beim Essen an diversen Nebengeräuschen nicht stören. Auch an den Anblick der Tische nach dem Essen, muss man sich erst gewöhnen. Das liegt aber meist nicht an den schlechten Essmanieren, sondern daran, dass nicht nur mir, sondern auch den Chinesen hin und wieder was vom Stäbchen fällt. Am Anfang hat sich mein Magen zwar gegen das andauernd scharfe Essen gewehrt, aber im Allgemeinen war es sehr gut. Auch dank des beliebten Seafoods konnte ich meinen Geschmackssinn gut weiterentwickeln.

Dem Verkehr hier in Shanghai habe ich aufgrund seiner Einzigartigkeit ein eigenes Kapitel gewidmet, denn er ist eine Wissenschaft für sich. Angefangen hat alles damit, dass mich Shaoming, mit dem Auto direkt vom Flughafen in Pudong

Auslandspraktikumsplatz in Shanghai

Auslandspraktikumsplatz in Shanghai

(circa 30 km südwestlich von Shanghai-Zentrum) abgeholt hat. Als erstes viel mir, natürlich im Stau stehend, auf, dass die deutschen Fabrikate wie VW, BMW und Mercedes auch hier sehr beliebt sind. Aber auch die mussten mit uns im Stau stehen. Ich will gar nicht ausdenken, was hier los ist, wenn noch mehr der 17 Mio. Shanghainesen in der Lage sind, sich ein Auto zu kaufen und die sehr gut ausgebauten teilweise vierstöckigen Straßen nutzen. Auf jeden Fall haben wir dann für die circa 30 km 90 min gebraucht, wobei wir es mit dem Transrapid in 8 min geschafft hätten. Die Autos sind aber nicht die einzigen, die hier das Treiben verrückt machen. Hinzu kommen die unzähligen Fahrräder und Mofas, die sich kontinuierlich am Straßenrand in großen Gruppen fortbewegen und nur selten eine Ampel beachten, und die Menschenmassen, die die Straßen überqueren wollen. Hierbei muss man allerdings äußerst vorsichtig sein, denn die Vorfahrt beziehungsweise der Vortritt sind hier grundsätzlich geändert und es zählt das Recht des Stärkeren. Also muss man als Fußgänger zusehen, dass man irgendwo eine Lücke findet, was durchaus gefährlich werden kann. Es passiert des Öfteren, dass einem trotz gewöhnlichen Rechtsverkehrs ein Fahrzeug auf der falschen Seite entgegenkommt. Auf jeden Fall sind natürlich viele Unfälle das Resultat des Chaos, wobei ich zwei schwere direkt vor meiner Haustür gesehen habe. Also Vorsicht, wenn ihr vorhabt, nach Shanghai zu kommen! Ebenfalls gewöhnungsbedürftig ist das ständige Hupen, um sich die Vorfahrt zu erzwingen oder kurz vor der Kreuzung, damit alle eine Gasse für den Huper bilden, wobei das nicht funktioniert, wenn es alle machen, wie hier in Shanghai. Morgens

China Auslandspraktikum – MLP Praktikumsprogramm

China Auslandspraktikum – MLP Praktikumsprogramm

brauchte ich auch nie einen Wecker, da ich in der Regel vom Hupen geweckt wurde. Aber neben dem Chaos auf den Straßen gibt es auch einige sehr positive Dinge am Shanghaier Verkehr, so zum Beispiel dass die Taxis ausgesprochen günstig sind. Man sollte aber immer einen Zettel mit der Anschrift in chinesischen Schriftzeichen dabei haben, da die wenigsten Taxifahrer Englisch sprechen. Auch sehr positiv ist das zwar noch wenig ausgebaute, aber saubere und schnelle U-Bahnsystem. Auch dieses wird zurzeit stark erweitert. Und zu meiner Transrapidfahrt sollte ich dann doch noch kommen, als ich meine Freundin vom Flughafen geholt habe. Der Transrapid ist zwar nicht besonders schön, aber mit 431 km/h superschnell und das ist es ja, worauf es ankommt. So brauchten wir für die 32 km vom Flughafen in die Innenstadt nur noch die besagten 8 Minuten.

Abschied nehmen fällt immer schwer. Aber besonders fiel es mir schwer, mich von meinem Freund Shaoming zu verabschieden, da ich wusste, dass ich ihn erst einmal eine ganze Weile nicht sehen werde. Er hatte sich sowohl im Privaten als auch Beruflichen so gut um mich gekümmert, hat mir alles gezeigt und wir hatten sehr viel Spaß zusammen. Durch ihn hatte ich die Möglichkeit, Shanghai und die chinesische Mentalität richtig zu verstehen und zu erleben und ich hoffe, mich dafür in Deutschland bei ihm und seiner Familie revanchieren zu können.

Vielen Dank noch einmal an MLP als Sponsor, Fuchs & Klemm Personalagentur für das interessante und spaßige Accessmentcenter, und natürlich auch an Ekkehard Rathgeber von JILIN Investment, von dessen großen Erfahrungsschatz ich sehr oft profitieren konnte, und an das ganze Team von Mu Ying Zhi Jia, speziell aber noch einmal an Shaoming Yang für das in so vielen Hinsichten unvergessliche und schöne Praktikum. Ich habe in diesem Praktikum noch so viele weitere Sachen erlebt, aber dafür reicht der Platz leider nicht aus und viele Dinge kann man einfach nicht beschreiben, die muss man erlebt haben. Deshalb kann ich euch nur alle motivieren, die unersetzlichen Erfahrungen selbst zu machen, wofür euch MLP die besten Chancen bieten kann. Als ich mich beworben hab, habe ich selbst erst gar nicht an den Erfolg gedacht, sondern wollte mich nur in Accessmentcentern verbessern und Erfahrungen sammeln. Dann ging alles ganz schnell und ich habe als einer der Gewinner auf der Bühne gestanden. Ich kann nur noch einmal alle motivieren, bei diesem Wettbewerb mitzumachen, weil neben den Auslandspraktika auch erstklassige Inlandspraktika und Kontakte zu Topfirmen winken.

Ich bin unendlich froh, diese Erfahrungen gemacht haben zu dürfen und so sollte mein Praktikum im Land der Mitte enden wie es angefangen hat, nämlich mit einer Feier im Kreise meiner Liebsten!

Beim MLP Programm werden jährlich Stipendien von MLP für Auslandspraktikumsplätze vergeben. Die Vergabe der MLP Stipendien findet einmal jährlich statt. Für das Jahr 2010 werden insgesamt 16 Stipendien von der MLP AG vergeben.

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