Marcus Krüger bei HOCHTIEF in Prag
Auslandspraktikum Tschechien – MLP Stipendienprogramm
Es war der 01. September 2007 und ich saß am Frühstückstisch in meiner Heimatstadt Berlin, als mir die warmen Sonnenstrahlen dieses Spätsommers ins Gesicht schienen. Perfektes Reisewetter dachte ich. Wenig später saßen wir auch schon im Auto und nach rund vier Stunden Fahrt und knappen 400 km erreichten wir am frühen Nachmittag die goldene Stadt im Herzen Europas – Prag. Mir war noch nicht ganz klar, was mich hier erwarten würde, aber ich blickte mit großer Vorfreude auf die kommenden zwei Monate, die vor mir lagen. Die Anreise war sehr angenehm. Ich war froh, mit meinem eigenen Auto anreisen zu können. Zwar hätte es mit dem Flieger nur einen Bruchteil der Zeit gedauert, aber die Anreise per PKW hatte so seine Vorteile. Das wichtigste Argument war für mich natürlich, dass ich in Prag mobil bin und nicht unbedingt auf den, zwar recht gut ausgebauten, aber nicht durchgängig fahrenden, ÖPNV angewiesen bin. Außerdem konnte ich so alles einpacken, was ich in den nächsten Monaten brauchen könnte und diese Möglichkeit nutzte ich dann auch in vollen Zügen aus.

Stipendienbericht Tschechien – Programm der MLP Finanzdienstleistungen AG für Auslandspraktika
Jedoch war ich mir nicht ganz im Klaren darüber, dass es in Prag die „ein oder andere“ Einbahnstraße gibt. Nicht dass es schon schwierig genug sei, mit dem Prager Stadtplan auf dem Schoß die tschechischen Straßennamen zu entziffern. Grundsätzlich war jede Straße, in die ich einbiegen wollte eine Einbahnstraße, die natürlich nicht in die gewünschte Richtung führte und ich so ganz woanders ankam, als geplant. Auch nach zwei Monaten als Autofahrer in Prag, treibt mich die Straßenführung fast an den Rand der Verzweiflung.
Meine Verlobte nutzte dann auch gleich die Gelegenheit, das erste Wochenende mit mir in Prag zu verbringen, welches dann auch ganz schnell verging. Am Sonntag brachte ich sie dann noch zum Bahnhof. Nun war es also soweit, mein „Join the best“ – Auslandspraktikum lag direkt vor mir und ich war gespannt, was nun so alles auf mich zukommt.



