Lu Li bei Procter&Gamble in Genf
Auslandspraktikum in der Schweiz – Stipendienprogramm von MLP

Praktikum in Genf – MLP Programm für Auslandspraktikumsplätze
Am 10. September 2007 kam ich nach einer 9-stündigen Zugfahrt in Genf an und fand mich in einer Bahnhofshalle wieder, wo Menschen unterschiedlichster Nationalitäten herumliefen und eine Sprache sprachen, die ich leider nicht beherrschte – Französisch. Umgeben von Stimmenwirrwarr machte ich mich sofort daran, die ersten Dinge auf meiner To-Do Liste zu erledigen. Ganz oben standen: Schweizer Franken besorgen, Fahrkarte kaufen und Busstation finden. Hört sich einfach an? Stellte sich als nicht ganz so trivial heraus: Es gab im Genfer Bahnhof zu der Zeit nämlich nur einen funktionierenden Bankautomaten, der Fahrkartenautomat hat nur Münzen angenommen (der Bankautomat gab natürlich Geldscheine heraus) und die gesuchte Bushaltestelle lag, entgegen der Beschreibung, nicht am Bahnhof, sondern 3 Straßen weiter!
Nach ca. einer halben Stunde war ich um diese Erkenntnisse reicher und saß endlich in der Linie 3 in Richtung Champel, wo sich meine Unterkunft für die nächsten 3 Monate befand. Der Einzug verlief problemlos. Man bekommt vorher von Cartus, einer Servicefirma, die für P&G die temporären Unterkünfte managt, die Apartmentnummer und den Zugangscode zum Gebäude mitgeteilt. Der Schlüssel zum Apartment befindet sich unter der Fußmatte vor der Tür (soviel zum Thema Sicherheitsstandards in der Schweiz!). Das Apartment selbst ist nicht besonders groß, aber dafür komplett ausgestattet. Man muss also einfach nur mit seinem Hab und Gut einziehen. Der große Vorteil ist, dass P&G (fast) alle Praktikanten und Berufsanfänger (so genannte “New Hires”) in diesem Gebäudekomplex unterbringt, so dass man schnell Leute kennen lernt und in der Regel morgens nie alleine zur Arbeit fahren muss.
Das Apartmentgebäude liegt im Stadtteil Champel, einer recht “guten” Gegend unweit von der Innenstadt. In unmittelbarer Nähe befinden sich zwei Supermärkte, eine Post, ein sehr nettes Café mit tollem Sonntags-Brunch und ein Kiosk, wo man bis 24 Uhr noch Chips, Kekse, Saft, Bier und andere notwendige Dinge des Lebens bekommt. Angesichts der Tatsache, dass die normalen Supermärkte in der Regel um 19 Uhr schließen, ist dies eine durchaus wichtige Information, die so einige Get-Together-Abende gerettet hat.







