Karen Schmid, Shell in Rijswijk/Niederlande – MLP Stipendienprogramm Join the best
Samstag, 7. September 2006: Ankunft
„Unsere Stipendiatin ist Karen Schmid.“ Mit diesem Satz, der das Auswahlverfahren in Wiesloch beendete, bekam ich also die Chance einen der größten Energiekonzerne der Welt kennen zu lernen.

Auslandsstipendium Niederlande – MLP Programm Join the best
Weil das Praktikum eigentlich für einen BWLer gedacht war, hatte meine Auswahl – ich bin Mathematikerin- einiges an Planung (auch den ursprünglich geplanten Praktikumsort London) umgeworfen, so dass überhaupt nicht klar war, wohin es jetzt gehen würde. Fest stand nur eins: Ich werde ein Praktikum bei Shell machen, und zwar irgendwo in Europa.
Wenige Wochen vor Abreise erfuhr ich dann, wo ich die nächsten fünfeinhalb Monate verbringen würde: in der Shell-Forschungsabteilung in Rijswijk/Niederlande.
Um hier gleich mal zwei Fragen zu beantworten, die einem wohl spontan beim Namen „Rijswijk“ einfallen: Erstens: Wo ist das denn??? und zweitens: Wie spricht man das aus??? Riechswick, Riejwick, oder wie? Rijswijk (Aussprache: Reisweik, so, dass es sich auf „Nice Bike“ reimt…) liegt wenige Tram-Minuten vom Zentrum Den Haags entfernt, kann also fast als ein Stadtteil davon betrachtet werden, und beherbergt auf einem sehr großen Areal mit vielen Labors, Bibliotheken, einem „Learning-Center“ und Büros eine der wichtigsten Forschungsabteilungen des Global Players Shell.
Weil ich noch nie in den Niederlanden gewesen bin, war ich dann auch entsprechend neugierig, was mich dort erwarten würde. Schon im Vorfeld hatten mich viele Mails der „Shell Student Society“ – das ist die Organisation aller Shell Praktikanten – erreicht, und ich fühlte mich willkommen geheißen. Am Samstag ging’s dann also endlich los, und nach einem kurzen Flug von München nach Amsterdam, bin ich den Rest mit dem Zug gefahren, und wurde am Bahnsteig in Rijswijk von meiner Vermieterin Lilian abgeholt. Im Appartement, das ich mit zwei Mitbewohnern aus Frankreich, England und Lilian selbst teile, hatte sie ein Schild aufgehängt: Karen: welkom, bienvenue, willkommen, welcome. Das fand ich total nett, genauso wie den anschließenden gemeinsamen Tee.

Praktikum Niederlande – MLP Programm Join the best
Den Rest des Wochenendes habe ich dann im berühmten Seebad Scheveningen in der Nähe Den Haags verbracht, das man von Rijswijk aus in 40 Minuten mit dem Bus erreichen kann. Übrigens ist die Aussprache von „Scheveningen“ deutlich schwerer, als die von „Rijswijk“ – so viel schwerer, dass niederländische Widerstandsgruppen im zweiten Weltkrieg diesen Namen als Passwort gebraucht haben, um erkennen zu können, ob man wirklich Niederländer war – oder nur ein deutscher Spion, der eben Niederländisch gelernt hatte.









