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Kategorie: 2006 Praktikum - Johannesburg

1. und 2. Arbeitswoche – Join the best Stipendienprogramm von MLP

Ein wenig mulmig war mir schon zumute, als die Ankunft in Johannesburg näher rückte. Nachdem ich mich im Voraus eingehend mit der Stadt beschäftigt hatte, versprach der Satz „die gefährlichste Stadt der Welt“ wenig Gutes. Doch mein erster Eindruck war durchweg positiv. Der Flughafen entsprach europäischen Standards und die Einreise klappte problemlos. Abgeholt wurde ich von meinem einzigen deutschen Kollegen bei MAN Bus & Coach, wo ich die nächsten sechs Monate arbeiten werde.

Auslandspraktikum Südafrika – MLP Stipendienprogramm Join the best

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Wir fuhren zusammen zum Werk in einem Industrieviertel namens Olifantsfontein, wo mir eine Menge netter Kollegen vorgestellt wurde und ich meinen Mietwagen bekam. Dieser ist ein 1er Golf – bei uns seit den 80er Jahren nicht mehr auf dem Markt, hier aber immer noch neu gebaut. Meiner hat gerade mal 6000 km auf dem Tacho.
Am Abend betrat ich dann zum ersten Mal mein Heim für die nächsten sechs Monate. Es ist ein kleines Apartment-Häuschen im Garten einer sehr netten Familie, die mehrere Zimmer an ausländische Gäste, wie mich, vermietet. Leider bin ich jedoch momentan der Einzige…

Im Garten ist ein kleiner Pool, am Abend wird für mich gekocht, Wäsche und Putzen erledigt die Haushälterin und für meine Sicherheit sorgen drei deutsche Schäferhunde. Ich werde hier also rundum versorgt.
In der Arbeit war in der verbleibenden kurzen Woche vor Ostern nicht mehr viel los. Ich richtete mir meinen Arbeitsplatz ein und bekam mein erstes Projekt. Ich soll die Seitenklappen der neuen Busgeneration nach einigen Kriterien umgestalten. Die eigentliche Arbeit beginnt aber erst nach Ostermontag.

Das Osterwochenende begannen wir mit dem für Südafrikaner typischen Grillen. Stilecht wurde am Karfreitag Fisch gegrillt. Am Samstag ging’s dann erstmal zum Shoppen, am Ostersonntag erneut zum Grillen und zum Ausklang des Osterwochenendes besuchten wir am Ostermontag einen Freizeitpark auf dem Gelände einer alten Goldmine.
In der darauf folgenden Woche konzentrierte ich mich voll auf mein „Seitenklappen-Projekt“. Ich entwarf zwei verschiedene Alternativen und erstellte 3D-Modelle am PC.
Das Wochenende war leider von sehr schlechtem Wetter geprägt, was mir größere Sightseeing-Touren verwehrte. Ich hoffe aber, dies in den nächsten Wochen noch nachzuholen.

Überblick MAN Nutzfahrzeuge Südafrika

Nachdem ich zwei Wochen die Möglichkeit hatte, mich selbst mit der Firmenstruktur von MAN in Südafrika vertraut zu machen, kann ich jetzt einen kleinen Überblick wiedergeben.

Die Zentrale zusammen mit dem kompletten Vorstand sitzt in Isando, einem Teil Johannesburgs, nicht weit weg von meinem Arbeitsplatz. Ich selbst bin bei MAN Bus & Coach, wie der Name schon sagt Hersteller von Bussen. Dieses Werk beschäftigt circa 180 Mitarbeiter, davon etwa 30 in den Büros. So weit ich weiß, bauen wir momentan 1,8 Busse pro Tag, die Einführung der neuen Busgeneration steht aber in diesem Jahr bevor. Diese Busse sind rein auf den afrikanischen Markt ausgerichtet und auch gar nicht mit solchen vergleichbar, die auf europäischen Straßen unterwegs sind. Grund dafür sind zum einen Teil die schlechten Straßen, die ein wesentlich stabileres Fahrwerk erfordern, zum anderen aber natürlich der Preis, da dieser auch den afrikanischen Verhältnissen gerecht werden muss.

Daneben gibt es noch MAN Truck & Bus als Produzent von Lkws in Pinetown in der Nähe von Durban. Dieses Werk ist jedoch ein reines Assembly-Plant, d.h. hier werden die Teile, die aus Deutschland kommen, eins zu eins zu den MAN-Trucks zusammengebaut, die auch auf deutschen Straßen fahren.

Auslandsstipendium Johannesburg – MLP Praktikantenprogramm Join the best

Praktikum Südafrika – MLP Programm Join the best

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Auch meine dritte Arbeitswoche sollte eine sehr kurze sein, da am Donnerstag der südafrikanische Freedom-Day gefeiert und Freitag als Brückentag genutzt wird. An den restlichen drei Tagen wurde mein Projekt in der Arbeit noch ausgeweitet. Nachdem ich zwei Alternativen für die Scharniere und die damit einhergehende Öffnungskinematik entworfen hatte, sollte ich mich nun noch den Schließmechanismen zuwenden.

Das lange Wochenende begannen wir mit einem Ausflug zu einem portugiesischen Fest. In der Mitte einer großen Festwiese war eine Bühne, auf der verschiedene Künstler auftraten, und rundherum jede Menge verschiedener Stände, wo man allen möglichen Krimskrams kaufen konnte. Außerdem gab es etliche Fahrgelegenheiten wie Achterbahnen, etc. für alle großen Kinder. Die Einnahmen des Festes kommen einer portugiesischen Schule für behinderte Kinder in Johannesburg zugute.

Am Freitag ging’s dann zum „Billig-Shoppen“ auf einen chinesischen Markt. Mich konnte aber auch das freundlichste Grinsen der Verkäufer nicht von ihrer Ware überzeugen. Am Schluss fand ich dann immerhin noch eine Sonnenbrille.
Den Samstag nutzten wir zum Entspannen, bevor es am Sonntag zum ersten Mal in die „Wildnis“ ging. Im Krugersdorp Game Reserve begegnete ich u.a. zwei Vertretern der Big Five (Löwe, Nashorn, Leopard, Büffel und Elefant), nämlich den Löwen und Nashörnern. Außerdem sahen wir noch Giraffen, Affen, Antilopen und Zebras. Ein weiteres „tierisches“ Erlebnis hatte ich am Montag – auch hier Tag der Arbeit – mit dem Besuch des Montecasino Bird Gardens. Neben Vögeln gab es noch Spinnen, Echsen und Schlangen. Montecasino an sich ist – wie der Name schon sagt – ein Casino, das im Inneren wie ein italienisches Dorf gebaut ist. D.h. die Decke ist blau mit Wolken bemalt und an beiden Straßenseiten stehen romanische Gebäude.

Zu Beginn der vierten Arbeitswoche hatten wir Besuch von drei Kollegen aus München. Die Arbeit am Dienstag und Mittwoch erstreckte sich somit auf Werksrundgänge, Prototypenbesichtigungen und einige Besprechungen zur neuen Busgeneration. Die restlichen beiden Tage der Woche erarbeitete ich noch einen Kostenvergleich zur Verwendung unterschiedlicher Verbindungsmittel am Chassis.

Sonntag verbrachte ich bei strahlendem Wetter im Zoo und konnte meine Big Five-Sammlung um einen weiteren Vertreter ergänzen, nämlich den Leopard. Auch wenn man ihn nur halb zählen kann, da er ja hinter Gittern war.

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Meine fünfte Arbeitswoche begann ich mit einem neuen kleinen Projekt. Ich sollte einen Schutz für die Luftfederung der Busse gegen aufgewirbelte Steine der Antriebsachse entwerfen. Mitte der Woche war ich damit fertig, das eigentliche Highlight der Woche sollte aber noch folgen.

Am Freitag überführten wir den ersten Prototypen der neuen Busgeneration nach Durban, Sitz des zweiten MAN-Werkes in Südafrika, wo einige Tests an ihm durchgeführt werden. Es war also die Jungfernfahrt des „HB2“. Und um noch nicht zu viel vom neuen Design preiszugeben, war er komplett mit schwarzer Folie umhüllt. 600 Kilometer später und ohne jegliche Panne kamen wir gegen halb zehn Uhr abends in Durban an, wo wir vom Projektleiter begrüßt und stilecht zum Fischessen eingeladen wurden.

Samstagmorgen flogen wir dann leider schon wieder zurück nach Johannesburg. Das herrliche Wetter und der atemberaubende Blick auf den indischen Ozean hätten durchaus noch Lust auf mehr gemacht.

Der Samstag war damit aber noch nicht vorbei. Am Abend besuchte ich zusammen mit meinen Gastgebern „Snow in the City“ – ein Snowboard-Sprung-Contest. Den meisten Spaß hatte aber wohl ihre 5jährige Tochter, die zum ersten Mal Schnee in den Händen hielt.

Neue Woche – neues Projekt. Für einen Großkunden sollte ich die Fehler, die in der alten Busgeneration aufgetreten sind, auflisten und gegenüberstellen, was zu deren Beseitigung bei den neuen Bussen getan wurde. Zur Informationssammlung kam ich u.a. nach Isando, Sitz der Firmenzentrale und des gesamten Vorstandes.

Am Wochenende spürte man zum ersten Mal den nahenden Winter, die Temperaturen fielen nachts auf circa 4°C. Leider sind die Häuser nicht für solche Temperaturen gebaut, es gibt weder Heizkörper noch Isolierungen. Samstagabend wärmten wir uns beim Besuch des Queen-Musicals „We will rock you“ in der Innenstadt Johannesburgs auf – eine wirklich tolle Aufführung.

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Am Ende der letzten Woche wurden die von mir entworfenen Alternativen für die Seitenklappen besprochen. Die Entscheidung ist nun zugunsten der etwas günstigeren Variante mit sog. Scherenscharnieren gefallen. Und das bescherte mir für die letzten beiden und wohl auch noch kommenden Wochen viel Arbeit.

Zuerst optimierte ich die Einzelteile, um hier noch mehr Kosten einzusparen. Natürlich muss man immer daran denken, was Zulieferer in Südafrika fertigen können, ob die gewählten Materialien verfügbar sind und ob die Teile auch leicht einzubauen sind – eine anspruchsvolle Aufgabe. Dann müssen für alle Einzelteile Benennungen definiert, Teilenummern vergeben und diese ins System eingearbeitet werden. Für Zulieferer müssen Konstruktionszeichnungen erstellt werden und die Zukaufteile müssen ausgewählt und bestellt werden. Zu guter Letzt müssen dann noch sog. Assembly-Zeichnungen angefertigt werden, in denen der Zusammenbau mit allen verwendeten Schrauben und Muttern – natürlich auch alle mit Teilenummern – beschrieben ist. Insgesamt ist es toll, das Projekt von der Erstellung des ersten 3D-Modells bis hin zum Einbau der eigentlichen Klappe durchzuführen.

Am ersten Wochenende dieser beiden Wochen besuchte ich einen echten afrikanischen Fleamarket. Dort verkaufen inländische Künstler und Handwerker ihre Werke, ganz im Stile eines Flohmarkts, nur eben neue Ware. Hier findet man tolle afrikanische Skulpturen, Masken, Tierfiguren, Töpfereien, Tücher, etc.

Am Sonntag bekam ich dann Verstärkung aus Deutschland – ein weiterer Praktikant von MAN, der auch in meinem Gästehaus wohnt. Am kommenden Wochenende ergriff ich dann gleich die Chance, nicht mehr alleine wegfahren zu müssen.

Stipendium Auslandspraktikum – Join the best – Eine Initiative von MLP

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Zusammen fuhren wir in das 200km entfernte Pilanesberg Game Reserve – ein 58000 Hektar großes Tierreservat. Meine Big Five-Sammlung konnte ich leider nicht erweitern, alleine aber schon die Landschaft war atemberaubend und den Ausflug wert.

Die Nacht verbrachten wir in einem kleinen französischen Gästehaus, bevor es am Sonntag nach Sun City ging. Sun City ist eine künstlich angelegte Stadt der Hotelkette „Sun“. Dort gibt es vom Golfplatz und eigenem Stausee mit sämtlichen Wassersportarten bis hin zum Casino alles für den großen Geldbeutel. Aber auch nur zum Bestaunen des unendlichen Kitsches kann man es ein paar Stunden dort aushalten. Am frühen Nachmittag ging es wieder zurück nach Johannesburg und ein sehr gelungenes Wochenende war zu Ende.

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In der neuen Woche gab es noch ein paar kleine Ergänzungen zu meinem Projekt. Ich sollte eine Wartungsklappe zum Ein- und Ausbau des Tanks entwerfen. Außerdem bringt eine der Seitenklappen – nämlich die vorm Luftfilter – noch den Umbau der Luftansaugung mit sich. Dies und die Fertigstellung aller Konstruktionszeichnungen stand im Vordergrund, um das Projekt vor meinem Heimaturlaub abschließen zu können. Für 10 Tage geht’s nämlich zurück nach Deutschland. So kann ich das WM-Fieber zumindest ein bisschen hautnah miterleben! Ich hoffe bei meiner Rückkehr schon die meisten Teile der Zulieferer vorzufinden, um mit dem eigentlichen Einbau der Klappe beginnen zu können.

Das erste Wochenende der beiden Wochen stand natürlich ganz im Zeichen der WM. In einer SportsBar genossen wir auf Großleinwand das Eröffnungsspiel! Einziger Wehrmutstropfen war, dass sonst fast nur englische Fans da waren, die sich mehr für Costa Rica begeistern konnten als für Deutschland…

Ansonsten besorgte ich noch ein paar Souvenirs und ließ das Wochenende gemütlich ausklingen.

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Kaum aus Deutschland zurück ging es am Sonntag gleich zum Grillen zur Mutter meiner Gastgeberin. Nach den hohen Temperaturen in der Heimat fiel es einem fast ein wenig schwer, im Pulli und mit langer Hose auf der Terrasse zu sitzen und sein Steak zu essen.

Praktikum Südafrika – Join the best Stipendium eine Initiative von MLP

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In der Arbeit waren noch die letzten Züge meines Projekts abzuschließen. Für alle Teile müssen sog. Installation-Drawings erstellt werden. Hierauf sieht man, wie das fertig konstruierte Teil in den Bus eingebaut wird – und das möglichst detailliert und mit allen Teilen, um den Einbau an der Produktionslinie so weit wie möglich zu vereinfachen. Außerdem hatte ich noch ein Meeting mit zwei der Vorstände von MAN Südafrika, mit denen ich eine Präsentation, die ich für einen Kunden erstellt hatte, diskutierte. Sowohl für diese als auch für meine Konstruktionen war das Feedback durchweg positiv, was für die kommenden Wochen wieder voll motiviert! Ich hoffe, auch für meine verbleibenden 3 Monate wieder so spannende und anspruchsvolle Aufgaben zu bekommen.

Das Wochenende bestand dieses Mal nur aus einem Tag, da wir am Samstag in unserer Prototypen-Werkstatt Ordnung schaffen mussten. Gerade bei Prototypen werden oft Teile gefertigt und dann wieder überarbeitet – und daher mussten alle vorhandenen Teile sortiert werden.

Nichtsdestotrotz war es am Freitagabend wieder Zeit für Karaoke. Dieses Mal waren auch einige Kollegen von MAN dabei und wir hatten viel Spaß mit Klassikern wie „YMCA“ oder „We will rock you“.

Am Sonntag fuhr ich mit meinem Praktikanten-Kollegen nach Sandton – einem der Nobel-Stadtteile Johannesburgs. Hier findet man in einem der größten Einkaufszentren der südlichen Hemisphäre alle Produkte, die man auch aus Europa kennt – allerdings auch zu europäischen Preisen. Hier herrscht ein Straßenleben, wie man es sich in anderen Teilen der Stadt niemals vorstellen könnte. Straßencafes, Fußgänger,… in Hilbrow z.B. undenkbar, auf dem Nelson-Mandela-Square aber Alltag.

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Join the best Stipendienprogramm für Auslandspraktika von MLP

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Die neue Arbeitswoche bescherte mir auch ein neues Projekt. Über dem Fahrerarbeitsplatz sind in unserem neuen Bus eine Menge elektrischer und elektronischer Geräte montiert. Bei den bisherigen Prototypen sind diese eher provisorisch befestigt und ich sollte nun eine wartungsfreundliche Unterbringung entwerfen. Bei diesem Projekt stand ich besonders in engem Kontakt mit einem neuen Zulieferer, der den von mir geplanten Schiebemechanismus bereitstellen soll. MAN hier nach außen zu repräsentieren und alle benötigten Informationen zu erhalten, stellte sich als sehr interessante Aufgabe heraus.

Am Wochenende kamen wir der Heimat wieder ein Stück näher. Auf unserer Einkaufstour besuchten wir die „Schwaben Butchery“ – eine von Deutschen geführte Metzgerei mitten in Johannesburg. Das Sortiment war wirklich beeindruckend: von der Weißwurst über Spätzle bis hin zu Sauerkraut gab es alles. Zusammen mit meinem Praktikantenkollegen kauften und kochten wir für die ganze Familie am Abend Kassler mit Stampfkartoffeln und Sauerkraut.

Am zweiten Wochenende machten wir uns auf den Weg an den Indischen Ozean – genauer gesagt in das etwa 600 km entfernte Durban. Eigentlich hatte uns unser Kollege ein „Bed&Breakfast“ versprochen. Das stellte sich allerdings als Backpackers heraus, wo man von eigener Dusche oder „Breakfast“ nur träumen konnte. Dafür lag es direkt am Meer und die Aussicht war dementsprechend schön.

Auslandsstipendium Johannesburg – MLP Praktikantenprogramm Join the best

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Am Samstag ging’s ab in die Innenstadt Durbans und dort besuchten wir uShaka Marine World – einen Themenpark mit Delphin-, Pinguin- und Seehundeshows und Haifütterungen. Anschließend schlenderten wir die Golden Mile entlang – ein etwa 6km langes Stück direkt am Strand, wo man wie auf einem Fleamarket einkaufen kann.

Am Nachmittag fuhren wir nach Umhlanga – einem der Nobelvororte Durbans und hielten uns dort noch ein wenig am Strand und in einer riesigen Shopping-Mall auf. Auf dem Rückweg nach Durban gab es noch Grund zur Aufregung. Mein Auto ging mitten auf der Autobahn plötzlich aus und wir mussten eineinhalb Stunden in Dunkelheit auf einen Ersatzwagen warten. In Südafrika durchaus ein Nervenkitzel…

Sonntag fuhren wir in Richtung Südküste. Von Durban aus etwa 100km entfernt liegt das Oribi Gorge Nature Reserve. Dort erwartete uns eine herrliche Landschaft mit riesigen Schluchten.

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Auslandspraktikum Johannesburg – MLP Stipendienprogramm Join the best

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Da wir mit unserer neuen Busserie kurz vor Serienbeginn stehen, gibt es momentan dementsprechend viele Arbeiten zu erledigen. Zeichnungen müssen auf den aktuellen Stand gebracht werden, mit Zulieferern muss verhandelt werden, einzelne Teile noch konstruiert werden, gleichzeitig auch noch der Prototyp vollendet werden,… Kurz gesagt, es gibt jede Menge Arbeit.

Außerdem bin ich auch mit sog. Care-Paket-Listen beschäftigt. Hiermit werden in Deutschland alle Teile nachbestellt, die bei den ersten Chassis-Lieferungen – die Chassis für unsere Busse kommen aus Deutschland – nicht eingepackt waren. Und so war auch das erste Wochenende dieser drei Wochen schnell vorüber, da hier fleißig gearbeitet wurde.

Am zweiten Wochenende kam ich zum ersten Mal in die wohl schönste Stadt Südafrikas – Kapstadt. Von Freitag bis Sonntag besuchte ich meine dort schon seit 12 Jahren lebende Cousine. Da ich Freitag nach der Arbeit los flog, begann meine Entdeckung Kapstadts erst am Samstag, dafür aber umso früher. Allerdings ist man dort als deutscher Frühaufsteher eindeutig fehl am Platze. Die Uhren ticken ein wenig langsamer und die Straßen füllen sich frühestens gegen zehn. Nach einem Spaziergang durch die Waterfront und einem Besuch im Seaside Aquarium gaben die für die Jahreszeit typischen Wolken den atemberaubenden Blick auf den Tafelberg frei. Ich nutzte die Chance sofort und buchte eine Hafenrundfahrt, von der aus man eine tolle Sicht hatte.

Auslandspraktikum Johannesburg – MLP Stipendienprogramm Join the best

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Typisch touristisch hüpfte ich am Nachmittag auf einen der Doppeldecker-Sightseeing-Busse und bekam so in kurzer Zeit fast ganz Kapstadt zu sehen. Unter anderem fuhren wir auch durch Camp Bay – einem noblen Stadtteil Kapstadts zwischen Atlantik und Tafelberg.

Am Sonntag wagten meine Cousine und ich trotz schlechten Wetters die Fahrt auf dem Chapman’s Peak Scenic Drive in Richtung des Kaps der guten Hoffnung. Leider wurden wir erst auf dem letzten Teil unseres Ausflugs entlohnt, wo die Wolken den Blick auf den Atlantik freigaben. Und so endete das kurze Wochenende auch schon wieder viel zu schnell und mit dem Flieger ging es zurück nach Johannesburg.

Am dritten Wochenende besuchten mein Praktikantenkollege und ich den Hartebeesport Dam – einen von Johannesburg etwa 100km entfernten Stausee. An dessen Rande kann man mit stets herrlicher Aussicht auf einem Flea Market shoppen. Außerdem besuchten wir einen Tierpark, der zugleich auch noch eine Rundfahrt auf dem Stausee anbot.

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Praktikum Philipp Reinisch – Stipendiat MLP Join the best

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Endlich sind sie da – nach langen Wartezeiten und einigen Problemen mit den Zulieferern sind jetzt alle Teile meiner Seitenklappen da. Die letzten beiden Wochen war ich also nur damit beschäftigt, die Montage und den Einbau bei unserem Prototypen zu kontrollieren und zu optimieren. Gott sei Dank gibt es nur wenig Optimierungsbedarf. Der Schließmechanismus funktioniert hervorragend, nur beim Scharnier musste ich ein paar Kleinigkeiten ändern. Es ist fördernd und fordernd zugleich, hier mit so viel Verantwortung betraut zu werden, macht aber auf alle Fälle jede Menge Spaß. Und wenn man das langwierig geplante Projekt dann endlich am Bus sieht, macht es einen auch stolz.

Die beiden Wochenenden nutzte ich dafür eigentlich nur zur Entspannung. Lediglich einen kleinen Ausflug unternahm ich zu den Sterkfontein Caves, die Teil des Cradle of Humankind sind – seines Zeichens UNESCO Weltkulturerbe.

Ich bin von meiner zweiwöchigen Reise durch Südafrika zurück und jetzt gibt’s natürlich auch Einiges zu berichten.

Auslandspraktikum Johannesburg – MLP Stipendienprogramm Join the best

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Bevor es von Johannesburg aus nach Port Elizabeth losging, konnte ich mein Seitenklappen-Projekt noch endgültig abschließen. Alle Optimierungen wurden in Zeichnungen umgesetzt und die Serienproduktion kann beginnen. An dieser Stelle auch schon ein großes Dankeschön an meine Vorgesetzten bei MAN, die mir dieses unglaublich spannende Projekt anvertraut haben. Und mit einem erfolgreich abgeschlossenen Projekt machte der Urlaub natürlich noch mehr Spaß.

Nachdem meine Freundin in Johannesburg gelandet war und wir den ersten Tag in einem Naturreservat zum Sichten von Nashörnern, Giraffen, Zebras und Co. genutzt hatten, ging es am zweiten Tag mit dem Auto in das über 1100 km entfernte Port Elizabeth. Am Tag darauf besuchten wir dort den Addo Elephant Park und sahen nicht nur Elefanten, sondern auch Büffel, Antilopen, Straußen und Gnus. Am Abend ging’s weiter nach Plettenberg Bay und damit zum ersten Ort der weltbekannten „Garden Route“. Und hier erwartete uns auch gleich ein erstes Highlight: Als wir beim Abendessen auf der Terrasse direkt am Strand saßen, sprangen nur unweit von der Küste Wale meterweit in die Luft – ein atemberaubendes Erlebnis.

Praktikum Südafrika – Join the best Stipendium eine Initiative von MLP

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Am darauf folgenden Tag besuchten wir den Tsitsikamma National Park und unternahmen dort eine lange Wanderung durchs Dickicht des afrikanischen Urwaldes, über die längste Hängebrücke Südafrikas bis hin zu einem hochgelegenen Aussichtspunkt. Weiter ging’s noch am selben Tag ins Robberg Island Nature Reserve, wo einen – wie der Name schon vermuten lässt – jede Menge Robben erwarteten.

Die nächste Station unserer Reise war Knysna, wohl einer der schönsten Orte der Garden Route. Im dortigen Featherbed Nature Reserve hatten wir die wohl beeindruckendste Aussicht unserer Reise: Die Kliffs der Hafeneinfahrt von Knysna. Nicht umsonst liegen hier bereits dutzende Schiffswracks.

Am nächsten Tag war dann sportliche Betätigung angesagt: mit dem Kanu ging es mitten in den Urwald – oder genauer gesagt ins Wilderness Nature Reserve – mit Endstation an einem Wasserfall.

Ein tierisches Erlebnis bescherte uns am darauf folgenden Tag der Besuch einer Straußen-Farm in Oudtshoorn. Hier leben etwa 97% der Straußen-Weltbevölkerung. Und hier konnte man die Tiere nicht nur füttern oder „küssen“, sondern sogar reiten.

Weiter ging unsere Reise zum südlichsten Punkt Südafrikas und somit auch zu dem Punkt, an dem sich indischer und atlantischer Ozean treffen, dem Cape Agulhas. Denselben Tag nutzen wir noch zum Whale-Watching. Zwischen September und Oktober kommen an die Küste – vor allem rund um Hermanus – dutzende Wale, bei denen man fast vermuten kann, dass sie das große Publikum dort genießen.

Bei strahlendem Sonnenschein besuchten wir am Tag darauf das Kap der guten Hoffnung und gelangten am selben Abend noch zum Ziel unserer Reise, nach Kapstadt. Und dort verzichteten wir natürlich auch nicht auf das volle Touristenprogramm: Tafelberg, Robben Island, V&A Waterfront, Camps Bay und ein Weingut in den Winelands, um nur die größten Highlights zu nennen.

Auslandsstipendium Johannesburg – MLP Praktikantenprogramm Join the best

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Und dann war die Reise auch schon wieder zu Ende. Die letzte große Etappe hieß 1400 km zurück nach Johannesburg und von dort aus für meine Freundin wieder zurück nach Deutschland. Für mich selbst sind es noch zweieinhalb Wochen, dann heißt es auch für mich Abschied nehmen…

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