Christian Lautner bei Baker & McKenzie in Chicago
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Die Monate Oktober bis Dezember 2006 habe ich in Chicago beim Praktikum mit Baker & McKenzie verbracht. Ich werde erst ein paar allgemeine Tipps zu Vorbereitung und Ankunft geben und dann von meinen Erfahrungen beim Praktikum und in den USA berichten.
Vorbereitung und Ankunft in Chicago
Glücklicherweise hat bei mir noch alles irgendwie geklappt: Visum rechtzeitig erhalten, Unterkunft gefunden und erste Infos zum Praktikum erhalten. Hinsichtlich des Visums sollte auf jeden Fall spätestens zwei Monate vor Praktikumsbeginn mit dem Zusammentragen der Unterlagen begonnen werden, da neben dem Interview bei der amerikanischen Botschaft vor allem die Beantragung der erforderlichen Praktikumsbestätigung bei einer zulässigen Organisation Zeit und Kosten mit sich bringt (Baker arbeitet mit AIPT zusammen). Meine Unterkunft habe ich über chicago.craigslist.org gefunden. Flug und Versicherung hatte MLP freundlicherweise schon weit im Voraus für mich gebucht. Und so konnte ich zum 1. Oktober von München nach Chicago fliegen.

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In Chicago angekommen, gibt es mehrere Möglichkeiten in die Stadt zu kommen: Taxi, Bahn CTA oder Metro) oder Airport Shuttles wie Continental Airport Express. Ich hatte mich für das Shuttle entschieden, die mich Downtown direkt zu meiner Unterkunft brachten (Ca. $18 für die einfache Fahrt). O’Hare International Airport ist der größte Flughafen in Chicago und hat sowohl internationale als auch nationale Flüge. Wer in den USA Ausflüge macht, dem sei vor allem in der Hauptreisezeit ein Flug von Midway angeraten. Midway hat ausschließlich US-Flüge, es ist weniger los, die Kontrollen sind weniger streng und die Entfernung zu Downtown ist die gleiche. Bei meinem Flug nach New York wurde zum Beispiel nicht einmal der Ausweis kontrolliert.
Als Unterkunft hatte ich ein kleines Apartment an der sog. Gold Coast, wenige Schritte vom See entfernt (Canterbury Court Apartments). Die Verkehrsanbindung war sehr gut. Monatskarten gibt es für $75 zum Beispiel bei der Drogeriekette CVS. An die unregelmäßigen, ja mehr oder weniger willkürlichen Abfahrtszeiten der Busse musste ich mich erstmal gewöhnen. Meist waren es statt eines Busses alle 15 Minuten irgendwie zwei Busse hintereinander alle 30 Minuten oder drei Busse hintereinander alle 45 Minuten. Das war wohl sehr von Verkehr und Wetterlage abhängig. Zu Hauptverkehrszeiten sind diese dann auch noch überfüllt, so dass es des Öfteren vorkam, dass ich zu Fuß schneller bei der Arbeit war als beim Warten auf den nächsten Bus. Touristisch kann ich den CityPass mit seinem Überblick zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten nur empfehlen. Der Pass kostet ca. $ 50 und ist auch für andere Städte wie San Francisco oder Seattle erhältlich (citypass.com).

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Reisen in den USA geht relativ günstig mit dem Flugzeug und ist vor allem bei Wochenendtrips unumgänglich. Ich hatte meinen letzten Praktikumstag am 15. Dezember und bin dann mit der Bahn von Chicago nach San Francisco gefahren, um auch noch etwas von der Mitte des Landes zu sehen. In den meisten Gebieten würde ich nicht gerne leben wollen, aber die Fahrt zeigte eine unglaubliche Vielfalt an Landschaften und vor allem die Weite des Landes. Die Fahrt durch Gebiete mit vielleicht einem Haus alle 50 Meilen brachte zumindest bei mir auch ein bisschen mehr Verständnis, warum in den USA der Waffenbesitz erlaubt ist. Auch ist es für mich beinahe unvorstellbar wie ich die Interessen von Bewohnern in Dörfern in Wüstengebieten und Großstadtmenschen in New York oder Chicago politisch vereinen kann. Infos zu Zugfahrten findet man unter amtrak.com. Nach Möglichkeit keine Termine danach haben, da Verspätungen an der Tagesordnung sind und unser Zug zum Beispiel 7 Stunden Verspätung hatte, weil die Gleise mitten in der Wüste mal wieder ausgetauscht werden müssten.
