Join the best Stipendienprogramm für Auslandspraktika von MLP
Auf der Arbeit hat sich in den beiden Wochen nicht viel geändert. Mein Projekt läuft weiter schleppend voran, da ich immer noch viel lesen und erforschen muss. Es macht mir aber trotzdem viel Spaß. Das merkt man auch daran, dass ich oft sogar länger als 12 Stunden an meinem Arbeitsplatz zugebracht habe, d.h. 7:00 Uhr mit dem Bus zur Arbeit, 21:30 Uhr mit dem letzten zurück. Sogar samstags waren wir arbeiten – man schafft dort eben mehr als in der Hitze zu Hause. Dienstags und donnerstags haben ich mit meinem Kumpel von SAP einen Salsa-Kurs begonnen.
Am Freitagabend sollten bei der Arbeit einige Arbeitsplätze verlegt werden. Der Umzug sollte über Nacht zum Samstag passieren. Als ich am Samstag kam, war mein Computer weder an meinem alten noch an meinem neuen Arbeitsplatz aufzufinden. Nachdem ich die Verantwortlichen gefunden hatte, suchten wir zu fünft 2 Stunden lang in der ganzen Etage nach dem PC, da keiner wusste, wo sie ihn hingeräumt hatten. Letztendlich fanden wir den Computer in einem Abstellraum und brachten ihn zurück an meinen alten Arbeitsplatz.
Am Sonntag sind wir zu dritt zu einem lokalen Flughafen in Bangalore gefahren, da wir dort paragliden wollten. Mir wurden ein paar Gurte angelegt, ich hielt den Schirm fest und begannen zu rennen als sich das Auto, an dem ich festgebunden war, in Bewegung setzte. Nach ein paar Sekunden war ich knapp 100m in der Luft. Die Landung war etwas hart, aber für 6 Euro hat es riesig Spaß gemacht. Danach sind wir noch etwas shoppen gegangen, da mir langsam die T-Shirts ausgingen, da meine Hausmänner dem Waschen nicht so mächtig waren. Nach kurzer Zeit hatte ich 5 „Marken“-T-Shirts für 10 Euro bekommen. Nach einem Ausflug in den Pool wurde der Abend mit einem leckeren Abendbrot beendet.
Adventure Mysore, Mudumalai, Ooty

Auslandsstipendium Bangalore – MLP Praktikantenprogramm Join the best
Nachdem wir die ganze Woche unseren Wochenendtrip geplant hatten, sind wir am Donnerstagabend mit dem Bus von Bangalore nach Mysore aufgebrochen. Diesmal hatten wir einen Deluxe Semi-Slepper als Bus und die Straße war auch um einiges besser als die von Goa nach Bangalore. Nach Mitternacht in Mysore angekommen, schnappten wir uns die erste Rikscha und ließen uns ins Hotel bringen. Unser Hotel war in einer kleinen Seitenstraße, die natürlich nachts tot und dreckig war. Das Zimmer war mit einem Doppelbett und zwei Zustellbetten bestückt, die Toilette folgte strikt den indischen Standards; eine Dusche gab es nicht, nur einen Eimer.
Am nächsten Morgen besuchten wir den Maharaja Palast. Da wir zuerst am falschen Eingang waren, ließen wir uns mit einem Pferdewagen einmal um den Palast zum richtigen Eingang fahren. Im Inneren des Palastes liefen wir durch zahlreiche geschmückte Räume mit vielen Säulen und detaillierten Applikationen. Natürlich musste man dort barfuss hindurch, damit alles sauber bleibt. Neben den Schuhen mussten auch die Fotoapparate draußen bleiben.
Danach ging es noch über den bekannten Früchte- und Gemüsemarkt von Mysore und probierten eine Menge leckere Früchte.
Danach suchten wir am Busbahnhof einen Bus, der uns zum Mudumalai Nationalpark bringen sollte. Wir fanden einen für 50 Rupien, also knapp 1 Euro, pro Person. Die 3stündige Fahrt über die kaputten Straßen wurde zum kleinen Abenteuer. Am Abzweig zum Mudumalai Nationalpark sprangen wir vom Bus, der weiter nach Ooty fuhr, ab. Ich hatte nicht wahrgenommen, dass mir mein Mitreisender eine Plastiktüte mit Bananen und Weintrauben an den Rucksack gebunden hatte. Also während wir auf ein Taxi warteten, dauerte es nicht lange bis die Affen aus den Bäumen sprangen and an meinem Rucksack rissen bis sie endlich die Tüte aufgerissen hatten und die Früchte entwendeten. Schnell kamen andere hinzu und aßen die heruntergefallenen Weintrauben.
Wir kamen im Jungle Retreat, eines der teureren Unterkünfte im Mudumalai Nationalpark, unter. Über eine große Fläche verteilt, mitten im Wald vor den Bergen, befanden sich kleine Bambushütten, kleine Cottages und sogar ein luxuriöses Baumhaus! Außerdem war das Gelände mit einem genialen Pool, einem kleinen Restaurant mit leckerem Essen, einem Volleyballplatz und und und ausgestattet.
Uns blieb also der ganze späte Nachmittag und Abend zum Relaxen. Wir genossen die Aussicht und die Ruhe, gingen in den Pool baden, stiefelten durch den kleinen Wald, der unser Häuschen umschloss, bedienten uns am leckeren Buffet und ließen den Abend ausklingen.
Um 5:30 Uhr morgens klopfte es schon an der Tür und wir wurden für das Jungle-Trekking abgeholt. Mit einem Führer (ein Ornithologe) und 6 weiteren Indern liefen wir nun zwei Stunden durch den Wald auf der Suche nach wilden Tieren. Gleich am Anfang sahen wir im Dickicht aus der Ferne einen Elefanten auf Futtersuche. Natürlich konnten wir nicht näher ran, da Elefanten sehr gefährlich werden können. Wir liefen weiter durch den Wald, über Lichtungen mit beeindruckender Aussicht, durch kleine Täler und vorbei an kleinen Wasserlöchern, bis wir auf das nächste Dörfchen trafen, von wo wir wieder abgeholt werden sollten. Wir hatten also nur knackende Äste gehört, Teile von Elefanten gesehen und sind auf einige vorbei springende Affen und Rehe gestoßen. In Sachen wilde Tiere war dieser Trip also nicht so erfolgreich, aber dafür war die Gegend kurz nach Sonnenaufgang einfach nur genial.

Auslandsstipendium Indien – MLP Programm Join the best
Zurück im Hotel gab es nun richtiges Frühstück und wir relaxten weiter am Pool und in den Hängematten an unserer Hütte. Nach einem thailändischen Mittagessen ließen wir uns mit dem Jeep ins 30km entfernte Ooty fahren. Wir mussten also ungefähr 1500m Höhenunterschied überwinden, was wir durch steile Straßen und 36 Haarnadelkurven nach 1,5 Stunden hinter uns gebracht hatten. Ooty ist die beliebteste Hill Station (ein Bergdorf) in Südindien in einer Höhe von 2200m. Die Stadt erstreckt sich über zahlreiche Hügel und Täler. Da in Ooty die Temperaturen nicht mehr über die 35 Grad Bangalore-Tempartur hinausstiegen, sondern nur noch um die 25 Grad waren, haben wir erstmal Pullover eingekauft, da es schon ganz schön frisch war.
Für den nächsten Morgen hatten wir Motorräder bestellt, Kosten: 600 Rupien – 11 Euro! Wir wollten uns also die Bergregion etwas genauer anschauen und hatten uns eine Menge vorgenommen. Wir starteten im 2200m hohen Ooty und fuhren zum höchsten Gipfel der Region, Doddabetta, auf 2500m Höhe. Nach Eintrittspreisen von 2 und 3 Rupien pro Person konnten wir uns in die Masse Inder einreihen und die Aussicht über die Berge genießen:

Praktikum Indien – Join the best Stipendium eine Initiative von MLP
Nach einem Eis ging es wieder zurück auf die Straße in Richtung Kotagiri auf der Suchen nach den Katharine Wasserfällen. Das Abenteuer Motorrad fahren nahm nun indischere Gestalt an: heikle Überholmanöver, ständiges Hupen, ….es dauerte nicht lange bis ich einige Kratzer von meiner Mitfahrerin in der Seite hatte, die doch manchmal Angst bekam – z.B. wenn auf einmal zwei sich überholende LKWs auf uns zukamen, wo man nur noch schnell auf den Seitenstreifen an der Klippe ausweichen konnte. Natürlich mussten wir mehrfach umdrehen, da die Auskünfte der Heimischen nicht immer so genau und korrekt waren. Wir landeten aber dann doch dort, wo wir hin wollten und fuhren durch malerische Gegenden und Dörfer. Wir spazierten noch eine halbe Stunde durch Teeplantagen und kamen am “Wasserfall” an.
Dann ging unsere Reise bergab auf 300m, von dort dann wieder auf den nächsten Kamm hinauf auf 2300m – nach Coonoor und dann zurück nach Ooty. Wir hatten also knapp 200km insgesamt zurückgelegt und insgesamt 5000 Höhenmeter überwunden.
Abschließend fuhren wir wieder 8h Bus und kamen am Montag morgen 7 Uhr in Bangalore an – ohne ein Auge zugetan zu haben, da die Straßen wieder nicht besser waren. Im Großen und Ganzen aber ein genialer Trip mit vielen Erlebnissen und einer Menge Spaß!