Netzwerken leicht gemacht – Dank Vitamin B zum Traumpraktikum

Fishing for Kontakte von Steffi Bruckert

Sehr gute Noten, überdurchschnittliches Engagement und mindestens drei Fremdsprachen fließend. So steht es oftmals in Stellenausschreibungen. Wer ein Praktikum in einem angesehenen Unternehmen ergattern will, muss einen Großteil dieser Skills in seinem Lebenslauf aufweisen können. Aber stimmt das wirklich? Waren denn alle Personalverantwortlichen überdurchschnittlich gute Studenten die jetzt ihresgleichen suchen? Wohl kaum.

In 90 Seknunden zum Traumpraktikum

Eine ungeschriebene Karriereregel lautet: „Es kommt nicht so sehr darauf an was Du kannst, sondern wen Du kennst!“. Das Netzwerk ist entscheidend. Der Freundeskreis, Bekannte im Sportverein, Kommilitonen, ja sogar ehemalige Mitschüler können Euch helfen an das Wunschpraktikum zu kommen.

Keep in touch – und es hat XING gemacht

Ein gutes Netzwerk aufzubauen braucht Zeit. Deshalb fangt Ihr am besten so früh wie möglich damit an. Alte Schulfreunde, die Ihr nach dem Abitur aus den Augen verloren habt, sind vielleicht die Top-Manager von morgen. Kontakt halten lohnt sich. Das sollte doch im Zeitalter von Facebook, Twitter und Karrierenetzwerken wie XING oder LinkedIn leicht umsetzbar sein. Ein paar Grundregeln solltet Ihr jedoch beachten bei der Wahl Eurer Kontakte.

  • Nie einfach nur eine Kontaktanfrage senden. Immer einen kurzen Text, eine Grußzeile oder gegebenenfalls eine Erklärung woher Ihr Euren Ansprechpartner kennt.
        
  • Kontakte nicht beliebig wählen – eine zu lange Freundesliste wirkt unseriös. Außerdem sollte diese für den angefragten neuen Kontakt sichtbar sein, damit dieser weiß, ob Ihr ähnliche Interessen verfolgt oder einen Bekanntenkreis teilt.
        
  • Kontakte pflegen – online, aber vor allem auch im realen Leben. Zum Beispiel auf Veranstaltungen und Events.

Der Elevator Pitch – „Was machst Du eigentlich zur Zeit?“

Egal ob Ihr schon ein großes Netzwerk pflegt, oder erst wenige gute Kontakte geknüpft habt. Immer wenn Ihr neue Menschen kennenlernt oder alte Bekannte trefft, werdet Ihr mit folgenden Fragen konfrontiert: „Was machst Du denn so?“, „Studierst Du noch, oder arbeitest Du schon?“. Auf diese immer wiederkehrenden Fragen könnt Ihr Euch vorbereiten. Mit dem sogenannten „Elevator Pitch“. Das ist eine Kurzvorstellung der eigenen Person, die nicht länger dauert als eine Aufzugfahrt. Überlegt Euch genau was Ihr Eurem Gegenüber von Euch erzählen wollt. In 90 Sekunden solltet Ihr aus dem Stehgreif eine kurze, einprägsame Selbstpräsentation halten. Im optimalen Fall zückt Ihr danach eine Visitenkarte, auf der auch die Links zu Euren wichtigsten Online Netzwerken aufgeführt sind.

So nutzt Ihr Euer Netzwerk optimal

Helfen und helfen lassen. Falls Ihr auf der Suche nach einem Praktikum oder einem Jobeinstieg seid, dann kommuniziert das Euren Freunden und Bekannten. Eventuell kennt jemand jemanden, der jemanden kennt, der einen Praktikanten sucht. Umgekehrt bietet auch Ihr Eure Hilfe an, wenn sich abzeichnet, dass Ihr zwischen zwei Bekannten vermitteln könnt. Der größte Vorteil der Vitamin-B-Stellensuche ist die Empfehlung. Denn niemand wird eine Person empfehlen, mit der er nicht auch privat gut auskommt.

Verlasst Euch nicht nur auf Stellenanzeigen. Oft hilft ein Anruf und die Frage nach der Möglichkeit einer Initiativbewerbung. Recruitingevents oder Job- und Fachmessen sind eine gute Anlaufstelle, um einen ersten persönlichen Kontakt zu den Unternehmen herzustellen.

Auch nach einem Praktikum solltet Ihr über XING oder LinkedIn mit den ehemaligen Kollegen in Kontakt bleiben. Zu einem späteren Zeitpunkt können sich eventuell Einstiegschancen ergeben.