Mit der Helmholtz-Gemeinschaft nach Colorado und Argentinien

Erfahrungsbericht zum Auslandspraktikum von Fabian Honecker

  1. Assessment Center und Vorbereitungen
  2. Praktikum in Colorado und Argentinien

Hier berichtet unser Stipendiat Fabian Honecker von seinen Erfahrungen aus dem Assessment Center und von seiner Tätigkeit in Argentinien und Amerika. Schon vor dem Praktikum musste er sich viel physikalisches Know-How aneignen, um perfekt auf den Auslandseinsatz vorbereitet zu sein.

Gehört habe ich vom Join the best Praktikantenprogramm in einem Bewerbungsseminar von MLP, das mir ein Freund empfohlen hatte. Spontan entschloss ich mich, einfach mal so bei Join the best mitzumachen, vor allem um mal zu erfahren, wie ein Assessment Center so abläuft.

Nach der Online Bewerbung wurde ich zum ersten AC in die MLP-Geschäftsstelle nach München eingeladen. Da ich noch nie zuvor an einem AC teilnahm war es eine neue, Erfahrung für mich. Entspannung sieht anders aus: Es herrscht durchgehend Zeitdruck, sodass man zwangsweise den einen oder anderen Fehler macht.

Finales AC in Wiesloch

Nachdem das erste AC aus meiner Sicht nicht optimal gelaufen war, war ich umso erfreuter über die Einladung zum finalen AC in Wiesloch. Von diesem war ich sehr positiv überrascht.

Ich habe dort während den beiden Tagen sehr viele nette Leute kennengelernt, die ich hoffentlich auf dem nächsten Join the best Treffen wieder sehen kann. In Wiesloch wurde man den Unternehmen zugeteilt. Es war in unserer Gruppe der Helmholtz-Gemeinschaft kein Konkurrenzkampf bei dem jeder auf den anderen einhackt, sondern man fühlte sich eher als eine Gruppe, die sich gegenüber den strengen Beobachtern behaupten musste in der jeder das Stipendium verdient hätte.

Nach einer Selbstpräsentation, Gruppendiskussion und Multiple Choice Test am ersten Tag wurden vier Teilnehmer für die Stipendiatengespräche am zweiten Tag ausgewählt. Am zweiten Tag konnte man außerdem ausführliche, interessante Gespräche mit allen dort vertretenen Unternehmen führen, bevor am Abend die Stipendiaten ausgelobt wurden.

Ich war sehr überrascht darüber, das einzigartige Stipendium von der Helmholtz-Gemeinschaft nach Colorado und auch Argentinien bekommen zu haben.

Karlsruhe

Alles fing in Karlsruhe am KIT (Karlsruher Institut für Technologie) an. Das KIT ist eine Forschungseinrichtung in der Helmholtz-Gemeinschaft. Zunächst stand viel Einarbeitung in Kern-, Astroteilchen- und Atmosphärenphysik auf dem Programm, um zu erfahren, worum es im Praktikum speziell gehen würde.

Das Pierre Auger Observatorium beschäftigt sich mit der Messung kosmischer Höhenstrahlung. Man ist an Teilchen der höchsten Energien (1020 eV) interessiert, um vielleicht Hinweise auf neue Physik zu erhalten.

Zu diesem Zweck steht in Argentinien ein 3000 km² großes Detektorfeld und mehrerer Fluoreszenzteleskope zur Verfügung.