Mehr als heiße Luft – Der Praktikantenalltag bei DHL in Singapur

Erfahrungsbericht zum Auslandspraktikum von Victoria Markewitz

  1. Das erste Mal in Asien - Ankunft in Singapur
  2. Praktikantenalltag im Großstadtdschungel

In Singapur warteten auf Join the best – Stipendiatin Victoria Markewitz nicht nur tropische Temperaturen, sondern auch viele Herausforderungen in dem Alltagsgeschäft von DHL Inhouse Consulting. Lest hier, wie sie ihren Auslandsaufenthalt gestaltet hat, neue Leute kennenlernte und warum sie leider nach zwei Monaten schon wieder die Heimreise antreten muss.

Die tropischen Temperaturen halten Victoria nicht vom Sightseeing ab

Nachdem ich eher zufällig von dem Join the best – Programm erfahren hatte, machte ich mich zusammen mit Kommilitonen auf den Weg nach Wiesloch zum finalen Assessmentcenter. Am Check-in erfuhr ich, dass ich der DHL Inhouse Consulting (DHL IC) Gruppe zugeteilt wurde. Nach den Einzel- und Gruppenübungen am ersten Tag war ich zwar zufrieden mit meiner Leistung. Trotzdem war es aber bis zum letzten Moment spannend, wer zu den Finalisten am zweiten Tag zählte, da die Gruppe insgesamt sehr stark war. Als am späten Nachmittag schließlich die Gewinner der Stipendien bekannt gegeben wurden, konnte ich zunächst gar nicht realisieren, dass es schon bald für mich nach Singapur gehen würde.

Fremde Kultur – neue Heimat

In den nächsten Wochen und Monaten nahm ich Kontakt zu DHL IC in Singapur auf, suchte ein Zimmer in der Millionenmetropole, füllte umfangreiches Visumsmaterial aus und bekam schließlich von MLP die Flugdaten für mein Singapur-Abenteuer. Nach erfolgreicher Verteidigung meiner Bachelor-Thesis bin ich schon einen Tag später in mein Auslandspraktikum gestartet. Durch zahlreiche Auslandsaufenthalte wusste ich zwar schon, was es bedeutet in ein fremdes Land mit einer fremden Kultur zu fliegen – jedoch war es das erste Mal, dass ich für längere Zeit in Asien leben würde.

Ankunft in Singapur – Zwischen Großstadtdschungel und Regenwald

Victoria vor einer Tempelanlage

Dementsprechend aufgeregt flog ich diesem Abenteuer entgegen. Nach langen 13 Stunden landete ich schließlich in Singapur. Ein Land, in das man keine Kaugummis einführen darf, in dem die Todesstrafe auf Drogenimport steht und in dem man ca. 50 € für das verbotene Straßenüberqueren bezahlen muss. Aber auch das Land, in dem die Brillengläser beschlagen, wenn man aus einem Gebäude kommt, in dem es nachts nie kälter als 25° C wird und das Land, das sowohl Großstadtleben, Strand, als auch Regenwald auf kleinster Fläche vereint.

Kaum angekommen wurde ich zunächst von der Hitze bzw. der hohen Luftfeuchtigkeit erschlagen. Doch schon schnell saß ich in der MRT – der hiesige U-Bahn, die alle zwei Minuten fährt und nie Verspätung hat (effizient, wie alles hier in Singapur). Sie brachte mich klimatisiert in meinen Appartementkomplex. Schon in Deutschland hatte ich über ein Internetportal ein möbliertes Zimmer gefunden. Da ich an einem Freitag landete, aber erst am Montag anfangen musste zu arbeiten, hatte ich ein ganzes Wochenende Zeit, um mich in meiner neuen Heimat zurecht zu finden. In diesen ersten Tagen bin ich zunächst einmal durch die Stadt gelaufen, was durch den großen Klimaunterschied schon sehr anstrengend war. Daraufhin hatte ich beschlossen, den Sonntag auf einer künstlich angelegten Insel vor Singapur („Sentosa“) ausklingen zu lassen. Mit LSF30 bepackt machte ich mich auf den Weg und genoss die ersten Sonnenstrahlen in Singapur. Dort traf ich zufällig auf DHL Trainees, mit denen ich ab dem Zeitpunkt oft meine Freizeit verbrachte.

Der erste Arbeitstag bei DHL Inhouse Consulting in Singapur

Victoria beim Ausflug auf den Bukit Timah Summit

Am Montag begann aber erst einmal mein Praktikum. Wie bei einem vorherigen Praktikum in Afrika, musste ich mich zunächst an die fremd klingenden Namen gewöhnen. Swati oder Chandrakant sind ja dann doch eher nicht so geläufig in Deutschland. Das Betriebsklima stimmte vom ersten Moment an, und anders als in der U-Bahn, wo ich als großes, blondes Mädchen meistens angestarrt wurde, wurde ich schnell ins Team integriert.

Auch wenn Singapur auf einem anderen Kontinent nahe dem Äquator liegt und ein komplett anderes Klima sowie eine andere Kultur vorherrscht, so kehrt doch recht schnell Alltag ein, da das Land sehr westlich geprägt ist. Trotzdem probierte ich beim wöchentlichen Einkauf auch immer neben den bekannten Dingen gerne lokale Spezialitäten aus. So gehören getrocknete Mangos immer noch zu meinen Lieblings-Knabbereien.