Asien erleben – Auslandspraktikum bei BASF in Singapur

Erfahrungsbericht zum Auslandspraktikum von Benjamin Dietz

  1. Mehr als nur ein Praktikum – drei Monate in Singapur
  2. Der kleine Unterschied zwischen Europa und Asien
  3. BASF Singapur: Headquater in der Region Südostasien
  4. Viel gelernt für Studium und Beruf

Das Auslandspraktikum bei BASF in Singapur ist für Benjamin Dietz die perfekte Möglichkeit, um die Welt kennen zu lernen. Hier lernt er die theoretischen Grundlagen aus dem Studium in die Praxis zu integrieren. Mit viel Spaß an der Arbeit und in der Freizeit vergeht die Zeit wie im Flug.

Benjamin lebt zusammen mit anderen Praktikanten in einer fünfer-WG

Es ist 01:20 Uhr und ich sitze im Flieger, voller Vorfreude bald da zu sein und dennoch traurig gehen zu müssen. In wenigen Stunden werde ich in Frankfurt ankommen. Drei Monate sind vergangen wie im Flug, drei spannende, interessante aber auch arbeitsreiche Monate. Ich möchte MLP und BASF ganz herzlich für diese ganz besondere Zeit danken, ich werde sie so schnell nicht vergessen. Doch was habe ich alles in den letzten drei Monaten in Singapur erlebt?! Es war definitiv mehr als nur ein Praktikum. Ich habe in Singapur nicht nur gearbeitet, ich habe dort auch gelebt, gewohnt, meine Freizeit verbracht und neue Freunde gefunden.

Nach 12 Stunden Flug brachte mich mein Taxi zu der Wohnung, die für die nächste Zeit mein zu Hause sein sollte. Außer, dass ein Zimmer frei sein sollte, war von Deutschland aus nichts zu klären. Alles Weitere sollte sich vor Ort entscheiden. Dementsprechend gespannt war ich natürlich. „Nicht sehr komfortabel, dafür viele Praktikanten und immer etwas los“ war die Aussage von meinem zukünftigen Chef, der mir hier ein paar Tipps geben konnte, da er das „Plaza“, ein Hochhaus mit einigen Wohnungen in den oberen Etagen, noch aus früheren Zeiten kannte. Wie perfekt diese Beschreibung passt, stellte ich sehr schnell fest. Das Zimmer, das mir gezeigt wurde, war in einer Fünfer-WG, etwa 10 qm groß und seit langer Zeit nicht renoviert worden. Mit Zähneknirschen und der Option auf ein anderes Zimmer in vier Tagen zog ich ein.

Ein Hochhaus voller Praktikanten

Mein neues Zimmer sollte größer, neuer und schöner sein, aber auch in einer WG mit fünf Mitbewohnern. Ein ganz entscheidender Vorteil dieses Zimmers war, dass es ein eigenes Bad hatte. Grundsätzlich sind die Wohnungen im „Plaza“ optimal gelegen, direkt im Stadtzentrum, und aus dem 30. Stock lässt sich der Blick über Singapur genießen. Anfangs hätte ich noch ein eigenes Appartement bevorzugt. Im Nachhinein kann ich sagen, dass mir nichts Besseres passieren konnte, als in einer fremden Stadt sofort fünf Mitbewohner zu haben, mit denen ich die Stadt und das Leben in Singapur erkunden konnte. Meine Mitbewohner waren ein Iraner, der seit seinem 13. Lebensjahr in den Niederlanden wohnt, zwei weitere Deutsche, alle drei genau wie ich Praktikanten sowie eine Kanadierin und eine Brasilianerin, die in Singapur gemodelt haben. Während meiner drei Monate in Singapur war es nur der Iraner, der länger als ich in der Wohnung blieb. Viele sind für drei bis sechs Monate dort. So kommt es, dass immer mal wieder jemand geht und dafür ein anderer einzieht. Genau das ist auch das System in dem gesamten Hochhaus. Es sind zwischen 50 und 100 Praktikanten untergebracht, was zur Folge hat, dass jedes Wochenende mindestens eine Willkommens- oder Abschiedsparty stattfindet. Langeweile kommt also sicher nicht auf.