Join the best Blog Eine Initiative von MLP

Einträge mit Tag: “Praktikum Shanghai”.

Ein wichtiger Aspekt eines Praktikums im Ausland sind natürlich die Reisen und Sehenswürdigkeiten vor Ort. Wie erwähnt habe ich zwei größere Reisen gemacht. Peking besuchte ich vor meinem Praktikum, Hongkong kurz vor Ende. Zwei Städte, die, obwohl sie beide zu China gehören, sehr unterschiedlich sind.

Peking bietet zwar mehr Kultur als Shanghai ist dafür aber weniger kosmopolitisch. Es wartet mit einer Reihe Sehenswürdigkeiten auf, die man gesehen haben muss: die chinesische Mauer, die Verbotene Stadt etc.. Die fünf Tage, die ich für diese Reise eingeplant hatte, waren gerade genug um diese „Must-Sees“ abzudecken.

Mit der MLP Finanzdienstleistungen AG in China

Hongkong würde ich jedem Chinareisenden ebenso empfehlen wie Shanghai oder Peking. Die Stadt wirkt wie eine Mischung aus China und etwas England. Die vielen Einwanderer beispielsweise von den Philippinen geben der Stadt einen besonderen Touch. Für mich ist es auch eine Stadt der Gegensätze; egal wo man ist, man ist nur jeweils 10 km von Wolkenkratzern aber auch von Traumstränden entfernt. Das milde Klima im Winter macht die Stadt zum perfekten Reiseziel im November.

Auch die Shanghaier Sehenswürdigkeiten wie der Yu-Garten oder der Century Park sind einen Besuch wert, die Skyline von Pudong ist atemberaubend. Im Umland faszinieren Städte wie Suzhou und vor allem Hangzhou mit viel Natur.

Vorwort

Im Gegensatz zu den meisten anderen Stipendiaten bei Join the best war es für mich in dem Moment, in dem ich erfuhr, dass ich das Stipendium bekommen würde noch nicht klar, in welchen Teil der Erde und zu welcher Firma es mich verschlagen würde. Als ich erfuhr, dass es die Firma Jilin Investments in Shanghai werden würde, war mir sofort klar, dass es eine besondere Herausforderung sein würde, anders als beispielsweise New York, allein schon der Sprache wegen.

Ich hatte zunächst wenig Ahnung von China, es war mir nur bekannt als extrem großes Land mit über 1 Milliarde Einwohnern. Der Termin für mein Praktikum war relativ spät, es sollte erst am 20.8. beginnen, da ich im Frühjahr bereits ein Praktikum in München zu absolvieren hatte.

Dies hatte den Vorteil, dass ich mehr Zeit hatte mich über China und speziell Shanghai zu informieren. Bewaffnet mit einem Reiseführer machte ich mich an meine Reiseplanung: ich wollte sowohl Peking als auch Hongkong unbedingt besuchen und mir die Möglichkeit kurzfristiger Reisen vor Ort natürlich auch offen halten. Deswegen entschied ich mich vor und nach meinem Praktikum je 10 Tage zur freien Verfügung zu haben. Mein Aufenthalt in Shanghai dauerte also insgesamt vom 10.8. bis zum 30.11., mein Praktikum vom 20.8. bis zum 20.11.. Soviel zur generellen Planung.

Dank meiner sehr freundlichen Kollegen fiel mir der Einstieg in die Firma sehr leicht, momentan arbeiten um die 200 Mitarbeiter in dem Werk in Qingpu. Davon sind meist um die 15 Mitarbeiter aus Deutschland.

Meine Aufgabe hier war es nun ein Kennzahlensystem für die Montage zu erarbeiten. Das gab mir die Möglichkeit in sämtliche der Montage nahen Bereiche Einblick zu erhalten. In der Anfangszeit traf ich mich viel mit Mitarbeitern chinesischer sowie auch deutscher Herkunft um mir einen Überblick zu verschaffen. Aufgrund der sprachlichen Barrieren war es teilweise doch recht umständlich sicherzustellen dass das Besprochene auch wirklich von beiden Parteien verstanden wurde. Bisweilen geriet ich in Situationen die mich zum Schmunzeln brachten, andere wiederum brachten eine recht abrupte Erhöhung meines Blutdrucks mit sich. Fragen welche absolut nicht mit einem einfachen „ja“ oder „nein“ beantwortet werden können werden in China, wenn die Frage nicht korrekt verstanden wurde, bisweilen einfach mit „ja“ beantwortet.
Beispiel: „Wie hoch sind die Transportkosten von xyz?“ — „ja“.

Insgesamt verbrachte ich viereinhalb Monate in der Firma. Leider hatte ich nicht immer ausreichend Arbeit was mich bisweilen etwas verstimmte. Wenn ich meine Vorgesetzten darauf ansprach bemühten diese sich allerdings stets mir neue Aufgaben zukommen zu lassen.

Dadurch bot sich mir auch die Möglichkeit Einblick in den Bereich des Einkaufs und der Qualitätssicherung von in China produzierten Teilen zu erhalten. Da bei den Einzelteilen der Druckmaschinen höchste Genauigkeit nötig ist, ist die Zuliefererqualifizierung und Qualitätssicherung ein heikles Thema und bisweilen nicht ganz einfach zu handhaben.

Meine Wochenenden nutze ich, um weitere Kurztrips in der Umgebung Shanghais zu unternehmen. Jede Reise hier ist ein kleines Abenteuer. Vor allem die doch sehr große Sprachbarriere bringt den Chinareisenden bisweilen in abenteuerliche Situationen. Nach Beendigung meines Praktikums werde ich nun noch weitere 3 Wochen in China reisen. Mit wenig Gepäck und ohne definiertes Ziel wird das sicher wieder viele interessante Erfahrungen mit sich bringen.

Bedanken möchte ich mich beim MLP-Team und den Mitarbeitern von Heidelberger Druckmaschinen, die für die einwandfreie Organisation im Vorfeld gesorgt haben sowie bei meinen deutschen Kollegen in Shanghai für die vielen gemeinsamen Erlebnisse auf der Arbeit und in der Freizeit.

Eine Bekannte bekam von einem Arbeitskollegen den Tipp nach Nanji Island zu fahren, eine Inselgruppe ungefähr 70 Seemeilen von Wenzhou entfernt, 450 km südlich von Shanghai. Zu acht machten wir uns mit dem Nachtzug auf den Weg nach Wenzhou. Die Nachtzüge sind sehr komfortabel, zumindest in der Softsleeper-Klasse. Dort um 6:30 h angekommen, ging es per Taxi nach Rui An, von wo unser Boot abfahren sollte. Leider verpassten wir das Boot, für welches wir Tickets reserviert hatten und es hat uns einige Nerven und Telefonate mit chinesischen Arbeitskollegen gekostet, noch Tickets für ein späteres Boot zu bekommen.

Praktikumsbericht Shanghai - Stipendienprogramm der MLP Finanzdienstleistungen AG für Auslandspraktika

Praktikumsbericht Shanghai - Stipendienprogramm der MLP Finanzdienstleistungen AG für Auslandspraktika

Schlussendlich sind wir dann doch noch in Rui An angekommen. Ich war leider in der denkbar ungünstigen Position, einen Sitzplatz neben einem kleinen chinesischen Jungen zu haben. An sich ist das nicht schlecht, allerdings hat dieser direkt nach Abfahrt des Bootes begonnen kandierte Hühnerfüße und Beef Jerky zu sich zu nehmen. Der Tatsache, dass dies zu Beginn einer zweistündigen Bootsfahrt keine gute Idee ist, war ich mir durchaus bewusst – er leider nicht. Eine Stunde hat er es immerhin ausgehalten, bevor er anfing sich zu übergeben. Den Rest der Bootsfahrt verbrachte ich nunmehr im Stehen, da es neben ihm nicht mehr auszuhalten war.

Angekommen auf Nanji Island ging es dann per Taxi zu einem Strand mit Zeltplatz. Dort bauten wir dann unsere Zelte auf und legten uns anschließend an den Strand.

Die kommenden zwei Tage nutzte ich, um die Insel ausgiebig zu erkunden. Die Inselgruppe ist Unesco-Weltnaturerbe und steht somit unter Naturschutz. Dem Müll nach zu urteilen, den man in den bewohnten Teilen der Insel auf und neben der Straße sieht, ist das allerdings unter den Einheimischen nicht bekannt. Es gab viele leerstehende Häuser zu sehen und es kam teilweise vor, dass mir innerhalb von 2 Stunden kein Mensch begegnet ist. Auch eine schöne Abwechslung zu Shanghai.

Nach ausgedehnten Abschiedsfeiern, die mir kaum Zeit zum Packen ließen, flog ich nun um 14:00 MEZ Richtung Shanghai ab. Glücklicherweise hatte ich einen Direktflug; im Flugzeug zu schlafen gelang mir leider trotz immensen Schlafmangels nicht. So kam ich relativ müde um 7:00 Uhr Beijing-Zeit in Shanghai an. Da dies mein erster Asien-Aufenthalt ist, wusste ich nicht recht, was mich erwartet.

Die Eckdaten klingen recht eindrucksvoll: 18,4 Millionen Einwohner im Verwaltungsgebiet und innerhalb von 25 Jahren ca. Zehntausend neu gebaute Hochhäuser lassen erahnen, dass diese Stadt sicher ein klein wenig größer ist als meine Universitätsstadt Darmstadt. Ein Fahrer unserer Firma holte mich am Flughafen ab. Wohin es nun gehen sollte, war mir unklar, da der Fahrer leider abgesehen von „ByeBye“ und „Hello“ kein Englisch sprach. Sein Englisch war somit aber immer noch besser als mein Chinesisch. So fuhren wir zwei nun gemeinsam durch Shanghai und kommunizierten per Nicken, Kopfschütteln und Handzeichen. Zu diesem Zeitpunkt nahm ich mir vor, mir so schnell wie möglich zumindest grundlegende Chinesisch-Kenntnisse anzueignen.

Praktikumsbericht Shanghai - Join the best Stipendienprogramm eine Initiative von MLP

Praktikumsbericht Shanghai - Join the best Stipendienprogramm eine Initiative von MLP

Meine Müdigkeit verflog recht schnell, da sich die Umgebung, die ich hier zu sehen bekam, deutlich von sämtlichen westeuropäischen Städten unterschied, die ich bisher kennen gelernt habe. Die abenteuerlichen Fahrzeuge, die hier auf Shanghais Straßen unterwegs sind, brachten mich bisweilen zum Schmunzeln. Vor allem Lastkraftwagen sind hier interessant anzuschauen. Abgesehen von ihrer absolut miesen Verkehrssicherheit durch Rost, schlechte Bremsen oder mit Beton ausgegossenen Reifen, erstaunt die Ladung dieser Gefährte an sich, und vor allem ihre Sicherung, mich auch nach 3 Monaten noch.

Nachdem der Fahrer in einen Compound einbog, war nun auch mir klar, dass wir zunächst zu meiner Behausung für die nächsten 5 Monate fuhren. Dort wurde ich von einer chinesischen Mitarbeiterin von HGES freundlich auf Deutsch begrüßt und sie brachte mich zunächst in die neue Wohnung. Die Wohnung wurde von Heidelberger Druckmaschinen für mich gemietet, sodass ich mich im Vorfeld nicht auf Wohnungssuche in Shanghai begeben musste.

Nachdem ich mein Gepäck hier abgeladen hatte, fuhren wir gemeinsam in die Firma, welche ungefähr 40 Minuten Fahrt von der Wohnung entfernt ist. Dort angekommen wurde ich zunächst von Klaus Volkwein, Meister der PM52 Montage in Qingpu, freundlich begrüßt und er unternahm eine kleine Werksbesichtigung mit mir. Nachdem ich ihn mit Fragen torpediert hatte und meinen Arbeitsplatz im Büro bekommen hatte, stellte er mich den Mitarbeitern und meinem Vorgesetzten für die nächste Zeit vor. Das Betriebsklima hier fand ich gleich von Beginn an sehr positiv. Nach nun knapp 40 Stunden ohne Schlaf fuhren wir dann mit dem Shuttle zurück zu unserem Compound. Nach einer schnellen Dusche gingen wir anschließend alle gemeinsam Essen und mir wurde schnell klar, dass während meines 5-monatigen Aufenthalts sicher keine Langeweile aufkommen würde. Ich bekam zunächst bei sehr gutem Essen und Tsingtao Bier eine Einführung in Taxi-Kommunikation, sowie Preisverhandlungen auf Märkten.

Die Woche verging wie im Flug. Die Freizeit verbrachte ich hauptsächlich mit Kollegen beim Essen oder Einkaufen. Die Auswahl an ungewöhnlichem Essen, selbst im französischen Carrefour, ist durchaus eindrucksvoll. Von Schildkröten über Seeschlangen bis hin zu Entenköpfen gibt es auch hier alles, was das chinesische Herz begehrt. Nachdem ich samstags mit Denis Kuhn, ebenfalls ein MLP-Stipendiat in Shanghai, telefoniert hatte, trafen wir uns bei ihm Zuhause um anschließend auszugehen. Das Nachtleben in Shanghai sucht seinesgleichen. Sämtliche musikalischen Vorlieben werden bedient und man lernt sehr häufig neue Leute aus der ganzen Welt kennen.

Praktikum Shanghai - MLP Programm Join the best

Praktikum Shanghai - MLP Programm Join the best

Beim Tennisspielen sonntags lernte ich dann direkt die Kehrseite des Shanghai-Wetters kennen. Der körperliche Anspruch bei 35 Grad Temperatur und über 80% Luftfeuchte ist relativ hoch. Während meines ersten Monats in Shanghai ( Juni ) war hier Regenzeit und einige Schauer waren mit keinem Regen, den ich in Deutschland erlebt hatte, zu vergleichen. Das zeigte sich auch auf den Straßen, die zum Teil bis zu 40 cm unter Wasser standen. Nachteilig an der Regenzeit ist auch, dass man während dieser Zeit die Sonne fast überhaupt nicht zu Gesicht bekommt, denn über der Stadt liegt eine Glocke aus Smog, die sich partout nicht wegbewegt. Nach der Pflaumenregenzeit änderte sich das glücklicherweise wieder.

Auslandsstipendium Shanghai – MLP Programm Join the best

Auslandsstipendium Shanghai – MLP Programm Join the best

Ich lernte die Stadt Shanghai nun von allen Seiten kennen: Das beginnt am Bund, wo man die eindrucksvolle Skyline Shanghais bestaunen kann und endet im Armenviertel nahe des Yu Yuan Gardens, wo man einen Eindruck davon bekommt, wie ein Großteil der Chinesen lebt und man wieder realisiert, dass man sich in einem Schwellenland befindet. Die sozialen Unterschiede könnten kaum extremer sein. Bei nächtlichen Streifzügen sieht man in meinem Viertel zum Teil Frauen mit Kindern auf dem Gehweg schlafen, während teure deutsche Autos vorbeifahren. Während man die haarsträubenden Konstruktionen der Behausungen im Armenviertel direkt vor sich hat und sich fragt, ob diese Häuser den nächsten Taifun überstehen, reiht sich im Hintergrund Hochhaus an Hochhaus.

Auslandsstipendium in China – Stipendienprogramm der MLP Finanzdienstleistungen AG für Auslandspraktika

Stipendium für ein Auslandspraktikum in Shanghai – MLP Programm Join the best

Stipendium für ein Auslandspraktikum in Shanghai – MLP Programm Join the best

Am 3. Mai ging es für mich los: gerade noch meine Bachelor-Abschlussarbeit hinter mich gebracht und mein Masterstudium geplant, saß ich nun im Flieger Richtung Shanghai, um zweieinhalb Monate für Jilin Investment zu arbeiten. Leicht übermüdet wurde ich am Flughafen überaus freundlich von Yang Shaoming empfangen, dem COO von Mu Ying Zhi Jia, der Firma, für die ich die nächsten zweieinhalb Monate arbeiten sollte.

Vom Flughafen fuhr mich Shaoming zu meiner sehr annehmlichen, nett eingerichteten Ein-Zimmer-Wohnung in Changning, einem Stadtteil im Westen Shanghais. Meine Wohnung lag zu Fuß ca. 10 Minuten von meiner Arbeitsstelle entfernt.

Abschied nehmen fällt immer schwer. Aber besonders fiel es mir schwer, mich von meinem Freund Shaoming zu verabschieden, da ich wusste, dass ich ihn erst einmal eine ganze Weile nicht sehen werde. Er hatte sich sowohl im Privaten als auch Beruflichen so gut um mich gekümmert, hat mir alles gezeigt und wir hatten sehr viel Spaß zusammen. Durch ihn hatte ich die Möglichkeit, Shanghai und die chinesische Mentalität richtig zu verstehen und zu erleben und ich hoffe, mich dafür in Deutschland bei ihm und seiner Familie revanchieren zu können.

Vielen Dank noch einmal an MLP als Sponsor, Fuchs & Klemm Personalagentur für das interessante und spaßige Accessmentcenter, und natürlich auch an Ekkehard Rathgeber von JILIN Investment, von dessen großen Erfahrungsschatz ich sehr oft profitieren konnte, und an das ganze Team von Mu Ying Zhi Jia, speziell aber noch einmal an Shaoming Yang für das in so vielen Hinsichten unvergessliche und schöne Praktikum. Ich habe in diesem Praktikum noch so viele weitere Sachen erlebt, aber dafür reicht der Platz leider nicht aus und viele Dinge kann man einfach nicht beschreiben, die muss man erlebt haben. Deshalb kann ich euch nur alle motivieren, die unersetzlichen Erfahrungen selbst zu machen, wofür euch MLP die besten Chancen bieten kann. Als ich mich beworben hab, habe ich selbst erst gar nicht an den Erfolg gedacht, sondern wollte mich nur in Accessmentcentern verbessern und Erfahrungen sammeln. Dann ging alles ganz schnell und ich habe als einer der Gewinner auf der Bühne gestanden. Ich kann nur noch einmal alle motivieren, bei diesem Wettbewerb mitzumachen, weil neben den Auslandspraktika auch erstklassige Inlandspraktika und Kontakte zu Topfirmen winken.

Ich bin unendlich froh, diese Erfahrungen gemacht haben zu dürfen und so sollte mein Praktikum im Land der Mitte enden wie es angefangen hat, nämlich mit einer Feier im Kreise meiner Liebsten!

Beim MLP Programm werden jährlich Stipendien von MLP für Auslandspraktikumsplätze vergeben. Die Vergabe der MLP Stipendien findet einmal jährlich statt. Für das Jahr 2010 werden insgesamt 16 Stipendien von der MLP AG vergeben.

Stipendium für China  – MLP Praktikumsprogramm

Stipendium für China – MLP Praktikumsprogramm

Ja das Essen hier ist schon manchmal so eine Sache für sich. Obwohl es natürlich alle westlichen Ketten wie Pizza Hut, KFC oder McDonalds in Massen gibt, wollte ich ja bei meiner Reise nach China auch möglichst viele einheimische Spezialitäten kennen lernen. Dennoch bin ich des Öfteren auch nicht drum herum gekommen, bei den westlichen Ketten (teilweise wesentlich günstiger als in Europa) zu essen. Sehr praktisch für mich war natürlich, dass ich sehr oft mit meinen chinesischen Freunden von Mu Ying Zhi Jia essen war und ich so in Genuss vieler Köstlichkeiten gekommen bin. Für mich allein wäre es ziemlich schwierig geworden, in einem chinesischen Restaurant zu essen, da die meisten keine englische Karte haben, dort kein Englisch gesprochen wird und viele auch nicht sehr hygienisch und einladend aussehen. Aber es gibt natürlich auch die Luxusrestaurants am Bund, die sehr westlich und ähnlich teuer sind. Das Essen mit den Kollegen von Mu Ying Zhi Jia hat auf jeden Fall immer riesig Spaß gemacht, weil wir die Zeit auch oft zu lustigen Sprachkursen nutzten. Was dann allerdings aufgetischt wurde, sah zwar meist sehr appetitlich aus, aber wenn ich dann gehört habe, was es ist, habe ich doch lieber die Finger davon gelassen, wie zum Beispiel bei den sehr beliebten Hühnerfüßen oder Fröschen. Der Vorteil in China ist, dass jedes Gericht auf dem Tisch kreist und man sich so immer etwas aussuchen kann, was man ohne schlechtes Gewissen essen kann. Allerdings darf man sich beim Essen an diversen Nebengeräuschen nicht stören. Auch an den Anblick der Tische nach dem Essen, muss man sich erst gewöhnen. Das liegt aber meist nicht an den schlechten Essmanieren, sondern daran, dass nicht nur mir, sondern auch den Chinesen hin und wieder was vom Stäbchen fällt. Am Anfang hat sich mein Magen zwar gegen das andauernd scharfe Essen gewehrt, aber im Allgemeinen war es sehr gut. Auch dank des beliebten Seafoods konnte ich meinen Geschmackssinn gut weiterentwickeln.

Mit MLP in China

Mit MLP in China

Neben den vielen interessanten Tätigkeiten an der Arbeit hatte ich aber natürlich auch genügend Freizeit, um Shanghai zu erkunden. Dank Shaoming und meines Marco Polo Reiseführers hatte ich die Möglichkeit, alle Seiten der Stadt zu entdecken. Hier gibt es unendlich viele Wolkenkratzer, wie zum Beispiel den Oriental Pearl Tower (468m) oder den Jin Mao Tower (420m), von welchen ich mir die beeindruckende Stadt angeschaut habe. Es ist eine sehr moderne Stadt, in der Tag und Nacht gebaut wird. Witzig ist zu sehen, wie teilweise an den hochmodernen Glaspalästen alte Bambusgerüste angebracht sind, auf welchen sich die unzähligen Arbeiter waghalsig bewegen. Neben diesen hochmodernen Häusern, speziell im Stadtteil Pudong, gab es aber auch einen kleinen, verbliebenen Teil des alten Chinas zu bestaunen, wie zum Beispiel im und um den Yu Garden, welcher ein beliebtes Ausflugsziel ist. In den insgesamt drei arbeitsfreien Wochen im Jahr (in der Regel gibt es keinen eigenen verfügbaren Urlaub) strömen unvorstellbar viele der 1,3 Milliarden Chinesen, soweit sie es sich leisten können, in die Metropole, um einen Blick auf die rasante Entwicklung oder auf den Huangpu River am Bund (für mich einer der schönsten Plätze Shanghais, speziell bei Nacht) zu erhaschen. Man kann hier also hautnah erleben, wie ein Wolkenkratzer neben einem zerfallenen Haus, an

Mit der MLP Finanzdienstleistungen AG in Shanghai

Mit der MLP Finanzdienstleistungen AG in Shanghai

welchem Wäsche aufgehängt wird, oder ein Ferrari neben einem alten Transportfahrrad an der Ampel steht. Die Gegensätze sind enorm. Genauso wie die Gegensätze sind die Einkaufsmöglichkeiten unbegrenzt, denn hier gibt es von riesigen „fake markets“ über H&M, Esprit und IKEA bis hin zu Gucci und Armani mehr, als man (oder Frau) sich vorstellen kann. In den unzähligen Einkaufsstraßen und riesigen Einkaufszentren habe ich dann auch zusammen mit meiner Freundin, die mich zum Glück drei Wochen besuchen konnte, die Kreditkarten zum Glühen gebracht, bis die Koffer voll waren.

Freizeitbeschäftigungen Auslandsstipendium in China  - MLP Finanzdienstleistungen AG

Freizeitbeschäftigungen Auslandsstipendium in China - MLP Finanzdienstleistungen AG

Nach den ganzen Sightseeing- und Einkaufstouren zwischen hoch und flach und neu und alt hab ich mich oft in Parks in der Sonne (für die Chinesen total unverständlich, weil nur eine helle Haut schön ist) ausgeruht und den Menschen beim beliebten, weil Glück bringenden, Drachensteigen zugesehen. Während der Touren durch die von Touristen bevorzugten Gebiete war mein ständiger Begleiter der Ausdruck „bu jau“, was soviel heißt wie „ich will das nicht“. Dies war meine Antwort auf nahezu alle Kaufavancen bezüglich gefälschter Uhren, Sonnenbrillen oder DVDs, denn in China kann man alles gefälscht kaufen und man bekommt alles angeboten. Sollte man sich doch einmal verleiten lassen, muss man sein gesamtes Verhandlungsgeschick in die Wagschale werfen, denn „Freundschaftsrabatte“ von 80% sind nicht unnormal.

Reisen - Praktikum in Shanghai - MLP Programm für internationale Praktika Join the best

Reisen - Praktikum in Shanghai - MLP Programm für internationale Praktika Join the best

Auch in Sachen Events hatte Shanghai einiges zu bieten, so zum Beispiel ein Konzert des Shanghaier Orchesters, dirigiert vom ungarischen Stardirigenten Koszic, die Fußballweltmeisterschaft der Frauen, wobei ich alle drei Spiele der deutschen Mädels in Shanghai inklusive Endspiel mit anschließender Weltmeisterschaftsfeier sehen konnte, oder dem Großen Preis von China, dem Formel 1 Rennen, bei dem Lewis Hamilton seine vorzeitige WM Chance vergab. Viele andere kleine Events haben hier nahezu täglich stattgefunden, wie zum Beispiel das Tourismusfestival oder das traditionelle Mondfest, so dass mir nie langweilig werden konnte. Wenn ich dennoch mal im Appartement geblieben bin, gab es dann draußen auch zweimal einen Taifun zu bestaunen.

Die Ankunft

MLP Programm für Auslandspraktika

MLP Programm für Auslandspraktika

Am Sonntag den 22.07.2007 hieß es für mich Abschied nehmen. Die Zeit bis dahin verging rasend schnell. Kurz zuvor war ich noch im Klausurstress und hatte gar nicht die Gelegenheit zu realisieren, dass ich mich bald verabschieden muss. Erst bei meiner Abschiedsfeier wurde mir bewusst, dass ich für die nächste Zeit auf meine Liebsten verzichten muss, aber auch die einmalige Chance habe, viel zu erleben und zu lernen. Dann ging alles rasend schnell und ich war in Chinas 17 Mio. Metropole Shanghai. Als erstes erlitt ich einen Klimaschock! Zum Glück hat mich Shaoming Yang am Flughafen direkt gefunden. Er ist der Chief Operating Officer von Mu Ying Zhi Jia, der chinesischen Versandhandelsfirma, in welcher ich die ersten vier Wochen im Auftrag von JILIN Investment eingesetzt war. Mehr dazu später.

Meine erste Nacht habe ich dann bei Shaoming und seiner Familie verbracht, da wir uns darauf geeinigt hatten, meine Wohnung für die nächsten drei Monate gemeinsam zu suchen. Nach dem original chinesischen Abendessen habe ich in seinem westlich ausgestatteten Appartement erstmal seine Internetverbindung nach Deutschland strapaziert. Bei Shaoming fühlte ich mich stets sehr wohl, nicht nur weil sein Englisch im Gegensatz zu dem der meisten anderen Chinesen sehr gut ist.

Am zweiten Tag haben wir sehr schnell ein sehr schönes, westlich ausgestattetes Appartement mit circa 40 qm gefunden. Es lag in einem sehr schönen Wohnpark, der allerdings von Zäunen umgeben war, womit man allerdings hier in Shanghai leben muss. Die Mieten und Wohnungspreise stehen den westlichen Großstadtpreisen allerdings in nichts nach. Das Appartement lag im Nordwesten der Innenstadt und somit sehr nah am Büro von Mu Ying Zhi Jia, aber auch zu meiner Hauptfirma JILIN Investment war es nicht sehr weit. Als ich in der zweiten Woche dann endlich den Mietvertrag unterschreiben konnte, und soweit alle Formalitäten geklärt waren, ist mir ein großer Stein vom Herzen gefallen.

Beliebte Suchbegriffe:

Auslandspraktikum Brasilien Praktikum Indien Johannesburg Praktikum Praktikum in São Paulo Genf Praktikum Singapur Praktikum Australien MLP Finanzdienstleistungen AG Praktikum Sydney Praktikum USA Jointhebest Praktikum China Auslandspraktikum Schweiz Auslandspraktikum Singapur MLP Programm Praktikum Singapur Praktikumprogramm Join the best Stipendium Auslandspraktikum MLP Auslandspraktikumsprogramm Auslandspraktikum Jakarta Praktikantenbericht new york auslandspraktikum Praktikumsprogramm Ausland Praktikum Shanghai Praktikum Bericht Amerikapraktikum Praktikum Indonesien Stipendium Bericht Stipendium Stipendienbericht Bericht Auslandspraktikum MLP AG Erfahrungsberichte MLP Praktikumsprogramm Auslandspraktika MLP Praktikum Praktikum Auslandsstipendium Auslandspraktikumsplatz MLP Auslandspraktikum MLP Stipendium Stipendienprogramm MLP Stipendienprogramm Praktikumsbericht Auslandspraktikum