Praktikum bei Heidelberg Graphic Equipment Shanghai – Stipendienprogramm der MLP Finanzdienstleistungen AG
Dank meiner sehr freundlichen Kollegen fiel mir der Einstieg in die Firma sehr leicht, momentan arbeiten um die 200 Mitarbeiter in dem Werk in Qingpu. Davon sind meist um die 15 Mitarbeiter aus Deutschland.
Meine Aufgabe hier war es nun ein Kennzahlensystem für die Montage zu erarbeiten. Das gab mir die Möglichkeit in sämtliche der Montage nahen Bereiche Einblick zu erhalten. In der Anfangszeit traf ich mich viel mit Mitarbeitern chinesischer sowie auch deutscher Herkunft um mir einen Überblick zu verschaffen. Aufgrund der sprachlichen Barrieren war es teilweise doch recht umständlich sicherzustellen dass das Besprochene auch wirklich von beiden Parteien verstanden wurde. Bisweilen geriet ich in Situationen die mich zum Schmunzeln brachten, andere wiederum brachten eine recht abrupte Erhöhung meines Blutdrucks mit sich. Fragen welche absolut nicht mit einem einfachen „ja“ oder „nein“ beantwortet werden können werden in China, wenn die Frage nicht korrekt verstanden wurde, bisweilen einfach mit „ja“ beantwortet.
Beispiel: „Wie hoch sind die Transportkosten von xyz?“ — „ja“.
Insgesamt verbrachte ich viereinhalb Monate in der Firma. Leider hatte ich nicht immer ausreichend Arbeit was mich bisweilen etwas verstimmte. Wenn ich meine Vorgesetzten darauf ansprach bemühten diese sich allerdings stets mir neue Aufgaben zukommen zu lassen.
Dadurch bot sich mir auch die Möglichkeit Einblick in den Bereich des Einkaufs und der Qualitätssicherung von in China produzierten Teilen zu erhalten. Da bei den Einzelteilen der Druckmaschinen höchste Genauigkeit nötig ist, ist die Zuliefererqualifizierung und Qualitätssicherung ein heikles Thema und bisweilen nicht ganz einfach zu handhaben.
Meine Wochenenden nutze ich, um weitere Kurztrips in der Umgebung Shanghais zu unternehmen. Jede Reise hier ist ein kleines Abenteuer. Vor allem die doch sehr große Sprachbarriere bringt den Chinareisenden bisweilen in abenteuerliche Situationen. Nach Beendigung meines Praktikums werde ich nun noch weitere 3 Wochen in China reisen. Mit wenig Gepäck und ohne definiertes Ziel wird das sicher wieder viele interessante Erfahrungen mit sich bringen.
Bedanken möchte ich mich beim MLP-Team und den Mitarbeitern von Heidelberger Druckmaschinen, die für die einwandfreie Organisation im Vorfeld gesorgt haben sowie bei meinen deutschen Kollegen in Shanghai für die vielen gemeinsamen Erlebnisse auf der Arbeit und in der Freizeit.

