Join the best Blog Eine Initiative von MLP

Die letzten zwei Wochen meines Praktikums sind dann auch noch wie im Flug vergangen. Größtenteils habe ich alle noch ausstehenden Aufgaben beendet und Rücksprachen zu der ein oder anderen Aufgabe gehalten. Teilweise habe ich noch Ergänzungen in die Kalkulationen übernommen.

Und dann war auch schon der Tag meiner Abreise gekommen. Rückblickend kann ich feststellen, dass ich nicht nur einen sehr guten Einblick in die Arbeit der Projektentwicklung erhalten habe sondern dass ich auch Prag und die tschechische Mentalität erleben konnte.

Stipendium für Tschechien  – MLP Praktikumsprogramm

Stipendium für Tschechien – MLP Praktikumsprogramm

Hierbei muss ich sagen, dass Prag eine wirklich wunderschöne Stadt ist. Nicht umsonst wird sie als die „Goldene Stadt Europas“ bezeichnet. Speziell die historische Innenstadt mit der berühmten Karlsbrücke und dem Hradschin hat mich begeistert und immer wieder angezogen. Wenn man sich die Zeit nimmt, kann man aber auch neben den bekannten Touristenattraktionen wunderschöne Ecken in Prag finden, die das ursprüngliche tschechische Leben widerspiegeln. Auch der Genuss der deftigen tschechischen Küche, natürlich in Verbindung mit einem frisch gezapften Pilsner, sollte hierbei nicht fehlen.

Ich bin sehr froh, die Möglichkeit erhalten zu haben, diese beruflichen und kulturellen Erfahrungen erleben zu dürfen. Hierfür möchte ich mich abschließend bei Anja Dornbach, stellvertretend für MLP, Sabine Hübner-Henninger, Stephanie Kovacic und Khatereh Tadj stellvertretend für HOCHTIEF und bei Peter Noack, stellvertretend für das Team der Projektentwicklung Prag bedanken.

Das Join the best Programm wurde im Jahr 2005 von MLP ins Leben gerufen. Mit diesem Programm hat sich MLP die Förderung von Praxiserfahrung bereits während des Studiums zum Ziel gesetzt.

Amerikapraktikum - MLP Stipendienprogramm

Amerikapraktikum - MLP Stipendienprogramm

Bereits von Deutschland aus bestand für mich die Möglichkeit, zu wählen, in welchem Bereich mein Praktikum stattfinden sollte. Ich entschied mich für das Internationale Handelsrecht. Während des Praktikums bestand meine Aufgabe unter anderem im Schreiben von Memos und der Mitarbeit bei einem Lizenzaudit. Sehr interessant war ein einwöchiges Projekt, in dem Dokumente im Rahmen des Freedom of Information Acts für Veröffentlichungen vorbereitet wurden und man einen Einblick in die Teamarbeit, die vom Praktikanten bis zum Partner reichte, bekam. Besonders spannend war dabei, dass es eine Deadline gab, die so knapp bemessen war, dass teilweise das Büro mitten in der Nacht erst verlassen wurde. Dank der guten Zusammenarbeit wurde das Projekt rechtzeitig fertig gestellt und die Unterlagen erreichten die Klienten per Kurier, die wirklichen und nicht nur sprichwörtlichen, fünf Minuten vor Schluss.

Die Wochenenden verbrachte ich meistens mit Sightseeing und Shopping. Mit meiner Mitbewohnerin ging ich des Öfteren in Clubs in Georgetown aus oder besuchte Modenschauen.

Zusammen mit Carsten fuhr ich am langen Wochenende um Labor Day zu Daniela, die in der Nähe von New York ein Stipendium bekommen hatte. Gemeinsam hatten wir super viel Spaß bei unserer „Manhattan an einem Tag – Tour“. An einem anderen Wochenende besuchte mich Kathrin, die zusammen mit mir im Januar in der Baker & McKenzie Gruppe bei „Join the Best“ war.

Die letzten zwei Wochen besuchten mich drei Freundinnen aus Deutschland. Gemeinsam ging es Anfang Oktober wieder nach New York – diesmal für drei Tage: Freiheitsstatue, Rockefeller Center bei Nacht, Picknick im Central Park, und Dahinschmachten bei Tiffany’s.

Der August stand ganz im Zeichen einiger größerer Wochenendreisen wie in die ehemalige Silberstadt Taxco oder in Mexikos Metropolen Monterrey und Guadalajara. Von letzterer aus habe ich dann zusammen mit Freunden einen Tagesausflug in das benachbarte Örtchen Tequila unternommen, wo das gleichnamige Nationalgetränk Mexikos seine Ursprünge hat. Dort haben wir eine Führung durch die riesigen Agarvenfelder und durch die Destillerie „Jose Cuervo“ unternommen – inklusive einer Kostprobe versteht sich.

Des Weiteren standen einige etwas extremere Freizeitaktivitäten an, wie z.B. Wildwasserrafting auf dem Fluss „Los Pescados“ in Veracruz oder Fallschirmspringen in Cuernavaca. Im freien Fall von 4000m Höhe war es echt ein Wahnsinnsgefühl etwa 30 Sekunden lang mit 200 km/h Richtung Boden zu stürzen ehe sich der Fallschirm öffnete und man langsam auf die Landezone zuschwebte.

Ende Juli 2008 hatte ich noch schnell die letzten Dinge an der TU Darmstadt, wo ich Wirtschaftsinformatik studiere, für dieses Semester zu Ende gebracht, bevor mein Praktikum bei Deloitte Consulting im August begann. Vor meinem Abflug nach Johannesburg nahm ich noch an den dreitägigen Einführungstagen für alle zu diesem Zeitpunkt anfangenden Praktikanten und Festeinsteiger teil, um alles rund um Deloitte, die Arbeitsweise und das Administrative zu erfahren – und nebenbei viele neue Kollegen kennen zu lernen. Nach den Einführungstagen verbrachte ich noch zwei Tage im Frankfurter Büro von Deloitte, um mich mit der Dokumentation des laufenden Projekts in Johannesburg vertraut zu machen. Am darauf folgenden Wochenende ging es bereits ins Flugzeug, um elf Stunden später in Südafrika aufzuwachen.

Als Praktikant in der Abteilung CFO-Services unterstützte ich, bei einem der größten Konzerne Südafrikas, ein Finance-Transformation-Projekt. Ich kam pünktlich zum Beginn eines neuen Teilprojekts, so dass ich am dreitägigen Training hierfür teilnehmen und so gleich die Mitglieder meines Teilprojektes, welche bunt gemischt von einer technischen Beratung, dem Kunden und von Deloitte kamen, kennen lernen konnte. Meine Aufgabe bestand aus Schnittstellenarbeit zwischen Teilprojekt und übergeordnetem Projekt und so berichtete ich der Projektleitung regelmäßig über den Fortschritt. Ferner kümmerte ich mich innerhalb meines Projekts um die Analyse der Umsetzbarkeit des Konzepts zur Einführung eines neuen Abrechnungsprozesses zwischen den Konzerngesellschaften.

Stipendium ein Praktikum in Johannesburg – MLP Programm für Auslandspraktikumsplätze

Stipendium für ein Praktikum in Johannesburg – MLP Programm für Auslandspraktikumsplätze

Bereits vor Ankunft in Südafrika nahmen die deutschen Kollegen vor Ort mit mir Kontakt auf, um das bevorstehende Wochenende zu planen. Ein Ausflug in die Nähe des Kruger National Parks, in ein so genanntes Private Game Reserve, stand an, bei dem ich das Glück hatte, gleich an meinem ersten Wochenende vier der „Big Five“ (Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe, Leopard) zu sehen – selten sehe man gleich so viele an einem Tag, sagte man mir. Der Rückweg nach Johannesburg führte uns an weiteren Sehenswürdigkeiten wie God’s Window und dem Blyde River Canyon vorbei. Ein weiterer Höhepunkt meines Aufenthaltes war sicherlich auch das Wochenende in und um Kapstadt mit Cape Point und dem Kap der Guten Hoffnung, der V&A Waterfront und dem Tafelberg.

Praktikum New York – Join the best Stipendium eine Initiative von MLP

Praktikum New York – Join the best Stipendium eine Initiative von MLP

Ich habe in meiner Zeit hier nur nette und aufgeschlossene Menschen kennen gelernt. Amerikaner sind wahnsinnig freundlich und offen. Ich hab sämtliche Vorurteile, die ich jemals hatte, abgelegt. Ich hatte das große Glück, dass zwei junge Damen, im genau gleichen Alter wie ich, am selben Tag mit mir in der HR Abteilung angefangen haben. Natürlich waren wir von Anfang an ständig zusammen. Wir haben zum Beispiel zusammen an einem 5km-Lauf teilgenommen, an dem sich auch viele andere Arbeitskollegen beteiligt haben. Obwohl keine von uns eine wirkliche Läuferin ist, hatten wir jede Menge Spaß!

Stipendium für ein Auslandspraktikum in New York – Join the best – Eine Initiative von MLP

Stipendium für ein Auslandspraktikum in New York – Join the best – Eine Initiative von MLP

Was die Arbeit bei Evonik anbelangt: Meine Supervisorin hatte sich im Voraus sehr viele Gedanken gemacht, was ich in diesen 6 Monaten alles lernen soll. Leider wurde sie an dem Tag als ich ankam schwer krank und war die ersten zwei Monate meiner Zeit nicht auf der Arbeit. Der bereits zuvor erwähnte Vice President hat sich daher um mich gekümmert. Ich habe von vorne herein mehrere Projekte und Aufgaben bekommen, die sich über den gesamten Zeitraum erstreckt haben und an denen ich größtenteils selbstständig gearbeitet habe. Außerdem habe ich jeden Monat in einer anderen Abteilung verbracht. Dort gab es dann jedes Mal weitere, zum größten Teil sehr interessante, Aufgaben. Ich durfte auch bei den Vorbereitungen zu einem großen Meeting mithelfen und daran teilnehmen, was natürlich eine tolle Erfahrung war. Zudem wurde mir ermöglicht an zwei Schulungen teilzunehmen, und am Ende meiner Zeit habe ich selbst andere Mitarbeiter bezüglich einer Software geschult, mit der ich die ganze Zeit über gearbeitet habe.

Während meines Praktikums war in Sydney Winter. Die Temperaturen schwankten zwischen 6 Grad (nachts) und 15 Grad (tagsüber). Trotz dieser nicht optimalen Jahreszeit habe ich Sydney als eine tolle und in vielerlei Hinsicht atemberaubende Stadt erlebt. Das Highlight des ersten Wochenendes war das Nachtleben in Sydney mit meinen neuen Mitbewohnern. Wir tanzten bis in die frühen Morgenstunden in Darling Harbour. Es war herrlich durch die Fenster der Bar die Skyline von Sydney zu bewundern!

An einem weiteren Wochenende habe ich mit einigen neuen Freunden die Blue Mountains besucht. Diese gehören zum UNESCO-Weltnaturerbe und haben ihren Namen von den hier wachsenden Eukalyptus-Bäumen, deren feiner Nebel für einen blauen Schimmer über den Bergen sorgt – ein fantastischer Anblick! An den anderen Wochenenden unternahm ich ausgiebige Strandspaziergänge, besuchte das Sydney Aquarium und die Sydney Wildlife World.

Dass ich in Australien Verwandte habe, wurde mir immer wieder erzählt, ich kannte sie jedoch nicht persönlich. Daher habe ich mich sehr gefreut, sie endlich kennen zu lernen – über 20 neugierige Gesichter empfingen mich sehr herzlich mit einem australischen Barbecue, zu dem sie sogar Freunde und Nachbarn eingeladen hatten.

Doubleday ist ein Tochterunternehmen von Bertelsmann und vertreibt über seine Buch- und Musikclubs in Australien und Neuseeland Bücher, CDs, DVDs und Computerspiele. Die Firma sitzt im Vorort Lane Cove und ist eine halbstündige Busfahrt vom Stadtzentrum entfernt. Auf dem Weg zur Arbeit fuhr ich jeden Morgen über die Harbour Bridge und genoss dabei den fantastischen Ausblick auf das Opera House und die Skyline von Sydney.

Während meines Praktikums erhielt ich vielfältige interessante Einblicke in das Business von Doubleday. Ich arbeitete in der Marketingabteilung, insbesondere im Bereich Online-Marketing. Das von mir eigenständig durchgeführte Projekt über die Benutzerfreundlichkeit der Webseite von Doubleday führte zu wesentlich erweiterten Erkenntnissen über das Nutzungsverhalten der Kunden. Darauf basierend konnte ich mehrere Verbesserungsvorschläge unterbreiten, von denen einige bereits umgesetzt wurden.

Gemeinsam mit meinen Kollegen aus dem Online-Marketing habe ich außerdem mit Webseite-Updates dafür gesorgt, dass unsere Kunden 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche bequem online einkaufen können und dabei immer die neuesten und attraktivsten Produkte zu Gesicht bekommen. Auch haben wir umfangreiche E-Mail-Kampagnen geplant und durchgeführt – die hierdurch erzielten Verkaufserfolge haben uns alle sehr erfreut! Des Weiteren planten wir zusammen mit dem IT-Team Neuentwicklungen der Webseite.

Dass Australien ein Einwanderungsland ist, bemerkte ich auch an meinen Kollegen: Sie kamen aus den unterschiedlichsten Kulturkreisen, z.B. aus China, Indien, Südafrika, England und Deutschland.

Nach ausgedehnten Abschiedsfeiern, die mir kaum Zeit zum Packen ließen, flog ich nun um 14:00 MEZ Richtung Shanghai ab. Glücklicherweise hatte ich einen Direktflug; im Flugzeug zu schlafen gelang mir leider trotz immensen Schlafmangels nicht. So kam ich relativ müde um 7:00 Uhr Beijing-Zeit in Shanghai an. Da dies mein erster Asien-Aufenthalt ist, wusste ich nicht recht, was mich erwartet.

Die Eckdaten klingen recht eindrucksvoll: 18,4 Millionen Einwohner im Verwaltungsgebiet und innerhalb von 25 Jahren ca. Zehntausend neu gebaute Hochhäuser lassen erahnen, dass diese Stadt sicher ein klein wenig größer ist als meine Universitätsstadt Darmstadt. Ein Fahrer unserer Firma holte mich am Flughafen ab. Wohin es nun gehen sollte, war mir unklar, da der Fahrer leider abgesehen von „ByeBye“ und „Hello“ kein Englisch sprach. Sein Englisch war somit aber immer noch besser als mein Chinesisch. So fuhren wir zwei nun gemeinsam durch Shanghai und kommunizierten per Nicken, Kopfschütteln und Handzeichen. Zu diesem Zeitpunkt nahm ich mir vor, mir so schnell wie möglich zumindest grundlegende Chinesisch-Kenntnisse anzueignen.

Praktikumsbericht Shanghai - Join the best Stipendienprogramm eine Initiative von MLP

Praktikumsbericht Shanghai - Join the best Stipendienprogramm eine Initiative von MLP

Meine Müdigkeit verflog recht schnell, da sich die Umgebung, die ich hier zu sehen bekam, deutlich von sämtlichen westeuropäischen Städten unterschied, die ich bisher kennen gelernt habe. Die abenteuerlichen Fahrzeuge, die hier auf Shanghais Straßen unterwegs sind, brachten mich bisweilen zum Schmunzeln. Vor allem Lastkraftwagen sind hier interessant anzuschauen. Abgesehen von ihrer absolut miesen Verkehrssicherheit durch Rost, schlechte Bremsen oder mit Beton ausgegossenen Reifen, erstaunt die Ladung dieser Gefährte an sich, und vor allem ihre Sicherung, mich auch nach 3 Monaten noch.

Nachdem der Fahrer in einen Compound einbog, war nun auch mir klar, dass wir zunächst zu meiner Behausung für die nächsten 5 Monate fuhren. Dort wurde ich von einer chinesischen Mitarbeiterin von HGES freundlich auf Deutsch begrüßt und sie brachte mich zunächst in die neue Wohnung. Die Wohnung wurde von Heidelberger Druckmaschinen für mich gemietet, sodass ich mich im Vorfeld nicht auf Wohnungssuche in Shanghai begeben musste.

Nachdem ich mein Gepäck hier abgeladen hatte, fuhren wir gemeinsam in die Firma, welche ungefähr 40 Minuten Fahrt von der Wohnung entfernt ist. Dort angekommen wurde ich zunächst von Klaus Volkwein, Meister der PM52 Montage in Qingpu, freundlich begrüßt und er unternahm eine kleine Werksbesichtigung mit mir. Nachdem ich ihn mit Fragen torpediert hatte und meinen Arbeitsplatz im Büro bekommen hatte, stellte er mich den Mitarbeitern und meinem Vorgesetzten für die nächste Zeit vor. Das Betriebsklima hier fand ich gleich von Beginn an sehr positiv. Nach nun knapp 40 Stunden ohne Schlaf fuhren wir dann mit dem Shuttle zurück zu unserem Compound. Nach einer schnellen Dusche gingen wir anschließend alle gemeinsam Essen und mir wurde schnell klar, dass während meines 5-monatigen Aufenthalts sicher keine Langeweile aufkommen würde. Ich bekam zunächst bei sehr gutem Essen und Tsingtao Bier eine Einführung in Taxi-Kommunikation, sowie Preisverhandlungen auf Märkten.

Die Woche verging wie im Flug. Die Freizeit verbrachte ich hauptsächlich mit Kollegen beim Essen oder Einkaufen. Die Auswahl an ungewöhnlichem Essen, selbst im französischen Carrefour, ist durchaus eindrucksvoll. Von Schildkröten über Seeschlangen bis hin zu Entenköpfen gibt es auch hier alles, was das chinesische Herz begehrt. Nachdem ich samstags mit Denis Kuhn, ebenfalls ein MLP-Stipendiat in Shanghai, telefoniert hatte, trafen wir uns bei ihm Zuhause um anschließend auszugehen. Das Nachtleben in Shanghai sucht seinesgleichen. Sämtliche musikalischen Vorlieben werden bedient und man lernt sehr häufig neue Leute aus der ganzen Welt kennen.

Praktikum Shanghai - MLP Programm Join the best

Praktikum Shanghai - MLP Programm Join the best

Beim Tennisspielen sonntags lernte ich dann direkt die Kehrseite des Shanghai-Wetters kennen. Der körperliche Anspruch bei 35 Grad Temperatur und über 80% Luftfeuchte ist relativ hoch. Während meines ersten Monats in Shanghai ( Juni ) war hier Regenzeit und einige Schauer waren mit keinem Regen, den ich in Deutschland erlebt hatte, zu vergleichen. Das zeigte sich auch auf den Straßen, die zum Teil bis zu 40 cm unter Wasser standen. Nachteilig an der Regenzeit ist auch, dass man während dieser Zeit die Sonne fast überhaupt nicht zu Gesicht bekommt, denn über der Stadt liegt eine Glocke aus Smog, die sich partout nicht wegbewegt. Nach der Pflaumenregenzeit änderte sich das glücklicherweise wieder.

Auslandsstipendium Shanghai – MLP Programm Join the best

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Ich lernte die Stadt Shanghai nun von allen Seiten kennen: Das beginnt am Bund, wo man die eindrucksvolle Skyline Shanghais bestaunen kann und endet im Armenviertel nahe des Yu Yuan Gardens, wo man einen Eindruck davon bekommt, wie ein Großteil der Chinesen lebt und man wieder realisiert, dass man sich in einem Schwellenland befindet. Die sozialen Unterschiede könnten kaum extremer sein. Bei nächtlichen Streifzügen sieht man in meinem Viertel zum Teil Frauen mit Kindern auf dem Gehweg schlafen, während teure deutsche Autos vorbeifahren. Während man die haarsträubenden Konstruktionen der Behausungen im Armenviertel direkt vor sich hat und sich fragt, ob diese Häuser den nächsten Taifun überstehen, reiht sich im Hintergrund Hochhaus an Hochhaus.

Die nächsten zwei Wochen meines Praktikums waren stark geprägt von den Aufgabenfeldern der Standortanalyse und der Marktrecherche, den ersten beiden Phasen des Projektentwicklungsprozesses. Zu Beginn führte ich eine Marktrecherche zu Hotelimmobilien in Prag durch. Hierbei war es das Ziel, den Hotelmarkt in Prag hinsichtlich Angebot und Nachfrage sowie Vorteilen, Nachteilen, Chancen und Risiken einzuschätzen.

Stipendium für Tschechien – MLP AG

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Im Weiteren haben wir, ein weiterer deutscher Praktikant und ich, eine Standortanalyse und Marktrecherche für ein weiteres Logistikprojekt durchgeführt. Ziel war es hierbei, einen vollständigen Investmentantrag zu erstellen. Solch ein Investmentantrag beinhaltet unter anderem die Entscheidungsvorlage, die Wirtschaftlichkeitsanalyse, die Bebauungsstudie und eine Marktanalyse. Hiermit waren wir dann auch eine ganze Weile beschäftigt, wobei diese Aufgabe sehr interessant war. Theoretisch hatte ich genau das schon einmal in der Uni durchgespielt, jetzt konnte ich nun mein Wissen auch mal in der Praxis anwenden. Ich kann dazu nur sagen, dass die Theorie und die Praxis hierbei teilweise weit auseinander liegen. Diese Aufgabe hat unheimlich viel Spaß gemacht und die Zeit ist nur so verflogen.

Die Freizeitangebote in Shanghai sind reichlich und das niedrige Preisniveau verstärkt natürlich die Attraktivität dieses Angebots. Man kann es sich leisten jeden Tag essen zu gehen, was ich meistens auch nutzte. Die chinesische Küche ist sehr vielfältig und es gibt viel zu entdecken.

In Shanghai leben Westler und Chinesen leider „separierter“ als anderswo in China. Mit ein bisschen Mühe, war mir es allerdings durchaus möglich – neben den leicht zu machenden Expatriate-Freundschaften – auch viele Chinesen kennen zu lernen. Die nach europäischen Standards vergleichsweise schlechten Englischkenntnisse der meisten Chinesen grenzen die Kommunikationsmöglichkeiten – sofern man wie ich nicht Chinesisch spricht – jedoch stark ein. Wenn man allerdings versucht Chinesisch zu sprechen – und innerhalb von drei Monaten lassen sich ein paar grundlegende Sätze, Floskeln etc. erlernen – freuen Chinesen sich sehr darüber. Insgesamt habe ich Chinesen meist als sehr gastfreundlich und offen erlebt.
Vor allem aber war der Kontakt mit meinem Chef Yang Shaoming im professionellen aber auch persönlichen Sinne eine große Bereicherung für mich. Seine konstante Unterstützung aber auch die spaßigen Deutschunterrichtstunden und Abendessen werden mir immer in positiver Erinnerung bleiben.

Auslandspraktikumsplatz in Shanghai

Auslandspraktikumsplatz in Shanghai

Im zweiten Monat hatte ich die Möglichkeit mir zwei Wochen frei zu nehmen, um zusammen mit meiner Freundin, die mich besuchen kam, ein wenig durch Ostchina zu reisen. So erkundeten wir zunächst Shanghai. Shanghai dürfte wohl eher als eine Stadt der Geschäfte, denn als eine Stadt der Kultur zu beschreiben sein. Nichtsdestotrotz gibt es aufregende Seiten dieser rapide wachsenden Metropole zu entdecken. Danach machten wir uns auf den Weg um die Städte in der Nähe Shanghais zu ergründen. Wir fuhren erst nach Suzhou, eine Stadt, die in China vor allem wegen seiner zahlreichen schönen Gärten und kleinen Wasserstraßen bekannt ist. Die kontemplative Ruhe (die man dort, laut chinesischen Bekunden, wie einst die höheren Mandarine des Kaiserreichs finden soll) bleibt angesichts der 6 Millionen Einwohner allerdings meist aus. Obwohl auch nicht kleiner, ist dies schon eher in Hangzhou möglich (6,6 Millionen Einwohner). Hier grenzen viele schöne Seen – deren Umgebung reich an Kultur, Mythologie und Geschichte ist – direkt an das Stadtgebiet und man kann hier eine andere, entspannende aber nicht minder aufregende Seite Chinas entdecken.

Stipendienprogramm der MLP Finanzdienstleistungen AG

Stipendienprogramm der MLP Finanzdienstleistungen AG

Danach fuhren wir mit dem Bus nach Huang Shan, den wohl berühmtesten Bergen Chinas. Trotz vieler chinesischer Touristengruppen, die von hyperaktiven Reiseführern mit Megaphonen angeführt werden, bleibt der Anblick der Berge wirklich atemberaubend – gerade in den etwas abgelegenen Teilen des Parks. Nach dem Durchwandern des gesamten Parks waren wir glücklich und zufrieden, auch wenn unsere Beine in den nächsten drei Tagen zum Laufen kaum mehr zu gebrauchen waren.

Stipendienbericht China  – Stipendienprogramm der MLP Finanzdienstleistungen AG für Auslandspraktika

Stipendienbericht China – Stipendienprogramm der MLP Finanzdienstleistungen AG für Auslandspraktika

Unsere letzte Station war schließlich Peking. Nach einer sehr angenehmen Fahrt in einem der komfortablen Schlafwagen der chinesischen Eisenbahn, gelangten wir nach Peking, um dort die Chinesische Mauer zu erklimmen, die verbotene Stadt zu durchwandern, Peking Ente zu essen und vieles mehr zu entdecken.

Insgesamt waren es drei aufregende Monate in Chinas Wirtschaftsmetropole. Die Erfahrungen, die man in einem Land macht, das einerseits eine so starke ökonomische Dynamik an den Tag legt, andererseits aber von unserer Kultur so deutlich verschieden ist, sind einzigartig. Die Herausforderungen und Erfahrungen inner- und außerhalb meines Praktikums möchte ich auf keinen Fall missen. Ich bedanke mich daher an dieser Stelle noch mal ausdrücklich bei MLP, dem Team von jointhebest, bei Ekkehard Rathgeber und besonders bei Yang Shaoming für die konstante Unterstützung, die diese tolle Erfahrung möglich gemacht haben.

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