Praktikum in Istanbul – Stipendienprogramm von MLP
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Anfangs war ich vom Wetter leider enttäuscht. Nach dem Skiurlaub habe ich mich auf sommerliche Temperaturen gefreut, doch das Thermometer ist nur selten über 15 Grad geklettert und es hat fast täglich geregnet. Auch als die ersten sommerlichen Tage in Deutschland verkündet wurden, musste ich noch mit Wintermantel durch die Stadt laufen. Glücklicherweise hat sich die Situation ab Ende Mai geändert und ich konnte mehr als zwei Monate voller Sonnenschein und Temperaturen von weit mehr als 30 Grad genießen. Trotz der anfänglichen kleinen Enttäuschung habe ich die Zeit in Istanbul sehr genießen können. Istanbul ist eine der vielfältigsten und eindruckvollsten Städte, in denen ich bisher gelebt habe. Dort verschmelzen westliche Elemente mit orientalischen Kultureinflüssen. Die Offenheit der Menschen hat es auch sehr einfach gemacht, direkten Kontakt zu Einheimischen zu bekommen.
Durch seine vielfältige Geschichte bietet Istanbul sehr viele Sehenswürdigkeiten. Zum Beispiel habe ich mir im ältesten Stadtteil, Sultanahmed, durch Besichtigungen der Hagia Sophia, des Topkapı-Palasts, der Blauen Moschee, des großen Basars, sowie vieler anderer Bauwerke Einblicke in die vielfältige Geschichte dieser Stadt verschaffen können.

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In Istanbul pulsiert das Leben. Daher war es recht schwer, einen Platz zu finden, an dem Ruhe herrschte. Um dennoch etwas zu entspannen und der Hektik zu entfliehen, habe ich Ausflüge auf die Prinzeninseln im Marmarameer unternommen. Da die Inseln weitestgehend autofrei sind, konnte man dort sogar Ruhe genießen. An warmen Sommertagen haben sich auch Ausflüge an die vielen Strände, an der Schwarzmeerküste im Norden Istanbuls, gelohnt. Eine andere, etwas einfachere, Möglichkeit zur Entspannung war bei einem Çay, dem typischen türkischen Tee, am Bosporusufer Backgammon zu spielen, oder einfach nur den Schiffen auf dem Bosporus hinterher zu schauen.
Während meiner Zeit in Istanbul habe ich auch das Nachtleben der Stadt genießen können. Die Einwohner sind ein sehr feierfreudiges Volk, was sich in der Vielfalt der Bars und Clubs widerspiegelt. Vor allem am Wochenende sind im Viertel Beyoğlu fast mehr Menschen unterwegs als zu anderen Tageszeiten. So ist es mir häufiger passiert, dass ich erst zum Ruf des Muezzins, der zum Morgengebet erinnerte, nachhause gelaufen bin.