Join the best Blog Eine Initiative von MLP

Nach zwei Wochen in Prag kann ich behaupten, mich richtig gut eingelebt zu haben. Die Stadt ist im Vergleich zu Berlin sehr übersichtlich und bereits sehr stark an den westeuropäischen Standard angeglichen. Sprachliche Barrieren sind nur teilweise vorhanden. Größtenteils kommt man hier in Prag mit englisch und deutsch ganz gut über die Runden und falls das dann doch nicht ausreichen sollte, ist eine Konversation mit „Händen und Füßen“ und meinem „Ponds Last Minute Tschechisch“ auch sehr gut möglich.

Im zweiten Viertel meiner Praktikumszeit habe ich fast ausschließlich an dem Logistikprojekt Dobroviz gearbeitet. Auch hier wurde, vergleichbar zu Kavci Hory, eine Kaufpreisverbesserung vereinbart. Jedoch war diese bei weitem umfangreicher und komplizierter, was mich stellenweise an die Grenzen meines Excelwissens stoßen ließ. Am Ende hatte ich jedoch ein fehlerfrei funktionierendes Kalkulationstool erstellt, das zu meiner Freude mit großer Dankbarkeit vom zuständigen Projektentwickler angenommen wurde.

Auslandsstipendium Prag – Programm der MLP Finanzdienstleistungen AG für Auslandspraktika

Auslandsstipendium Prag – Programm der MLP Finanzdienstleistungen AG für Auslandspraktika

Das Highlight in meiner 4. Arbeitswoche war jedoch die Grundsteinlegung des Projekts Trianon. Es war ein wunderschön sonniger Tag und die Organisation der Veranstaltung war sehr gut. Nach dem „offiziellen Teil“ ging es dann ans reichliche Buffet. Im Anschluss an die Veranstaltung sind wir dann noch zu einem potentiellen Grundstück für eine zukünftige Projektentwicklung zur Besichtigung gefahren. Das war ganz besonders interessant, weil mir die Projektentwickler sehr genau erklärt haben, worauf es bei der Standortwahl ankommt und auf was man im Besonderen achten sollte.

Zum Ende meines ersten Praktikumsmonats muss ich feststellen, dass die Zeit wie im Fluge vergangen war. Bereits in diesem ersten Monat habe ich einen sehr umfangreichen Einblick in die Arbeit von Projektentwicklern bekommen und viel gesehen. Mal sehen, was die nächsten Wochen so bringen.

Für mich völlig unerwartet bekam ich im Januar 2008 das Stipendium bei Baker & McKenzie. Ein gutes halbes Jahr später, im August, saß ich in meinem Flieger nach Washington, D.C. Am Flughafen wurde ich von meinen Mitbewohnern Irina und MJ abgeholt. Dann ging es auch schon gleich in mein neues Heim, für die nächsten 8 Wochen, nach Alexandria. Das Haus, in dem ich ein Zimmer hatte, war gerade erst neu errichtet und meine Mitbewohner sind erst eine Woche vor mir eingezogen. Wie vieles in den USA – vom Kochkurs bis zu Immobilien – habe ich mein neues Heim bei craigslist im Internet gefunden.

Am nächsten Morgen erwischte mich der Jetlag: Um 5 Uhr morgens an einem Sonntag saß ich senkrecht im Bett und konnte nicht wieder einschlafen. Zum Glück hatten meine Mitbewohner mit mir eine Tour durch D.C. geplant, die wir dann etwas eher starten konnten. Im klimatisierten Auto ging es von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit. Bei über 30°C war diese amerikanische SUV hop-on hop-off Variante des Sightseeings ganz angenehm.

Am nächsten Tag begann mein Praktikum bei Baker & McKenzie. Zusammen mit drei Anwälten, die in der Woche ebenfalls neu im Office in D.C. anfingen, bekam ich eine zweitägige Einführungs- und Orientierungsveranstaltung. Unbeschreiblich war der Blick aus dem Konferenzraum, in dem wir für zwei Tage waren: Das Gebäude von Baker & McKenzie lag direkt gegenüber vom Weißen Haus und von der 12. Etage aus hatte man einen unbeschreiblichen Ausblick über das Weiße Haus, das Washington Monument und die, sie umgebende, Mall.

…Jennifer Lippincott-Schwartz, PhD (NIH / NICHD / CBMB) & Dr. Matthias Weiss (DKFZ): für die freundliche Aufnahme in die Arbeitsgruppen, die Überlassung von spannenden Projekten und für wertvolle Diskussionen.

…Die Mitarbeiter des MLP Join-the-best-Teams für das Praktikum, die schnelle Bearbeitung von „Papierkram“, die Vermittlung des Heidelberger Zimmers und für die restlichen Annehmlichkeiten des Join-the-best-Netzwerkes.

…Dr. Markus Elsner und der Arbeitsgruppe des JLS-Labs (insbesondere Jennifer Chua, PhD) für die erstklassige Betreuung, Entertainment & Sweets.

…Clauda Kalla und der Gruppe der Arbeitsgruppe Dr. M. Weiss für die ausgezeichnete Betreuung, lustige Stunden am Neckar und die Einführung ins Kurpfälzisch.

…Frau G. Schüssler und Ms. C. Koch für die Bereitstellung der Zimmer in Heidelberg und Bethesda und die Fürsorge in allen Lebenslagen.

Carsten Kramer hat ein Stipendeium für ein Auslandspraktikum bei der Helmholtz-Gemeinschaft in Washingtonr über das internationale Praktikumsprogramm Join the best von MLP bekommen. Im Jahr 2005 wurde dieses Programm von MLP ins Leben gerufen, um Studenten bei der Vorbereitung auf das Berufsleben zu unterstützen.

Auslandspraktikum in Mexiko – Stipendienprogramm von MLP

Auslandspraktikum in Mexiko – Stipendienprogramm von MLP

Ab Mai belegte ich einen von T-Systems subventionierten Spanischkurs und verbesserte so im Laufe meines Aufenthaltes meine Spanischkenntnisse erheblich, so dass ich nach und nach sowohl im Privaten als auch auf der Arbeit von Englisch auf Spanisch wechselte, wenn gleich natürlich immer noch nicht fehlerfrei. Ab Juli nahm ich am T-Systems internen Fußballturnier teil, für das jede Abteilung eine Mannschaft ins Feld schickte, so dass unsere Liga letztendlich zwölf Teams umfasste. Leider schied meine Mannschaft im Viertelfinale aus.

Da sich Puebla recht zentral in Mexiko befindet, bietet sich der große Vorteil, dass im Umkreis weniger Autostunden zahlreiche sehenswerte Ziele und Städte liegen, die man während eines Wochenendes ansteuern kann. Das Spektrum der Möglichkeiten ist gewaltig und reicht von Vulkanwanderungen auf dem „La Malinche“ über einen Kulturtrip nach Mexikostadt mit seinem einmaligen anthropologischen Museum oder den Resten der Aztekenhauptstadt Tenochtitlán bis hin zu einem Kurzurlaub am Strand von Acapulco. Dementsprechend nutzte ich den Großteil meiner Freizeit zum Reisen. Besonders beeindruckend für mich war die Ruinenstätte Teotihuacán mit ihren gewaltigen Mond- und Sonnenpyramiden. Dort lebten zu ihrer Blütezeit um das Jahr 500 herum bis zu 200.000 Menschen, womit Teotihuacán die größte Metropole des amerikanischen Kontinents war. So kam während meines gesamten Aufenthaltes nicht einmal Langeweile auf.

Etwas enttäuscht allerdings war ich vom mexikanischen Wetter. Nachdem ich mit Erwartungen angereist war, ein halbes Jahr Sonnenschein genießen zu können, wurde ich recht schnell eines Besseren belehrt. Im Mai begann nämlich die Regenzeit in Puebla, was bedeutete, dass ich fast täglich, wenn ich gegen 18 Uhr mein Büro verließ, von einem monsunartigen Regen begrüßt wurde. Da das mexikanische Kanalsystem nicht unbedingt zu den leistungsstärksten der Welt gehört, hatte dies zur Folge, dass binnen weniger Minuten zahlreiche Straßen überflutet waren und speziell Unterführungen nicht mehr passierbar waren.

Irland erkunden

Stipendium für Belfast – MLP Programm für Auslandspraktikumsplätze

Stipendium für Belfast – MLP Programm für Auslandspraktikumsplätze

Die Zeit verging schnell und so waren auch schon nach einigen Wochenendausflügen nach Schottland, zu den Giants Causeway im nordirischen Norden und Besuchen von Familie sowie Freunden meine 6 Monate fast schon wieder vorbei. Da mein Arbeitsvertrag mir glücklicherweise noch einige Tage Urlaub gestattete, nahm ich die Chance Mitte September wahr, um mit meiner Mitbewohnerin das eigentliche Irland etwas zu erkunden. Ungewöhnlich für die irischen Wetterverhältnisse hatten wir eine Woche traumhaften warmen Sonnenschein und konnten so den Westen Irlands mit seinen schroffen und ständig wechselnden Küstenformationen genießen. Über Galway weiter nach Süden konnten wir die ursprüngliche und traditionsreiche irische Kultur auf ganz andere Art als in den pulsierenden Großstädten Dublin und Belfast erleben.

In den letzten Tagen bei SAP hatte ich noch Zeit meinen großen Beleg zu schreiben und einen neuen Student der zufälligerweise auch aus Dresden kam in meine Arbeit einzuweisen. Am 15. Oktober hieß es dann Abschied nehmen von den vielen netten Kollegen, neuen Freunden und einer Insel mit einer ganz eigenen und rauen Art.

Das Praktikum verging so schnell, dass man erst hinterher realisiert was man alles erlebt hat. Die Zeit war für mich eine tolle Erfahrung neben meinem theoretischen Studium viel praktische Programmier- und Forschungsarbeit zu erlernen. Besonders das Arbeiten in so kleinen Teams und die professionelle und gute Organisation von Seiten SAP aus hat mich sehr begeistert. Auch wenn der nordirische Dialekt gewöhnungsbedürftig ist, so habe ich sprachlich und vor allem auch kulturell viel Neues lernen können. Ich danke allen, die mir diese tolle und eindrückliche Zeit ermöglicht haben.

Praktikum in den USA - MLP Programm für internationale Praktika

Praktikum in den USA - MLP Programm für internationale Praktika

Und so ging es dann auch ständig weiter. Nahezu jedes Wochenende war mit tollen Aktivitäten verplant. Natürlich war die Jahreszeit dazu auch ideal. Meine Arbeitskollegen haben nach wenigen Wochen bereits angefangen davon zu sprechen, dass ich in der Zeit, die ich im Land bin, mehr unternehme als viele von ihnen, die ihr Leben dort verbracht haben.

Das Highlight aus meiner Sicht war natürlich New York City! Die Stadt ist einfach atemberaubend! Obwohl ich kaum mal woanders war als südlich vom Central Park gibt es dort so viel zu erleben und zu bestaunen, dass 6 Monate dafür eigentlich nicht ausreichen. Ich habe dort natürlich soviel Zeit verbracht wie es nur möglich war. Und mit allen Freunden, die mich während der Zeit besucht haben, bin ich natürlich dort hingefahren. Anfangs wurde ich von anderen geführt und man hat mir die tollen Sachen gezeigt, am Ende war ich es, die anderen die Sehenswürdigkeiten zeigen konnte!

Ich hatte sogar das große Glück ein Bon Jovi Konzert im Madison Square Garden miterleben zu dürfen. Es war bombastisch! Eine Arbeitskollegin hat mir dann auch noch Karten für ein Rod Stewart Konzert geschenkt und obwohl ich zuvor kein wirklicher Fan war, war das Konzert spitze!

Mein erster Arbeitstag stand ganz im Zeichen des kennen lernens der Niederlassung, der Mitarbeiter und der Projekte der Hochtief Projektentwicklung Prag. Die Hochtief Projektentwicklung Prag gliedert sich in den Unternehmensbereich Hochtief Development der Hochtief Gruppe ein. Hierbei ist sie eine von 13 in Deutschland und Osteuropa angesiedelten Niederlassungen. Hochtief Projektentwicklung entwickelt, realisiert und vermarktet europaweit Immobilienprojekte, wobei der Schwerpunkt auf der Innenstadtentwicklung in den Bereichen Büro-, Hotel-, Einzelhandel- und Logistikimmobilien liegt.

Auslandsstipendium Prag – Stipendienprogramm von MLP

Auslandsstipendium Prag – Stipendienprogramm von MLP

Die Niederlassung in Prag hat rund 20 Mitarbeiter. Hierbei kann man die Aufgaben grob in zwei Bereiche teilen, die Projektentwicklung und das Projektmanagement, wobei die Übergänge fließend sind. Ich assistierte während meiner Praktikumszeit dem Niederlassungsleiter, Herrn Noack. So erhielt ich die Möglichkeit, einen Gesamtüberblick über die Tätigkeiten der Niederlassung zu erhalten, was mich überaus freute. Der größte Teil meiner Tätigkeiten konzentrierte sich jedoch auf die Projektentwicklung, worüber ich sehr froh war, da die Projektentwicklung ein Spezialgebiet meines Studiums ist und ich nun endlich die Möglichkeit erhielt, die Projektentwicklung „live“ kennen zu lernen.

Während meiner Praktikumszeit waren vor allem drei Großprojekte auf der Tagesordnung. Das Projekt Kavci Hory und das Projekt Trianon sind Bürogebäude und das Projekt Dobroviz „Cargoport“ ist ein Logistikpark.

Meine erste Aufgabe während meines Praktikums war die Erstellung einer Präsentation für Herrn Noack, in der sich die Hochtief Projektentwicklung Prag dem Unternehmensbereich Hochtief Facility Management vorstellen sollte. Schwerpunkt dieser Präsentation sollte die Darstellung der Schnittstelle zwischen den einzelnen Unternehmensbereichen der Hochtief Gruppe sein sowie der Möglichkeiten der Zusammenarbeit. Diese Aufgabe war perfekt für meinen Einstieg in die Projektarbeit geeignet. Durch die Recherchearbeit als Grundlage der Erstellung der Präsentation hatte ich die Möglichkeit, die Struktur der Hochtief Gruppe, die einzelnen Unternehmensbereiche und die Projektentwicklung im Speziellen kennen zu lernen. Weiterhin konnte ich mich intensiv mit den aktuellen Projekten beschäftigen und die jeweiligen Projektstrukturen beleuchten. Da die Projekte in Zusammenarbeit mit dem Unternehmensbereich Hochtief Construction entstehen, konnte ich die Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Unternehmensbereichen direkt am Projekt beobachten. Hierbei war mein früheres Praktikum bei Hochtief Construction in Berlin von Vorteil, bei dem ich die Projektarbeit aus der entgegen gesetzten Perspektive kennen gelernt hatte. Einen Großteil der Informationen wurde mir von meinen Kollegen bereitgestellt, die mir auch alle Fragen beantworten konnten. So habe ich auch gleich die ersten meiner Kollegen besser kennen lernen können.

Meine nächste Aufgabe ging dann schon sehr ins Detail. In den Verträgen des Projektes Kavci Hory wurde mit dem Investor eine sog. Kaufpreisverbesserung vereinbart. Meine Aufgabe war nun, ein Excel-Tool zu erstellen, das die Projektentwickler bei ihren Verhandlungen mit den Mietern unterstützen soll, indem bei Angabe von Mietpreis, Mietdauer und Mietfläche die Kaufpreisbesserung errechnet wird. Im ersten Schritt habe ich mir die umfangreichen Vertragsunterlagen durchgelesen und die maßgeblichen Vertragsinhalte für mich zusammengefasst, damit ich darauf aufbauend die Kalkulation erstellen konnte.

Den Abschluss meiner 2. Arbeitswoche bildete eine Recherche und Wirtschaftlichkeitsanalyse zum Thema erneuerbare Energien. Wir wollten hierbei die Frage klären, inwieweit die Nutzung erneuerbarer Energien im Rahmen von Logistikprojekten wirtschaftlich möglich ist. Den Schwerpunkt bildete die Photovoltaiktechnologie, wobei wir auch Windkraftanlagen und andere Alternativen in die Betrachtungen miteinbezogen. Aufbauend auf einer intensiven Recherche erstellten wir eine Wirtschaftlichkeitsanalyse, die die Nutzung erneuerbarer Energien der herkömmlichen Projektdurchführung gegenüberstellt.

Auslandspraktikum Tschechien – MLP Stipendienprogramm

Es war der 01. September 2007 und ich saß am Frühstückstisch in meiner Heimatstadt Berlin, als mir die warmen Sonnenstrahlen dieses Spätsommers ins Gesicht schienen. Perfektes Reisewetter dachte ich. Wenig später saßen wir auch schon im Auto und nach rund vier Stunden Fahrt und knappen 400 km erreichten wir am frühen Nachmittag die goldene Stadt im Herzen Europas – Prag. Mir war noch nicht ganz klar, was mich hier erwarten würde, aber ich blickte mit großer Vorfreude auf die kommenden zwei Monate, die vor mir lagen. Die Anreise war sehr angenehm. Ich war froh, mit meinem eigenen Auto anreisen zu können. Zwar hätte es mit dem Flieger nur einen Bruchteil der Zeit gedauert, aber die Anreise per PKW hatte so seine Vorteile. Das wichtigste Argument war für mich natürlich, dass ich in Prag mobil bin und nicht unbedingt auf den, zwar recht gut ausgebauten, aber nicht durchgängig fahrenden, ÖPNV angewiesen bin. Außerdem konnte ich so alles einpacken, was ich in den nächsten Monaten brauchen könnte und diese Möglichkeit nutzte ich dann auch in vollen Zügen aus.

Stipendienbericht Tschechien  – Programm der MLP Finanzdienstleistungen AG für Auslandspraktika

Stipendienbericht Tschechien – Programm der MLP Finanzdienstleistungen AG für Auslandspraktika

Jedoch war ich mir nicht ganz im Klaren darüber, dass es in Prag die „ein oder andere“ Einbahnstraße gibt. Nicht dass es schon schwierig genug sei, mit dem Prager Stadtplan auf dem Schoß die tschechischen Straßennamen zu entziffern. Grundsätzlich war jede Straße, in die ich einbiegen wollte eine Einbahnstraße, die natürlich nicht in die gewünschte Richtung führte und ich so ganz woanders ankam, als geplant. Auch nach zwei Monaten als Autofahrer in Prag, treibt mich die Straßenführung fast an den Rand der Verzweiflung.

Meine Verlobte nutzte dann auch gleich die Gelegenheit, das erste Wochenende mit mir in Prag zu verbringen, welches dann auch ganz schnell verging. Am Sonntag brachte ich sie dann noch zum Bahnhof. Nun war es also soweit, mein „Join the best“ – Auslandspraktikum lag direkt vor mir und ich war gespannt, was nun so alles auf mich zukommt.

Mein Praktikum wurde maßgeblich von Herrn Ekkehard Rathgeber von Jilin Investment koordiniert. Jilin Investment ist eine Anfang 2007 gegründete Investmentfirma, welche vorrangig in Bürogebäude in Shanghai und Peking und in Start-up-Unternehmen in ganz China investiert. Im Auftrag von Jilin Investment verbrachte ich die gesamte Zeit meines Praktikums bei Mu Ying Zhi Jia, einer Firma, in die Jilin Investment investiert. Nur ab und an fuhr ich in das Büro von Herrn Rathgeber, um ihm Bericht über meine Arbeit und die generelle Lage bei Mu Ying Zhi Jia zu erstatten – meist bei einem schmackhaften Mittagessen. Mu Ying Zhi Jia ist ein Start-up Unternehmen, das sich auf den Vertrieb von Babyartikeln spezialisiert. Es stellt selbst keine Produkte her, sondern verkauft Babyartikel über drei Kanäle – Katalog-, Laden- und Internetverkauf – an Privatkunden.

Meine Aufgabenbereiche waren sehr vielfältig, lassen sich jedoch womöglich unter dem Stichwort “business development“ zusammenfassen. Mu Ying Zhi Jia ist nach vier Jahren des rapiden Wachstums an der Schwelle ein „reifes“ Unternehmen mit klarem Profil und USP zu werden. Es hat durch ein gutes Database-Management über die letzten vier Jahre beachtlich viele Kundendaten u.ä. gesammelt. Allerdings gab es keine Methodik diese Daten zur Unterstützung von Marketingentscheidungen zu analysieren.

Auslandsstipendium Shanghai – MLP Programm Join the best

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Meine Aufgabe war zunächst in Trainings den leitenden Angestellten der verschiedenen Bereiche die nötigen Statistikkenntnisse (soweit relevant) zu vermitteln. Zudem erarbeitete ich Lösungen, um ein System marketingorientierter Datenanalyse in den Betriebsprozess zu integrieren. In einem weiteren Training, speziell für die Produktabteilung, zeigte ich wie, mittels einfacher Quantilanalyse, die wichtigen von den unwichtigen Produkten unterschieden und wie diese Erkenntnisse für eine sinnvolle Produktselektion genutzt werden können. Des Weiteren half ich bei der Entwicklung eines Kunden-Scoring-Modells und erstellte eine Daten-Analyse, in der ich Charakteristika der besten, der Durchschnitts- und der schlechtesten Kunden untersuchte und analysierte welche Konsequenzen sich hieraus für die strategische Ausrichtung der Firma hinsichtlich einer klareren Zielgruppendefinition ergeben.

Neben meinen oben beschriebenen Kernaufgaben erstellte ich durch die Analyse und den Vergleich verschiedener Kommunikations- und Produktstrategien von europäischen und amerikanischen Baby-Versandhandelsfirmen so etwas wie eine “best practice“ für Mu Ying Zhi Jia. Ich habe hierzu einige Präsentationen gehalten und unter anderem die Umgestaltung der Homepage, des Katalogs sowie der gesamten Unternehmenskommunikation mit angeregt und beeinflusst.

Die oben beschriebenen Aufgaben waren allesamt sehr fordernd und haben mir einen interessanten Einblick in fast alle Kernbereiche eines kleinen chinesischen „Start-ups“ ermöglicht. Da Mu Ying Zhi Jia noch ein relativ junges Unternehmen ist, konnte ich hier erleben wie grundlegende strategische Entscheidungen getroffen und umgesetzt werden und durch meine Arbeit vieles bewegt und verändert wurde. So werden viele meiner Vorschläge in der Produktselektionspolitik, in der Kataloggestaltung und nicht zuletzt in der Datenanalyse, umgesetzt. Solche Erfolgserlebnisse bleiben wohl oft aus, wenn man ein Praktikum in größeren Unternehmen absolviert, in dem die Organisation bereits weit entwickelt und differenziert ist. Zudem lernte ich bei Mu Jing Zhi Jia Probleme, Möglichkeiten und Herausforderungen chinesischer Märkte kennen.

Freizeit

Freizeitbeschäftigungen Auslandsstipendium in Istanbul - MLP Finanzdienstleistungen AG

Freizeitbeschäftigungen Auslandsstipendium in Istanbul - MLP Finanzdienstleistungen AG

Anfangs war ich vom Wetter leider enttäuscht. Nach dem Skiurlaub habe ich mich auf sommerliche Temperaturen gefreut, doch das Thermometer ist nur selten über 15 Grad geklettert und es hat fast täglich geregnet. Auch als die ersten sommerlichen Tage in Deutschland verkündet wurden, musste ich noch mit Wintermantel durch die Stadt laufen. Glücklicherweise hat sich die Situation ab Ende Mai geändert und ich konnte mehr als zwei Monate voller Sonnenschein und Temperaturen von weit mehr als 30 Grad genießen. Trotz der anfänglichen kleinen Enttäuschung habe ich die Zeit in Istanbul sehr genießen können. Istanbul ist eine der vielfältigsten und eindruckvollsten Städte, in denen ich bisher gelebt habe. Dort verschmelzen westliche Elemente mit orientalischen Kultureinflüssen. Die Offenheit der Menschen hat es auch sehr einfach gemacht, direkten Kontakt zu Einheimischen zu bekommen.

Durch seine vielfältige Geschichte bietet Istanbul sehr viele Sehenswürdigkeiten. Zum Beispiel habe ich mir im ältesten Stadtteil, Sultanahmed, durch Besichtigungen der Hagia Sophia, des Topkapı-Palasts, der Blauen Moschee, des großen Basars, sowie vieler anderer Bauwerke Einblicke in die vielfältige Geschichte dieser Stadt verschaffen können.

Praktikum in Istanbul - MLP Programm für internationale Praktika Join the best

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In Istanbul pulsiert das Leben. Daher war es recht schwer, einen Platz zu finden, an dem Ruhe herrschte. Um dennoch etwas zu entspannen und der Hektik zu entfliehen, habe ich Ausflüge auf die Prinzeninseln im Marmarameer unternommen. Da die Inseln weitestgehend autofrei sind, konnte man dort sogar Ruhe genießen. An warmen Sommertagen haben sich auch Ausflüge an die vielen Strände, an der Schwarzmeerküste im Norden Istanbuls, gelohnt. Eine andere, etwas einfachere, Möglichkeit zur Entspannung war bei einem Çay, dem typischen türkischen Tee, am Bosporusufer Backgammon zu spielen, oder einfach nur den Schiffen auf dem Bosporus hinterher zu schauen.

Während meiner Zeit in Istanbul habe ich auch das Nachtleben der Stadt genießen können. Die Einwohner sind ein sehr feierfreudiges Volk, was sich in der Vielfalt der Bars und Clubs widerspiegelt. Vor allem am Wochenende sind im Viertel Beyoğlu fast mehr Menschen unterwegs als zu anderen Tageszeiten. So ist es mir häufiger passiert, dass ich erst zum Ruf des Muezzins, der zum Morgengebet erinnerte, nachhause gelaufen bin.

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