Join the best Blog Eine Initiative von MLP

Mit nach Deutschland nehme ich, neben den dazu gewonnen Kenntnissen und Erfahrungen, wunderbare Erinnerungen und Freundschaften, die hoffentlich noch lange halten. All die Eindrücke die ich in Asien sammeln konnte, haben mich persönlich weiter gebracht und ich würde gerne mittelfristig wieder zurück, sei es Urlaub oder Arbeit. Abschließend kann ich sagen, dass die Zeit in Singapur bisher mit Abstand zu den besten Zeiten meines Lebens gehört und ich MLP und BASF unendlich dankbar bin, dass sie mir diese Möglichkeit eröffnet haben.

Auslandspraktikum in Washington – MLP Programm für Auslandspraktika

Am Tag nach meiner Ankunft in Washington wollte ich endlich meinen neuen Arbeitsplatz erkunden und meine künftigen Kollegen kennen lernen. Der NIH-Campus ließ sich gut mit dem Bus erreichen und so stand ich vor einem beeindruckend hohen Metallzaun, der mit einigen Checkpoints durchsetzt war. An diesen wurden einfahrende Fahrzeuge und Besucher kontrolliert und man hatte den Eindruck als führe der Weg in den Campus hinein in ein Hochsicherheitsgefängnis. So wies auch mich die „NIH-Police“ dazu an meine Tasche im Röntgengerät durchleuchten zu lassen und nachdem der Metalldetektor mit einem leisen Surren meine Gürtelschnalle kritisierte, bekam ich einen Besucherausweis und ich machte mich auf die Suche nach dem richtigen Laborgebäude. Der Campus beherbergt eine Unzahl an Laboratorien, Tagungssälen, Verwaltungsgebäuden und Versuchstierställen, in das Hauptgebäude 10 ist außerdem Krankenhaus integriert.

Auslandspraktikum USA – MLP Stipendienprogramm

Auslandspraktikum USA – MLP Stipendienprogramm

Endlich im richtigen Labor angekommen, lernte ich meinen künftigen Betreuer Markus kennen. Markus ist promovierter Biochemiker, hatte in Deutschland, England und Schweden studiert und absolvierte gerade seinen Postdoc in der Arbeitsgruppe von Dr. Jennifer Lippincott-Schwartz (http://lippincottschwartzlab.nichd.nih.gov/). Jennifer ist auch in Deutschland für ihre zellbiologische Forschung sehr bekannt und ist Mitautorin eines bei deutschen Studenten geschätzten Lehrbuches über Zellbiologie. Die Arbeitsgruppe von Jennifer setzte sich aus 20 Forschern zusammen, welche aus den USA, Kanada, Indien, Japan, Israel, Frankreich und Deutschland stammten.

Praktikum in Washington – MLP Programm für Auslandspraktikumsplätze

Praktikum in Washington – MLP Programm für Auslandspraktikumsplätze

Die Wissenschaftler am NIH, welches rund 18.000 Mitarbeiter beschäftigt und über ein jährliches Budget von ca. 29 Mrd. US-$ verfügt, arbeiten in den unterschiedlichsten biomedizinischen Fachrichtungen. Viele der Forscher sind keine US-Bürger sondern stammen aus allen Teilen der Welt. Im Übrigen arbeiten die Forscher nicht nur in Laboratorien z. B. an Zellen oder an Versuchstieren, das NIH beherbergt auch ein Krankenhaus in dem Ärzte seltene Krankheiten direkt am Patienten erforschen können. Da ich kein Arzt bin und daher auch keinen Kontakt mit den Patienten hatte, war es aber trotz dessen eine große Motivation für mich, dass ich durch mein Engagement einen kleinen Beitrag für das National Institutes of Health und dessen Dienst am Menschen leisten konnte.

Stipendium für ein Praktikum in den USA – MLP AG

Stipendium für ein Praktikum in den USA – MLP AG

Markus und ich arbeiten an den Zellorganellen welche den so genannten sekretorischen Weg formen, dazu gehört z. B. das endoplasmatische Retikulum und der Golgi-Apparat, den man aus dem Biologie-Unterricht noch kennen dürfte. Dieser Biosyntheseweg, den bestimmte Biomoleküle in ihrer Entstehung einschlagen, ist bei manchen Krankheiten gestört und trotz jahrzehntelanger Forschung im Gebiet der Zellbiologie bedarf es noch einiger Anstrengung die grundlegenden Mechanismen in der gesunden und erkrankten Zelle zu beschreiben und zu verstehen. Meine Arbeit erstreckte sich auf das molekularbiologische Arbeiten mit Zellen und Bakterien, dem Entwickeln von Experimenten unter der Verwendung von fluoreszenzmarkierten Biomolekülen und der biophysikalischen Auswertung dieser Versuche. Der Spaß und die steile Lernkurve während der Arbeit sorgten dafür, dass ich oft erst mit dem letzten Bus vom Labor nach Hause fuhr. Besonders Jennifer verstand es durch ihren gezielten Einsatzes von „that would be great / amazing / awesome“ ihre Mitarbeiter zu motivieren, so dass meist noch bis spät in die Nacht reger Betrieb herrschte. Wie das DKFZ bot auch das NIH seinen Mitarbeitern ein vielfältiges Angebot an Vorträgen und Seminaren mit erstklassigen Rednern, wie z. B. dem Nobelpreisträger Prof. Dr. Roger D. Kornberg (Nobelpreis für Chemie im Jahre 2006).

Am ersten April startete dann mein Praktikum bei T-Systems Mexiko. Mein erstes Projekt bestand darin, angelehnt an das ITIL® Service Management Framework ein Übergangsmodell zu entwickeln, um den laufenden IT Betrieb bei Kunden zu übernehmen. Hier ging es primär darum, welche Fragen geklärt sein müssen und welche Informationen bereit stehen müssen, wenn ein Service, wie z.B. Server Monitoring, von einem anderen IT Provider für einen Kunden übernommen werden soll. Diese Arbeit erstreckte sich über etwa einen Monat und wurde von einem dreitägigen Workshop unterbrochen, der sich mit der Implementierung der ITIL Prozesse befasste und mir interessante neue Einsichten für meine Arbeit vermittelte.

Mein Hauptprojekt welches ich zusammen mit einer Kollegin durchführte, basierte dann auf meinem vorangegangenen Projekt. Dieses hatte wieder die Entwicklung eines Übergangmodells zum Inhalt, aber diesmal mit dem Fokus auf die Aktivitäten in der so genannten Transitionsphase. Da dieses einiges umfangreicher sowie komplexer war und sowohl die IT Services als auch die ITIL® Support Prozesse, die den Betrieb der Services gewährleisten sollen, umfasste, nahm die Arbeit daran den kompletten Sommer in Anspruch. Unser methodisches Vorgehen bestand in diversen Interviews mit den Kollegen der einzelnen Fachabteilungen und dem Sichten der ITIL® Literatur, um die grundlegenden Prozeduren in den Transitionsprojekten zu identifizieren. Hierbei gliederten wir die Aktivitäten in generelle, welche bei der Implementierung der Services bzw. Prozesse weitestgehend gleich sind, und spezifische, welche individuell für den jeweiligen Service waren. Diese Aktivitäten wurden dann noch um weitere Informationen ergänzt, wie z.B. Priorität, Verantwortlicher oder geschätzte Dauer. Nach Vollendung dieses Modells veröffentlichten wir es im Intranet und führten Trainingssitzungen für die Projektleiter durch, um ihnen das notwendige Wissen über die Anwendung des Modells zu vermitteln. Eine wirklich sehr spannende Aufgabe, die mir ein umfangreiches Wissen über das ITIL® Service Management vermittelte.

Darüber hinaus unterstützte ich noch diverse Kollegen bei operativen Tätigkeiten, wie dem Aufbereiten von Reports oder der Erstellung von Trainingsunterlagen für die ITIL Support Prozesse. So konnte ich nach und nach einen guten Überblick über die internen Geschäftsabläufe, das breite Kundenspektrum sowie die einzelnen Abteilungen der T-Systems Mexiko bekommen. Mit meinen Kollegen habe ich mich ausnahmslos hervorragend verstanden und fühlte mich sehr schnell in die Abteilung integriert. Es hat mir großen Spaß gemacht, diese interkulturelle Erfahrung zu erleben.

Auslandsstipendium Singapur – Stipendienprogramm von MLP

Auslandsstipendium Singapur – Stipendienprogramm von MLP

Meine Arbeit bei der BASF war sehr fordernd und lehrreich. Die mir übertragenden Aufgaben waren mit einem hohen Grad an Verantwortung verbunden, so dass auf Basis meiner Arbeit finale Entscheidungen getroffen wurden. Dabei standen mir zu jeder Zeit, von Seiten der BASF, Ansprechpartner zur Seite und haben mich bei meinen Projekten nach Kräften unterstützt. Das Arbeitsumfeld war unglaublich freundlich, sowie ebenfalls von hoher Internationalität und Abwechslung geprägt. In der ganzen Zeit habe ich mehrere Projekte des Business Development betreut, wobei eines den Hauptfokus darstellte. Mit den Kollegen verbinde ich neben der Arbeitszeit auch schöne Erfahrungen außerhalb des Büros. Somit fiel mein Praktikum in die Zeit des Dinner & Dance-Abends der BASF, aber auch entspannte Abende wurden mit den Kollegen verbracht. Und nicht zuletzt die bereits erwähnte Bergbesteigung habe ich mit einer Kollegin bewältigt.

Voller Vorfreude startete ich in fünf Monate Asien pur. Angekommen in Singapur waren Wohnung und neue Freunde innerhalb von wenigen Stunden gefunden und einer der abwechslungsreichsten und aufregendsten Abschnitte meines bisherigen Lebens wartete darauf erlebt zu werden.

Leben in Singapur

MLP Stipendienprogramm

MLP Stipendienprogramm

Nur 5 Minuten Fußweg von meiner Arbeitsstelle entfernt habe ich in einer Dr. Tham-WG gewohnt, wie viele Praktikanten in Singapur vor mir. Von hier aus wurden die zahlreichen Trips in und um Singapur gestartet.

Ich konnte es kaum erwarten meine Neugierde zu stillen und habe den ersten Monat in Singapur damit verbracht, so viel wie möglich in der fantastischen Stadt kennen zu lernen. Als „fine city“ betitelt, ist Singapur zum Einen sehr sauber, insbesondere im Vergleich mit anderen asiatischen Städten und hält zum Anderen viele Strafen für die Einwohner bereit, die einen selbst teilweise mit Unverständnis den Kopf schütteln lassen. Die vielen Kulturen, die in Singapur zuhause sind geben der Stadt ein unglaublich metropolitisches Flair, was durch die Tatsache unterstützt wird, dass neben der Amtssprache Englisch noch weitere Sprachen gesprochen werden. Das Englisch in Singapur ist eher als Singlish bekannt. Sozusagen ein Dialekt des Englischen, was sich im Grunde in verkürzten Sätzen („can?“) oder zusätzlichen Endungen eines Satzes („… lah?“) äußert.

Auslandspraktikum in Singapur – MLP Programm Join the best

Auslandspraktikum in Singapur – MLP Programm Join the best

Mit den neu gefundenen Freunden habe ich versucht in den nachfolgenden Monaten die Vielseitigkeit der Aktivitäten der Stadt voll auszuschöpfen. Dazu gehören unendlich lange Partynächte in Discos, Live-Musik in Bars, entspannen am Strand, Wakeboard fahren, und nicht zu vergessen die Sonntagabende im KM8. Es gibt so unglaublich viele Eindrücke die sich schwer auf Papier festhalten lassen wie Cocktails trinken auf dem Dach des Swisshotel, welches an sich schon 72 Stockwerke hat, oder einfach die farbenfrohen Feste der einzelnen Kulturen. Auch das köstliche Essen hat seinen Eindruck hinterlassen. Genauso aber auch die Reisen, die man von Singapur als Hub starten kann. In meiner Zeit habe ich mit Freunden von Bangkok über Laos, Viet Nam bis hin zu Bali, Hong Kong und weiteren Zielen viel bereist was Asien zu bieten hat. Hervorzuheben ist dabei die Besteigung des Mt. Kinabalu, welcher mit 4100m der höchste Berg Südost Asiens ist – für einen unvergesslichen Sonnenaufgang über den Wolken. Aber auch die Tempelanlagen in Kambodscha, das Grab von Mr. Ho Chi Minh in Ha Noi, sowie die Halong Bucht zählen zu den beeindruckenden Momenten die mir MLP ermöglicht hat.

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