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Da ich mittlerweile bereits mehrere Praktika absolviert habe, möchte ich an dieser Stelle Dinge hervorheben, die mir am Unternehmen Procter&Gamble besonders aufgefallen sind.

1) Das Unternehmen ist sehr dynamisch. Es gilt nicht nur für die Märkte, in denen P&G tätig ist, sondern auch intern für jeden Mitarbeiter. Eine Karriere ist mit konstanter Job-Rotation verbunden. Am Anfang dauert jedes Assignment 1,5 – 2 Jahre. Später wechselt man seinen Job alle 2-3 Jahre. Wechsel über Ländergrenzen hinweg und in andere, fremde Produktbereiche sind nicht nur möglich, sondern sogar erwünscht. Voraussetzung ist natürlich immer, dass auch entsprechend freie Stellen existieren, aber durch die regelmäßige Job-Rotation, kann man sich eigentlich sicher sein, dass immer irgendwo interessante Stellen frei werden.

Praktikum in Genf – MLP Programm für Auslandspraktikumsplätze

Praktikum in Genf – MLP Programm für Auslandspraktikumsplätze

2) Bei P&G gilt das berühmte “Promote from within”-Prinzip. Das heißt, dass alle Führungspositionen aus dem Unternehmen heraus besetzt werden. Egal, wo und wie lange man davor gearbeitet hat, man steigt immer auf der untersten Stufe in der jeweiligen Funktion ein. Um aus einem New Hire aber den zukünftigen CEO zu machen, investiert P&G eine Menge in die Aus- und Weiterbildung seiner Mitarbeiter. Für Finance und Marketing Einsteiger gibt es z.B. jede Woche ein Lunch Training, bei denen nicht nur funktionale Themen, sondern auch organisatorische (z.B. Karriere, Zusammenarbeit mit anderen Funktionen und Ländergesellschaften) behandelt werden. Allgemein ist jeder zu solchen Trainings eingeladen, egal aus welcher Funktion er kommt. Wenn man diese Angebote nutzt, erhält man sehr schnell einen umfassenden Überblick über die ganze Firma und erfährt eine Menge interessante Dinge aus anderen Geschäftsbereichen. Daneben werden auch Vorträge von externen Referenten organisiert.

3) Man wird als Mitarbeiter und als Person respektiert und geschätzt. Egal ob es flexible Arbeitsmodelle, Sabbaticals oder Funktionswechsel sind, P&G versucht, den Interessen eines jeden Einzelnen soweit wie möglich nachzukommen. Ich selbst habe dies gemerkt, als ich mein Interesse für die Arbeit im Marketing geäußert habe. Mir wurde daraufhin ohne weiteres angeboten, mal einen Tag mit einem Assistant Brand Manager zu verbringen, damit ich mir selbst einen Einblick verschaffen konnte. Als dieser Schnuppertag letztlich zu meiner Entscheidung führte, im Falle eines Festeinstiegs ins Marketing zu gehen, wurde mir das keineswegs übel gekommen. Ganz im Gegenteil, mein Chef hat mich bis zuletzt dabei unterstützt, dass ich das tun kann, was mir am meisten Spaß bereitet.

MLP Programm für Auslandspraktika

MLP Programm für Auslandspraktika

4) Die tägliche Arbeit gestaltet sich sehr kollaborativ. Introvertierte Tüftler werden es wohl schwer in der Firma haben. Natürlich gibt es auch mal heiße Diskussionen (es geht letztlich um den wirtschaftlichen Erfolg), aber jede Meinung wird gehört und jeder soll sich innerhalb der Teammeetings nach seinem besten Wissen und Gewissen einbringen. Die Arbeitszeiten sind human und Ausnahmen hiervon in der Regel plan- und vorhersehbar. Neben der Work-Life-Balance wird auch „Diversity“ groß geschrieben. Während meines Praktikums habe ich zum Beispiel Menschen aus England, Kroatien, Italien, Schweiz, Frankreich, Holland, Philippinen, Ägypten, Portugal und Irland kennen lernen dürfen.

6) Obwohl man in seinem Job ziemlich viel Verantwortung übertragen bekommt, herrscht eine gewisse Lockerheit in der Firma. Selten habe ich ein verbissenes Gesicht durch die Flure rennen sehen. Zusammen Kaffee trinken gehen gehört genauso dazu wie das Vollstellen seines Schreibtischs mit Maskottchen oder den jeweiligen Produkten, für die man arbeitet. Teilweise war es schon sehr lustig, zu beobachten, mit welcher Leidenschaft ein Mensch über Hundefutter erzählen kann, selbst wenn er selbst nie ein Haustier besessen hat. Bei soviel Geselligkeit vergisst man aber schnell, dass manche dieser Leute täglich mit einem Millionen-Budget jonglieren und mit ihren Initiativen ganze Märkte verändern können (und teilweise auch müssen). Denn trotz der ganzen Lockerheit zählt am Ende des Tages die erbrachte Leistung und hinter der Leistung steckt in der Regel ziemlich viel Arbeit. Frohen Mutes Herausforderungen annehmen und nach Erfolg streben – dies charakterisiert wohl einen typischen Procterianer.

Stipendium für Indonesien  – MLP Praktikumsprogramm

Stipendium für Indonesien – MLP Praktikumsprogramm

Nach dem verlängerten Wochenende mit meiner Familie war die nächste Woche natürlich kurzweilig. Dies lag aber auch in erster Linie daran, dass ich von Mittwoch an in ein neues Projekt eingestiegen bin: eAgency. Dieses Internetportal soll es den Business-Partnern (d.h. den Agenten und Banken) ermöglichen, Kundeninformationen online einzusehen. Das Projekt hat angesichts des Entlastungspotenzials für die Call-Center und des Gewinns an Servicequalität eine hohe Dringlichkeit. Bereits am 1. Oktober war eine neue Version (3) der eAgency online gegangen und eigentlich sollte ich mich sofort dem Entwurf einer verbesserten Version (4) widmen. Da es aber noch einige Probleme mit Version (3) gab, hatten Martin Hintz und ich gut damit zu tun, hier für die nötige Abstimmung zwischen verschiedenen Entwicklern und Anwendern und für einen Überblick im Datenbankdschungel zu sorgen.

Am Wochenende wurde dann der Endspurt in der Vorbereitung auf den GRE eingelegt…

Neben dem Complaint Management Projekt (CMP) waren auch wieder einige Dinge für Jens zu erledigen. Bis Mittwochabend musste ich beispielsweise die Roadshow-Präsentation updaten, mit der Jens dann am selben Abend in den Flieger Richtung Papua stieg. Fürs CMP erstellte ich eine umfangreiche Excel-Tabelle, mit der die Aufzeichnung von Complaints beispielhaft vorgenommen werden kann. Und es fingen auch erste Vorbereitungen für mein nächstes Projekt an, dass ich dann in der nächsten Woche übernehmen werde: die eAgency! Dabei handelt es sich um ein Angebot, mit dem sich Agenten und andere Ermächtigte online über den Status der von ihnen verwalteten Policen und Kunden informieren können. Dies ist angesichts des rasanten Wachstums von Allianz Indonesia von großer Bedeutung. Die Call-Center können dadurch entlastet werden und gleichzeitig haben die Sales-Agenten Zugriff auf alle notwendigen Informationen, um ihren Kunden schnell und zuverlässig zu dienen.

Stipendienbericht Indonesien  – Programm der MLP Finanzdienstleistungen AG für Auslandspraktika

Stipendienbericht Indonesien – Programm der MLP Finanzdienstleistungen AG für Auslandspraktika

Am Freitagmittag verließ ich bereits das Office, um zum Flughafen zu fahren, wo ich meine Eltern und Geschwister in Empfang nahm. Am Wochenende zeigte ich Ihnen dann Jakarta, mein Apartment, meinen Arbeitsplatz und stellte sie meinen Kollegen vor, ehe es dann am Sonntag gemeinsam nach Bali ging. Falls ich es bisher noch nicht erwähnt hatte: Bali ist ein Traum! Wir waren in einem netten Resort gleich am Strand untergebracht. Ein Tagesausflug brachte uns nach Ubud, einem Ort, der für sein Kunsthandwerk bekannt ist, und zum Mount Agung, einem aktiven Vulkan, der 1963 zum letzten Mal einen verheerenden Ausbruch erlebt hat. Wir besichtigten außerdem indonesische Reisterassen, einen Affenpark und einen Gewürzgarten. Der letzte Tag wurde dann ganz entspannt am Strand verbracht und dann hieß es auch schon wieder Abschied nehmen. Ich flog am späten Abend zurück nach Jakarta, während meine Eltern am nächsten Morgen den Heimweg nach Frankfurt antraten.

Formalitäten klären. Unterschriften einsammeln. Tschüss sagen. Bei jeder Kleinigkeit denken “Das sehe/mache ich jetzt das letzte Mal…” Drei Monate, die wie im Flug vergingen, sind vorbei, meine Sachen gepackt, der Schlüssel für mein Zimmer abgegeben. Zeit für ein kleines Résumé:

  • Was ich in Indien gelernt habe: geduldig sein und nicht aufregen – verhandeln bis zum bitteren Ende – Kopfwackeln um Zustimmung zu zeigen – mit nur der rechten Hand essen – todesmutig über viel befahrene Straßen laufen – starrende Männerblicke zu ertragen und zu ignorieren – Yoga – ein bisschen indisch kochen – scharfes Essen zu mögen – nie etwas planen, kommt sowieso alles anders – ein paar Bollywoodtanzschritte.
  • Was ich vermissen werde: viele nette Leute, die mir sehr ans Herz gewachsen sind – das Essen, vor allem Masala Dosa – das chaotische Leben auf den Straßen – die billigen Preise – Rikscha fahren – meine Wohnung im HSR Layout samt Mitbewohner – frisch gepressten Saft und Chai – die süßen indischen Kinder – das meist gute Wetter.
  • Worauf ich mich in Deutschland freu: Freunde und Familie – saubere Luft zum Atmen – Vollkornbrot – Discos, die länger als 23.30 Uhr aufhaben.

Goa

MLP Programm für Auslandspraktika

MLP Programm für Auslandspraktika

Doch bevor es nach Hause ging verbrachte ich noch 10 Tage an den traumhaften Stränden Goas. Die ersten Tage waren wir in Palolem, dem südlichsten und idyllischsten Strand in Goa. Einfach mal die Seele baumeln lassen, schwimmen und sonnen den ganzen Tag und die paradiesische Atmosphäre genießen. Außerdem liehen wir uns Roller aus, um noch andere Strände zu erforschen.

Ewig hätte ich es da ausgehalten! Doch auch die schönste Zeit geht einmal vorbei und so saß ich dann nach aufregenden 3 Monaten, die vorbei gingen wie im Flug, plötzlich schon wieder im Flieger nach Frankfurt.

Danke MLP, Danke SAP!

Jährlich vergibt MLP Stipendien für Auslandspraktika. Die Praktika finden bei Partnerunternehmen von MLP statt. In dem Stipendium sind sowhol der Hin- und Rückflug, die Unterkunft vor Ort, das Versicherungspaket bestehend aus Haftpflichtversicherung, Auslandskrankenversicherung, Unfallversicherung sowie die MLP-Kreditkarte “MLP Card”.

Die Problematik bestand nun darin, dass Actonel’s Erfolgsstory ein absehbares Ende haben wird. Auf der einen Seite haben sich in den letzten 2-3 Jahren neue Wettbewerber erfolgreich am Markt positionieren können und auf der anderen Seite läuft das Patent der Marke (bzw. des Medikaments) in 3 Jahren aus. Und spätestens dann werden Marktanteile und Umsatz aufgrund vom Markteintritt verschiedenster Generika rapide einbrechen. Meine beiden Hauptprojekte drehten sich also darum, zum einen anhand von Benchmark-Analysen die Auswirkungen des Eintritts von Generika im Markt abzuschätzen und Empfehlungen abzugeben, mit welchen Maßnahmen Actonel diesen Effekten entgegen wirken kann und zum anderen den Wettbewerbsdruck seitens der neuen Konkurrenzmarken einzuschätzen und daraus Implikationen für Actonel’s Investmentstrategie abzuleiten. Der Umfang der Analysen umfasste insgesamt 11 Länder in Europa.

Auslandspraktikum Schweiz – MLP Stipendienprogramm

Auslandspraktikum Schweiz – MLP Stipendienprogramm

Die Ergebnisse meiner Arbeit durfte ich jeweils in den so genannten “Bone Team Meetings” des Actonel Brand Teams präsentieren. Solche Brand Teams sind mit Leuten aus verschiedensten Funktionen (Marketing, Finance, Vertrieb etc.) besetzt, die alle für eine bestimmte Marke arbeiten. Im Rahmen des Brand Teams war es die Rolle des Financial Analyst, den Brand Manager in seinen Entscheidungen zu beraten und zu lenken. Grundlage für die Empfehlungen waren immer zahlen- und datenbasierte Analysen mit internen und externen Daten. Ich war sehr positiv überrascht, als ich merkte, dass meine Analysen umgehend vom Brand Manager in seiner täglichen Arbeit eingesetzt wurden und teilweise auch dazu geführt haben, dass die Investmentstrategien in manchen Ländern korrigiert wurden. Man merkt also schnell, dass Praktikanten bei P&G keine operativ unterstützende Arbeit leisten, sondern – ganz im Gegenteil – eigenverantwortliche Projekte führen, die auch ernst genommen und anerkannt werden.

Die Woche stand ganz im Zeichen des Complaint Management Projekts. Es musste viel abgestimmt werden. Wie soll das System aussehen und wie muss es gestaltet werden, damit es seine Funktion erfüllen kann und dabei vor allem von den Complaint-Empfängern einfach zu bedienen ist? Wie sollen Complaints kategorisiert werden und wer ist genau für welche Schritte des Lösungsprozesses verantwortlich? Was sind unsere Zielvorgaben zum Beantworten der Beschwerden? All das wurde in langen Meetings mit Vertretern aus allen beteiligen Abteilungen diskutiert. Dann gab es ein Meeting bei Jens, in dem Kung – unsere Projektleiterin – die Vorschläge des Projektteams vorgestellt hat. Nach dem wir grünes Licht bekommen haben, geht es nun an die Umsetzung.

Am Wochenende musste ich mich (leider) wieder um den bevorstehenden GRE Test kümmern; was mich aber nicht davon abhalten konnte, an einer netten Hausparty teilzunehmen.

30 Wochen, oder noch genauer, 203 Tage durfte ich in diesem faszinierenden Südafrika verbringen. Es ist der 20. November 2007, ziemlich genau 20 Uhr als ich meine letzten Schritte auf afrikanischem Boden mache und kurz darauf das Flugzeug gen Frankfurt betrete. Am Abend zuvor lud ich meinen engsten Freundeskreis zu einem letzten gemeinsamen Abendessen ein. Dort wollte ich es noch nicht wahrhaben. Im Flugzeug sitzend und auf den Take-Off wartend wurde mir dann aber langsam klar, ich verlasse Afrika und kehre zurück in mein altes Leben.
Zurück in Berlin, kann ich dem folgenden Sprichwort nur zustimmen: „Du kannst Afrika verlassen – doch Afrika wird Dich niemals verlassen”. Dieser Aufenthalt hat mich und meine Sichtweise verändert. Mit dem Praktikum bei MAN bin ich überaus zufrieden. Die anspruchs- und verantwortungsvollen Projekte forderten und erweiterten sowohl mein fachliches Wissen als auch meine Sozialkompetenzen. Die freundlichen Kollegen haben mich von Beginn an als einen von ihnen behandelt.
Für all diese unschätzbar wertvollen und einmaligen Erfahrungen möchte ich mich an dieser Stelle bei der MLP AG und der MAN Nutzfahrzeuge AG bedanken. Hierbei geht der Dank ganz besonders an Anja Dornbach (MLP AG), Stefanie Pfaff (MAN Nutzfahrzeuge AG) und Latifa Maredith (MAN Bus & Coach S.A.), die mir stets freundlich und hilfsbereit bei Fragen und Problemen zur Seite standen. Vielen herzlichen Dank!

Aleš Kolar hat sein Auslandspraktikum bei der MAN Nutzfahrzeuge AG in Johannesburg absolviert. Dieses Praktikum für Südafrika hat er über das Stipendienprogramm von der MLP Finanzdienstleistungen AG bekommen. Dafür musste er sich in einem dreistufigen Bewerbungsverfahren bei MLP gegen nahezu 2000 Mitbewerber durchsetzen.

Meinen Vater und meinen Bruder am Flughafen abgeholt, hab ich Ihnen am gleichen Tag noch Sandton City vorgestellt. Am nächsten Tag gab es dann eine geführte, ganztägige Tour durch Johannesburg und Soweto.

Am Samstag wurden wir dann vom Reiseveranstalter abgeholt, welcher uns zu unserer viertägigen Safari-Tour in den Krüger Nationalpark gefahren hat. Das Wetter hat einigermaßen mitgespielt. Zwar gab es nachts atemberaubende Gewitter in einer mir bisher nicht bekannten Intensität, aber tagsüber war es sonnig und wir konnten die wilden Tiere quasi hautnah erleben.

Südafrika Auslandsspraktikum

Südafrika Auslandsspraktikum

Am Dienstagabend in Johannesburg wieder abgesetzt, ging es am Mittwochmorgen auch gleich wieder zum Flughafen. Unser Ziel war Kapstadt, wo wir uns in den folgenden vier Tagen die wichtigsten Sehenswürdigkeiten angesehen haben, wie z.B. den Tafelberg, das Kap der Guten Hoffnung, Robben Island (ehem. Gefängnis, in welchem Mandela inhaftiert war), Signal Hill, den neuen Hafen und die Weinanbaugebiete.

Mit MLP in Afrika - Praktikumsprogramm

Mit MLP in Afrika - Praktikumsprogramm

Anschließend fuhren wir mit dem Mietwagen die berühmte Garden Route entlang bis nach Port Elizabeth, was uns noch mal ca. vier Tage beschäftigte. Neben den Strandbesichtigungen, haben wir u.a. noch Straußenfarmen, Tropfsteinhöhlen, Tierparks, das Naturreservat Robben Island, Kap Agulhas (südlichster Punkt Afrikas) und einen Elefantenpark besucht. An der Bloukrans Brücke, der größten Bogenbrücke der südlichen Hemisphäre, habe ich es mir natürlich nicht nehmen lassen, den weltgrößten Bungee-Jump zu springen. Noch mal ein ganz anderer Adrenalinkick als das Springen aus einem Flugzeug.

Südafrika Auslandsspraktikum – MLP Praktikumsprogramm

Südafrika Auslandsspraktikum – MLP Praktikumsprogramm

In Port Elizabeth haben wir dann wieder den Flieger nach Johannesburg bestiegen. Es folgten noch ein Tagesausflug nach Sun City, der künstlich angelegten und sehr kitschigen Vergnügungsstadt mitten im Nirgendwo, sowie eine von mir persönlich geführte Besichtigung meines ehemaligen Arbeitsplatzes, MAN Bus & Coach (S.A.).

Die insgesamt 16 Tage quer durch Südafrika waren durchweg ereignisreich und ein voller Erfolg. Zufrieden aber auch müde flogen meine Besucher zurück nach Berlin. Ich hatte derweil noch 4 Tage, um mich auf meine Rückreise vorzubereiten.

Am Dienstag bin ich mit Thomas (Manager Engineering) zu den nahe gelegenen Zulieferern gefahren. Sind zuerst die Firma besuchen, die den größten Anteil an zugekauften Stahl- und Aluminiumteilen liefert. Nach einem Meeting bez. diverser Prototypenteile wurde ich durch das Werk geführt. Die Lieferprobleme mit diesem Unternehmen sind nicht Ursache fehlender Ressourcen. Mitarbeiter und Fertigungsmaschinen sind vorhanden. Es muss wohl am Management oder an der Logistik liegen. Wir haben danach noch einen zweiten Zulieferer besucht, welcher sich auf Rohrkonstruktionen spezialisiert hat und mit guter Qualität zu glänzen weiß.

Habe die Woche über die Zusammenbauzeichnungen der kostenreduzierten Seitenklappen angefertigt, sowie deren Modelle in die Rahmenstruktur eingesetzt. Außerdem gab es noch ein Teammeeting bez. neuartiger Visualisierungsmethoden (Visual Management), die den Arbeitsprozess transparenter gestalten sollen.

Praktikum in Johannesburg

Praktikum in Johannesburg

Am Freitag haben wir meinen ehemaligen Schulkameraden in Pretoria abgeholt. Wie der Zufall es so will, begann er im Oktober sein Praktikum in Pretoria bei einem bekannten deutschen Automobilbauer. Zusammen sind wir dann nach Johannesburg City zu einer großen Relaunch-Party gefahren, wo diverse südafrikanische Live-Bands gespielt haben. Am Samstag wurde es dann spannend… für Anhänger das Rugby. Das WM-Finalspiel England gegen Südafrika in Paris wurde übertragen. Und alle waren vor dem Bildschirm um mitzuerleben, wie Südafrika 15:6 gewinnt und als erstes Team den WM-Titel zum zweiten Mal für sich beansprucht. Das Finalspiel an sich war kein besonderes, aber wie heißt es noch? Was zählt, ist das Resultat!

Am Montag konnte sich niemand so recht entscheiden, was eigentlich das Topereignis des Wochenendes war: der WM-Sieg im Rugby (Südafrika galt bereits im Vorfeld als ein Favorit) oder der unerwartete Formel1-WM-Titel des Iceman aus Finnland.

Ich konnte bis Donnerstag die Installationszeichnungen und somit die komplette Dokumentation der Seitenklappen beenden. Leider sind die zugehörigen und angeforderten Prototypenteile noch nicht geliefert worden (s. oben, Lieferprobleme). Und der Serieneinsatz kann nicht vor Test und Validierung der neuen Konstruktion erfolgen. Der Druck auf den Zulieferer wurde nun erhöht und wir hoffen, die Teile bis Anfang nächster Woche für den Zusammenbau parat zu haben. Meine Zeit hier bei MAN Bus & Coach neigt sich dem Ende entgegen und ich würde schon sehr gerne noch anwesend sein, wenn die neue Konstruktion getestet wird.

Praktikum Johannesburg – MLP Programm Join the best

Praktikum Johannesburg – MLP Programm Join the best

Am Freitag nach Feierabend habe ich unser Team zum gemütlichen Beisammensein in ein Restaurant eingeladen. Immerhin ist es unser letzter gemeinsamer Freitag. Wir haben dementsprechend auf die gute Zusammenarbeit angestoßen und ich konnte mich für eine tolle Zeit mit vielen überaus wertvollen Erfahrungen bedanken.

Der letzte Arbeitstag

Heute ist der 31. Oktober 2007 (Mittwoch), mein letzter Arbeitstag bei MAN Bus & Coach (S.A.). Am Montag und Dienstag habe ich sämtliche CAD-Daten, an denen ich gearbeitet habe, noch Mal überprüft und in das System geladen. Somit ist sichergestellt, dass meine Kollegen bei Bedarf auch einwandfreie Modelle und Zeichnungen laden können. Leider hat der Zulieferer meine georderten Teile nicht geliefert. Allerdings sind sämtliche Zeichnungen zu den kostenreduzierten Seitenklappen fertig. Nun können meine Kollegen bei Lieferung den Zusammenbau und die Installation durchführen.

Zufälligerweise wurde heute auch die Auslieferung des 60. Busses in diesem Monat zelebriert. Ein neuer Rekord für dieses Werk. Ein Gruppenfoto mit der kompletten Belegschaft vor dem Bus wurde organisiert (das nebenstehende Foto zeigt unser Team inklusive Werksleiter Alex, links außen). Heute nach der Arbeit werden wir mit dem Werksleiter zusammen in einem Lokal auf diesen Erfolg anstoßen.

Und Morgen, an meinem ersten freien Tag, landet meine Familie am Johannesburg Airport. Geplant ist eine zweiwöchige Tour durch Südafrika.

MLP Programm für Auslandspraktika

MLP Programm für Auslandspraktika

Montagmorgens ging es mit der Marketingabteilung und dem Team zur Steuerung der Allianz Agency auf einen Zweitagesworkshop nach Puncak. Dieser Ort liegt ungefähr eine Autostunde von Jakarta entfernt und ist in eine schöne Hügellandschaft eingebettet. Wegen der Nähe zur Hauptstadt und der trotz dessen erstaunlich frischen Luft ist Puncak ein sehr beliebtes Wochenendziel und die indonesische Oberklasse pflegt hier ein Wochenendhaus zu unterhalten. Wir waren in Puncak in einem kleinen Resort für zwei Tage damit beschäftigt, die allgemeinen Ziele des Strategischen Dialogs in spezifische Aktionspläne für jedes Department herunter zu brechen. Nett war es, mit meinen Kollegen am Montagabend am typischen Abendprogramm – Karaoke singen – teilzunehmen, obwohl man sich hier als eher ungeübter Europäer eigentlich nur blamieren kann, denn die Indonesier singen seit Kindesbeinen.

Mit MLP in Indonesien

Mit MLP in Indonesien

Am Mittwoch ging es dann mit dem Complaint-Management Projekt weiter. In einem langen Meeting wurde erst mal festgelegt, worauf wir uns in der ersten Projektphase konzentrieren wollen und wie unsere Vision für ein ausgereiftes Complaint-Management aussieht. Zwischendurch musste ich noch ein Update über das Sharia-Geschäft der Allianz Indonesia erstellen. Seit ungefähr anderthalb Jahren bietet die Allianz Indonesia diese Finanzprodukte an, die mit den Regeln der Sharia, dass z.B. ein Zins- und Spekulationsverbot vorschreibt, konform sind. Dieses Update wurde dann am Freitagabend von Jens nach Singapur zum Asia-Pacific Hauptquartier geschickt und wird dort nächste Woche Dr. Zedelius präsentiert. Es war also alles in allem eine abwechselungsreiche und herausfordernde Woche.

Mit der MLP Finanzdienstleistungen AG in Jakarta

Mit der MLP Finanzdienstleistungen AG in Jakarta

Der Ramadan hat in dieser Woche auch begonnen. Seit Donnerstag fasten alle Muslime auf Essen, Trinken und Rauchen während der Tageszeit. Die Muslime müssen im Fastenmonat um 4 Uhr aufstehen, um ihr Frühstück noch vor Sonnenaufgang einzunehmen. Es wird 5 Mal am Tag gebetet und gegessen und getrunken wird erst ab 18 Uhr wieder. Die Disziplin imponiert mir. Jedenfalls findet auch das Nachtleben im Ramadan nur eingeschränkt statt. Viele Clubs, Kneipen und sogar Billardsalons bleiben geschlossen und die, die noch geöffnet sind, haben striktere Öffnungszeiten und sind deutlich leerer. Aber es war auch mal ganz gut, ein ruhiges Wochenende zu verbringen. Am Sonntagmorgen haben wir uns zu Acht den alten Hafen von Jakarta angeschaut. Es war fasziniert und gleichzeitig auch erschreckend, die Armut auf dem dortigen Fischmarkt zu sehen. Später sind wir dann ins Café Batavia eingekehrt. In diesem Café scheint die Zeit still zu stehen und man fühlt sich wie in die Kolonialzeit zurückversetzt, was nach dem Besuch des Hafenviertels zugegebenermaßen schon etwas zynisch ist. Nach einer Runde Futsal am frühen Abend war dann auch dieses Wochenende passé.

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