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Genf-Praktikum - MLP Stipendienprogramm

Genf-Praktikum - MLP Stipendienprogramm

Mein erster Arbeitstag fing ziemlich spannend an. Ich war am Tag zuvor so sehr damit beschäftigt, mir die Innenstadt anzuschauen, dass mir gar nicht in den Sinn kam, dass ich eigentlich gar nicht wusste, wo Procter&Gamble überhaupt liegt? Ich hatte mir zwar eine Verbindung aus dem Internet rausgesucht, aber schon beim Umsteigen war ich mir nicht mehr so ganz sicher, ob ich den richtigen Bus nehme, geschweige wie ich von der Bushaltestelle zum Haupteingang finde. In meiner Not habe ich daraufhin den Erstbesten angesprochen, ob er denn zufällig wüsste, wie man zu P&G kommt? Und ganz rein zufällig sagt der Erstbeste (ein Italiener, der auf den Namen Luca hört), dass er selbst vor zwei Wochen bei Procter als „New Hire“ angefangen hat und als Financial Analyst tätig ist. Wir kamen schnell ins Gespräch und Luca war dann auch so freundlich und hat mich bis zur Rezeption begleitet.

Dort wurde ich anscheinend schon erwartet. Noch während ich darauf gewartet habe, dass mein Chef mich abholt, bekam ich einen Jahrespass für die öffentlichen Verkehrsmittel und meinen temporären Firmenausweis ausgehändigt. Kaum eine Stunde später war ich mit Laptop, Telefon und Headset ausgestattet und durfte mich an meinem Arbeitsplatz einrichten. Klasse, wenn alles gleich von Anfang an funktioniert! Mein Chef, ein Franzose, stellte mich der Abteilung vor und führte mich durch das Gebäude. Die Arbeitsumgebung war schon anders als alles, was ich bislang gesehen habe. Jedes Stockwerk hat eine Kaffee-Lounge mit etagen-individuellem Design, im 4.Stock lief den ganzen Tag MTV auf zwei Flachbildfernsehern und im ersten Untergeschoss, wo sich die Konferenzzone befindet, sah ich türkisfarbene Hocker, orangefarbene Wände, rote Sofas und individuell gestaltete Meetingräume. “Power of People”, “Power of Agility” und “Power of Minds” – in großen, bunten Lettern standen die Werte des Unternehmens an den Wänden, so selbstverständlich als ob sie zum Leben gehören wie das Atmen.

Auslandsstipendium Genf – Programm der MLP Finanzdienstleistungen AG für Auslandspraktika

Auslandsstipendium Genf – Programm der MLP Finanzdienstleistungen AG für Auslandspraktika

Am Nachmittag erhielt ich auch gleich die Einführung in meine anstehenden Aufgaben (“on-boarding” genannt). Als Finance-Praktikantin im Bereich P&G Pharmaceuticals sollte ich in den nächsten 3 Monaten Wettbewerbsanalysen für die Marke “Actonel” für Western Europe machen. Actonel? Noch nie davon gehört. Actimel kenn ich, aber das ist ein probiotischer Drink und außerdem von Danone und nicht P&G. Was verbarg sich also hinter der Marke Actonel? Nun, Actonel ist – eigentlich untypisch P&G – kein klassisches Fast Moving Consumer Good, welches man in den Drogerien dieser Welt vorfindet, sondern ein verschreibungspflichtiges Medikament zur Osteoporose-Prävention. Als solches ist es jedoch ziemlich erfolgreich und gehört mitunter zu den sogenannten “Billion-Dollar-Brands”, also Marken, die im Jahr mehr als eine Millarde Dollar Umsatz erwirtschaften. Allein für Western Europe liegt Actonel umsatzmäßig auf Platz 5 und somit noch vor Marken wie Head&Shoulders.

Die Arbeitswoche war recht anstrengend, da ich gut eingespannt war und jede Menge spannende Aufgaben bekommen habe. Dann war hier auch alles sehr angespannt und hektisch, da die Markteinführung einer neuen SAP Software bevor stand. Das fand ich total aufregend – ein Glück, dass ich gerade jetzt und diesem Team mein Praktikum machen darf!

Am 19. September hat SAP dann endlich die neue Software in New York vorgestellt. Wir hier in Banglore haben natürlich fleißig mit gefeiert. Auf der Dachterrasse des größten Gebäudes auf dem Campus fand die Party mit knapp 300 Mitarbeitern statt. Auf vier großen Leinwänden wurde die Veranstaltung live von New York übertragen. Die Stimmung war klasse, man hat den Leuten richtig angemerkt, wie stolz sie auf sich waren und sogar ich habe mich davon anstecken lassen, obwohl ich nur knapp 3 Monate an der Software mitgearbeitet habe!

Bangkok

Drei Tage Thailand. Wenn man aus Indien kommt, ist ein Kulturschock mal wieder unvermeidbar. Neue saubere Straßen mit teilweise mehr als 3 Spuren, Taxis, die schneller als 40km/h fahren, Autos die nicht hupen und nicht von beiden Seiten überholen, Hochhäuser mit mehr als 20 Stockwerken… Lina aus Litauen, Manasa aus Indien und ich konnten unseren Augen kaum trauen. Nach knapp vier Stunden Flug war man in einer anderen Welt gelandet.

Wir sind erstmal zur ‘Khao Sarn Road’ gefahren und haben uns dort ein schönes Hotel gesucht. Khao Sarn hat mich sehr an die Sternschanze in Hamburg erinnert – hauptsächlich junge, etwas alternative Leute und viele Backpacker-Hippies, total entspannte Atmosphäre, viele billige Shops und schöne Cafes und Kneipen.

Auslandsstipendium Bangalore – Stipendienprogramm von MLP

Auslandsstipendium Bangalore – Stipendienprogramm von MLP

Auf dem Touristenprogramm standen einige Buddha-Tempel, eine Bootsfahrt in den Sonnenuntergang auf dem Chao Phraya River, Silom und PatPong und natürlich der ‚Grand Palace’. Am nächsten Tag sind wir Sky-Train zum Chatuchak Market gefahren. Der Sky-Train in Bangkok ist ein Erlebnis der besonderen Art, vor allem für uns drei Inderinnen, die jeglichen Bezug zur modernen Welt verloren hatten. Der Chatuchak Markt besteht anscheinend aus etwa 9000 Ständen. Wir haben fast den ganzen Tag da verbracht und schätzungsweise etwa ein Viertel davon gesehen. Abends war jeder von uns schwer beladen mit Einkaufstüten und das Portemonnaie war um einiges leichter geworden, was aber immer noch in keinem Verhältnis zu den Unmengen an Einkäufen stand.

Für den Abend hatten wir eine Verabredung mit meinem Studienkollegen aus Hamburg, der aus Bangkok stammt und hier auch zurzeit sein Praktikum macht. Mit seiner Familie sind wir in ein sehr schönes Restaurant direkt am Chao Phraya River gegangen und haben uns echte Thai-Küche vorführen lassen.

Indische Hausparty

Freizeitbeschäftigungen Auslandsstipendium in der Indien  - MLP Finanzdienstleistungen AG

Freizeitbeschäftigungen Auslandsstipendium in der Indien - MLP Finanzdienstleistungen AG

Freitag hat mich eine Kollegin zu sich nach Hause eingeladen. Der ‚Cultural Exchange’ war wieder sehr interessant. Wir haben uns über das Schulsystem und einmal mehr über mein Lieblingsthema „arranged marriages“ unterhalten. Und wieder einmal wurde ich ungläubig oder fast geschockt angeschaut, als ich erzählte, dass mir meine Eltern bestimmt nicht bei der Suche nach einem passenden Ehemann helfen würden. „Auch nicht, wenn du allein niemand findest?“ kam die Frage zurück. „Nein, auch dann nicht. Selbst wenn sie wollten, würde es schwer für sie werden, da sich in Deutschland die weinigsten gern von den Eltern bei der Partnerwahl reinreden lassen.“ Verständnislose Gesichter. Das hieße ja, man müsse alleine bleiben, wenn man alleine keinen Partner findet. „Ja, kommt schon vor…“ musste ich einräumen.

Zu recht später Stunde kamen wir dann noch auf die tolle Idee, mich in einen Sari zuwickeln, was ich ja sowieso unbedingt noch einmal machen wollte. Gar nicht so einfach, das richtig anzuziehen. Es gibt verschiedene Techniken und was für mich perfekt aussah, war laut meiner Freundin eher sporadisch.

Ich kann es noch nicht wirklich fassen, dass meine Zeit hier schon wieder fast vorüber sein soll… Noch drei Arbeitstage, dann noch etwas Strandurlaub in Goa und schon muss ich wieder zurück ins kalte und verregnete Deutschland. Hätte ich nie gedacht, dass mir das so schwer fallen wird. Jetzt geht’s ans Packen, aus der Wohnung und aus dem Zimmer im Gästehaus ausziehen, Formalitäten bei SAP klären, Pläne für Goa und meinen anschließenden Heimflug machen…

Mit MLP in der Schweiz

Mit MLP in der Schweiz

Da ich an meinem ersten Tag um 19.10 Uhr vor dem Supermarkt stand, ihn natürlich bereits geschlossen vorfand und daraufhin zum ersten Mal in meinem Leben 6 Euro für einen Döner gezahlt habe, machte ich mich am zweiten Tag direkt auf, um meinen leeren Kühlschrank zu füllen. Obwohl ich mich vorher bereits auf das höhere Preisniveau eingestellt habe, musste ich doch recht schlucken, als die Kassiererin knapp 100 Schweizer Franken von mir haben wollte. 60 Euro für Müsli, Joghurt, Nudeln und Klopapier?? Willkommen in der Schweiz, dachte ich mir…

Nachdem die Nahrungszufuhr erstmal gesichert war, ging es auf in die Stadt. Genf ist mit knapp 200.000 Einwohnern nicht sonderlich groß, vom Apartment läuft man in ca. 10-15 min direkt zum See. Kurz davor befindet sich auch die Haupteinkaufsstraße (Rue de Rive), wo man so ziemlich sämtliche Läden findet, die man benötigt. Ich habe mir dort erstmal einen Adapter gekauft, nachdem ich am Tag zuvor festgestellt habe, dass Steckdosen in Schweiz einzigartig gebaut sind und selbst mein Travelkit (angeblich für weltweiten Einsatz) mir nichts nutzte.

Beim Schlendern durch die Straßen merkt man schnell: Genf ist eine Stadt, wo sich viel Geld befindet. Indizien hierfür lassen sich nicht nur anhand der der Anzahl der Privatbanken, die rund um den See verstreut sind, festmachen, sondern auch an den Läden in der Rue du Rhone (Louis Vuitton, Armani, Bulgari, Breguet, Chopard und viele weitere Labels sind hier präsent) und vor allem an den Autos, die durch die Stadt fahren. So war es keine Seltenheit, dass mal ein Mercedes SLK, ein Porsche Turbo S und ein Aston Martin hintereinander an einer Ampel warten.

Stipendium für Indonesien – MLP AG

Stipendium für Indonesien – MLP AG

Ich bin hier augenblicklich in zwei Projekte eingespannt, die immer mehr ins Rollen kommen. Zum einen das bereits erwähnte Complaint Management Projekt. Insbesondere die Life-Seite von Allianz Indonesia ist in der letzten Zeit exorbitant gewachsen. Die Ressourcen in der Company kommen da kaum nach. Trotz allem besteht kein professionelles Complaint-Management. Bisher haben zum Beispiel die Call-Center Mitarbeiter immer probieren müssen, Complaints selbstständig nachzugehen, indem sie von Abteilung zu Abteilung laufen, um die notwendigen Informationen zusammen zu suchen. Von professionellen und klaren Regeln, wie Complaints eskaliert und reported werden, ist man noch weit entfernt. Dies soll sich mit diesem Projekt ändern. Zum anderen, und mit dem Complaint Projekt eng verbunden, gibt es ein Projekt zur Neugestaltung der Call-Center Struktur. Ich war zunächst dafür verantwortlich, eine Zusammenfassung und Analyse der aktuellen Call-Center Struktur durchzuführen. Dazu habe ich mich regelmäßig mit den verantwortlichen Unterabteilungsleitern getroffen. Meine Analyse hat eine sehr komplexe Struktur mit einer verbesserungsbedürftigen Leistung aufgedeckt. Meine Ergebnisse, die ich an den neuen Director für Innovation, Pak Lee, berichtet habe, wird er nun in der nächsten Vorstandssitzung zum Anlass nehmen, um eine vollständige Umgestaltung der physischen Call-Center Struktur vorzuschlagen.

Das Wochenende ging wieder in Windeseile um. Freitagabend gab es das Oktoberfest in Jakarta. Es wurde extra eine bayrische Band aus Garmisch eingeflogen und es gab ein vorzügliches deutsches Buffet. Eine sehr witzige Veranstaltung. Samstagabend wurde ein weiterer Club inspiziert und zwischendurch habe ich mich wieder mit dem anstehenden GRE auseinandergesetzt.

Auslandspraktikum in der Schweiz – Stipendienprogramm von MLP

Praktikum in Genf – MLP Programm für Auslandspraktikumsplätze

Praktikum in Genf – MLP Programm für Auslandspraktikumsplätze

Am 10. September 2007 kam ich nach einer 9-stündigen Zugfahrt in Genf an und fand mich in einer Bahnhofshalle wieder, wo Menschen unterschiedlichster Nationalitäten herumliefen und eine Sprache sprachen, die ich leider nicht beherrschte – Französisch. Umgeben von Stimmenwirrwarr machte ich mich sofort daran, die ersten Dinge auf meiner To-Do Liste zu erledigen. Ganz oben standen: Schweizer Franken besorgen, Fahrkarte kaufen und Busstation finden. Hört sich einfach an? Stellte sich als nicht ganz so trivial heraus: Es gab im Genfer Bahnhof zu der Zeit nämlich nur einen funktionierenden Bankautomaten, der Fahrkartenautomat hat nur Münzen angenommen (der Bankautomat gab natürlich Geldscheine heraus) und die gesuchte Bushaltestelle lag, entgegen der Beschreibung, nicht am Bahnhof, sondern 3 Straßen weiter!

Nach ca. einer halben Stunde war ich um diese Erkenntnisse reicher und saß endlich in der Linie 3 in Richtung Champel, wo sich meine Unterkunft für die nächsten 3 Monate befand. Der Einzug verlief problemlos. Man bekommt vorher von Cartus, einer Servicefirma, die für P&G die temporären Unterkünfte managt, die Apartmentnummer und den Zugangscode zum Gebäude mitgeteilt. Der Schlüssel zum Apartment befindet sich unter der Fußmatte vor der Tür (soviel zum Thema Sicherheitsstandards in der Schweiz!). Das Apartment selbst ist nicht besonders groß, aber dafür komplett ausgestattet. Man muss also einfach nur mit seinem Hab und Gut einziehen. Der große Vorteil ist, dass P&G (fast) alle Praktikanten und Berufsanfänger (so genannte “New Hires”) in diesem Gebäudekomplex unterbringt, so dass man schnell Leute kennen lernt und in der Regel morgens nie alleine zur Arbeit fahren muss.

Das Apartmentgebäude liegt im Stadtteil Champel, einer recht “guten” Gegend unweit von der Innenstadt. In unmittelbarer Nähe befinden sich zwei Supermärkte, eine Post, ein sehr nettes Café mit tollem Sonntags-Brunch und ein Kiosk, wo man bis 24 Uhr noch Chips, Kekse, Saft, Bier und andere notwendige Dinge des Lebens bekommt. Angesichts der Tatsache, dass die normalen Supermärkte in der Regel um 19 Uhr schließen, ist dies eine durchaus wichtige Information, die so einige Get-Together-Abende gerettet hat.

Mit einem Hochgefühl aus Mosambique zurück wurde meine Stimmung ruckartig getrübt. Freunde aus Johannesburg erzählten mir, dass sie vor ihrer Haustür überfallen wurden. Glücklicherweise kam niemand zu schaden, allerdings wurden ihnen alle Wertsachen abgenommen. Es ist nun mal Südafrika. Und in Sachen Kriminalitätsbekämpfung und Prävention muss hier noch einiges getan werden.

Habe die Woche über am Prinzip der Gepäckraumabdichtung gearbeitet. Ich wollte mir die zugehörigen Teile der alten Busgeneration zur Ideenfindung anschauen, allerdings wurden diese im Laufe der Lagerumstrukturierung verschrottet. Habe aber auch so ein sinnvolles Prinzip erarbeitet.

Am Montag der darauf folgenden Woche gab es eine Sturmankündigung, sodass alle Arbeiter des Werks frühzeitig nach Hause geschickt wurden, um dem Sturm zu entgehen. Es stellte sich allerdings heraus, dass die Ankündigung eine Art „Radioente“ war. Nichtsdestotrotz war das Wetter in dieser Woche überaus stürmisch. Und da der Boden hier viel Erz (auch Eisen) beinhaltet, kam es fast täglich zu beeindruckenden Blitzgewittern. Am Donnerstag herrschte totales Chaos auf den Straßen. Fast alle Ampelanlagen in der Region sind ausgefallen und der starke Regen hatte eine Reihe von Unfällen zur Folge. Viele Wohngebiete waren die Nacht über ohne Strom. Die Tatsache, dass diese Probleme anscheinend öfter auftreten und keine Besserung der Lage erwartet wird, ist ehrlich gesagt beängstigend.

Nachdem ich alle Einzelteilzeichnungen für die kostenreduzierte Seitenklappenvariante fertig hatte, wurden diese zur Preisfindung und Herstellung an den Zulieferer gesendet. Während nun auf die Teile gewartet wird, habe ich mich an die Zusammenbau- und Installationszeichnungen gesetzt.

Auslandspraktikumsplatz in Johannesburg

Auslandspraktikumsplatz in Johannesburg

Die beiden Wochenenden waren diesmal entspannter. Nach den zwei vorigen Wochenenden auf Tour ist mir eine solche Pause auch sehr genehm. Während das Wetter draußen verrückt spielte, haben wir es uns gemütlich gemacht und traditionelle afrikanische Gerichte zu uns genommen, die meine Gastfamilie zubereitet hat.

Zum Schluss erwähne ich (mal wieder), dass ich einen neuen Mietwagen habe. Liegt aber auch nur daran, des der Corsa zur vorgeschriebenen Inspektion musste. Diesmal haben die mir einen Japaner gegeben. Einen Yaris. Und ich muss sagen, ich bin positiv überrascht. Diesen Wagen hätte ich gerne von Beginn an gefahren.

Gleich am Montag habe ich dem zuständigen Vorarbeiter sowie den Schweißern einen Satz der aktualisierten Assembly-Zeichnungen für die Seitenklappen überreicht. Der Stempel „APPROVED BY PRODUCTION“ darf da nicht fehlen. Das persönliche Überreichen und Erklären der neuen Zeichnungen erweist sich als bestes Mittel, um die Änderungen schnellstmöglich umsetzen zu lassen.

Am Dienstag gab es Besuch aus Deutschland. ISO-Prüfer nahmen alle Abteilungen unseres Werks unter die Lupe. Den geprüften Abteilungsleitern war die Nervosität anzumerken. Am Nachmittag, nach überstandenem ISO-Audit, wurde es noch mal hektisch. Die Arbeiter eines ortsansässigen Busherstellers kamen erneut vor unser Werkstor marschiert (s. vorigen Bericht) und verlangten die Teilnahme der MAN Arbeiter an deren Streik. Nur eine lange Verhandlungsrunde zwischen Streikführer und Personal- und Werksleitung konnte Schlimmeres verhindern.

Am Mittwoch wurde mir ein neues Projekt zugeteilt: Cost Reduction. Dieses Projekt wird von mehreren Mitarbeitern bearbeitet. Das Abteilungsübergreifende Ziel ist, die Kosten für die Herstellung eines Busses zu minimieren. Aufgrund meiner bisherigen Tätigkeit, wurde mir die Kostenreduktion der Seitenklappen anvertraut. Als erster Punkt wurde entschieden, eine dünnere Aluminiumplatte mit Rohrrahmenverstärkung zu verwenden. Schon allein die Verminderung des benötigten, teuren Aluminiums ergibt eine beachtliche Kostensenkung.

Freizeitbeschäftigungen Auslandspraktikum in Afrika - MLP Finanzdienstleistungen AG

Freizeitbeschäftigungen Auslandspraktikum in Afrika - MLP Finanzdienstleistungen AG

Da der kommende Montag ein nationaler Feiertag war (Heritage Day), habe ich mit meinen Freunden einen Kurzurlaub nach Mpumalanga gemacht. Dieses Gebiet in Südafrika bietet wunderschöne Landschaften. Zuerst ging es jedoch für den kompletten Samstag in den weltbekannten Krüger Nationalpark. Natürlich konnten wir nur einen Bruchteil dieses riesigen Wildschutzgebietes besichtigen. Wir konnten so einige interessante Tierarten ganz nah erleben: Springböcke, Affen, Elefanten, Büffel, Giraffen, Nilpferde, etc. Nur die Löwen haben sich in der brütenden Hitze gut versteckt. Am Sonntag fuhren wir entlang der Panoramic Route, die einem unfassbar schöne Aussichten bietet. Eine der Stationen wird z.B. „God’s Window“ genannt. Absolut empfehlenswert.

Stipendium für Afrika – MLP AG

Stipendium für Afrika – MLP AG

Während der folgenden Woche beschäftige ich mich weiterhin mit dem Projekt Cost Reduction. Für die neue Variante der Seitenklappe forderte ich Musterteile an. Nur leider hat der Zulieferer die Maße auf meiner zugefaxten Zeichnung komplett ignoriert und mir somit unbrauchbare Teile zugesendet. Ansonsten wäre noch anzumerken, dass ich nun bereits meinen vierten Mietwagen besitze. Da der Corsa zur vorgeschriebenen Inspektion musste, bekam ich diesmal einen Toyota Yaris, welcher mich positiv überraschte. Hätte diesen Wagen gerne von Beginn an gehabt.

Auslandspraktikum in Afrika

Auslandspraktikum in Afrika

Das folgende Wochenende wurde besonders interessant. Eine Gruppe Jugendlicher plant jedes Jahr einen Trip ins Nachbarland Mosambik. Da ich zum diesjährigen Kurzurlaub herzlich eingeladen wurde, hieß es, Visum besorgen und ab ans Meer! Mosambik ist wirklich atemberaubend! Die Strände sind wunder-schön. Ich bin überaus glücklich, auch mal ein anderes Afrikanisches Land kennen gelernt zu haben. Denn Mosambik ist wirklich anders als Südafrika: Sprache, Mentalität, Klima…

Praktikum in Johannesburg – MLP Programm für Auslandspraktikumsplätze

Praktikum in Johannesburg – MLP Programm für Auslandspraktikumsplätze

Afrika ist unglaublich facettenreich.

Letzte Woche war Board Meeting hier in Indien. Das hieß, der gesamte SAP Vorstand und um die hundert Manager kamen aus Deutschland und der ganzen Welt angeflogen und haben hier ein wenig Chaos angezettelt. Hier fuhren die Shuttles nicht mehr wie gewohnt, Mittagessenszeit wurde nach hinten verschoben und es wurden E-Mails mit der Bitte verschickt, man solle doch nicht soviel in den Kaffeeecken rumhängen.

Das Board (Vorstandsvorsitzende und die Vorstandsmitglieder) verbrachte erst zwei Tage in Delhi, dann kamen sie Mittwoch nach Bangalore. Als Donnerstag dann zehn große silberne Mercedes mit je einem komplett in weiß gekleidetem Chauffeur vor dem Hauptgebäude des SAP Campus standen, merkte man: Hier geht was Wichtiges vor. Den ganzen Tag über lief man Männern und Frauen im Anzug über den Weg, die deswegen heraus stachen, weil es sonst bei SAP keinen Dress-Code gibt und alle Mitarbeiter recht ‚casual’ angezogen sind.

Beim großen All-Hand-Meeting war ich leider nicht, da es ursprünglich hieß, Praktikanten könnten dort nicht hin. Als sich das kurzfristig änderte, war ich schon zu spät dran, einen Pass zu beantragen. Dafür war ich dann beim All-Hand-Meeting meines Departments R&BI (“Research and Breakthrough Innovation”). Auch dort hatte ich die Chance einige der Board-Mitglieder von SAP einmal aus der Nähe zu sehen und zu hören.

Rikscha fahren in Indien

Man tut es fast jeden Tag, verbringt viel Zeit damit und es sollte nach einer Weile eigentlich das Normalste der Welt sein. Und trotzdem ist Rikscha fahren in Indien jeden Tag ein kleines Abenteuer! Oft, wenn ich Heim komme, ist das Erste, was ich erzähle: „Heut hatte ich aber wieder einen lustigen, verrückten, blöden oder netten Rikschafahrer. Da hat der doch tatsächlich…“

Mit MLP in der Indien

Mit MLP in der Indien

Die Regeln lernt man mit der Zeit. An den mehr befahrenen Straßen tummeln sich mehrere Rikschafahrer rum und machen meistens Pause. Wenn sie uns Weiße sehen, klingeln in ihren Augen schon die Dollarzeichen. Deswegen ist es erstmal ein Kampf, einen vernünftigen Preis auszuhandeln. Mittlerweile weiß ich die Preise ganz gut, doch trotzdem muss man als Weißer meistens etwas mehr bezahlen. Teuer wird es nachts oder wenn es regnet. Die frechsten Fahrer verlangen dann gern mehr als doppelt so viel. Man sollte nie unter allzu großem Zeitdruck stehen, wenn man eine Rikscha nimmt – das ist tödlich für die Nerven. Je nach Tageszeit, Rikscha und Laune des Rikschafahrers kann man für ein und dieselbe Strecke zwischen 15 Minuten und 1,5 Stunden brauchen. Eine Besonderheit, über die ich mich immer sehr freue, sind Rikschafahrer, die ohne jedes Wenn und Aber den Meter anmachen und sich dann total über ein kleines Trinkgeld freuen. Leider passiert das nicht so oft…

Mein täglicher Spaziergang durchs Dorf

Mit der MLP Finanzdienstleistungen AG in Bangalore

Mit der MLP Finanzdienstleistungen AG in Bangalore

Pünktlich 7.15 Uhr morgens, oder manchmal auch fünf Minuten später, verlasse ich meine Wohnung und mache mich auf den Weg zur Bushaltestelle. Die etwa 15 Minuten lange Strecke führt mich durch die kleinen Gassen unseres Stadtteils, der so gar nicht städtisch wirkt. Ich laufe unter Palmen entlang an einer Müllhalde, in der streunende Hunde wühlen, in der Hoffnung, etwas Essbares zu finden. Rechts an der Straße melkt ein Mann eine Kuh. Sein Sohn hilft ihm, die wertvolle Milch in Kannen umzufüllen. Da sitzen zwei etwa zehnjährige Mädchen vor einem Haus und unerhalten sich fröhlich während sie auf einem Stein Wäsche waschen. Fasziniert schauen sie zu mir hoch und grinsen mich an. Ein Stück weiter hält ein Mann gerade seine morgendliche Dusche. Er sitzt im Gras neben seiner Hütte, die viel mehr ein Zelt aus blauen Planen ist, seift sich ein und leert sich anschließend einen großen Eimer Wasser über den Kopf.

Ich muss mich beeilen, bin schon spät dran. In den kleinen Gassen herrscht schon reges Leben. Hauptsächlich Frauen kehren vor ihrem Haus, erneuern Mandalas auf dem Boden vor ihrem Hauseingang mit weißer Kreide oder bringen den Müll raus. Da drüben stehen wie jeden Morgen die Männer bei dem kleinen portablen Teeladen, der aus einem überdachten Tisch mit Rädern besteht, und trinken ihren ersten Chai. Sie beachten mich schon kaum noch, da sie die ‚Weiße’, die hier jeden Morgen lang läuft, schon kennen. Das Schulmädchen, das an einem anderen Tisch mit Rädern Puris (frittiertes Fladenbrot) zum Frühstück verkauft, sticht sehr aus der Menge heraus, denn mit ihrer Schuluniform sieht sie sehr westlich gekleidet aus. Wahrscheinlich fährt ihr Schulbus später hier ab und sie verdient sich oder besser gesagt ihrer Familie hier ein kleines Taschengeld dazu.

Ich höre muslimische Gebetsgesänge aus Lautsprechern. Direkt beim Agara Circle, wo auch mein Bus fährt steht eine noch nicht fertig gestellte Moschee neben einem riesigen, ebenfalls noch nicht fertig gestellten Hindu-Tempel. Die Rikschafahrer recken schon die Hälse, hoffen, dass ich eine ihrer Rikschas anpeile. Doch ich laufe schnell über die Straße und stelle mich auf der anderen Seite zu den vielen anderen wartenden Indern, um dort auf den SAP Shuttle zu warten.

Mysore

Praktikumsbericht Bangalore

Praktikumsbericht Bangalore

Diesmal waren wir nur einen Tag draußen aus Bangalore, nämlich in Mysore. Die 3,5 Stunden lange Fahrt kam einem vor, wie nichts, nachdem unsere letzten Trips uns immer eine ganze Nacht Fahrt gekostet haben. Per Rikscha haben wir uns die Sehenswürdigkeit Mysores angeschaut. Nicht selten kam es vor, dass Inder uns fragten, ob sie nicht ein Foto mit uns machen dürften. Beim Mysore Palace bin ich dann endlich auf einem Elefanten geritten, so wie ich mir das in Indien erträumt hatte.

Abschied nehmen fällt immer schwer. Aber besonders fiel es mir schwer, mich von meinem Freund Shaoming zu verabschieden, da ich wusste, dass ich ihn erst einmal eine ganze Weile nicht sehen werde. Er hatte sich sowohl im Privaten als auch Beruflichen so gut um mich gekümmert, hat mir alles gezeigt und wir hatten sehr viel Spaß zusammen. Durch ihn hatte ich die Möglichkeit, Shanghai und die chinesische Mentalität richtig zu verstehen und zu erleben und ich hoffe, mich dafür in Deutschland bei ihm und seiner Familie revanchieren zu können.

Vielen Dank noch einmal an MLP als Sponsor, Fuchs & Klemm Personalagentur für das interessante und spaßige Accessmentcenter, und natürlich auch an Ekkehard Rathgeber von JILIN Investment, von dessen großen Erfahrungsschatz ich sehr oft profitieren konnte, und an das ganze Team von Mu Ying Zhi Jia, speziell aber noch einmal an Shaoming Yang für das in so vielen Hinsichten unvergessliche und schöne Praktikum. Ich habe in diesem Praktikum noch so viele weitere Sachen erlebt, aber dafür reicht der Platz leider nicht aus und viele Dinge kann man einfach nicht beschreiben, die muss man erlebt haben. Deshalb kann ich euch nur alle motivieren, die unersetzlichen Erfahrungen selbst zu machen, wofür euch MLP die besten Chancen bieten kann. Als ich mich beworben hab, habe ich selbst erst gar nicht an den Erfolg gedacht, sondern wollte mich nur in Accessmentcentern verbessern und Erfahrungen sammeln. Dann ging alles ganz schnell und ich habe als einer der Gewinner auf der Bühne gestanden. Ich kann nur noch einmal alle motivieren, bei diesem Wettbewerb mitzumachen, weil neben den Auslandspraktika auch erstklassige Inlandspraktika und Kontakte zu Topfirmen winken.

Ich bin unendlich froh, diese Erfahrungen gemacht haben zu dürfen und so sollte mein Praktikum im Land der Mitte enden wie es angefangen hat, nämlich mit einer Feier im Kreise meiner Liebsten!

Beim MLP Programm werden jährlich Stipendien von MLP für Auslandspraktikumsplätze vergeben. Die Vergabe der MLP Stipendien findet einmal jährlich statt. Für das Jahr 2010 werden insgesamt 16 Stipendien von der MLP AG vergeben.

Für Pak Banua, dem Chief of Agency von Allianz Indonesia, brachte ich in dieser Woche die neue Agency-Struktur zu Papier, die am Donnerstagnachmittag dann in einem Meeting mit den Agency-Leadern und den Verantwortlichen Führungskräften aus dem Allianz Office bekannt gegeben wurde. Am Donnerstag gab es auch noch einen Blood Drive, bei dem ein beeindruckender Anteil an Allianz-Mitarbeitern Blut gespendet hat (was möglicherweise auch daran lag, dass die Zeit fürs Spenden von der Arbeitszeit abging). Am Freitag wurde ich dann zwei neuen Projekten zugewiesen, die mich wohl die kommenden Wochen ordentlich beschäftigen werden.

Praktikum in Jakarta – MLP Programm für Auslandspraktikumsplätze

Praktikum in Jakarta – MLP Programm für Auslandspraktikumsplätze

Auch am dritten Wochenende in Jakarta kam keine Langeweile auf. Am Freitagabend waren wir auf einem kleinen Rockkonzert und am Samstag gab es ein famoses Barbecue im Hause meines Praktikantenbetreuers Martin. Den Samstag habe ich zum shoppen genutzt und am Sonntag musste ich leider damit beginnen, mich auf den GRE-Test vorzubereiten, den ich in gut 5 Wochen absolvieren werde. Ich fürchte, dass dieser Test mich an den nächsten Wochenenden leider noch öfter beschäftigen wird…

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