7. und 8. Arbeitswoche – Mit MLP in Bangalore
Ich bin zurzeit gut eingedeckt mit Arbeit und habe echt interessante Aufgaben bekommen. Ich arbeite an drei Projekten gleichzeitig. Erstens mein Hauptprojekt „Performance Analysis“, in das ich am meisten Zeit investiere. Diese Woche bin ich oft länger geblieben, um Deadlines einzuhalten. Meine Messergebnisse werden von Managern in Deutschland dringend benötigt, um weitere Schritte zu planen. Zweitens: „Globalization Testing“. Hier teste ich, ob die Software für verschiedene Länder, Sprachen, Zeitzonen kompatibel ist. Und Drittens: „Volume Testing“, hier werden Grundfunktionalitäten und Oberflächen getestet. Langweilig wird mir also nie. Mittlerweile habe ich mich auch so gut in mein Team eingearbeitet, dass ich gar nicht mehr gehen will. Außerdem wurde ich zur „Performance Expertin“ in unserem Team ernannt, weswegen ich oft Kollegen, die kleinere Performance Messungen durchführen müssen, Einführungen in das Thema geben muss. Das macht mir echt Spaß, weil ich dann zeigen kann, was ich gelernt habe.
Außerdem bin ich umgezogen. Die letzten eineinhalb Monate habe ich im SAP Gästehaus gelebt. Dort ist es eigentlich echt komfortabel und vor allem sauber. Doch jetzt habe ich beschlossen, auf diesen ganzen Luxus zu verzichten und in eine WG zu ziehen. Ich wohne nun in einer gemütlichen 2-Zimmer-Wohnung im HSR Layout. Anstatt Pool, Putzfrauen und gemachtem Frühstück erwarten mich dort eine dreckige, aber gemütliche Küche – endlich selber kochen! – und teilweise recht dörfliche Nachbarschaft, in der ich mich aber wohler fühle, weil es persönlicher und echt indisch ist.
Wonder La

Stipendium für Bangalore – MLP AG
Am Wochenende haben mich meine Kollegen mit ins Wonder La genommen, ein indischer Freizeitpark, der etwas außerhalb Bangalores liegt. Der Park besteht aus Land- und Wasseraktivitäten. Also haben wir uns vormittags noch schön trocken von allerlei Gerätschaften durch die Luft wirbeln lassen. Meine Kollegen und ich haben geschrieen und gekreischt was das Zeug hält und sind die meisten Sachen mindestens zweimal gefahren. Nach dem Mittagessen wurde es dann nass. Doch nur Männer durften Badehosen anziehen. Frauen blieben komplett bekleidet. So ging es Wasserrutschen und Wildwasserbahnen hinunter. In der Rain-Disko habe ich von ein paar lustigen Inderinnen Bollywood-Tanzschritte gelernt. Die Tanzfläche war durch ein Gitter getrennt und die Jungs mussten auf der anderen Seite bleiben. Auch dieser Tag hat wieder einmal dazu beigetragen, mein Team sowie die indische Kultur besser kennen zu lernen und ich hatte jede Menge Spaß dabei.
Pondicherry

Mit MLP in der Indien
Palmen, Strand und Meer – blauer Himmel, Sonne und keine Spur vom Monsun. Indien von seiner besten Seite… Diesmal ging unser Wochenendausflug an die Ostküste. Erster Zwischenstopp war Chennai, das ehemalige Madras. Wir kamen dort im Morgengrauen an und setzten uns gleich in den nächsten Bus, um das südlich von Chennai liegende traumhafte Pondicherry zu erreichen und mieteten uns dort eine Strandhütte mit Blick aufs Meer. Den restlichen Tag verbrachten wir damit, in der Hängematte zu relaxen und hin und wieder ins Meer zu springen. Mal wieder wurden wir weißen Eindringlinge schnell von den indischen Kindern entdeckt und mussten unzählige Fotos schießen. Ich konnte mich erst losreißen, als ich ihnen erzählte, die Batterie meiner Kamera wäre leer.








