Join the best Blog Eine Initiative von MLP

Ich bin zurzeit gut eingedeckt mit Arbeit und habe echt interessante Aufgaben bekommen. Ich arbeite an drei Projekten gleichzeitig. Erstens mein Hauptprojekt „Performance Analysis“, in das ich am meisten Zeit investiere. Diese Woche bin ich oft länger geblieben, um Deadlines einzuhalten. Meine Messergebnisse werden von Managern in Deutschland dringend benötigt, um weitere Schritte zu planen. Zweitens: „Globalization Testing“. Hier teste ich, ob die Software für verschiedene Länder, Sprachen, Zeitzonen kompatibel ist. Und Drittens: „Volume Testing“, hier werden Grundfunktionalitäten und Oberflächen getestet. Langweilig wird mir also nie. Mittlerweile habe ich mich auch so gut in mein Team eingearbeitet, dass ich gar nicht mehr gehen will. Außerdem wurde ich zur „Performance Expertin“ in unserem Team ernannt, weswegen ich oft Kollegen, die kleinere Performance Messungen durchführen müssen, Einführungen in das Thema geben muss. Das macht mir echt Spaß, weil ich dann zeigen kann, was ich gelernt habe.

Außerdem bin ich umgezogen. Die letzten eineinhalb Monate habe ich im SAP Gästehaus gelebt. Dort ist es eigentlich echt komfortabel und vor allem sauber. Doch jetzt habe ich beschlossen, auf diesen ganzen Luxus zu verzichten und in eine WG zu ziehen. Ich wohne nun in einer gemütlichen 2-Zimmer-Wohnung im HSR Layout. Anstatt Pool, Putzfrauen und gemachtem Frühstück erwarten mich dort eine dreckige, aber gemütliche Küche – endlich selber kochen! – und teilweise recht dörfliche Nachbarschaft, in der ich mich aber wohler fühle, weil es persönlicher und echt indisch ist.

Wonder La

Stipendium für Bangalore – MLP AG

Stipendium für Bangalore – MLP AG

Am Wochenende haben mich meine Kollegen mit ins Wonder La genommen, ein indischer Freizeitpark, der etwas außerhalb Bangalores liegt. Der Park besteht aus Land- und Wasseraktivitäten. Also haben wir uns vormittags noch schön trocken von allerlei Gerätschaften durch die Luft wirbeln lassen. Meine Kollegen und ich haben geschrieen und gekreischt was das Zeug hält und sind die meisten Sachen mindestens zweimal gefahren. Nach dem Mittagessen wurde es dann nass. Doch nur Männer durften Badehosen anziehen. Frauen blieben komplett bekleidet. So ging es Wasserrutschen und Wildwasserbahnen hinunter. In der Rain-Disko habe ich von ein paar lustigen Inderinnen Bollywood-Tanzschritte gelernt. Die Tanzfläche war durch ein Gitter getrennt und die Jungs mussten auf der anderen Seite bleiben. Auch dieser Tag hat wieder einmal dazu beigetragen, mein Team sowie die indische Kultur besser kennen zu lernen und ich hatte jede Menge Spaß dabei.

Pondicherry

Mit MLP in der Indien

Mit MLP in der Indien

Palmen, Strand und Meer – blauer Himmel, Sonne und keine Spur vom Monsun. Indien von seiner besten Seite… Diesmal ging unser Wochenendausflug an die Ostküste. Erster Zwischenstopp war Chennai, das ehemalige Madras. Wir kamen dort im Morgengrauen an und setzten uns gleich in den nächsten Bus, um das südlich von Chennai liegende traumhafte Pondicherry zu erreichen und mieteten uns dort eine Strandhütte mit Blick aufs Meer. Den restlichen Tag verbrachten wir damit, in der Hängematte zu relaxen und hin und wieder ins Meer zu springen. Mal wieder wurden wir weißen Eindringlinge schnell von den indischen Kindern entdeckt und mussten unzählige Fotos schießen. Ich konnte mich erst losreißen, als ich ihnen erzählte, die Batterie meiner Kamera wäre leer.

Auslandspraktikum Indonesien – MLP Stipendienprogramm

Auslandspraktikum Indonesien – MLP Stipendienprogramm

Wieder eine Viertageswoche, die wie im Fluge verging. Dazu beigetragen hat vor allen Dingen, dass ich Dienstag auf dem ganztägigen MDRT Meeting war. MDRT steht für Million Dollar Round Table und ist eine Art Bonusmeilenprogramm für Policenverkäufer. Es war ganz spannend zu sehen, mit wie viel Geschick die Redner die anwesenden Agents motivieren konnten. Motto des Tages: „If I could make it, you can make it!“ Am Donnerstag wurde dann der 11. Geburtstag von Allianz Indonesia gefeiert. Das ganze Büro wurde in der Nacht zum Donnerstag geschmückt und die einzelnen Abteilungen traten gegeneinander in einem Kostümwettbewerb an. Die Begeisterung und das Engagement, das dabei gezeigt wurde, haben mir deutlich gezeigt, dass der Arbeitgeber für den durchschnittlichen Indonesier eine echte Herzensangelegenheit ist – eine Erfahrung, die mir neu ist. Mittags wurde dann in Beisein aller Mitarbeiter die Geburtstagstorte angeschnitten. Auch hier wurde wieder viel gesungen und gefeiert. Eine solche Veranstaltung kann ich mir in Deutschland kaum vorstellen.

Auslandspraktikum in Indonesien – Stipendienprogramm von MLP

Auslandspraktikum in Indonesien – Stipendienprogramm von MLP

Am frühen Abend ging es schon wieder ins Wochenende, denn am Freitag war der indonesische Nationalfeiertag. Andrea, Stefanie, Yousuf und ich ließen diese Gelegenheit nicht ungenutzt: mit dem Nachtzug ging es noch am selben Abend nach Yogyakarte. Während Jakarta eindeutig das politische und ökonomische Zentrum darstellt, wird diese Stadt häufig als kulturelles Zentrum Javas angesehen. Und definitiv nicht zu unrecht: Hier treffen hinduistische, buddhistische und muslimische Einflüsse seit Jahrhunderten aufeinander und hier thronte ebenso lange der König von Yogyakarta über sein Reich in Zentraljava. Die Besichtigung von Borobodur, einem buddhistischen Tempel aus dem 8 Jahrhundert nach Christus und heute ein berühmtes Wahrzeichen Indonesiens, eine Besichtigung von Brambanan, eine nicht weniger eindrucksvolle hinduistische Tempelanlage, mit anschließendem Besuch des Brambanan Ballets (sehr empfehlenswert) und eine Hiking-Tour zum Mount Merapi, einer der aktivsten und gefährlichsten Vulkane der Welt, ließen definitiv keine Langeweile aufkommen. Ziemlich müde bestiegen wir folgegemäß am Sonntagabend unseren Nachtzug zurück nach Jakarta.

Die Woche über war ich hauptsächlich damit beschäftigt, an unterschiedlichen Brennpunkten als „Fire Fighter“ zu agieren, d.h. dringende Änderungen schnellstmöglich durchführen damit die Produktion nicht ins Stocken gerät. Werden einem solche „Notfälle“ in Obhut gegeben, sieht man sich plötzlich hohem Stress ausgesetzt. Immerhin muss am Besten sofort eine funktionierende Lösung gefunden werden. Die Problemkinder waren diesmal unzweckmäßige Schweißverbindungen, sowie falsch dimensionierte Innenverkleidungsplatten und Dichtleisten der Seitenklappen. Vor allem das Problem Schweißverbindungen war kritisch und konnte nur durch persönliches Instruieren der zuständigen Schweißer gelöst werden. Am Freitag gab es kurz vorm Einläuten des wohlverdienten Wochenendes eine spontane Gesprächsrunde mit den Managern des Engineering, in welcher noch mal IST- und SOLL-Zustand diskutiert wurden.

MLP Programm für Auslandspraktika

MLP Programm für Auslandspraktika

Am Samstag wurde es dann kriegerisch. Zu acht sind wir zum Paintball gefahren, was viel anstrengender aber auch lustiger war, als ich jemals erwartet hätte. Erst am darauf folgenden Tag bemerkte ich die von den Farbgeschossen entstandenen blauen Flecken an meinen Armen und Beinen. Ich war froh, nach teilweise intensiver Recherche, alle nötigen Informationen für die Installationszeichnung der Heckstoßstange beisammen zu haben. So konnte ich diese auch im Laufe der Woche fertig stellen. Am Mittwoch war nach mehrwöchiger Abstinenz wieder einmal Fußballtraining angesagt. Ob dies eine gute Idee war? Tage später hatte ich noch einen derben Muskelkater. Es ist halt eine Hassliebe. Der Freitag war der letzte Arbeitstag des Engineering-Abteilungsleiters. Hierzu wurde das gesamte Team zu einem persönlichen Barbecue eingeladen. Eine nette Runde mit den Arbeitskollegen, wo auch das Übertreffen der monatlichen Sollmenge an produzierten Bussen zelebriert wurde. Nach diesem Auslandseinsatz wird der scheidende Abteilungsleiter eine Stelle in der Lkw-Abteilung im Münchner Werk besetzen.

Stipendium für Johannesburg – MLP AG

Stipendium für Johannesburg – MLP AG

Das Wochenende lag im Zeichen der Haute Couture. Eine große Modemesse wurde in Jo’burg abgehalten. Da unser Kumpel wesentlich an der IT-Ausstattung des Events beteiligt war, organisierte er uns VIP-Eintrittskarten. Dadurch hatten wir quasi keine Ausrede mehr und haben uns somit Fashion Shows und After Party angetan. Es war auf jeden Fall interessant, so etwas einmal mitzuerleben. Einmal reicht dann aber auch.

Am Tag der eigentlichen Eröffnung habe ich dann also noch ein bisschen Zeit gehabt was von der Stadt zu sehen, da wir nicht den ganzen Tag gearbeitet haben. Der Kern der Stadt rund um den Marktplatz ist wirklich schön. Die gut erhaltenen Fassaden bieten rundherum eine schöne Kulisse für die vielen Restaurants und Cafés. Besonders abends konnte man sich kaum entscheiden wohin man bei der großen Auswahl gehen sollte.

P&C Eröffnung

P&C Eröffnung

Am Abend des eigentlichen Eröffnungstages fand nichts desto trotz noch die große Eröffnungsparty statt, was für mich ja auch gleichzeitig eine Art Abschied von Polen sein würde. Schließlich ging für mich am nächsten Tag der Flieger zurück nach Deutschland. Eigentlich sollte es für mich weiter zur nächsten Eröffnung nach Budapest gehen, aber daraus wurde leider nichts. Der Zeitplan hatte sich verschoben und so würde ich also am nächsten Tag nach Deutschland zurückfliegen und die restliche Zeit meines Praktikums in der Zentrale in Düsseldorf verbringen.

Das Motto der letzten Party war nun Miami Vice und ich muss zugeben, dass sich nach sieben Wochen meine Reserven in meinem Koffer doch langsam zu lichten begannen, so konnte ich dieses Mal nicht ganz dem Motto entsprechen so wie bei den anderen Eröffnungspartys.
Die Party fand in einem sehr coolen Club direkt am Marktplatz statt.

Nach dem Essen wurde noch richtig gefeiert, obwohl natürlich zu Anfang die Stimmung auf der Eröffnungsparty ohne Eröffnung etwas gedrückt war. Aber es lag nicht an uns und alle haben wirklich super zusammengearbeitet, so war es also doch irgendwie ein Grund zum feiern.

Mit der MLP Finanzdienstleistungen AG in Singapur

Mit der MLP Finanzdienstleistungen AG in Singapur

Während meines Praktikums in Singapur habe ich sehr viel dazu gelernt was mein Studium und meine gesamte Ausbildung angeht. Das theoretische Wissen von der Uni praktisch umzusetzen hat mir wieder neue Sichtweisen vermittelt. Gerade im Hinblick auf weitere Kurse habe ich neue Ideen und Anstöße bekommen. Durch die Arbeit mit Kollegen aus der Region konnte ich zusätzlich einen Einblick in andere Kulturen gewinnen. Auch neben dem Praktikum in einem internationalen Umfeld zu leben hat sicherlich nicht nur mein Englisch verbessert.

Das Praktikum in Singapur hat mir eine Sache wieder sehr deutlich gezeigt. Es bieten sich so viele Möglichkeiten, man muss sie nur ergreifen. In meinem Fall hatte ich das Glück, ein Auslandspraktikum über „Join the best“ zu bekommen. Während meiner Zeit in Singapur habe ich allerdings sehr viele Praktikanten getroffen, die es auch auf anderem Wege geschafft haben. Ein Auslandspraktikum ist die perfekte Gelegenheit, etwas mehr von der Welt kennen zu lernen. Auch diejenigen, die es vielleicht nicht mit „Join the best“ schaffen, sollten sich nicht entmutigen lassen, sondern es auf anderem Wege versuchen. Der Aufwand lohnt sich ganz sicher.

Benjamin Dietz hat ein Praktikum bei der BASF in Singapur über das Stipendienprogramm von MLP bekommen. Dieses Programm wurde im Jahr 2005 von der MLP AG ins Leben gerufen um Studenten finanziell internationale Praktika zu ermöglichen und um Sie gezielt bei der Vorbereitung auf das Berufsleben zu unterstützen. Für das Jahr 2010 werden insgesamt 16 Stipendien für Praktika bei Partnerunternehmen von der MLP Finanzdienstleistungen AG (Marschollek, Lautenschläger und Partner AG)

Aber es spielte meiner Freizeitverkürzung auch etwas in die Karten. Während einem dieser Abende im Büro haben wir dann am 11.9.2007 gegen 19:30 Uhr ein Seebeben vor Sumatra bis in Singapur gespürt. Anschließende Tsunami Meldungen haben die Erinnerungen an den Tsunami vor 3 Jahren ins Gedächtnis gerufen. Diesen hatte man auch in Singapur gespürt und viele meiner einheimischen Kollegen waren jetzt nervös. Bald kam aber die Entwarnung, dass es weder Gefahr noch Flutwellen gab!

Meine letzten Tage waren von Schulungen der Verkäufer in Kalkulations-Tools, Präsentationen und persönlichen Feedbackgesprächen gezeichnet. Am 14.9. war dann der letzte Tage und nach fast sechs Monaten hieß es Abschied nehmen von Kollegen, dem Projekt und meinem Arbeitsplatz. Mit einer kleinen Abschiedsparty bei Pizza und Coke konnte ich mich persönlich bei allen Abteilungsmitgliedern verabschieden und meinen unglaublich großen Dank in Ihre Unterstützung aussprechen. Anschließend habe ich noch die „Bibel der Drucker“, Buch von Dr. Kipphan (Handbook of Print Media, 1209 Seiten), bekommen und werde die Zeit sicher so schnell nicht vergessen.

In der Zwischenzeit war der Aufbau der Ware im Haus bereits sehr vorangeschritten und ich konnte mich gut wieder in die Vorbereitungen einklinken. Es gab in Sachen PR und Marketing noch einiges zu organisieren und dank funktionierender IT ging das dann auch deutlich einfacher als zuvor.

So war ich in den Tagen vor der Eröffnung dann noch gut beschäftigt und kam gar nicht richtig dazu mir die Stadt richtig anzusehen. Eine letzte Chance sollte ich aber noch bekommen. Der große Coup sollte in diesem Fall noch kommen. Wir waren mit unseren Vorbereitungen fertig und die Verkaufsfläche sah wirklich super aus. Nachdem ich jetzt ja bereits einige Häuser von P& C gesehen hatte, konnte ich dann auch die Unterschiede und Vorzüge einschätzen. Leider platzte aber am Abend vor der Eröffnung noch die große Bombe. Das Center mit knapp 235 Geschäften, die alle in letzter Minute fertig waren, konnte nicht eröffnen, da eine letzte Freigabe von Seiten einer öffentlichen Stelle nicht erteilt wurde. Damit sollte sich die Eröffnung also verzögern. Die Enttäuschung war bei allen natürlich riesig groß, denn wir waren schließlich bestens gerüstet für die Eröffnung und den Besucheransturm, aber an uns lag es nicht. Also musste alles, was organisiert war wieder umgeworfen werden.

August: 3 Tage KL mit meinen Kollegen stand auf dem Programm. Ein Workshop zur Workflow Integration zwischen Druckmaschinen und Vorstufe (Prepress) war am Montag und Dienstag geplant. Hierfür kamen Kollegen aus verschiedenen Abteilungen von ganz Süd Ost Asien nach KL und es war nicht nur technisch ein sehr interessanter Workshop, sondern durch die heterogene Mischung der Teilnehmer.

Abschließend hatten wir noch ein Meeting zur Vorbereitung für die Printscape 07. Bevor es wieder zurück ging, durfte ich noch ein Highlight erleben. Mittwochvormittag war ein Kundenbesuch im Norden von KL vereinbart worden und ich durfte mein Projekt und die Neueinführung dem Management vorstellen. Hierbei saß ich 5 chinesischen Managern gegenüber und wurde ganz schön in die Mangel genommen. Dies war eine hervorragende Chance, die ich von meinen Vorgesetzten erhalten habe um eigenständigen Kundenkontakt aufzubauen und die Wünsche und Bedürfnisse besser zu verstehen.

Abends waren wir mit dem leitenden Niederlassungsleiter von Malaysia beim essen und er erzählte seine Erfahrungen und Erlebnisse der über 15 jährigen Zeit in Asien. Vor allem der schnelle Wandel und Aufschwung sowie abenteuerliche Geschichten aus Indien haben einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Asien ist so verschieden und jedes Land ist einzigartig und voll von kulturellen Eindrücken. Na ja, Singapur muss man vielleicht bei den kulturellen Eindrücken etwas rausnehmen, aber sonst passt es.

Mit neuen Eindrücken bin ich am Mittwochabend nach 4 Tagen Geschäftsreise wieder in Singapur gelandet.

Praktikum in Singapur – MLP Programm für Auslandspraktikumsplätze

Praktikum in Singapur – MLP Programm für Auslandspraktikumsplätze

Am 9. August war es dann soweit, der National Day Nummer 42 wurde gefeiert. Als Ausländer schaut man sich dieses Spektakel natürlich live an. Austragungsort sollte auf dem Wasser vor der Esplanade im Bereich von Marina Bay sowie in der Luft sein. Gekrönt wurde eine aus Kultur, Militär und Gesang gemischte Parade durch ein sehr, sehr geiles Feuerwerk mit der Skyline im Hintergrund. Da haben sich die Singapuris, wie immer, etwas kosten lassen – ein Spektakel gezeigt und mit stolz Ihre Unabhängigkeit gefeiert.

Nun sind es nur noch sechs Wochen bis zur Fertigstellung aller Dokumente und ich musste mich ran halten damit ich alle persönlichen und geschäftlichen Ziele erreiche. So wurde im August also oft länger gearbeitet als geplant und die Freizeit etwas nach hinten gestellt. Oft habe ich wie man in Asien sagt, einen halben Tag gemacht, was hier für 12 Stunden Arbeit steht und keine Ausnahme ist. Viele meiner Kollegen waren ebenso und länger im Büro… Aber der Ausdruck – halber Tag – gefällt mir!

Zur selben Zeit hat sich auch das Wetter verschlechtert, hört sich jetzt komisch an, aber es war häufig bewölkt, kühler als noch in den Vormonaten und regnete teilweise Tage lang.

Die Tour mit dem Mietwagen, einem schnittigen Toyota mit Automatik und natürlich dem Lenkrad auf der falschen Seite, ging morgens los und wir fuhren ca. 400 Km bei Linksverkehr bis Kuala Lumpur. Dort das Auto schnell gegen ein Taxi getauscht und ab in die Stadt. Die great Mosque, Petronas Twin Towers, KL Tower und alles was 2 Touris sonst noch sehen wollen, stand auf dem Programm.

Praktikum in Singapur - MLP Programm für internationale Praktika Join the best

Praktikum in Singapur - MLP Programm für internationale Praktika Join the best

Das Lebensgefühl ist relaxter als in Singapur, leckeres Essen (Nasi Bryani) und günstig einkaufen auf dem Chinese Market runden den Trip nach KL ab. Vor allem die Twin Towers sind einzigartig und sehen durch ihre Architektur sehr futuristisch aus. Bei Nacht werden sie dazu noch stark beleuchtet und bilden den Idealen Bilderhintergrund für jedes Foto. Wir haben einige Bilder aus allen Perspektiven geschossen und sind danach mit einem Taxi nach Hause gefahren. Warum hier das Taxi extra erwähnt wird, es ist jedes Mal ein Gefühl der Neugeburt, wenn man sein Ziel erreicht hat und noch am Leben ist. In ihren Proton (malaiische Automarke, die eine kleine Ähnlichkeit mit BMW hat, Zufall?) überholen sie alles und jeden, der ebenfalls die Strasse teilt. Tod müde sind wir danach in unser King Size Bett gefallen.

Praktikumsbericht Singapur

Praktikumsbericht Singapur

Am Sonntag ging es mit einem Zwischenstopp an der West Küste, in Melaka, bereits wieder zurück nach Singapur. Zwischen riesigen Palmenplantagen und Durian Feldern haben wir einen Eindruck von Malaysia bekommen. Unversehrt sind wir am Abend wieder in Singapur angekommen und haben den schwer bewachten Checkpoint Tuas erreicht. Einmal noch voll tanken in Malaysia und rüber über die Grenze. Ein lustiges Gesetz der Regierung ist, man muss beim verlassen von Singapur mindestens einen zu ¾ gefüllten Treibstofftank haben. Grund hierfür ist der Benzintourismus in das 50% günstigere Nachbarland und diese Regel wird wie alle streng kontrolliert.

Nach den schönen und erlebnisreichen Urlaubstagen ging es dann wieder zurück ins Büro. Hier wartete bereits jede Mengte Arbeit auf mich. Die Evaluation des vor 4 Wochen versendeten Fragebogens mit vielen Eindrücken über Bedürfnisse und Anforderungen der einzelnen Niederlassungen in Asien. Diese Vielfalt machte aber auch den Reiz des Projektes aus und so präsentierte ich 3 Wochen später die Auswertung meinen Vorgesetzten. Hierbei haben wir objektiv auf Grundlage des individuellen Wissens und der Evaluation eine Entscheidung für die Einführung in den ersten Ländern ab Oktober 2007 geplant. Trainings, der Roll out und die weiteren Teilprozesse des Launchplans (Abschlussdokument) wurden besprochen.

Gleichzeitig war ich Mitglied des Gremiums zur Planung des regionalen Open House in Kuala Lumpur, die Printscape 2007. Die Mitarbeit war super spannend, da hierfür verschiedene Länder, das regionale Management und alle Bereiche von Heidelberg einbezogen wurden. So wurden z.B. Marketing Aktivitäten geplant, Designerbesuche und viel Ideen geteilt bis das endgültige Konzept entstanden ist. Ein Teil der Veranstaltung wird die erst Präsentation mit Kundendemonstration der Anicolor in der Region sein. Also hatte die Mitwirkung zwei Ziele – Promotion der Maschine um einen bestmöglichen Launch zu garantieren sowie unterstützen der Kollegen bei allen Vorbereitungen. Zusätzlich konnte ich auch meinen Horizont erweitern und etwas über den Tellerrand hinaus schauen…

Die Woche über war ich hauptsächlich damit beschäftigt, an unterschiedlichen Brennpunkten als „Fire Fighter“ zu agieren, d.h. dringende Änderungen schnellstmöglich durchführen damit die Produktion nicht ins Stocken gerät. Werden einem solche „Notfälle“ in Obhut gegeben, sieht man sich plötzlich hohem Stress ausgesetzt. Immerhin muss am Besten sofort eine funktionierende Lösung gefunden werden. Die Problemkinder waren diesmal unzweckmäßige Schweißverbindungen, sowie falsch dimensionierte Innenverkleidungsplatten und Dichtleisten der Seitenklappen. Vor allem das Problem Schweißverbindungen war kritisch und konnte nur durch persönliches Instruieren der zuständigen Schweißer gelöst werden. Am Freitag gab es kurz vorm Einläuten des wohlverdienten Wochenendes eine spontane Gesprächsrunde mit den Managern des Engineering, in welcher noch mal IST- und SOLL-Zustand diskutiert wurden.

Am Samstag wurde es dann kriegerisch. Zu acht sind wir zum Paintball gefahren, was viel anstrengender aber auch lustiger war, als ich jemals erwartet hätte. Erst am darauf folgenden Tag bemerkte ich die von den Farbgeschossen entstandenen blauen Flecken an meinen Armen und Beinen. Ich war froh, nach teilweise intensiver Recherche, alle nötigen Informationen für die Installationszeichnung der Heckstoßstange beisammen zu haben. So konnte ich diese auch im Laufe der Woche fertig stellen. Am Mittwoch war nach mehrwöchiger Abstinenz wieder einmal Fußballtraining angesagt. Ob dies eine gute Idee war? Tage später hatte ich noch einen derben Muskelkater. Es ist halt eine Hassliebe. Der Freitag war der letzte Arbeitstag des Engineering-Abteilungsleiters. Hierzu wurde das gesamte Team zu einem persönlichen Barbecue eingeladen. Eine nette Runde mit den Arbeitskollegen, wo auch das Übertreffen der monatlichen Sollmenge an produzierten Bussen zelebriert wurde. Nach diesem Auslandseinsatz wird der scheidende Abteilungsleiter eine Stelle in der Lkw-Abteilung im Münchner Werk besetzen.

Das Wochenende lag im Zeichen der Haute Couture. Eine große Modemesse wurde in Jo’burg abgehalten. Da unser Kumpel wesentlich an der IT-Ausstattung des Events beteiligt war, organisierte er uns VIP-Eintrittskarten. Dadurch hatten wir quasi keine Ausrede mehr und haben uns somit Fashion Shows und After Party angetan. Es war auf jeden Fall interessant, so etwas einmal mitzuerleben. Einmal reicht dann aber auch.

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