Join the best Blog Eine Initiative von MLP

Als mir im Januar in Wiesloch von MLP zum Stipendium für ein Praktikum bei SAP Labs India gratuliert wurde, konnte ich mein Glück kaum begreifen. Doch als das Abenteuer am 29.Juni dann wirklich begann, war ich schon etwas nervös. Was würde mich erwarten in dem neuen Land? Wie würde die Arbeit werden? Würde ich nette Leute treffen? Ich hatte viel über Indien gehört und gelesen, was mich jedoch wirklich dort erwartete, konnte ich mir zu dem Zeitpunkt einfach noch nicht vorstellen. Doch alle meine Sorgen sollten sich als überflüssig herausstellen…

Ziel meiner Reise war Bangalore. Es ist mit etwa 6.5 Millionen Einwohner die drittgrößte Stadt Indiens und wird auch Indiens „Silicon Valley“ genannt, da sich mittlerweile enorm viele IT Unternehmer hier niedergelassen haben, darunter auch der weltgrößte Hersteller für Unternehmenssoftware SAP. In Bangalore arbeiten 150.000 IT-Experten, stolze 3.500 Mitarbeiter bei SAP Labs India. Bald sollte ich eine von ihnen sein. Ihr könnt Euch vorstellen, wie aufgeregt ich war.

1. und 2. Arbeitswoche

Nachdem ich Freitag Nacht ankam und ins Gästehaus von SAP gebracht wurde, lernte ich Samstag sofort andere SAP Praktikanten kennen, die mir alles gezeigt haben und auch gleich mitgenommen haben, Bangalores Nightlife kennen zu lernen.

Auch an meinem ersten Arbeitstag hatte ich dank ihnen kein Problem, das richtige Shuttle zum SAP Campus zu finden. Bis ich dann jedoch meinen Manager gefunden hatte und einem Arbeitsplatz zugewiesen wurde, dauerte seine Zeit. Ich merkte schon, in Indien ticken die Uhren anders. Im Laufe der Woche bekam ich meine User-ID und Zugriff aufs System. Doch zu tun gab’s noch nicht viel. Nach Gesprächen mit dem Vice President meiner Abteilung „Development & Breakthrough Innovations“ und meiner Managerin war klar, ich sollte mich erst einmal in das Projekt einarbeiten, an dem mein Team zur Zeit arbeitete. Also bekam ich eine Menge zu Lesen. Zusammen mit einer indischen Praktikantin begann ich dann eine neu entwickelte Software von SAP kennen zu lernen und ihre Funktionalitäten zu verstehen.

Delhi

Reisen - Praktikum in Bangalore - MLP Programm für internationale Praktika Join the best

Reisen - Praktikum in Bangalore - MLP Programm für internationale Praktika Join the best

Mein erster Wochenendausflug ging gleich ans andere Ende Indiens, nämlich in den hohen Norden. Ich flog mit drei deutschen Kollegen nach Delhi, um von dort aus das berühmte ‚Golden Triangle’ abzufahren. Erst ging es über Nacht nach Agra, um dort den Sonnenaufgang am Taj Mahal zu genießen. Danach fuhren wir weiter nach Rajasthan in Hauptstadt Jaipur. Dort fühlte man sich teilweise 100 Jahre zurück versetzt. Man traf allerlei Tiere auf der Strasse, nicht nur Kühe, sondern auch Schweine, Hennen und Hunde. Auch der Verkehr bestand hier nicht nur aus hupenden Rikshaws, sondern auch aus Elefanten, Eseln und Kamelen. Die indischen Kinder sind einmalig. Wenn sie „Weiße“ sehen, sind sie total fasziniert. Ganz stolz versuchen sie ihre wenigen Englischen Sätze aus, wie „Hello Madam“, „Whats your name“, „What’s your country?“. Dann freuen sie sich riesig wenn du ihnen die Hand schüttelst. Und das allergrößte für sie ist, wenn du ein Foto von ihnen schießt, dass sie sich dann nachher auf dem Display der Kamera anschauen dürfen. Unglaublich, wie fröhlich und unbeschwert sie unter ärmsten Verhältnissen leben!

Zurück in Delhi waren wir wieder verwundert, wie modern Indien auch sein kann. Intakte Straßen, neue Bürokomplexe und einigermaßen saubere Luft. In Delhi fahren nämlich alle Busse schadstofffrei und anstatt der Auto-Rikshaws gibts hier nur Fahrrad-Rikshaws.

Was eigentlich mehr als eine Woche dauern sollte, haben wir uns in 3 Tagen angeschaut. Deswegen saßen wir alle mehr oder weniger fit am Dienstag morgen wieder an unserem Arbeitsplatz, noch total beflügelt von den gesammelten Eindrücken.

Zu Beginn der Woche plante ich, Modell und Zeichnung der kundenspezifischen Heckstoßstange zu beenden. Doch wieder einmal wurde es dunkel. Ein mehrstündiger Stromausfall im kompletten Industriegebiet. Wir waren schon bereit, die alten Zeichenbretter hervor zu kramen und wie in der guten alten Zeit mit Stift und Papier zu arbeiten. Wäre es soweit gekommen, hätte sich der uralte Universitätslehrplan, welcher uns Studenten quasi zu technischen Zeichnern ausbildet, doch noch als sinnvoll herausgestellt. Schließlich beendete ich das Projekt Heckstoßstange am Donnerstag, nachdem ich zuvor auch Diskrepanzen zwischen Zeichnung und Ausführung von Schweißarbeiten an den Stoßstangenhalterungen am Busrahmen feststellte und korrigierte.

Mein verbales Englisch scheint sich auch zu verbessern. Von gewissen Mitarbeitern wurde ich zu Beginn noch als Jackie Chan tituliert. Mittlerweile heißt es, ich würde mich anhören wie Roger Federer in einer Pressekonferenz. Eine deutliche Verbesserung, wie ich finde. Aber noch lange nicht das Optimum.

Am Freitag gab es eine Abschiedsfeier zu Ehren des scheidenden Werksleiters. Ein Barbecue für die komplette Belegschaft. Unser Team, das Design Department, hat hierfür das Fleisch für etwa 400 Personen gegrillt. Eine spaßige aber auch schweißtreibende Angelegenheit. Auf jeden Fall eine gelungene und das Wochenende standesgemäß einläutende Veranstaltung.

Spätestens in der zwölften Woche bei MAN Bus & Coach (S.A.) leuchtete mir ein, dass ein Konstrukteur bzw. Designer seine Arbeitszeit nicht nur im stillen Kämmerlein vor der Flimmerkiste verbringt. Es galt eine Installationszeichnung für Seitenblinker zu erstellen. Neben der Modellierung des Blinkers und dessen Implementierung in das Busmodell, mussten Maßangaben zur Positionierung am realen Bus verifiziert, die richtige Befestigungsart gewählt und verfügbare Normteile im Lager ausfindig gemacht werden. Aufgrund kurzfristiger Änderungen von Konstruktionen, die sogar die bereits in der Produktion befindlichen Busse betreffen, mussten außerdem Monteure und Schweißer direkt instruiert sowie bei den Zulieferern bereits laufende Bestellungen geändert werden. Wird es zeitlich richtig eng, fährt der Abteilungsleiter schon mal persönlich mit dem Privatwagen zum Zulieferer und bringt die benötigten Kaufteile im Kofferraum zum Lager.

Mittlerweile werde ich auch nicht mehr als Praktikant, sondern als „Aleš from the Drawing office. He is from Germany“ vorgestellt. Als vollwertiges Mitglied hat man nicht nur den gleichen Aufgabenumfang und Verantwortungsbereich wie die anderen im Team. Bei Krisengesprächen des Teams mit dem neuen Werksleiter, wie diesen Freitag geschehen, fühlt man sich bezüglich positiver und negativer Kritik auch in vollem Umfang beteiligt. Auch wenn eine Standpauke wie diese dann ziemlich unangenehm sein kann, empfinde ich sie gleichzeitig als sehr lehrreich und wertvoll für meine berufliche Zukunft.

Eine letzte Anmerkung zu einem anderen Thema. Da unser Ferrari-roter 1er Golf seinen Inspektions-Kilometerstand von 30.000km erreicht hat, wurde uns mal wieder ein neues Mietauto zur Verfügung gestellt. Ein Opel Corsa, mal wieder. Wir sind auch gar nicht so traurig darüber. Zwar etwas weniger Leistung, aber dafür viel mehr Komfort und vor allem Servolenkung. Der 1er Golf ist von der Konstruktion nun mal Jahrzehnte alt, was durch einen neuen Motor und neue Innenraumverkleidung nicht vertuscht werden kann.

Montag, 9. Juli 2007: Australien begibt eine Reisewarnung für Indonesien. Dort könne jeden Tag ein Terroranschlag stattfinden. Als diese Nachricht im Radio lief, saß ich bereits an einem Gate des Frankfurter Flughafens. Ziel meines Fluges: Jakarta, wo ich bis Mitte Dezember diesen Jahres dank dem Join-the-Best Programm für die Allianz beschäftigt bin. Geschlagene 21 (plus 6 Stunden Zeitverschiebung) später, passierte ich erfreulich reibungslos die Pass- und Visumskontrolle am dortigen Flughafen, wonach mich direkt ein Fahrer von der Allianz in Empfang nahm.

Die ersten beiden Eindrücke: Das Klima ist tropisch (warm und feucht) und der Straßenverkehr kennt keine Regeln. Muss ich mich wohl an beides gewöhnen. Jedenfalls brachte mich der Fahrer zum Haus meines Praktikumsbetreuers, wo ich die ersten Tage wohnen sollte. Noch am selben Abend haben wir mit einigen Praktikanten noch ein paar Cocktails getrunken. Am nächsten Morgen hieß es allerdings antreten: Pünktlich um 7:45 erwartete unser Fahrer die anderen Allianz-Praktikanten und mich, um uns zum Office zu bringen. Dort wurde ich von meinem Vorgänger Vildakan (genannt Willi) durchs Haus geführt, den anderen vorgestellt und mit meinem Arbeitsplatz vertraut gemacht. Direkt am ersten Tag gab es auch das erste Highlight: Mit dem CEO der Allianz Life Indonesia, Jens Reisch, für den ich in der nächsten Zeit arbeiten werde, fuhren Willi und ich zu einem Agency-Meeting. Die Agencies sind quasi die Geschäftstellen der Allianz Indonesia und damit ein wichtiger Vertriebskanal. Hier wurden wir mit Begeisterung empfangen. Wir schüttelten ca. 70 Hände, ehe es zum formalen Programm kam. Vor der Präsentation von Jens wurde zunächst aber gemeinsam der Allianz Agency-Song gesungen. Welch ein gewaltiger Unterschied zur öfters einmal drögen deutschen Betriebskultur! Nach der Präsentation gab es ein typisch indonesisches Festbuffet. Die Mitarbeiter waren allesamt überaus freundlich und beinahe untertänig höflich. Ich wurde auch dutzende Male von Mitarbeitern gebeten, mit ihnen für ein Foto zu posieren. Für die war unser Besuch anscheinend etwas sehr Besonderes. Jedenfalls habe ich dank diesem Meeting direkt einen Crashkurs in die indonesische Geschäftskultur erhalten. Die erste Arbeitswoche verging wie im Fluge. Am Mittwoch gab es eine kleine Farewell-Party für Willi und Donnerstag noch ein Agency-Opening.

Praktikum in Jakarta – MLP Programm für Auslandspraktikumsplätze

Praktikum in Jakarta – MLP Programm für Auslandspraktikumsplätze

Samstag nahm ich dann direkt am Allianz-Cup, ein jährlich ausgetragenes Fußballturnier der Allianz Indonesia teil. Allerdings hatten wir unser Spiel um 12 Uhr Mittags und die drückende Hitze in Kombination mit der hohen Luftfeuchtigkeit und der Luftverschmutzung haben mir ziemlich zugesetzt. Nach zwei halbwegs gelungenen Aktionen im Mittelfeld, musste ich mich für den Rest des Spiels in der Abwehr aufhalten. Am Sonntag habe ich mit Andrea und Lilian, beides Allianz-Praktikanten, sowie Yousuf einen Ausflug nach Bogor gemacht. Dort besichtigten wir den botanischen Garten und aßen in einem guten und sehr günstigen Restaurant zu Mittag. Nachmittags sind wir dann noch mit dem Taxi in einen nahe gelegenen Nationalpark gefahren. Uns bot sich ein erster Eindruck vom Dschungel und der Anblick eines tollen Wasserfalls.

Alles in allem, war das eine ausgesprochen spannende erste Woche. Mal schauen, was die nächste Woche so bringt!

Nach einem zweitägigen Abstecher nach Washington D.C. verlief die Sylvesternacht zwar leider zunächst etwas anders als geplant, endete jedoch immerhin für mich mit ein paar unwirklich ruhigen Minuten im dunklen Central Park kurz vor Mitternacht, bevor der Countdown vom Times Square den alljährlichen „ball drop“ herbeizählte – und das daraufhin einsetzende Feuerwerk den Park in gleißendes Licht tauchte. Die zweite Hälfte der Nacht verbrachten wir schließlich ausgelassen feiernd in der „Tavern on the Green“ direkt im Central Park.

Am nächsten Tag brachen meine Mutter und Schwester schon wieder nach Hause auf, gaben jedoch praktisch zwei Freunden aus Dänemark die Klinke in die Hand, die auf dem Rückweg aus Venezuela noch ein paar Tage in New York verbrachten und die Chance nutzten, dass meine Mitbewohner zwischen den Jahren ausgeflogen waren.

Ein paar Tage später saß ich, erstmals im neuen Jahr, schon wieder um 5.00 Uhr morgens im Taxi, um kurz darauf an Bord des American Airlines Flugs weiterzuschlafen und schließlich in Dallas aufzuwachen. Die verbleibenden vier Wochen meines Praktikums, inzwischen als Teil eines auf die doppelte Größe angewachsenen Teams, gingen ähnlich intensiv weiter wie das vergangene Jahr aufgehört hatte. Telefonkonferenzen mit über den ganzen Globus verteilten UGS-Mitarbeitern verschoben den einen oder anderen Tagesrhythmus und die Zahl der zu koordinierenden Teilprojekte wuchs und wuchs.

Zurück in New York zeichnete sich die beginnende Weihnachtszeit immer deutlicher ab. Zunächst ging jedoch, kaum zurück in der Stadt, ein als entspannte Bowlingrunde geplanter Abend, dank kostenloser Cocktails, schließlich in eine rauschende Clubnacht im „Pink Elephant“ über und diese wiederum fast nahtlos in eine überraschend früh angesetzte Telefonkonferenz mit Deutschland.

Die nächsten beiden Wochen in Dallas sollten bei wesentlich angenehmeren Temperaturen als im winterlichen New York ähnlich intensiv bleiben, bevor dann doch wie aus heiterem Himmel auch schon Weihnachten vor der Tür stand.

Nach einem leckeren Abendessen zu viert in stilvoller Atmosphäre in Midtown Manhattan kamen wir in den Genuss eines emotionalen Gospel-Gottesdiensts in einer kleinen Kirche im East Village und ließen den Abend schließlich in nicht mehr allzu weihnachtlicher Atmosphäre bei Cocktails im West Village ausklingen.

Am nächsten Morgen machte ich mich erstmals bei Tageslicht auf den Weg zum New Yorker JFK-Flughafen, diesmal um meine Mutter und Schwester abzuholen, die mich für eine Woche besuchen würden.
Auch wenn sich in die Führung durch New York inzwischen fast schon etwas Routine einschlich, gab es doch immer wieder überraschende Momente wobei der Ausblick vom Dach des Rockefeller Centers auf die Stadt bei Sonnenuntergang auch beim dritten Mal nicht weniger beeindruckend war.

Eine wirklich schöne Feier fand dann Ende Juni statt: die Festa Junina (das Johannesfest zu Ehren des Heiligen Johannes). In diesem Rahmen versammelten sich viele Mitarbeiter von T-Systems do Brasil – fast 800 von insgesamt 1200 Mitarbeitern nahmen teil.

Stipendienbericht Brasilien  – Programm der MLP Finanzdienstleistungen AG für Auslandspraktika

Stipendienbericht Brasilien – Programm der MLP Finanzdienstleistungen AG für Auslandspraktika

Nachdem der Vorstand die aktuellen Quartalsergebnisse der Balanced Scorecard vorgestellt hatte, konnte sich jeder an den vielen verschiedenen Angeboten erfreuen: traditionelle Speisen wurden angeboten und viele Spiele und Buden (Bull-Riding, Dosen-Werfen, Fische angeln, …) sorgten für Spaß und viele Geschenke. Bei Abenddämmerung fanden dann eine traditionelle Hochzeit sowie traditionelle Tänze statt. Braut und Bräutigam wurden übrigens vorher durch ein Gewinnspiel im Intranet bekannt gegeben.

Alle, die Winterkleidung für einen guten Zweck gespendet hatten, durften zwischendurch auch an einem Bingospiel teilnehmen. Fast hätte ich sogar einen der begehrten Hauptpreise gewonnen (u.a. eine Sony Playstation oder ein Wochenende für zwei Personen); es fehlte mir lediglich noch eine Zahl. Als jedoch „N 40“ ausgerufen wurde für den ersten Hauptpreis, war ich am Boden zerstört; ich hätte „N 39“ benötigt. Jedoch auch die kommenden zwei Preise sollten an andere Kollegen gehen.

Den Abend konnten wir dann bei Live-Band, Bier und Gegrilltem ausklingen lassen. Shuttle-Busse brachten viele der angereisten Mitarbeiter wieder an die verschiedenen Standorte oder in ihre Heimatorte zurück. Alles in allem eine klasse Feier!

Als wir von Bangkok zurück kamen, waren die ersten 2 Monate schon vorbei und in der Arbeit habe ich den Titel des neuen Interns langsam abgelegt. Mit meinen einheimischen Kollegen gehe ich regelmäßig in der Mittagspause zum essen. Sie fahren dann meist in Ecken der Stadt, die noch kein Touri gesehen hat und zeigen mir die besten Plätze, wo man noch traditionelle Speisen bekommen kann. Sehr erkundungsfreudig probiere und esse ich auch alles, was sie bestellen und habe fast immer Glück gehabt.

Stipendium für Singapur – MLP AG

Stipendium für Singapur – MLP AG

Ist immer ein Spaß, da beim ersten Bissen alle auf mich schauen und die Reaktion abwarten. Einmal musste ich aber doch passen, denn Schweine-Organe und -Füße in der Suppe haben mich nicht angemacht. Ansonsten muss ich sagen, dass ich die Malaiische Küche sehr lieben gelernt habe und mein absolutes Lieblingsgericht heißt: Biryani Reis mit Mutton. Übersetzt hört es sich nur noch halb so gut an, vegetarisch gebratener Basmatireis mit Gemüse und Hammelfleisch und dazu eine traumhaft gute Soße (mmmh ist ein Gedicht).

In meiner Projektarbeit standen die ersten Meilensteine an und so wurde der Arbeitsumfang größer. Kundenbesuche von Druckereien in Singapur und Malaysia durfte ich begleiten und sowohl die Fertigung als auch die internen Ablaufe kennen lernen. Dort führte ich mit Geschäftsinhabern oder Managern Interviews, um ihre Ideen und Anforderungen in mein Projekt einzubeziehen. Vor allem die Fertigung war das Highlight eines jeden Besuchs. Viele Arbeitskräfte, andere Strukturen & Schichtmodelle und die Produkte waren sehr bekannt – Kinderbücher in deutsch, französisch oder englisch, Schulbücher oder auch der Adventskalender für Weihnachten 2007 wird bereits in Malaysia gedruckt.

Kaum in Dallas gelandet, nach drei Stunden Flug und auf dem Weg zum Büro, klingelte das Telefon. Matt, unser Projektleiter, saß noch am New Yorker Flughafen fest: Er hatte die frühere (sic!) Maschine nehmen wollen, um rechtzeitig zu einem Meeting einzutreffen, das in zwanzig Minuten, um 10.30 Uhr, beginnen sollte. Achtzehn Minuten später bogen wir vom Highway ab und weitere drei Minuten später saß schließlich meine Wenigkeit telefonisch gebrieft am Konferenztisch im „board room“ mit beeindruckendem Blick über Dallas, von dem ich allerdings zunächst nicht allzu viel mitbekam.

Die verbleibenden zwei Monate in Dallas sollten ähnlich intensiv weitergehen, da wir im Rahmen eines zweimonatigen Projekts, eine aus mehreren Tausend weltweit verteilten Mitarbeitern bestehende Softwarefirma, die Siemens im vergangenen Sommer erworben hatte, hinsichtlich ihrer „Compliance“ durchleuchten sollten. Besonders beeindruckend war es dabei, die spannende Anfangsphase eines Projekts aktiv miterleben zu dürfen – den Prozess, Gedanken und Inhalte zu sammeln und zu strukturieren und zu sehen, wie nach mehreren Iterationen (und unzähligen Folien) das Verständnis der Aufgabe und des Unternehmens immer klarer wurde.

Auch Dallas selbst war ein Erlebnis für sich. In Texas war buchstäblich alles eine Nummer größer – vom ausladenden Flughafen über die fast ausschließlich aus SUVs bestehende Auswahl an, teils sechsrädrigen, Mietwagen am Flughafen bis hin zu breiten Straßen, überdimensionierten Hotelzimmern sowie Essensportionen in ähnlichen bis dahin unbekannten Abmessungen. Doch mehr dazu später, wenn wir ein ganzes Wochenende zu zweit in Dallas und Austin verbringen sollten.

Gleich zu Beginn der Arbeitswoche gab es ein Meeting unserer Abteilung (Design Department) mit dem neuen Werksleiter. Nachdem er kurz seinen Werdegang beschrieben hat, hat er uns seine Pläne zur Verwirklichung einer „Performance Culture“ in diesem Betrieb vorgestellt. Gleichzeitig gab es noch Kommentare und Kritik zum Status quo.

Stipendienbericht Südafrika – Programm der MLP Finanzdienstleistungen AG für Auslandspraktika

Stipendienbericht Südafrika – Programm der MLP Finanzdienstleistungen AG für Auslandspraktika

Am Dienstagabend wurden wir dann Zeugen eines sehr seltenen Naturschauspiels. Da hat es doch tatsächlich angefangen zu schneien! Und das nicht zu knapp. Ich war genauso erstaunt und fasziniert, wie meine südafrikanischen Freunde, die Schnee normalerweise gar nicht in die Hände bekommen. Ich hab die Gunst der Stunde genutzt und eine Schneeballschlacht angezettelt. Schneeballschlacht in Südafrika! Ich kann es auch jetzt noch kaum fassen. Ob der Klimawandel daran schuld ist?

Die Tank- sowie Batterieseitenklappe habe ich am Donnerstag beendet. So konnte ich mich am Freitag an die Gepäckseitenklappen setzen. Aufgrund des Zeitdrucks konnten nicht alle Modelle aktualisiert werden. Stattdessen wurden vorerst nur „Redline“-Zeichnungen angefertigt, d.h. Zeichnungen werden durch handschriftliche Skizzen und Kommentare aktualisiert.

Am Wochenende haben wir uns abends das Studentenviertel Melville mit seinen Clubs und Bars angeschaut.

Nachdem ich am Montag alle Zeichnungen für die Gepäckseitenklappen fertig hatte, assistierte ich meinen Kollegen bei deren Aufgaben, damit diese auch fristgerecht abgegeben werden konnten. Zusammen saßen wir an komplizierten Modellen für Kunststoffschalen, Zeichnungen mussten mit Stücklisten und Beschriftungen versehen werden und Teilenummern gewisser Kleinteile, wie z.B. Schrauben und Scheiben, finden sich erst, wenn man das Lager auf eigene Faust durchforstet. Gegen Ende der Arbeitswoche bekam ich dann eine neue Aufgabe. Aufgrund eines speziellen Kundenwunsches muss die Heckstoßstange ummodelliert werden. Das Flächenmodell der Stoßstange besteht aus vielen unterschiedlichen, ineinander übergehenden Krümmungen. Da der Ersteller des aktuellen Modells die Firma verlassen hat und seine Herangehensweise kaum nachzuvollziehen ist, gestaltet sich die Aufgabe etwas komplizierter.

Auslandspraktikum Afrika – MLP Stipendienprogramm

Auslandspraktikum Afrika – MLP Stipendienprogramm

Am Mittwoch sind wir abends in die Stadt zur Filmpremiere einer Dokumentation mit einem recht ausgefallenen Thema: Rapperinnen und Graffiti-Künstlerinnen in Südafrika. Anschließend wurde noch ein Jazz-Club besucht. Tolle Live-Musik in sehr ansprechendem Ambiente.

Bereits am Freitagmorgen sind Sebastian, meine südafrikanischen Freunde und ich gemeinsam zum verlängerten Wochenende aufgebrochen. Ziel war (mal wieder) Durban. Da an diesem Wochenende das alljährliche große Strand-Festival, sowie das Durban July (traditionelles Pferderennen) stattfanden und wir Freikarten für so gut wie alle Veranstaltungen hatten, wurde die Hafenstadt erneut besucht. Die Fahrt gestaltete sich aufgrund morgendlichem Nebels und mehrerer Unfälle bedingter Kolonnen als ziemlich anstrengend. Doch was uns erwartete, rechtfertigte die Mühe: tolles Wetter und jede Menge Spaß. Die Strandpromenade war mehr als gut besucht und Beachsoccer-, Beachvolleyball- sowie Surf-Turniere wurden ausgetragen. Das Pferderennen war eine riesige Veranstaltung mit anschließenden After-Parties an jeder Ecke. Zum Glück konnte ich der Versuchung widerstehen auf die Pferderennen zu wetten. Allerdings schienen die meisten anderen Besucher vom Wettfieber befallen zu sein.

Gleich zu Beginn der Arbeitswoche gab es ein Meeting unserer Abteilung (Design Department) mit dem neuen Werksleiter. Nachdem er kurz seinen Werdegang beschrieben hat, hat er uns seine Pläne zur Verwirklichung einer „Performance Culture“ in diesem Betrieb vorgestellt. Gleichzeitig gab es noch Kommentare und Kritik zum Status quo.

Am Dienstagabend wurden wir dann Zeugen eines sehr seltenen Naturschauspiels. Da hat es doch tatsächlich angefangen zu schneien! Und das nicht zu knapp. Ich war genauso erstaunt und fasziniert, wie meine südafrikanischen Freunde, die Schnee normalerweise gar nicht in die Hände bekommen. Ich hab die Gunst der Stunde genutzt und eine Schneeballschlacht angezettelt. Schneeballschlacht in Südafrika! Ich kann es auch jetzt noch kaum fassen. Ob der Klimawandel daran schuld ist?

Die Tank- sowie Batterieseitenklappe habe ich am Donnerstag beendet. So konnte ich mich am Freitag an die Gepäckseitenklappen setzen. Aufgrund des Zeitdrucks konnten nicht alle Modelle aktualisiert werden. Stattdessen wurden vorerst nur „Redline“-Zeichnungen angefertigt, d.h. Zeichnungen werden durch handschriftliche Skizzen und Kommentare aktualisiert.

Am Wochenende haben wir uns abends das Studentenviertel Melville mit seinen Clubs und Bars angeschaut.

Nachdem ich am Montag alle Zeichnungen für die Gepäckseitenklappen fertig hatte, assistierte ich meinen Kollegen bei deren Aufgaben, damit diese auch fristgerecht abgegeben werden konnten. Zusammen saßen wir an komplizierten Modellen für Kunststoffschalen, Zeichnungen mussten mit Stücklisten und Beschriftungen versehen werden und Teilenummern gewisser Kleinteile, wie z.B. Schrauben und Scheiben, finden sich erst, wenn man das Lager auf eigene Faust durchforstet. Gegen Ende der Arbeitswoche bekam ich dann eine neue Aufgabe. Aufgrund eines speziellen Kundenwunsches muss die Heckstoßstange ummodelliert werden. Das Flächenmodell der Stoßstange besteht aus vielen unterschiedlichen, ineinander übergehenden Krümmungen. Da der Ersteller des aktuellen Modells die Firma verlassen hat und seine Herangehensweise kaum nachzuvollziehen ist, gestaltet sich die Aufgabe etwas komplizierter.

Am Mittwoch sind wir abends in die Stadt zur Filmpremiere einer Dokumentation mit einem recht ausgefallenen Thema: Rapperinnen und Graffiti-Künstlerinnen in Südafrika. Anschließend wurde noch ein Jazz-Club besucht. Tolle Live-Musik in sehr ansprechendem Ambiente.

Bereits am Freitagmorgen sind Sebastian, meine südafrikanischen Freunde und ich gemeinsam zum verlängerten Wochenende aufgebrochen. Ziel war (mal wieder) Durban. Da an diesem Wochenende das alljährliche große Strand-Festival, sowie das Durban July (traditionelles Pferderennen) stattfanden und wir Freikarten für so gut wie alle Veranstaltungen hatten, wurde die Hafenstadt erneut besucht. Die Fahrt gestaltete sich aufgrund morgendlichem Nebels und mehrerer Unfälle bedingter Kolonnen als ziemlich anstrengend. Doch was uns erwartete, rechtfertigte die Mühe: tolles Wetter und jede Menge Spaß. Die Strandpromenade war mehr als gut besucht und Beachsoccer-, Beachvolleyball- sowie Surf-Turniere wurden ausgetragen. Das Pferderennen war eine riesige Veranstaltung mit anschließenden After-Parties an jeder Ecke. Zum Glück konnte ich der Versuchung widerstehen auf die Pferderennen zu wetten. Allerdings schienen die meisten anderen Besucher vom Wettfieber befallen zu sein.

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