Aufgaben der letzten Wochen – Praktikumsbericht São Paulo

Praktikum in São Paulo – MLP Programm für Auslandspraktikumsplätze
Nachdem nunmehr sechs Wochen vergangen sind und damit quasi die Halbzeit meines Praktikums erreicht ist, habe ich einen sehr tiefen Einblick in die Aufgaben von T-Systems aber auch den Finanzbereich erhalten. Zwar hat es ein wenig gedauert, bis ich mich wirklich mit den T-Systems internen und international geläufigen Controllingbegrifflichkeiten zurecht finden konnte – im Studium werden dann doch gerne einige wichtige Dinge ausgelassen. Nach dem zweiten Monatsabschluss aber geht meine Arbeit jetzt deutlich leichter von der Hand.
Dennoch bereitet mir vor allem Excel so manches Mal Kopfzerbrechen und treibt mich an den Rande des Wahnsinns: Nicht genug, dass VBA-Programmierung anfänglich aussieht wie Kauderwelsch, Excel versteht es leider auch nicht, mit Dateien größer als 60 MB umzugehen. Programmabstürze waren leider allzu häufig angesagt. Selbst bei 30 MB wird die Arbeit schon mühsehlig; man sollte allzu komplizierte Formeln bei 28.000 Datensätzen dann wohl doch vermeiden … .
Daher gingen meine beiden Excel-Tools bisher leider auch recht langsam voran, so dass ich sie erst jetzt abschließen konnte. Zum Einen hatte ich bereits zu Anfang die Erstellung des „Books“, dem 28-seitigen internen Kennzahlenreport, automatisiert: SAP-Daten exportieren, Accounts, Profit Center, etc. entsprechenden Definitionen zuordnen, als bestimmtes Format in einer weiteren Exceldatei abspeichern, womit dann die finalen Reports unterschiedlicher Detaillierung erstellt werden. Damit dauert die Erstellung des Books nun mehr lediglich wenige Stunden.
Zum Anderen habe ich ein Tool verfasst, mit dem die bisher Systemseitig nicht unterstützten „Order Entry“ (Auftragseingang) und „Order Backlog“ (Auftragsbestand) automatisch aggregiert werden können und als Reports weiterverwendet bzw. in einem internationalen System abgelegt werden. Normalerweise entspricht der Auftragseingang dem Umsatz. In einigen Fällen werden jedoch längerfristige Verträge abgeschlossen, die zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses als Auftragseingang anerkannt und für einen entsprechenden Zeitraum dann mit monatlichen Beträgen fakturiert werden. Diese haben daher recht große Auswirkungen auf Auftragseingang und -bestand und können mit dem Tool überwacht werden. Hierbei stand – wie schon beim ersten Tool – die Automatisierung und Vereinfachung von Analysen und Abläufen im Vordergrund. Jetzt wird es darum gehen, diese Tools auch den Mitarbeitern bekannt zu machen, damit sie zeitsparend eingesetzt werden können.





