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Was im Büro zur Selbstverständlichkeit geworden ist, ist auf der Straße keineswegs der Fall. Englisch scheinen nur die wenigstens Japaner zu sprechen. Ich habe erfahren, dass in der Schule zwar Englisch unterrichtet wird, wobei viel Wert auf Lesen und Schreiben gelegt wird. Freies Sprechen wird selten geübt und daher sind die Japaner damit auch sehr zurückhaltend. Zum Glück werden die wichtigsten Hinweise in der U-Bahn und in der Stadt ins Englische übersetzt. Der Rest besteht aus einer Mischung der drei verschiedenen Alphabete, die das Japanische zu bieten hat: Hiragana ist die japanische Lautschrift. Katakana ist dieser sehr ähnlich und wird für aus dem Englischen entlehnte Begriffe und für ausländische Namen verwendet. Beide Alphabete besitzen jeweils ca. 50 verschiedene Symbole. Mit knapp 2000 Schriftzeichen, die im Alltag benutzt werden, bilden Kanji das Alphabet, vor dem ich am meisten Respekt habe. Es wurde dem Chinesischen entnommen, die Zeichen werden aber unterschiedlich ausgesprochen und besitzen andere Bedeutungen. Ein Wort wird durch ein oder mehrere Symbole gebildet, die für Nicht-Japaner so schwer auseinander zu halten sind. Zu allem Überfluss werden arabische Zahlen und Zahlen chinesischen Ursprungs parallel verwendet.

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Ich fühle mich in Tokio öfter wie ein Analphabet, da ich ohne fremde Hilfe weder meine Mitmenschen verstehen noch lesen oder schreiben kann. Bestellungen im Restaurant muss ich durch Zeigen auf das entsprechende Menü aufgeben und im Zweifelsfall weiß ich nicht einmal, wie viel es kostet. Eine große Hilfe sind die bebilderten Speisekarten oder die im Schaufenster der Restaurants – meist aus täuschend echter Plastik – ausgestellten Gerichte. Obwohl ich einige japanische Grundkenntnisse erworben habe, schlage ich mich also größtenteils mit Mimik und Gestik durch das Leben. Aber es funktioniert.