City of London – Auslandspraktikum bei Roland Berger Strategy – MLP Finanzdienstleistungen AG

Auslandspraktikum England – Stipendienprogramm für Auslandspraktika von MLP
Alles in London ist irgendwie Multi-Kulti. Die Strasse um die Ecke bei mir war fest in arabischer Hand, genauso hätte ich aber in einem Viertel einer anderen Nation wohnen können. Meist bilden sich aber keine Viertel dieser Art, sondern alles ist durchmischt. Es kann passieren, dass man in einem Bus mit allen Nationalitäten Europas nach Hause fährt. Dieses Multi-Kulti führt zu einer unglaublichen Vielfalt in jeder Hinsicht. In der Straße um die Ecke alle 10m einen anderen Geruch, man findet Restaurants von allen Nationalitäten, und alle Clubs, Bars und Pubs von London kann man wohl gar nicht ergründen. Von sehr heruntergekommenen Läden, über sehr stylische – einmal war ich in einer zur Disco umgebauten Kirche – bis hin zu den krassen Schicki-Micki-Läden, die ich aufgrund von Membership-Requirements nicht von innen gesehen habe, sondern nur das reiche Volk, dass um 3 Uhr herausgekommen ist. Architektonisch extravagante Gebäude gibt es auch, z.B. das der Rückversicherung Swiss Re.
Während man nachts am Wochenende im Bus alle Arten von Gesinnungsrichtungen und vor allem jede Menge Betrunkene trifft, ist werktags dann alles wieder normal. Fast alle sind wieder in Anzug und Krawatte und hetzen die langen Rolltreppen der Tube hinauf und hinunter und meckern sofort, wenn irgendwas im Weg steht. Wenn man es eilig hat, empfindet man diese Hetzerei allerdings als sehr angenehm, weil man es doch schaffen kann, eine Verspätung wieder wettzumachen. Nirgendwo habe ich bisher Leute so schnell und gehetzt laufen sehen.
Auch sehr angenehm empfand ich die Einstellung, Do. und Fr. abends mit den Kollegen in einen nahe gelegenen Pub zu gehen. Sobald mal die Sonne scheint, sieht man dann überall Leute auf der Straße mit einem Bier in der Hand und spürt förmlich die gute Stimmung.
London ist immer wach, egal, ob es der Nachtbus um 1,2,4 oder um 6 Uhr morgens war, nur selten habe ich einen Sitzplatz bekommen und jede Heimfahrt nachts wurde zum Erlebnis. Schön sind auch die Stimmungen und die tolle Atmosphäre, die oft durch teilweise richtig gute Straßenmusikanten unterstützt wird. Mein Lieblingsplatz ist der an der Tottenham Courtroad Station, an dem es eigentlich die ganze Nacht wuselt und an dem durch E-Gitarristen die ganze Nacht eine schöne Stimmung erzeugt wird.

Auslandspraktikum England – MLP Stipendienprogramm
Öffentliche Verkehrsmittel gehören in London wohl zu den besten der Welt – wenn man mal davon absieht, dass die Tube so marode ist, dass ständig irgendwas repariert werden muss. Zu den halbstündigen Verkehrsmeldungen im Radio gehört auch ein Bericht über die Verzögerungen in der Tube. Die meisten Nachtbusse fahren jedoch die ganze Nacht im 5min Takt, aus Sicht eines ehemaligen Bewohners eines Stuttgarter Vororts ein Paradies! Ärgerlich sind nur die langen Strecken.
Die meisten Londoner haben sich so sehr auf die öffentlichen Verkehrsmittel abgestimmt, dass sie kein eigenes Auto mehr haben. In meinem ganzen Team hatte keiner ein eigenes Auto: Tube, Bus oder manchmal ein Taxi, das reiche völlig aus. Ein Auto mache einen unflexibel, denn wenn man umzieht, müsse man z.B. bei der Wohnung auf einen Parkplatz achten.