Join the best Blog Eine Initiative von MLP

Das Team hier auf der Baustelle besteht aus Australiern (Thiess Pty.) und Deutschen (Hochtief). Als erster Österreicher sorgte ich zunächst für ein wenig Verwirrung unter den Kollegen, weil sie mich sofort als German identifiziert zu haben glaubten. No worries.

Safety ist ein sehr wichtiges Thema und daher auch eines meiner Hauptaufgabengebiete. Dazu zählen tägliche Sicherheitschecks und die Überwachung der Luftqualität im Tunnel. Ende der Woche sind Reports zu schreiben, welche direkt an den Safety Manager der Baustelle gehen. Dazwischen unterstütze ich die Shift und Site Engineers bei Arbeiten im Tunnel.

Auslandsstipendium Australien – MLP Programm Join the best

Auslandsstipendium Australien – MLP Programm Join the best

Das Projekt befindet sich bereits in der Endphase. Nachdem die beiden Röhren mit Tunnel Boring Machines (TBM) hergestellt und die Innenschale betoniert war, begann auch schon der Ausbau der Tracks. Unser Team ist mit dem Unterbau und der Montage der Schienen beauftragt. Dieser Track wird auf zwei verschiedenen Arten hergestellt – zum einen direkt über Betonplatten mit dem Untergrund verbunden und als federnd gelagertes, Schall- und Vibrationen verminderndes System auf Neopren-Platten aufliegend. Bereits in den ersten beiden Wochen lerne ich beide Seiten einer Großbaustelle kennen: die harte Arbeit der Mannschaft vor Ort und die dahinter stehende Management-Leistung was zeitliche, finanzielle und qualitative Steuerung des Projektes betrifft. Kommunikation ist der Schlüssel zum Erfolg – und gearbeitet wird rund um die Uhr. Es ist motivierend, in einem so ehrgeizigen und fordernden Team integriert zu sein.

Die Hauptstadt Australiens interessierte mich vor allem aus einem Grund: Museen. Das mag zwar für manche etwas langweilig klingen, ich sehe es aber als entspannende Abwechslung zur Action unter der Woche. Die National Gallery of Australia stellt zurzeit Bilder des englischen Impressionisten John Constable aus. Da ich mich mit Kunst im Allgemeinen und Impressionismus im Speziellen beschäftige, lege ich gern wieder ein kulturelles Wochenende ein.

Auslandsstipendium Bangalore – MLP Praktikantenprogramm Join the best

In meiner 4. und 5. Arbeitswoche hat sich meine Forschung im Bereich der Service-Orientierten Architektur fortgesetzt. Es haben sich inzwischen einige Ansatzpunkte herausgefiltert, die ich weiter verfolgt habe. Außerdem war ich wieder mit vielen anderen SAP’lern zu diesem Thema im Gespräch. Zusätzlich habe ich noch ein zweites sehr interessantes Projekt zugewiesen bekommen. Am Wochenende habe ich mich mit den anderen SAP-Praktikanten getroffen und wir haben zusammen Abendbrot gegessen und ewig gequatscht.

Adventure Goa

Praktikum Hendrik Müller – Stipendiat MLP Join the best

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Das Abenteuer Goa begann schon 3 Tage vor dem eigentlichen Abflug – unser Flug nach Goa wurde abgesagt. Zum Glück gab es aber die Möglichkeit kostenlos auf einen anderen ein paar Stunden eher umzubuchen. Kurz vor Abflug am Donnerstag wurde dieser Flug dann allerdings wieder nach hinten verschoben und wir sind doch nahe der ursprünglich geplanten Zeit gestartet. Mit der Air Deccan Propellermaschine in Goa angekommen, begaben wir uns nach Panjim, der Hauptstadt von Goa. Dort haben wir nach ein paar Verhandlungen 2 Motorräder für 500 Rupien (also 10 Euro) pro Tag ausgeliehen, mit denen wir die kommenden 4 Tage quer durch Goa fahren wollten.

Das Abenteuer konnte also beginnen. Nach einem entspannten Croissant-Frühstück und einer kurzen Standrundfahrt durch Panjim sind wir zeitig aufgebrochen um nach Mapusa zum Wochenmarkt zu kommen. Endlich konnten wir unsere Motorräder richtig nutzen und uns in den indischen Verkehr stürzen. Schon nach kurzer Zeit hat man sich ans Fahren ohne Helm, Hupen, Links- und Rechtsüberholen und die Kühe auf der Strasse gewöhnt. Da wir (für indische Verhältnisse) hoch motorisierte Maschinen hatten, konnten wir natürlich an allen vorbeiziehen.

In den Menschenmassen des Marktes angekommen, wollte natürlich jeder seine Waren an uns Weiße loswerden. Uns wurden Hemden, T-Shirts, Kissen, Bettbezüge, Gemälde, Früchte, … angeboten. Nach ca. 3 Stunden sind wir weiter Richtung Norden aufgebrochen. Am verlassenen Asvem Beach checkten wir sofort in ein Strandhäuschen ein (10 Euro für eine Nacht für drei Personen) – Palmen, Blick aufs Meer und keine Menschenseele.

Kurz nachdem wir uns an das Paradies gewöhnt hatten, klingelte auch schon mein Handy und die Fluggesellschaft, Air Deccan, war am Apparat. Es wurde verkündet, dass unser Rückflug von Goa nach Bangalore ersatzlos abgesagt wurde. Klang erstmal nicht schlecht, schließlich bleibt man gern länger in so einer Gegend. Leider würden unsere Manager bei SAP da sicher anderer Meinung sein und wir suchten nach anderen Möglichkeiten. Nach langem Hin und Her war uns klar, dass uns nur noch eine Rückfahrt mit einem Bus übrig bleibt. Wie auch immer, es ging wieder auf die Motorräder um die Nordspitze von Goa zu erreichen. Wir fuhren durch Wälder, vorbei an kleinen Dörfern, mit einer Fähre über einen Fluss, … und erreichten eine zum Hotel umgebaute Burg (die Besitzerin war eine Deutsche) – Übernachtungskosten für die Suite knapp 200 Euro. Dort genossen wir einen kleinen erfrischenden Drink und ergötzen uns an der Aussicht über den Küstenstreifen.

Am Abend fuhren wir ins 30km entfernte Baga, haben uns am Strand ein Restaurant gesucht und Riesengarnelen (8 Euro) gegessen. Danach ging’s noch in zwei der bekanntesten Clubs in Goa – Tito’s und Mambo. Da wir 22 Uhr noch etwas zeitig dran waren (wir sind ja an das Partyleben in Bangalore gewöhnt, wo alles schon 23 Uhr schließt) und nach ein paar Verhandlungen mit den Türstehern bekamen wir die Stempel einfach so auf den Arm und mussten keinen Eintritt bezahlen – da hatte jeder gleich 20 Euro gespart! Vorm Schlafengehen in unserer Strandhütte sind wir zur Abkühlung noch mal ins Meer gesprungen. Am nächsten Morgen fuhren wir wieder gen Süden um uns Old Goa anzusehen. Dort war der portugiesische Einfluss deutlich zu spüren. Es gab über 10 große Kirchen in kurzer Entfernung, aber absolut keine Wohngebäude.

Nach einem Abstecher ins Landesinnere und weiteren zwei Stunden Fahrt über Berge und durch zahlreiche kleine Dörfer haben wir nach ständigem Fragen nach dem Weg das Capo da Rama erreicht, eine nicht mehr vorhandene Burg an der Steilküste zum arabischen Ozean. Wie auch immer, wir genossen nach einem anstrengenden Tag, an dem wir über 150km auf dem Motorrad zurückgelegt hatten, den Sonnenuntergang:

Stipendium Auslandspraktikum – Join the best – Eine Initiative von MLP

Stipendium Auslandspraktikum – Join the best – Eine Initiative von MLP

Im Dunkeln ging die Fahrt weiter südlich nach Agonda Beach. Dort fuhren wir so lange am Strand entlang, bis wir eine schöne Unterkunft gefunden hatten. Für 6 Euro konnten wir direkt am Strand in einer kleinen Hütte übernachten. Natürlich sind wir vorm Schlafen noch mal ins Meer gesprungen. Am Morgen danach waren wir dann leicht überwältigt von unserer schönen Hütte und dem verlassenen Strand:

Wir ließen unsere Rucksäcke für den Tag bei der netten Familie, die die Hütten vermieteten und brachen zu einem Nationalpark weiter südlich auf. Dort angekommen, erschrocken von den ganzen Tieren (Kobras, Bisons, Tiger, …), die auf den Bildern im Checkpost zu sehen waren und sich im Park aufhalten sollten, fuhren wir langsam in den Park hinein. Wir hatten eine Karte bekommen, die aber überhaupt nicht mit den Gegebenheiten übereinstimmte. Nach gar nicht so langer Zeit hatten wir uns auch schon verfahren und waren im dichten Wald. Der Ausflug wurde also zum Motocross-Abenteuer!!! Es ging durchs Flussbett, quer über ausgetrocknete Reisfelder, über Wurzeln, vorbei an brennenden Waldteilen, Wasserbüffeln, Uhus und Affen, die sich an den Lianen entlang schwingen. Irgendwann trafen wir auf ein paar kleine Strohhütten, deren Bewohner wir gleich versuchten nach dem Weg zu fragen. Leider schauten sie uns so an, als hätten sie das erste Mal andere Menschen und erstrecht eine Karte gesehen. Also mussten wir uns weiter nach dem Stand der Sonne richten und erreichten nach circa 3 Stunden Abenteuer die Zivilisation.
Unsere Fahrt ging weiter nach Palolem Beach, einem der bekanntesten Strände in Goa. Das war sofort bestätigt, als man die vielen Weißen sah. Das war also nicht gerade das, was wir gesucht hatten und damit brachen wir auf um unsere Taschen in Agonda Beach abzuholen und wieder Richtung Norden zu fahren. Nach kurzer Zeit ging mir aber das Benzin aus und ich musste auf Reserve schalten. Nur wo findet man in diesen Dörfern eine Tankstelle? Kurz fragen und schon bekamen wir eine Adresse, wo ich tanken konnte. Leider gab es an der besagten Stelle keine Tankstelle, also wieder fragen. Es stellte sich heraus, dass ich genau richtig war. Der Inhaber der kleinen Verkaufsbude brachte 3 Wasserflaschen mit Benzin gefüllt an und betankte mein Motorrad. Ich drückte ihm 1 Euro pro Flasche in die Hand und weiter ging’s.

Wir fuhren also weiter nördlich um noch vor der Dunkelheit Colva, eine andere bekannte Strand-Stadt, zu erreichen. Da es wieder viele Straßen gab, die auf der Karte nicht eingezeichnet waren und Wegweiser fehlten, haben wir nacheinander alle Abzweigungen probiert bis wir die richtige Strasse gefunden hatten. Dabei kamen wir zum Beispiel an einem Feld vorbei, auf dem Fische getrocknet wurden und Vögel und Kühe sich eine kleine Mahlzeit gönnten. Zurück an der Küste fuhren wir durch kleine Fischerdörfer bis wir mit einer Fähre über einen Fluss übersetzen mussten. Leider wurde es nun schon dunkel und wir erreichten Colva gegen 20 Uhr. Wir konnten also nicht nach einer schönen Unterkunft suchen und haben uns schnell in einem kleinen Ressort eingemietet. Nach einer schnellen Dusche sind wir wieder zum Strand und haben in einem der Restaurants Hummer gegessen – schließlich darf man sich das bei den Preisen (7 Euro) nicht entgehen lassen.

Am Montagmorgen fuhren wir dann zurück nach Panjim um dort einen Bus zu bekommen. Entgegen aller Erwartungen waren alle privaten Busse voll. Offiziell waren nicht einmal die unklimatisierten und langsamen staatlichen Busse verfügbar. Wir hatten doch noch Glück und bekamen Tickets für eine Nachtfahrt von Goa nach Bangalore. Für die 600km waren wir nun mit dem Bus für 18 Stunden unterwegs: An steilen Anstiegen blieb der Bus fast stehen und es schmiss uns im Bus aufgrund der schlechten Straßenverhältnisse hin und her. Schlaf haben wir natürlich nicht viel bekommen. Meine Knie mit blauen Flecken nur so übersäht. Am Kopf hatte ich morgens außerdem eine Menge Beulen, da ich im Halbschlaf immer wieder gegen die Fensterrahmen geknallt bin. Angekommen in Bangalore, haben wir uns mit einer Rikscha schnell nach Hause fahren lassen, haben geduscht und erreichten das Büro pünktlich zum Mittagessen am Dienstag.

Mein Arbeitstag beginnt täglich um 07.00 Uhr und endet für gewöhnlich um 18.00 Uhr abends. In der ersten Woche lernte ich meine Abteilung kennen. Ich bin als Student Engineer beim Projekt „Epping to Chatswood Rail Line“ des THIESS HOCHTIEF JOINT VENTURE tätig. Das insgesamt 26 km lange Tunnelprojekt verbindet die Stadtteile Epping und Chatswood und schließt das öffentliche Nahverkehrssystem. Dies ist auch dringend notwendig, denn in der Hauptverkehrszeit steht der Verkehr praktisch still. Mein Arbeitsplatz ist die M2 Site, wo ich ca. 50% der Arbeitszeit im Tunnel verbringe. Nach den Safety Inductions steht vor allem die Planung meines Einsatzgebietes im Vordergrund.

Auslandsstipendium Sydney – MLP Praktikantenprogramm Join the best

Auslandsstipendium Sydney – MLP Praktikantenprogramm Join the best

Sydney verfügt über eine Vielzahl von Parks zum Spazieren gehen und Erholen. Im Stadtzentrum finden sich auch viele alte Gebäude aus der Zeit der Besiedelung Sydneys. Erbaut aus braunem Sandstein und umgeben von Palmen fügen sich die historischen Gebäude wie die Town Hall oder die St. Mary’s Cathedral nahezu perfekt in das Stadtbild ein. Wolkenkratzer und ausgedehnte Parkanlagen ergänzen sich – hier, wo man „Platz zum Atmen“ hat und gleichzeitig eine pulsierende Großstadt um sich herum, findet man also nicht nur Lebensraum, sondern auch Lebensqualität. Wie wäre es mit einem Besuch in der Art Gallery of New South Wales inklusive klassischem Konzert zwischen den Gemälden?

Darling Harbour ist einer meiner Lieblingsplätze. Es ist auf der einen Seite dieses Urlaubsgefühl, verstärkt durch die Sonne, andererseits ist es das maritime Klima, dass hier alle fröhlich werden lässt. Hektik wie in New York City oder London ist kaum zu bemerken. Es dominieren Flipflops und Gemütlichkeit. Ich fühle mich sehr wohl. „No worries“ – vom Eisverkäufer bis zum Tunnel Engineer.

Auslandsstipendium Indien – MLP Programm Join the best

Nachdem die Woche wie gewöhnlich begonnen hatte – ein paar Treffen mit meinem Manager, viel Lesen und Research – läutete der Tod des bekanntesten Schauspielers Karnataka’s (der Staat, in dem sich Bangalore befindet) am Mittwoch gegen 16 Uhr den Ausnahmezustand in Bangalore ein. Rajkumar starb mit 71 Jahren an einem natürlichen Tod. Die letzten 50 Jahre hatte er in fast allen Filmen von Karnataka mitgespielt.

Auf Arbeit begannen auf einmal alle durch die Gegend zu rennen und es wurde unaufhörlich telefoniert. Kurz vor 17 Uhr wurde dann bekannt gegeben, dass alle mit dem Bus 17:15 Uhr heimfahren sollen, da alles geschlossen wird und später keine Busse mehr fahren würden. Alle anderen Firmen hätten ihre Angestellten auch sofort nach Hause geschickt.

Inzwischen hatten die Bangaloreaner das Haus von Rajkumar gestürmt um ein letztes Mal seinen Körper zu sehen. Die Polizei hatte die Leiche zuvor in ein großes Kricket-Stadion gebracht, damit alle in Ruhe von Ihrem Helden – ja er war sogar so etwas wie ein lebender Gott für viele – Abschied nehmen konnten. Inzwischen hatten sich aber schon Tausende Menschen aus dem Umland auf dem Weg gemacht und das Kricket-Stadion reichte nicht aus, diese Hunderttausende an Indern unterzubringen. Die Polizei musste also gewaltsam den Zutritt zum Stadion stoppen. Dass wollten sich die Inder nicht gefallen lassen und haben angefangen zu randalieren. Wie der Zeitungsartikel sagt “Bangalore brennt”, gingen Hunderte Autos und Busse in Flammen aus, Fensterscheiben wurden eingeschlagen…! Aufgrund des Todes wurde außerdem im gesamten Bundesstaat für Donnerstag ein offizieller Feiertag ausgerufen. Alle Geschäfte und Firmen blieben also geschlossen und keiner war auf den Straßen. Die öffentlichen Transportmittel wurden sogar noch bis Sonntag eingestellt.

Die Bilanz nach dem Wochenende belief sich auf mehrere Tode, zahlreiche Verletzte, 500 zerstörte – teilweise abgebrannte – Busse, viele eingeschlagene Fenster in Häusern…!

Ausflug nach Kerala

Da wir ein langes Wochenende über Ostern hatten, habe ich mich am Donnerstagabend mit dem Flieger nach Coimbatore in Richtung Süden begeben. Coimbatore liegt zwar nur 200km von Bangalore entfernt, man würde aber mit dem Bus mindestens 6 h anstelle 30 min mit dem Flieger brauchen. Freitagmorgen habe ich mich dann mit einem Dresdner Kumpel auf den Weg nach Kerala gemacht – wir hatten von seiner Firma einen Fahrer gestellt bekommen und die komplette Reise war gebucht.

Zuerst sind wir nach Kochi und haben uns dort die Innenstadt angesehen – ein paar alte Gassen und koloniale Häuser. Außerdem sind wir etwas an der Küste entlanggelaufen und haben uns die Chinesischen Fischernetze angeschaut, mit denen heute noch die Fische gefangen werden. Danach sind wir mit Fähren von Insel zu Insel gefahren (3 Rupien pro Fahrt = 6 Cent). Auf einer Insel sind wir mit einem überfüllten Bus zum 15 km entfernten Strand gefahren. Der Strand war voller Inder, viele waren im Wasser, aber in voller Bekleidung, d. h. die Männer in Anzughosen und Hemd und die Frauen in ihren Sarees. Da fielen die zwei weißen Deutschen in ihren engen Badehosen schon heftig auf. Es hat nicht lange gedauert, da waren wir von Indern umgeben, die wahrscheinlich noch nie Weiße gesehen hatten. Teilweise wollten sie uns einfach auch nur mal kurz anfassen.

Das Interessante an diesem Tag war, dass vier Feiertage auf einen Tag gefallen sind: Karfreitag für die Christen, Neujahr für die Tamils und noch irgendwelche Feiertage für die Moslems und Hindus. Man hat also am Abend Feuerwerk, riesige Osterprozessionen und betende Moslems in der ganzen Stadt gesehen.

Am nächsten Morgen haben wir uns mit unserem Fahrer auf den Weg nach Alleppey gemacht. Alleppey ist eine kleine Stadt mit 300.000 Einwohnern an der Küste, die zum Großteil durch die Backwaters umgeben ist. Die Backwaters sind kleine Flüsse, Kanäle und Seen im Hinterland der Küste, die sich über 100 km an der Küste entlang ziehen. Auf den teilweise nur 6 m breiten Landstreifen konnten wir bei einer dreistündigen Bootstour die Dorfbewohner beim Kochen, Waschen und Baden beobachten; sehr interessant. Am Morgen vor dem Rückflug haben wir uns noch eine Ayurvedische Massage zur Entspannung gegönnt

Wer es nicht erwarten kann Koalabären zu sehen, der ist im Taronga Zoo bestens aufgehoben! Mit einer der Fähren, die hier übrigens gänzlich in den öffentlichen Verkehr eingebunden sind, erreicht man von den Wharves die umliegenden Strände und Buchten. Auf einer leichten Anhöhe gelegen spaziert man dann zwischen Giraffen und Kängurus durch den 28 ha großen Zoo. Das Sydney Aquarium am Darling Harbour bietet die einmalige Gelegenheit in Unterwasser-Glastunneln Haie aus 30 cm Entfernung zu betrachten. Kinder sind natürlich vor allem von den Clown-Fischen begeistert. Und so ist für jeden etwas dabei. Ein schöner Tag geht zu Ende – am Abend noch schnell ins Kino und dann zufrieden einschlafen.

Praktikum Australien – Join the best Stipendium eine Initiative von MLP

Praktikum Australien – Join the best Stipendium eine Initiative von MLP

Die Blue Mountains liegen etwa 100 km von Sydney entfernt im Landesinneren. Berühmt sind vor allem die Three Sisters (siehe Bild unten). Ein paar Kollegen und ich entschieden uns spontan in die Berge zu fahren und einen Canyon zu bezwingen. Klettern in felsigen Schluchten, Sprünge in 12 Grad kaltes Wasser, Durchwaten und Durchschwimmen des Gebirgsflusses – alles um uns am Ende des Canyons 20 Meter an einem Wasserfall mit Felsüberhang abzuseilen. Der anschließende Ausblick belohnte uns jedoch für jede Anstrengung. Ein unvergessliches Erlebnis.

Join the best Stipendienprogramm von MLP

In meiner zweiten Arbeitswoche hab ich wieder meine gewohnten Arbeitszeiten angenommen, d.h. ich bin jeden Morgen um 7 Uhr bei der Arbeit und bleibe bis 19 Uhr oder 20.30 Uhr. Diese Woche habe ich viel gelesen, um mehr über Serviceorientierte Architekturen herauszufinden. Außerdem habe ich mich mit meinem Manager getroffen um über eine genauere Aufgabe zu diskutieren. Noch haben wir nichts Konkretes gefunden, was sich aber hoffentlich in der nächsten Woche ändern wird. Inzwischen ist mein SAP-Telefon eingerichtet und ich hab auch Zutritt zu einigen Systemen bekommen. Außerdem konnte mein Name im SAP-System geändert werden, ich heiße jetzt nicht mehr “Muller”, sondern “Mueller”!

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