Join the best Blog Eine Initiative von MLP

Join the best Programm – Eine Stipendieninitiative für Auslandspraktika von MLP

Der letzte Monat meines Bertelmanns Praktikums hier in Shanghai scheint sogar noch schneller zu vergehen, als die ersten beiden. Nachdem die Buchmesse und das “Bertelsmann IQ Game” nun vorbei sind, warten neue Projekte auf. So arbeite ich zum Beispiel mit ein paar Kollegen an der Erstellung eines Businessplans für ein Projekt von SonyBMG. Weiterhin binden mich auch meine Kollegen von Bertelsmann Asia Publishing mit in ihre Projekte ein. So geht es darum den Markt an Verlegern und Büchern für Ausländer die Chinesisch lernen zu untersuchen, um eventuell später auch in diesen Markt einzusteigen. Dies ist auch für mich persönlich sehr interessant, habe ich doch während meines Studiums selbst erfahren welche Lücken es in diesem Markt noch zu füllen gibt. Diese Kontakte, die sich aus der Recherche ergeben, werden dann auf der Buchmesse in Frankfurt Ende Oktober intensiviert. Leider kann ich nicht dabei sein, da mein Praktikum am 19. Oktober zu Ende gehen wird.

Auslandspraktikum in Shanghai

Auslandspraktikum in Shanghai

Dieses Praktikum ist sehr lehrreich für mich. Dank der intensiven Betreuung und des Vertrauens das mir bei der Erledigung von Aufgaben gegeben wird, kann ich nicht nur Gelerntes anwenden, sondern lerne auch viel Neues dazu. Und wer weiß, vielleicht komme ich ja nach meiner Diplomarbeit, die noch zu schreiben ist, wieder zu Bertelsmann nach Shanghai zurück, wünschen würde ich es mir ja! Nun muss ich gestehen, dass ich bisher nicht umhergereist bin, wie es wahrscheinlich all meine Mitstipendianten auf der ganzen Welt bereits tun, aber ich kann zu meiner Entschuldigung sagen, dass ich ja bereits in meinem Auslandsjahr in China viel Orte bereist habe. Außerdem plane ich nach Beendigung meines Praktikums noch ein wenig das Land zu bereisen. So habe ich selbst den Nationalfeiertag am 1.Oktober und die anschließende freie Woche hier in Shanghai verbracht. Da jedoch zu dieser Zeit auch Millionen Chinesen Urlaub haben und sich auf Reisen machen, würde man wohl nirgends in China seine Ruhe finden. Aber auch in Shanghai sind die Strassen merkbar gefüllter, was bei dem sonst schon gewaltigen Strom von Menschen sehr beeindruckend ist. So gestaltet es sich schwierig einen Platz im Restaurant zu finden, geschweige denn ein Taxi. Ich habe es tatsächlich gewagt, am 1. Oktober am Bund entlang zu spazieren, einem der touristischen Highlights Shanghais mit dem endlos oft fotografiertem Motiv der Skyline von Pudong, inklusive Pearl Tower und dem derzeit höchsten Gebäude Shanghais, dem Jinmao Tower. Doch muss ich an dem Tag oftmals selbst als Fotomotiv herhalten, ungefragt und heimlich oder bewusst werden zahlreiche Aufnahmen meiner westlichen Gestalt geschossen. Manchmal frage ich mich, in wessen Fotoalben oder gar Bilderrahmen sich mein Bild wieder findet. Die sommerlichen Temperaturen, die bis in den Oktober hinein anhalten, laden des Nachts oft zu einem dekadenten Lebensstil ein. So gibt es zahlreiche Bars in Shanghai die mit Openair Terrassen und unvergleichbaren Aussichten locken. Wo sonst kann man seinen Cocktail schlürfen und hat dabei das Lichtermeer des People’s Square vor Augen oder die erwürdig angestrahlten Gebäude des Bund? Welch Kontrast bilden solche Abende zu all den kleinen Garküchen und Familienrestaurants in denen man vom Ambiente her vielleicht Abstriche machen muss (Neonlicht und Plastikhocker), jedoch bereits für circa 2 Euro sich zufrieden den vollen Bauch streicheln kann. Es sind solche und viele andere Gegensätze die für mich die Faszination Shanghais ausmachen. Die Altstadt mit den einst für Shanghai typischen Holzhäusern und im Hintergrund verspiegelte Glaspaläste die sich jenseits der 30 Stockwerke hoch in den Himmel recken; ruhige, friedliche Teehäuser, in denen die Stunden mit Tee und Sonnenblumenkernen entspannt vergehen und Menschenschlangen in westlichen Restaurants wie Pizza Hut oder KFC. Der Herzschlag dieser Stadt scheint schneller zu schlagen. Fast täglich verschwinden ganz Häuserzeilen, und werden neue Wolkenkratzer in die Höhe gezogen. Es ist aufregend und für mich der Ort, wo ich meine Zukunft sehe. Noch hat man die Chance auf den Zug aufzuspringen und sein eigenes Abteil aufzubauen. Ich bin sehr sehr dankbar für die Chance die dieses Praktikum geboten hat! Wir sehen uns in Shanghai!

Alexandra Foehre hat bei der ersten Runde des Join the best Stipendienprogramms im Jahr 2005 teilgenommen. Dieses Stipendienprogramm für Auslandspraktika wurde von MLP ins Leben gerufen. MLP unterstützt jährlich ca. 15 Stipendiaten bei der Finanzierung ihrer Auslandspraktika bei einem der MLP-Partnerunternehmen. Die Stipendien werden jährlich im Rahmen eines Assessment Centers bei MLP vergeben.

Nachtleben in China – MLP Join the best Programm

Nachtleben in China – MLP Programm Join the best

Neben der Arbeit gehe ich abends oft essen, in Bars und Nachtclubs. Hier trifft man sehr leicht neue und interessante Menschen. Manchmal gibt es im Leben Zufälle: ich treffe ganz unverhofft an einem Samstagabend mitten in einer Bar einen deutschen Mitbewohner aus meiner Zeit in Kanada! Die Welt ist eben doch nicht so groß, wie man immer denkt. Das Essen ist in China schon sehr gut. Es gibt die verschiedensten Küchen aus den unterschiedlichen Provinzen Chinas. Die Menschen einiger Provinzen mögen es zum Teil sehr scharf, die anderen eher mild und süßlich. Für uns weniger bekannte Gerichte gehören jedoch zu fast allen Küchen, die ich auch gerne probiert habe: etwa Hühnerfüße, Skorpione oder auch geschredderte Schweineohren.

Mein Praktikum bei der TOM Group endet mit Ablauf des Monates Oktober. Ich bleibe aber noch drei weitere Wochen in China. Die erste Novemberwoche verbringe ich in Shanghai und zeige dem nächsten Praktikanten die Metropole, in der zweiten geht es für eine Woche nach Hong Kong und Macau und in der dritten bin ich wieder zurück in Shanghai und arbeite für Mercedes Benz am Masters Cup, dem letzten ATP-Turnier des Jahres.

Das Praktikum bietet sehr gute Möglichkeiten, Erfahrung im Umgang mit Menschen anderer Kulturen zu sammeln, das Verhalten chinesischer Geschäftsleute zu beobachten, neue Städte und Länder zu erkunden und sein universitär erlerntes Wissen praktisch anzuwenden. Mir hat es auch noch tiefe Einblicke in Betätigungsfelder neben der Wirtschaftsinformatik, die ich studiert habe, gegeben und wird somit wahrscheinlich auch meine Berufswahl beeinflussen. Darüber hinaus ist mir klar geworden, dass ich nicht das letzte mal in China, besonders aber in Shanghai war. Das nächste Mal werde ich jedoch versuchen, mehr Zeit zu haben, um auch ländliche Provinzen in China kennen zu lernen.

Abschließen möchte ich noch hervorheben:

Vielen Dank an die TOM Group und MLP sowie deren Mitarbeiten für die Möglichkeit des Praktikums und die gute Organisation! Das Praktikum war in allen Hinsichten eine erstklassige und prägende Erfahrung! Viel Erfolg und hoffentlich auch ein genau so gutes Praktikum für die Gewinner von “Join the Best 2006″.

Im ersten Jahr des MLP Join the best Programms hat Alexander Heese ein Stipendium für ein Praktikum bei der der TOM Group in Shanghai gewonnen. Beim Join the best Programm, eine Initiative von MLP, werden jährlich in einem Assessment Center auf dem MLP Campus Stipendien für Auslandspraktika vergeben.

Zurück in Shanghai! Oft werde ich mit der Frage konfrontiert ob denn nun Shanghai oder Peking besser ist. Ich kann jedoch keine eindeutige Antwort geben. Beide Metropolen sind atemberaubend und pulsierend. Und sehr verschieden: in der Art der Bebauung, den Englischkenntnissen der Einwohner, Peking hat wesentlich mehr Grünflächen als Shanghai, Shanghai ist durch finanzielle Institutionen geprägt während in Peking eher die Politik im Mittelpunkt steht. Shanghai ist durch die südlichere Lage auch wärmer als Peking, im Sommer wird es in Shanghai über 35°C und sehr schwül wie in einer Sauna, in Peking ist es dagegen mit um die 30°C und trockenerer Luft angenehmer.

Die erste Oktoberwoche ist durch einen chinesischen Feiertag geprägt, der zu einer Woche ohne Arbeit führt. Diese Zeit nutzen die meisten, um zu ihrer Familie zu reisen oder generell das Land zu erkunden. Ich hingegen nutze die Zeit, mich wieder in Shanghai einzuleben, weitere Leute kennen zu lernen und in das Nachtleben einzutauchen. Wettertechnisch ist es in Shanghai kühler geworden, bleibt zumeist glücklicherweise aber trocken. Jedoch werden nur drei Arbeitstage für den Feiertag frei gegeben und meist das Wochenende vorgezogen, das schafft somit einer zusammenhängende Woche Urlaub. Der Haken dabei ist, dass man statt montags wieder Samstags das Arbeiten anfängt. Eine interessante Erfahrung. Meine Arbeit ist weit ruhiger geworden als zuvor in Peking; auch die Arbeitszeiten sind wieder zur Normalität zurückgekehrt. Meine Aufgaben umfassen nun die Nachbereitung der China Open aus Sicht des Sponsorship Sales Teams sowie der Ausarbeitung und Erstellung der Sponsorship Sales Präsentation für das 2006 Event.

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