Join the best Blog Eine Initiative von MLP

Phuket war sehr schön, wir hatten trotz aktueller Regenzeit halbwegs Glück mit dem Wetter. Der Strandabschnitt, an dem wir waren, war zum Glück auch nicht sehr stark vom Tsunami betroffen, so dass man dort eigentlich kaum noch Spuren der Katastrophe zu sehen bekam. Freunde von mir waren allerdings weiter südlich an einem Strand, dort waren die Verwüstungen wohl doch noch recht stark zu sehen. Bei der Allianz arbeite ich an meiner Konkurrenzanalyse weiter, mittlerweile hat mir ein Kollege aus Thailand sein Feedback zu meiner Präsentation gesendet. Er hat noch einige Fragen bezüglich der Datenquellen, nach einem kurzen Telefonat sind die verbleibenden Unklarheiten aber schnell geklärt. Der Kollege erzählt mir bei der Gelgenheit auch, dass er für einige Zeit in Bayern gelebt hat und macht mich auf das bevorstehende Oktoberfest aufmerksam, das auch hier in Singapur ausführlich gefeiert wird, so dass man schon einige Leute in Lederhose durch die Gegend laufen sehen kann. Diese Woche steht zudem ein “Blind Date Lunch” mit Allianz-Kollegen auf dem Programm, ca. alle zwei Monate geht man zu diesem Zweck in einer zufällig zusammengewürfelten Gruppe von Kollegen irgendwo essen, um seine Kollegen besser kennenzulernen. Unsere Gruppe besteht diesmal aus acht Leuten, wir verbringen eine sehr nette und unterhaltsame Mittagspause in einer Salatbar. Insgesamt werden von der Allianz hier in Singapur sehr viele solcher “Social Events” veranstaltet, so geht man beispielsweise zusammen ins Kino und vor einem Monat wurde beispielsweise eine Beachparty organisiert. Die Hauptattraktion, der Allianz-Kostümball steht aber noch bevor, da er jedoch erst Ende November stattfindet, werde ich daran leider nicht mehr teilnehmen können.

In die elfte Woche startete ich mit einem sehr freudigen Ereignis: mein 25.Geburtstag! Ohnehin schon speziell genug ihn in Hongkong zu feiern, war es für mich, die ich diesen Tag gewöhnlich bei herbstlichen Temperaturen drinnen verbringe, wirklich etwas Besonderes: Geburtstag am Strand! Und das Ende Oktober! Bereits tagsüber badete ich im Südchinesischen Meer und lag in der genauso chinesischen Sonne und abends kam bei Gesang, Kuchen und Kerzen am Strand trotz (für eine an die 4 Jahreszeiten gewohnte) Europäerin ungewohnt warmer Temperaturen richtig Geburtstagsstimmung auf. Gut gelaunt startete ich also in die (aufgrund meines freien Geburtstages verkürzte) Arbeitswoche und widmete mich weiterhin meiner Recherche-Aufgabe, die sich mittlerweile als umfangreicher herausstellte als ursprünglich angedacht. Außerdem sollte ich mir nun Möglichkeiten zur Fokussierung und Gewichtung der unterschiedlichen Accounts überlegen.

Der 1. Monat (20.Juli 2005 – 19. August 2005)

Auslandspraktikum in Shanghai - Auslandsstipendium von MLP Join the best

Auslandspraktikum in Shanghai - Auslandsstipendium von MLP Join the best

Je näher das Flugzeug von Frankfurt nach Shanghai kommt, desto größer wird die Vorfreude, die sich mit einem Kribbeln im Bauch bemerkbar macht. Shanghai, die Stadt, die mir bereits im dritten Jahr meines Studiums ein zu Hause war und die ich mit schwerem Herzen vor einem Jahr zurücklassen musste, um mein Studium in Konstanz zu beenden, hat mich wieder. Die anschließende Taxifahrt zu der Adresse, die mein zu Hause für die nächsten drei Monate sein soll, hätte wohl jedem Erstbesucher den Atem stocken lassen. Nach und nach baut sich ein Meer aus Hochhäusern auf, und immer wieder ragt ein noch höherer futuristischer Wolkenkratzer aus der Masse heraus. Doch auch mich lässt so ein Anblick nicht unbeeindruckt und fasziniert sauge ich die Eindrücke auf. Ein erster Spaziergang durch das feucht heiße Shanghai mit erschlagenden Temperaturen von knapp 40 Grad führt durch vertraute Strassen und Gegenden, doch immer wieder stelle ich fest, dass ganze Straßenzeilen umdekoriert, abgerissen oder neu aufgebaut wurden!

Das Praktikum beginnt bereits einen Tag später. Das Büro von Bertelsmann Direct Group und Arvato, wie auch das Lagerhaus, befinden sich in einer eher unprätentiösen Wohngegend im Südwesten der Stadt. Zwar ist Bertelsmann vor Ort das einzige Unternehmen und von einem Geschäftsviertel kann wahrlich nicht gesprochen werden, aber dafür säumen jeden Morgen zahlreiche kleine Stände die Strasse die frisch gebrutzelte Leckereien zum Frühstück verkaufen. Auch der Gemüse- und Fischmarkt, die Nudelsuppengarküchen (ab 30 Cent gibt es ein deftiges Mittagessen) sind ein netter Ersatz für vergleichsmäßig teure, an westlichem Geschmack orientierte Restaurants, wie man sie sonst in der Innenstadt findet. Dank einem günstigen Zufall kann ich an meinem ersten Tag an einem Orientation-Day, einem erstmalig stattfindenden Einführungstag für neue Angestellte bei Bertelsmann, teilnehmen und bekomme so dank Präsentationen, einer Führung und Mitarbeitergesprächen einen guten Überblick über die Firmensituation. Diese Veranstaltung wird unter anderem von einer alten Kommilitonin aus Deutschland durchgeführt (die Welt – ein Dorf), die mir natürlich noch eine ganz persönliche Einführung dank ihrer bisher gemachten Erfahrungen geben kann.

Mein 3-monatiges Praktikum findet bei Bertelsmann Direct Group im Bereich Public Relations, Firmenintern und -extern, statt. Da die Abteilung jedoch nur aus meiner Chefin, einem Management Trainee und mir besteht, sind

Internationale Buchmesse - Auslandspraktikum bei Bertelsmann

Internationale Buchmesse - Auslandspraktikum bei Bertelsmann

Eigeninitiative und Verantwortung hoch und die Einbindung in alle anfallenden Projekte garantiert. Meine Chefin, Miranda Yao, stellt mir zu Beginn die zu bearbeitenden Konzepte vor, doch bereitet mich ebenso darauf vor, mich in täglich anfallende Aufgaben einzubeziehen. Das größte Projekt während des Praktikums ist die Organisation und Planung des Bertelsmann Auftrittes auf der alljährlich stattfindenden Internationalen Buchmesse in der ersten Septemberwoche in Peking. Das Design des Messestandes, der Aufbau, die Gäste für tägliche Autoreninterviews auf dem Blauen Sofa, Pressekonferenzen, all das und noch vieles mehr müssen geplant werden. Das abrundende Highlight dieses Projekt wird die Reise zur Buchmesse nach Peking selbst sein.

Noch ist Chinas Medienszene relativ eingeschränkt, doch nach und nach öffnet sich der Markt. Bertelsmann war und ist einer der Pioniere die diesen Markt erobern möchten. Gerade jetzt, in dieser Entwicklungsperiode dabei zu sein ist eine großartige Erfahrung. Weitere Projekte sind unter anderem die komplette Organisation eines firmeninternen Wettbewerbs, um die neu gestaltete Chinesische Version der internationalen Bertelsmann Homepage zu promoten und die Unterstützung eines neu eröffnenden Museums. Das verspricht ein abwechslungsreiches, kreatives und herausforderndes Praktikum zu werden. Aufgrund raumtechnischer Gründe ist mein Arbeitsplatz jedoch leider nicht im Public Relations Büro, sondern in der Abteilung von Bertelsmann Asia Publishing (BAP), dem Verlag der Literatur für das Buchclub Sortiment herausgibt. Das kommt mir im Endeffekt natürlich zugute, denn ich bekomme so auch einen Einblick in die Arbeit dort, und werde in zusätzliche Aufgaben eingebunden. Das Verhältnis mit den Kollegen ist ein sehr gutes. Ein jeder ist sehr offen und freundlich gegenüber neuen Mitarbeitern und gleich am ersten Tag werde ich mit einer Führung durch die Abteilungen allen vorgestellt. Als Ergebnis habe ich mir keinen einzigen Namen gemerkt, aber dafür sind ja noch drei Monate Zeit.

Gleich in der ersten Woche kann ich an zwei Abteilungsdinnern teilnehmen und habe somit die Chance alle Kollegen etwas besser kennen zu lernen. Oh, wie habe ich das chinesische Essen vermisst! Gerade in diesen großen Runden, wenn 15 man um den Tisch gescharrt, eine Köstlichkeit nach der anderen aufgetischt wird, weiß ich was ich vermisst habe! Es ist großartig wieder hier zu sein. Ich treffe mich mit alten Freunden wieder, lerne neue kennen und genieße die diversen Freizeitmöglichkeiten, die mir Shanghai bietet. Ein unglaubliches Ice-T Konzert, Massagen, Tango-Milongas, Parties und natürlich das unschlagbare Essen. Leider erlebe ich auch den ersten Taifun meines Lebens. Zwar befinde ich während der schlimmsten Stürme in geschützten Räumen, jedoch den nächtlichen “Spaziergang” durch ein unter Wasser stehendes Downtown Shanghai nach Hause, werde ich nie vergessen. Immer sind die Straßen Shanghais befahren, zu jeder Uhrzeit Leute unterwegs, doch in dieser Nacht traf man nur wenige Gestalten die ebenso durch das teilweise kniehohe Wasser wateten. So rasch wie der Wind in jener Nacht durch die Straßen fegte, ist auch der erste Monat vergangen und ein neuer bricht an.

Ich selbst beherrsche leider kein Chinesisch und werde wohl auch nicht die notwendige Zeit finden, diese interessante Sprache zu lernen. Auf der Arbeit kommt man gut mit Englisch zurecht. Jedoch ist Mandarin, also das Hoch-Chinesisch, fast ein Muss, wenn man problemlos und ohne fremde Hilfe durch den Alltag in China kommen möchte. Auch unterhalten sich Chinesen scheinbar gern in Gegenwart von Menschen, die ihre Sprache nicht verstehen, in ihrer Muttersprache. Was da wohl manchmal beredet wird??? Man wird es nie erfahren, wenn man kein Mandarin kann! Die Chinesen sind sehr nett und umgänglich, verhalten sich jedoch manchmal auch anders, als wir es gewohnt sind: auf den geschäftigen Straßen wird man leicht angerempelt oder aufgrund der Massen weggedrängt; in der U-Bahn quetschen sich Leute rein, bevor überhaupt einer rausgelassen wird; auch das bekannte “auf den Boden spucken fällt direkt auf, was sich wohl aber seit der Lungenkrankheit SARS eingedämmt hat; in den vielen Restaurants in Peking und Shanghai ist man in der Regel gut beraten, den Kellner zu rufen, anstatt auf ihn zu warten. Aber haben wir nicht alle unsere Eigenarten und eigenen kulturellen Hintergründe?

Auslandspraktikum in China  – MLP Join the best Programm

Auslandspraktikum in China – MLP Stipendienprogramm Join the best

Während ich Ende Juli noch die meiste Zeit in Shanghai verbringe, bin ich den ganzen August in Peking. Nur an zwei Wochenenden schaffe ich es, nach Shanghai zurückzukehren. Aufgrund der kurzen Vorbereitungszeit der China Open, die am 10. September starten, beträgt die tägliche Arbeitszeit nicht selten zwölf Stunden und mehr. Auch die Wochenenden bleiben nicht von der Arbeit verschont. Dennoch kann ich mir ausreichend Zeit nehmen, Attraktivitäten in und außerhalb von Peking zu erkunden. Hierzu zählen die Verbotene Stadt, der Platz des Himmlischen Friedens, der Sommerpalast sowie die Chinesische Mauer bei Simatai. Der einzige Nachteil beim Sightseeing ist momentan, dass sich Peking auf Olympia 2008 vorbereitet, daher sind die meisten berühmten Gebäude in ein “herrliches Grün” mit Gerüsten darunter verhüllt. Das ist manchmal echt ärgerlich!

Aber neben der Arbeit und kulturellen Erkundungen darf auch das Nachtleben nicht zu kurz kommen. An guten Bars und Clubs dafür mangelt es jedenfalls weder in Peking noch in Shanghai. Die meiste Zeit des Nachtlebens gestalte ich allerdings mit Westlern aus dem Team, da die chinesischen Kollegen scheinbar nicht so oft ins Nachtleben eintauchen. Bei gemeinsamen Abendessen sind sie jedoch meist dabei und bestellen phänomenales Essen.

Ende Juli und August – 1. Teil

Durch mein Auslandspraktikum habe ich die einmalige Gelegenheit, die beiden größten und unterschiedlichen Metropolen des “Reiches der Mitte” intensiv kennen zu lernen und zu erleben: Shanghai und Peking. Bereits bei meiner Ankunft am 19. Juli in Shanghai bekomme ich einen sehr guten ersten Eindruck von dieser Stadt, den ich in den nächsten Tagen auch sehr gut vertiefen kann. Überall spürt man die Gegensätze dieser aufstrebenden 13 Millionen Metropole am Huangpu-Fluss: Arm und Reich, Tradition und Moderne, Geschäftigkeit und Geselligkeit….

Praktikum bei der Tom Group in Shanghai – MLP Join the best

Praktikum bei der Tom Group in Shanghai – MLP Praktikumsprogramm Join the best

Die TOM Group ist das führende chinesische Medienunternehmen in “Greater China”: Mainland China, Hong Kong und Taiwan. Dabei ist das Unternehmen in die fünf Bereiche Internet, Outdoor Advertisement, Publishing, Sports und Television & Entertainment gegliedert. Mein Praktikum absolviere ich in der Sports Division. Das aktuelle Projekt der Sports Division ist das internationale Tennisturnier China Open 2005 in Peking, weswegen ich für die folgenden beiden Monate meine “Location” dorthin verlagern werde. TOM hat für das bereits zum zweiten Mal ausgetragene Turnier ein neues Team eingesetzt, in das ich nun eingebunden bin. Das China Open Team umfasst ungefähr 15 Mitarbeiter der TOM Group und wird durch etwa 10 Leute der Event Management- und Consulting-Firma IMG unterstützt. Als Teil des China Open Teams arbeite ich im Bereich Sponsorship Sales, zusammen mit vier weiteren sehr netten Kollegen. Die Aufgaben umfassen das “Finden” potenzieller Sponsoren sowie das Kreieren lukrativer Sponsoren-Pakete und weiterer Werbemöglichkeiten-Pakete für Sponsoren während des Events sowie deren Verkauf. Darüber hinaus betreue ich vier bedeutende China Open Sponsoren sowie einen offiziellen Supplier vor und während des Turniers. Zu “meinen” Sponsoren zählen Lacoste, Mercedes Benz, Sohu und Panasonic.

Hongkong war einfach toll, allein der Blick auf die Skyline ist schon eine Reise wert. Insgesamt ist dort alles nochmal viel größer und hektischer als in Singapur, vor allem hat man den Eindruck, dass die Straßen einfach viel voller sind. Trotzdem war es ein sehr erholsamer Kurzurlaub, die Erholung kann ich für die kommenden Wochen auch gut gebrauchen. Die beiden Wochen stehen ganz im Zeichen des Beratungsprojektes, typischerweise werden in möglichst kurzer Zeit möglichst viele Ergebnisse benötigt. Ein Teil der benötigten Daten kommt aus dem internen Controlling, ich bespreche daher mit meinem Chef und den Controllern, wie man bestimmte Kennzahlen am besten berechnen kann. Da sich die ursprünglich angedachten Kennzahlen aufgrund der bisherigen Struktur der Ergebnisreports nicht so ohne Weiteres darstellen lassen wie gedacht, müssen wir auf alternative Kennzahlen ausweichen. Es dauert daher eine ganze Weile, bis wir eine angemessene Lösung gefunden haben. Parallel dazu versuche ich über die Kollegen in Indonesien weitere Informationen für meine Konkurrenzanalyse zu bekommen, da die Berichte der idonesischen Regulierungsbehörde und der Lebensversicherungsvereingung leider nur auf idonesisch vorhanden sind. Die Wochenenden nutze ich dann zusammen mit meinem Freund, der mich gerade besucht, wieder ausgiebig zum Reisen. Wir haben Kuala Lumpur besucht, um dort die bis vor kurzem noch höchsten Gebäude der Welt, die Petronas Towers, zu bestaunen und fliegen dieses Wochenende noch für vier Tage nach Phuket, um dort bei einem Strandkurzurlaub die Sonne zu geniessen.

Je mehr sich der Tag meiner finalen Projektpräsentationen näherte, desto stressiger wurde die Arbeit. Meine beiden Hauptprojekte, eine Benchmarkanalyse der TDC (Total Delivered Cost) der Wettbewerber in Europa und eine Effizienz- und Effektivitätsanalyse der Marketingausgaben der gesamten Business Unit schienen am Ende wirklich hilfreiche Ergebnisse zu liefern. Genau das war dann umso mehr Motivation, sicherzustellen, dass alle Daten und Resultate auch wirklich verlässlich und einwandfrei waren. Die Mittagspausen wurden immer kürzer, der gelegentlich Kneipenbesuch unter der Woche musste meistens abgesagt werden, aber trotz grossen Arbeitspensums machte der Job dennoch immer mehr Spass. Präsentationen war ich schon von meinem Studium in Maastricht gewohnt. Eine 60-minütige Präsentation vor 20 Komilitonen und einem Professor in lockerer Atmosphäre ist aber dennoch etwas anderes, als vor 12 P&G Finance Managern zwei Stunden lang die Ergebnisse meiner Arbeit der letzten 11 Wochen vorzustellen. Von der anschliessenden Fragerunde natürlich ganz zu schweigen. Dennoch gab es ein sehr positives Feedback und ich war sehr glücklich zu hören, dass die Ergebnisse meiner Präsentation dem Unternehmen wirklich weiterhelfen werden. Genau wie das Feedback zu meiner Präsentation sieht auch mein Feedback zu den letzten 11 Wochen aus. Ich habe die Zeit bei Procter&Gamble in Genf sehr genossen und konnte definitiv enorm davon profitieren. Eine Universität kann einem nur einen Bruchteil dessen lehren, was man für den Beruf benötigt. Persönliche Erfahrungen kann man eben nicht lehren. Nicht nur ich habe viel gelernt über die Arbeit im Management eines Weltunternehmens, sondern auch generell über das Berufsleben habe ich viele Erfahrungen sammeln können. Ausserdem habe ich sehr viele interessante Menschen aus verschiedensten Ländern von allen Ebenen des Unternehmens kennengelernt. All diese Erfahrungen helfen mir, mich persönlich weiterzuentwickeln, und tragen enorm zu meiner Entscheidung bei, in welchem Bereich der Arbeitswelt, der Wirtschaft, eines Unternehmens einer Abteilung ich mich nach dem Ende meines Studiums selbst verwirklichen möchte.

Nils Garrelfs hat in der ersten Runde des Join the best Programms von MLP im Jahr 2005 ein Stipendium gewonnen. Diese Initiative von MLP hat es sich zum Ziel gesetzt, Studenten bei der Vorbereitung auf den Berufsstart zu fördern. Die Stipendiaten werden in einem mehrstufigen Prozess ausgewählt. Dazu müssen Sie unter anderem ein Assessment-Center (AC) in Ihrer MLP Geschäftsstelle und anschließend ein weiteres AC auf dem MLP Campus in Wiesloch durchlaufen. Beim zweiten AC auf dem MLP Campus, sind neben den MLP-Mitarbeitern auch Vertreter der jeweiligen Firmen, bei denen die Praktika stattfinden, vor Ort auf dem MLP Gelände anwesend.

Abschied nehmen …

… von immer hilfsbereiten und humorvollen Kollegen bei SonyBMG, von meinen zwei Betreuern aus dem Management Development Program von Bertelsmann hier in Amerika und von meiner Chefin, die mich sehr unterstützt hat während des Praktikums und mir tolle Einblicke in die verschiedensten Facetten des Musikgeschäfts ermöglicht hat.

… von dem riesigen Spiderman, der mich jeden Morgen beim Eintreten in den Sony Tower begrüßt hat, von der atemberaubenden Aussicht aus den Fenstern des 28. Stockwerkes unseres Büros und von den tollen Geschäften (oder besser Schaufenstern) in der 5th und Madison Avenue, wo SonyBMG liegt.

… von all denen, die meinen Aufenthalt hier so abwechslungsreich, (ent)spannend und unterhaltsam gemacht haben und die maßgeblich dafür verantwortlich waren, dass ich meine Wohnung eigentlich nur als Schlafplatz genutzt habe.

… von meiner Wohngegend hier in New York, der Upper West Side, mit den vielen hübschen Geschäften, Bars und Restaurants, meiner geliebten Joggingstrecke, dem “Bridle Path” im Central Park und den traumhaften Sonnenuntergängen, die sich am besten auf der Promenade am Hudson River genießen lassen.

… von einer faszinierenden Stadt, deren extreme Gegensätze und Internationalität den eigentlich Reiz fuer mich ausmachen. Einerseits hupende, durch die Stadt rasende Autofahrer, Fußgänger, die andere fast umrennen, nur weil sie bei “Rot” stehenbleiben und andererseits die vielen großflächigen Parks und Promenaden, die zum Ausruhen und Rasten einladen. Einerseits ein von riesigen Stahl- und Glasbauten geprägtes Stadtbild, andererseits die hübschen Gassen in Greenwich oder West Village, die an eine englische Kleinstadt erinnern. Teure Edel-Clubs, in denen sich die New Yorker High Society trifft, existieren neben kleinen Restaurants, kaum größer als ein Wohnzimmer, wo man zu sehr günstigen Preisen traditionelles Essen aller Natioalitäten findet. Die 20 Dollar-Gucci-Fälschung wird fast gegenüber von ihrem 400 Dollar-Original auf der 5th Avenue verkauft. Unterirdisch, in den recht dreckigen Subway Stationen gibt es Ratten und Kakerlaken, oberiridisch Limousinen mit Chauffeur. Musikalisch könnte die Vielfalt ebenfalls nicht größer sein, die showreifen Musikeinlagen der Straßenkünstler, daneben die Juilliard School of Music, HipHop Clubs, weltberühmte Jazzbars …

New York, ich komme wieder!!!

Melanie Krämer war im Jahr 2005 eine von 10 Stipendiaten des MLP Join the best Programms. Ein Stipendium beinhaltet unter anderem Flug, Unterkunft vor Ort und ein Versicherungspaket von MLP. Zumeist bewerben sich jährlich ca. 2000 Bewerber beim MLP Join the best Programm. Neben den Stipendien werden auch viele Inlandspraktikumsplätze im Laufe des Auswahlverfahrens vergeben.

German Bierfest in Hongkong

German Bierfest in Hongkong

Nach einem langen Wochenende und der Verabschiedung meiner Eltern wieder bei der Arbeit, musste ich leider einer Ernüchterung entgegensehen: die geplanten Events werden aus internen Gründen nun doch nicht mehr in diesem Jahr stattfinden, sondern erst Anfang 2006. Das heißt für mich leider, dass ich dann nicht daran werde teilnehmen können. Nach einiger Zeit der Ratlosigkeit, was nun mein nächstes Projekt sein soll, entscheidet der neue CSSO, dass ich ihm bei der Erschließung der neuen Focus Accounts helfen soll, um die neue internationale Strategie umzusetzen. Meine Aufgabe besteht also nun in der breit angelegten Recherche und dem Kontakt überwiegend deutscher Unternehmen in der Greater China Region.

Der Kontakt zu deutschen Unternehmen gestaltet sich in dieser Woche besonders angenehm: von der Lufthansa werden wir auf das Oktoberfest, hier “German Bierfest” genannt, eingeladen. So seltsam einem Mädel aus dem Bergischen die bayerischen Volksbräuche ohnehin schon erscheinen, so skurril war es, diese in Hongkong zu erleben. Und das originalgetreu mit Schweinshaxe und Ententanz! Ich gab mir also den ganzen Abend alle Mühe, mich nicht für meine Landsleute aus dem Freistaat zu schämen, erklärte mehrfach auf einer imaginären Landkarte wie weit ich von München weg wohne und gab trotz unfreiwilliger Teilnahme beim Melkwettbewerb dennoch mein Bestes!

Diese Woche haben wir die neuen Planungsentwürfe der operativen Regionaleinheiten erhalten. Nachdem ich mir selbst ein Bild von den neuen Zahlen verschafft habe, bespreche ich mit meinem Chef und dem Controlling-Team, inwiefern die angepasste Planung noch weiteren Überarbeitungen bedarf. Bezüglich meiner Konkurrenzanalyse eröffnet mir mein Chef, dass die Ergebnisse für ein groß angelegtes Beratungsprojekt benötigt werden, daher ändert sich für mich nun auch die Prioritätsliste der zu bearbeitenden Länder. Da die Ergebnisse relativ zeitnah benötigt werden, bleibe ich diese Woche öfter länger im Büro, diese Woche ist für mich ja auch verkürzt, da ich Freitag meinen ersten Urlaubstag habe und dort für ein verlängertes Wochenende nach Hongkong fliegen werden. Insgesamt sind die Arbeitszeiten hier in Singapur jedoch deutlich moderater als in den meisten deutschen Firmen.

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