Join the best Blog Eine Initiative von MLP

Mittlerweile sind schon wieder drei Wochen vergangen, die Zeit vergeht einfach wie im Fluge hier und ich habe jede Menge zu tun, so dass ich meine After-Work-Aktivitäten etwas einschränken muss im Moment: Ich arbeite offiziell als Assistentin des Senior Vice President für den Bereich New Formats und Business Development. Das bedeutet, dass ich zum einen administrative Aufgaben erledige wie Abrechnungen für meine Chefin zu machen, ihr bei der Budgetplanung zu helfen, Meetings und Conference Calls vorzubereiten, Geschäftspartner mit Informationen zu versorgen, regelmäßig die Ablaufpläne und Marktdaten der neuen DualDisc Releases zu aktualisieren …

Da unsere Division permanent im Kontakt steht mit den Bereichen Produktion, Distribution, den Produktmanagern der Labels, Marktforschung und mit den Verantwortlichen aus dem Bereich Business Development anderer Länder und anderer Player im Markt, finden sehr viele Meetings statt, zu denen mich meine Chefin fast immer mitnimmt. Das tolle daran ist, dass ich gerade im Hinblick auf meine Diplomarbeit erstens den Markt aus verschiedenen Blickwinkeln kennenlerne und auch in Entscheidungen eingebunden werde, wie z.B. zusammen mit unseren Graphikdesignern Layouts für eine neue Werbekampagne zu entwickeln. Da meine Abteilung hier für den weltweiten Launch der “DualDisc” verantwortlich ist, arbeiten wir eng mit der Marktforschungsabteilung zusammen. Im Moment bin ich auch gerade daran beteiligt, einen Leitfaden für Fokusgruppengespräche für ein neues Produktformat zu entwickeln, bei denen ich auch als Beobachterin am Donnerstag dabei sein werde. Neben den schon erwähnten administrativen Aufgaben habe ich kleinere Projekte, wie unser Beschwerdemanagement effektiver zu gestalten, die Homepage der DualDisc zu aktualisieren und zu verbessern und anhand von Marktdaten die Kundenzufriedenheit mit unserem neuen Format DualDisc zu analysieren.

Einer der Höhepunkte der letzten Wochen war definitiv ein Besuch der Sony Music Studios, in denen unsere Künstler ihre Platten aufnehmen und wo auch diverse Veranstaltungen stattfinden. Außerhalb meines Praktikums waren weitere Highlights: eine CD-Release Party einer neuen Pop-Band, Salsatanzen im Central Park, die Aussicht vom Empire State Building bei Sonnenuntergang, Spaziergang über die Brooklyn Bridge, das Musical Lion King am Broadway, die spätsommerlichen Spaziergänge am Hudson River an der Promenade der Battery Parks und natürlich der Besuch meines Freundes aus Deutschland.

Ein vierteljährlich stattfindendes Procter&Gamble Finanzplanungstreffen der Business Unit Family Care West Europa, das hört sich an nach 5-Sterne Tagungshotel mit 18-Loch Golfplatz endlosen Lobreden, ungemütlichem Numbercrunching und 150-Slides langen Powerpoint Präsentationen. Nur teilweise korrekt! Zu diesem Meeting kamen letzte Woche alle Finanzanalysten der Business Unit Family Care aus ganz Europa zusammen – in einem Chalet in den Schweizer Alpen auf 2100 Metern Höhe. Ehrlich gesagt fühlte es sich an wie ein Skiurlaub gemeinsam mit einer Gruppe pubertierender Jugendlicher, aber ganz bestimmt nicht wie Arbeit! Und genau das war die Intention. Einzelzimmer? Falsch. Schlafräume mit acht Etagenbetten, Skiurlaubflair eben! Internet? Auf 2100 Metern fern ab von jeder Zivilisation, sonst noch Wünsche? Powerpoint Präsentationen, tja da hört die Askese dann auf, ohne die geht es heutzutage nun wirklich nicht mehr. Genau dieser Flair machte diese drei Tage wahrscheinlich zu dem lockersten Meeting was ich je erlebt hatte. Wenn bei bei einer Flasche Wein (oder auch zwei) und Kamingeknister über Budgets und Finanzplanungen diskutiert wird dann muss doch mehr herauskommen, als mit festgezogener Krawatte in sterilen Meetingräumen voll mit exklusivster technischer Ausstattung des 21. Jahrhunderts. Es war auf jeden Fall ein Erlebnis, Kollegen aus Niederlassungen im Ausland mit denen ich schon so oft telefoniert hatte in einer solch urigen Atmosphäre endlich persönlich kennenzulernen. So lernt man wirlich mal eine ganz andere Seite eines 180.000 Mitarbeiter schweren Weltunternehmens kennen.

Die Gesellschaften in Indien und Korea haben den ersten Planungsentwurf im Rahmen des strategischen Dialogprozesses versendet, ich verbringe daher einen Großteil meiner Zeit damit, die Zahlen mit den Planzahlen der letzten Jahre zu vergleichen und auf Plausibilität zu prüfen. Zumindest der Bericht aus Korea ist jedoch noch ziemlich unvollständig, so dass ich wohl den zweiten Entwurf abwarten muss, um den Bericht vernünftig zu kommentieren. Außerdem spreche ich mich mit den Abteilungsleitern, die für Personal, Risikomanagement und IT zuständig sind ab, damit mir diese so schnell wie möglich ihr Feedback für die Aspekte zukommen lassen, die ihre jeweiligen Abteilungen betreffen. Da meine Thailand-Präsentation so gut wie fertig ist, lasse ich die Ergebnisse meinem Chef zukommen. Er ist mit der Struktur und dem Inhalt meiner Präsentation zufrieden, so dass ich nun mit den restlichen Ländern fortfahren kann. Als nächstes Land nehme ich mir Indien vor, in diesem Zusammenhang kann ich auch die Planung der operativen Einheit vor Ort miteinbeziehen. Am Freitag nach der Arbeit fahre ich dann direkt zum Flughafen, am Wochenende steht nämlich meine erste größere Reise an, ich fliege mit einer deutschen und zwei französischen Praktikanten nach Bangkok.

Die 5. und 6. Woche gestalten sich vom Arbeitspensum her eher ruhig. Die Kooperation mit dem Partnerunternehmen wurde in einem Meeting diskutiert und festgelegt, sodass ein Grossteil der organisatorischen Arbeit die Events betreffend nun nicht von T-Systems selber durchgeführt wird. Ich diene weiterhin als Ansprechpartnerin und nutze die Verschnaufpause für einen Wochenendtrip nach Peking.

Ausflug chinesische Mauer – MLP Join the best

Ausflug chinesische Mauer – Join the best Stipendium von MLP

Dachte ich zu Beginn meines Aufenthaltes noch, Hong Kong sei China, so wurde ich nun eines Besseren belehrt. Jetzt war ich erst richtig in China: alles war viel chaotischer, lauter, dreckiger, quirliger als in Hong Kong! Und kälter. Ein leichtes Frösteln bei der Ankunft erinnerte mich daran, wie es ist, wenn man draußen friert und drinnen schwitzt. Zwei Tage voller beeindruckender und atemberaubender Erfahrungen später kann ich kaum glauben, dass ich tatsächlich die Verbotene Stadt gesehen und auf der Grossen Mauer gestanden habe, freue mich aber auch wieder darauf, nach Hong Kong zu fahren.

Und da war es wieder, dieses versteckte Gefühl, sich heimisch zu fühlen. Auf dem Weg vom Flughafen nach Hong Kong Island erblicke ich die mittlerweile so vertrauten Wolkenkratzer und habe das Gefühl nach Hause zu kommen.

Musik, Musik, Musik … es ist für einen Musikliebhaber wie im Paradies hier. Auf der Arbeit reden wir über Musik, hören Musik, die Leidenschaft für Musik ist definitiv etwas, das alle SonyBMG-Mitarbeiter gemeinsam haben. Etwas Heimweh habe ich bekommen, als ich vor kurzem einen Manager von einem unserer Labels getroffen habe und in seinem Büro seine Gitarre gesehen habe. Meine Vorgängerin hat mittlerweile die Firma verlassen und da meine Chefin im Moment noch im Urlaub ist, gibt es einiges zu tun. Ab nächster Woche werden zu den täglichen/wöchentlichen Aufgaben (z.B. “Release Schedules” neu erstellen, Marktdaten aktualisieren, Meetings vorbereiten…), noch eigene Projekte dazukommen. Leider habe ich bisher noch nicht so viel Zeit gehabt, mich mit meiner Diplomarbeit (die ich zwar am Marketinglehrstuhl aber mit Branchenbezug zur Musikindustrie schreibe), zu beschäftigen. Immerhin war ich schon ein paar Mal in der Business Library der Columbia University, die nur ein paar Straßen von meiner Wohnung entfernt ist und habe (eher zaghaft) mit meiner Literaturrecherche begonnen.

Avril Lavigne Konzert – Praktikum in New York

Avril Lavigne Konzert – Praktikum in New York

Auch außerhalb der Arbeit ist das Angebot an Live-Bands, Konzerten und Clubs einfach riesig. Toll sind die spontanen Performances, die man manchmal abends in Bars oder Cafes erlebt. Ein Höhepunkt der letzten Woche war aber definitiv das (kostenlose) Avril Lavigne Konzert um 7.00 morgens vor der Arbeit im Bryant Park. Wir standen zwar sehr müde aber auch sehr weit vorne an der Bühne und haben einige Lieder des neuen Albums gehört. Viele neue Ecken der Stadt habe ich auch wieder kennengelernt, Chinatown, Southstreet Seaport District, East Village … schön war auch der Sonnenuntergang an der Brooklyn Bridge und wie wir in meinen Geburtstag gefeiert haben: italienisch-orientalisch. Am Wochenende klappt es hoffentlich mit einem Besuch in den Hamptons und tax-free Shopping in einer riesigen Shoppingmall außerhalb von New York. Jetzt sind schon 4 Wochen vergangen und es fühlt sich so an, als sei ich gerade erst angekommen: so viele nette Leute habe ich schon kennengelernt und so viel unternommen, dass die Zeit fast zu schnell vergeht.

In unregelmäßigen Abständen organisiert P&G ein lunch-meeting der Praktikanten mit wichtigen Persönlichkeiten aus dem höheren Managment. Zum ersten dieser Veranstaltungen trafen wir uns mit dem Chief Financial Officer P&G Europa, der sich vorstellte mit dem Satz “I am here to show you guys that Procter&Gamble is the coolest company in the world!” Er berichtete von seiner persönlichen Laufbahn, und den Projekten auf denen er bis heute gearbeitet hat. Er, der in den USA aufgewachsen ist und für P&G schon auf allen Kontinenten gearbeitet hat, beteuerte immer wieder, all sein Handeln sei von einem Motiv beeinflusst: “All we do must be lead by the goal to create value”. Auch kritischen, ethischen Fragen, wie zum Beispiel auf welche Weise eine Firma wie P&G Wert kreieren wolle, wenn sie aus Kostengründen mehrere hundert Mitarbeiter in einem Land entlasse um in ein anderes abzuwandern, hat er ehrlich und ohne zu zögern ausfühlich beantwortet. Ich in meiner Rolle als Praktikant finde es einfach enorm interessant von Personen aus dem höheren Management zu erfahren wie sie ihren Weg gegangen sind und wie sie sich mit der Zeit sowohl persönlich als auch beruflich entwickelt haben. Einige dieser Menschen mögen mir helfen herauszufinden, in welche Richtung ich mich beruflich entwickeln möchte, andere werden sogar zu Vorbildern, welche für mich persönlich eine enorme Motivation hervorrufen.

Das Wochenende war wirklich traumhaft schön, weißer Sandstrand, glasklares Wasser, Palmen, wie in der Karibik. So gut erholt, beginne ich die Woche damit, Information für meine Thailandpräsentation zu sammeln. Dabei stehe ich

Praktikumsbericht Singapur

Praktikumsbericht Singapur

immer in Kontakt mit der operativen Einheit vor Ort, da diese schon über einige benötigte Daten verfügt, so dass man Doppelarbeit vermeiden kann. Da ich bisher noch keine Berührung mit dem Versicherungsgeschäft hatte, ist es zu Beginn etwas schwierig, sich in der Menge der Informationen zurechtzufinden, insbesondere bei der Berechnung der relevanten Kennzahlen sind bei mir dann doch noch einige Wissenslücken vorhanden, aber die Kollegen sind zum Glück sehr hilfsbereit und beantworten alle meine Fragen geduldig. Diese Woche bespreche ich zudem mit meinem Chef und einer singapurischen Kollegin, wie die Aufgabenverteilung im Rahmen des strategischen Dialogprozesses aussehen wird. Wir einigen uns darauf, dass ich für Indien und Korea zuständig sein werde. Da es hier in Singapur sehr viele deutsche Praktikanten gibt, treffe ich mich nach der Arbeit eigentlich immer mit ein paar anderen Praktikanten oder Expats, um noch in der Stadt was trinken zu gehen, zum Strand zu fahren oder ich schwimme ein paar Runden in meinem Pool. Am Wochenende steht dann zum ersten Mal ausgiebiges Sightseeing hier in Singapur auf dem Programm. Außerdem gehe ich mit ein paar Einheimischen in eine Karaoke-Bar, das ist ein echtes Erlebnis, zu sehen, wie sehr Asiaten Karaoke lieben…

Und noch schneller als die ersten beiden sind auch die 3. und 4. Woche vergangen. Man gewöhnt sich so schnell an die Umgebung, die Arbeit, die vielen Möglichkeiten etwas zu unternehmen und den damit verbundenen Schlafmangel, dass man sich gar nicht mehr vorstellen kann, wie es denn sein soll wieder in Deutschland zu sein. Aber das ist bei mir ja gottseidank noch einige Zeit hin!

Essen in Hongkong

Essen in Hongkong

Mein Projekt bei T-Systems gedeiht zwar langsam, aber es gedeiht, weitere Schritte wurden mit dem Headquarter in Frankfurt bestimmt und ausgearbeitet. Aus der einen Kundenveranstaltung werden nun zwei, die Anfang November in Peking und Shanghai in Kooperation mit einem Partnerunternehmen der T-Systems in China stattfinden werden. Nun geht es darum, den Ablauf der Events zu planen. Von der Einholung der Themenvorschläge über den Kontakt zu dem Partnerunternehmen bis hin zur organisatorischen Planung der Events bin ich in alles eingebunden.

Fast wird der tägliche Weg zu und von der Arbeit schon zur Routine, man taucht ein in diesen Strom aus Menschen, Geräuschen und Gerüchen und findet sich wieder in einer Welt voller Überraschungen und Gegensätzen. So habe ich in den letzten Wochen in einem Hot Spring mit Kaffeezusatz in China gebadet, gekochte Hühnerfüße und Kuhmagen dankend abgelehnt, dafür Hot Pot umso lieber probiert, eine Kathedrale in der ehemaligen portugiesischen Kolonie Macao besichtigt, abends am Strand gesessen, einen Geburtstag in einem unglaublichen Appartment mit Blick auf ganz Hong Kong gefeiert, bei der Arbeit

Unmengen an Mooncake und Obst essen müssen (Geschenke zum kommenden Mid-Autumn Festival), einen Wochenendtrip mit vier chinesischen Freundinnen überlebt, den Big Buddha gesehen, Seafood Dinner auf einer der kleinen Inseln gehabt und sogar eine deutsche Bäckerei aufgetan! Um die Kollegin einer Freundin hier zu zitieren: “Das Einzige, was einem in Hong Kong fehlt, ist Schlaf.”

Nach einem ersten Wochenende hier, das ich vor allem damit verbracht habe, einige Leute kennenzulernen und mich ein wenig in der Stadt zurecht zu finden, beginnt diese Woche zunächst mit einem Gespräch mit meinem Chef. Er ist Deutscher und seit einem knappen halben Jahr als Expat hier in Singapur. Er erzählt mir nochmals ausführlich, wie die Allianz hier in Asien strukturiert ist, erklärt mir einige grundlegende Dinge über das Lebensversicherungsgeschäft und spricht dann mit mir über meinen Weg hier zur Allianz und über meine potentielle Aufgabe. Ich soll in den nächsten drei Monaten zum einen beim aktuellen strategischen Dialogprozess mit den operativen Einheiten hier vor Ort mitarbeiten, bei dem die strategischen Ziele und Planzahlen für die kommenden drei Geschäftsjahre geplant werden und zum anderen eine Konkurrenzanalyse erstellen. Diese soll die Marktbedingungen, das regulatorische Umfeld und die Wettbewerbsposition der Allianz in den einzelnen Ländern hier vor Ort betrachten. Wir einigen uns darauf, dass ich mit Thailand beginne. Den Rest der Woche verbringe ich daher hauptsächlich damit, mir eine Struktur für die Ergebnispräsentation zu überlegen und diese mit meinem Chef abzuklären.

Meine Mitbewohnerin kenne ich immer noch nicht, dafür aber meine neue Abteilung bei SonyBMG, New Technology und Business Development, die sich damit beschäftigt, neue Alternativen zu den herkömmlichen CDs zu bieten und dem Download-Trend entgegenzuwirken. Da ich hier an der Schnittstelle zwischen Production, Consumer Research und den Labels bin, bekomme ich einmal einen guten Überblick über den Musikmarkt und kann auch live bei einem neuen Productlaunch dabei sein. Anfang September wird in Europa das neueste Produkt “Dual Disc” auf den Markt gebracht, was eine zweiseitige Disc ist, auf der einen Seite eine CD, auf der anderen eine DVD (mit Live-Konzert-Mitschnitten und weiteren Künstlerinformationen).

Praktikumsausflug durch New York

Praktikumsausflug durch New York

Ansonsten bin ich immer noch dabei, die Stadt zu entdecken. Toll war eine Führung durch die Gebäude der UN, die von dem German House der Deutschen Vertretung hier in New York organisiert wurde. Eine Walkingtour durch Harlem war sehr interessant, am Ende sind wir ganz unvermittelt in einem Street Festival gelandet, tolle Live-Band dort. Kunst der ganz anderen Art gibt es im PS1 (Museum of Modern Art) in Queens wo auch jeden Samstag eine “Warm-up-Party” stattfindet, wo schon nachmittags ausgelassen gefeiert wird.

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